Der US-Präsident hat gestern einen neuen Obersten Bundesrichter ernannt. Der Erwählte steht im Ruf ein solider Konservativer zu sein. Und er hat für die Kinderabtreibung nichts übrig.
(kreuz.net, Washington) George W. Bush hat entschieden. Der US-Präsident nominierte den Berufungsrichter
John G. Roberts für den frei werdenden Posten am Obersten Gerichtshof der USA.
Der ‘Oberste Gerichtshof’
in Washington ist bei der Auslegung der Verfassung oder des Bundesrechtes die letzte Instanz. Es kann
auch Entscheidungen des Kongresses oder der Regierung als nicht verfassungskonform bezeichnen und außer
Kraft setzen.
Roberts hat bisher als Regierungsbeamter, privater Rechtsanwalt und Richter gearbeitet.
Seine Nominierung muß in der Richterkommission des Senates und im Senat selber bestätigt werden. An
beiden Orten besitzen die Republikaner die Mehrheit.
Die Demokraten haben aber die Möglichkeit, Roberts’
Nominierung durch eine Hinhaltetaktik zu blockieren.
Das wiederum könnte die Republikaner veranlassen,
die Regel des Senats abzuschaffen, wonach eine Minderheit den Willen der Mehrheit aufhalten kann.
Präsident
Bush appellierte deshalb an die Demokraten im Senat, über die Nominierung von Roberts „mit Würde“ zu
befinden.
Die nächste Sitzung des ‘Obersten Bundesgerichtes’ wird Anfang Oktober stattfinden.
Auf der
Tagesordnung stehen vier Todesurteile, ein Rekurs im Kontext der Kinderabtreibung, der Fall einer Beihilfe
zum Selbstmord und ein Rekurs in einer Homo-Sache.
Lebensfeindliche Gruppen sorgen sich schon um die
Haltung des neuen US-Bundesrichters in der Frage der Kinderabtreibung.
Diese Kreise verweisen auf eine
Erklärung, die Roberts als Rechtsberater von Präsident Bush sen. verfaßte:
„Wir glauben nach wie vor,
daß die Entscheidung zur Einführung der Abtreibung falsch war und revidiert werden muß.“
Diplomatischer
gab sich Roberts vor seiner Bestätigung als Berufungsrichter im Jahre 2003:
„Das gegenwärtige Abtreibungsrecht
ist das anerkannte Gesetz des Landes. Es gibt in meinen persönlichen Ansichten nichts, was mich hindern
würde, dieses Gesetz zur Gänze und zuverlässig anzuwenden.“
Roberts gehörte letzte Woche zum dreiköpfigen
Richtergremium, das einstimmig entschied, daß die Militärgerichte, die Präsident Bush im Zusammenhang
seines „Krieges gegen den Terrorismus“ errichtete, legal seien. Damit können die umstrittenen Prozesse
gegen Inhaftierte im US-Konzentrationslager Guantánamo weitergehen.
Alarm gegen die Ernennung von Roberts
schlägt die ‘Nationale Aktionsliga für Abtreibung und Fortpflanzungsrechte’:
„Wenn Roberts die lebenslange
Ernennung erhält, dann besteht ein geringer Zweifel, daß er sich bemühen wird, das Abtreibungsgesetz
umzustoßen.“
Die kinderfeindliche Bewegung ärgert sich vor allem über Roberts’ Stellungnahme zum Entscheid
des ‘Obersten Gerichtes’ zugunsten der Abtreibung im Jahr 1973. Damals erklärte das Gericht, daß es
ein „fundamentales Recht auf eine Kinderabtreibung“ gebe.
Diese Aussage besitze – so Roberts – im Text,
in der Struktur und in der Geschichte der US-Verfassung keinen Anhaltspunkt.
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22 Lesermeinungen
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Michelangelo Ich habe aber gelesen, daß sie doch keine Nonne ist. Sie hätte darüber nachgedacht, aber
hätte dann doch geheiratet. Aha. Fakt ist, daß er zur Hlg. Messe in einer unabhängigen Kirche geht
(dessen Priester nach meinen Infos zu keinem Institut bzw. keiner Bruderschaft gehört, ein häufiges
Phänomen in den USA). Er ist ein Hüpfer. Wie im Filmgeschäft auch. Zwischen zwei sehr unmoralischen
Filmen bringt er einen sehr katholischen Film heraus; und alle mit dem schönen Fresken-Logo (Auge Gottes)
seiner Herstellungsfirma im Vorspann… Die „Holy Family“, für die er eine vier Millionen Dollar schwere
Kirche in Südkalifornien baute und deren Messen er immer wieder besucht, hat einen klaren Drall zum Sedisvacantismus.
Aber, um meinem Motto halbwegs treu zu bleiben („… Damit möchte ich es belassen; er ist nicht mein
Gegner“): das muß nicht automatisch heißen, daß Mel Gibson Sedisvacantist ist. Mir genügt, daß er
die wunderbare hl. Messe aller Zeiten besucht, das unheilvolle V.II ablehnt und einen Film in traditioneller
katholischer Theologie herausbrachte (*), der zu den zehn (?) erfolgreichsten Filmen der ganzen Filmgeschichte
gehört. (*) … mit Kritikpunkten; siehe Athanasius, die aber den Kern des Films nicht verdecken können.
@ NOnne oder nicht ? Ich habe aber gelesen, daß sie doch keine Nonne ist. Sie hätte darüber nachgedacht,
aber hätte dann doch geheiratet. Fakt ist, daß er zur Hlg. Messe in einer unabhängigen Kirche geht
(dessen Priester nach meinen Infos zu keinem Institut bzw. keiner Bruderschaft gehört, ein häufiges
Phänomen in den USA).
Ordensschwester Zur kirchenpolitischen Einstellung Gibsons: Ist nicht eine seiner Töchter eine fromme
und rechtgläubige Pius-Nonne ? Eine Tochter von ihm ist Nonne; ich weiß aber nicht, bei welcher Kongregation.
Inkarnation des Satans ? – Film ist Kunst Wenn man andere Filme mit und von (!) Gibson kennt, weiß man
daß Figuren scheinbar real auftauchen, die vom Regisseur lediglich als Traum oder Vision intendiert waren.
Beispiel: Das Vorbeischreiten der Ehefrau des schottischen Freiheitskämpfers Wallace kurz vor seiner
Enthauptung. Nicht nur die szenische Parallelität läßt auch diese, eben andere Interpretation der rein
geistigen Begegnung zu – und das ist eben Kunst. Zur kirchenpolitischen Einstellung Gibsons: Ist nicht
eine seiner Töchter eine fromme und rechtgläubige Pius-Nonne ?
Die religiösen Gefühle der schlicht Frommen zu schützen war immer ein Anliegen der Inquisition; ein
berechtigtes. Daher halte ich es doch für zu missverständlich, wenn eine –- mögliche –- Erscheinung
des Satans als „paritätische“ Anti-Inkarnation aufgefasst werden kann. An diesem Punkt ist mir das Gibson’sche
Werk nach wie vor suspekt; auch bedaure ich, dass er historische Erkenntnisse über die römische Kreuzigungsfolter
(via crucis nur mit dem Querbalken, etwaige Nägel durch die Handwurzelknochen) „übersehen“ hat. Im übrigen
hat der Film die Passion für ein breites Publikum anschaulich gemacht, war überhaupt nicht antisemitisch,
an manchen Punkten etwas mokant (Jesus erfindet als Schreiner einen Tisch??), aber überhaupt nicht antisemitisch
–- die Rolle des Pilatus stimmte zu 100%. Da man in Hollywood wohl dazu gezwungen ist, gegenüber einem
allzu leichtfertigen Schaumakatholizismus zu kontrastieren, wären Gibson seine „Sonderwege“ möglicherweise
zuzubilligen. Aber trotzdem: Ein ganzes Konzil zu ignorieren, sehen Sie mir das bitte nach, ist doch blanker
Hochmut à la Jean Calvin etc. (Luther hatte zwar absurde „Konzilsvisionen“, war aber noch eine Zeit lang
für ein solches ansprechbar). Nur zur Verdeutlichung „meiner“ angebl. modernistischen Position: Das trident.
Dekret über das Hl. Messopfer hat Papst Paul VI. per Enzykl. vom 3. Sept. (!) 1965 noch einmal ausdrücklich
bekräftigt! Was halten Sie denn vom Opfergedanken im III. (Montini-) Hochgebet? Ich bete es innerlich
gern mit.
Doch noch einmal Mel „Mad Max“ Gibson Vater Hutton Gibson ist definitiv Sedisvacantist. Sohn Mel Gibson
hält sich bedeckter: mit Sicherheit ist er traditioneller Katholik und besucht ausschließlich die überlieferte
Messe. Er baute u.a. für die „Holy Family“ eine teure Kirche und besucht u.a. deren hl. Messen. Sie lehnen
u.a. das V.II ab. Mel Gibson hat oder hatte auch Kontakte zur FSSPX: ein Kind oder mehr wollte er auf
eine FSSPX-Schule schicken oder tat es, aber es gab in diesem Zusammenhang großen Ärger wegen der Forderung
der FSSPX, daß er zuerst seine unmoralischen Filme offen bereuen müßte, etc. Gibsons Assistenz-Reggiseur
beim Passions-Film, Jan Michelini, wurde früher von JP2 getauft und soll die Privataudienz zwischen JP2
und Mel mit Filmvorführung arrangiert haben. Dr., gut, daß Sie trotz modernistischer Verirrungen an
die Existenz des Widersachers und unseren Loskauf durch Christus glauben. „Das ist schon mal was.“ Daß
es einen personalen Anti-Christ geben wird, schnitt mein Satz der Kirchenväter an. Auch dem Christus
erschien Satan. Daher ist Gibsons Interpretation der Satanserscheinung als dubioses Wesen passabel: im
Film von einer Frau mit synchronisierter Männerstimme gemimt. Wenn jemand die Erscheinung als mißlungen
einstuft, ist das nebensächlich, denn es ändert nicht die klare Kernaussage Gibsons: Christus ist der
Erlöser; sein Opfergang ist der Preis für unsere Erlösung; das Opfer war eine Notwendigkeit; Opfer
und hl. Messe sind aufs engste verbunden.
Mel Gibson also doch kein Sedisvakantist? Vor lauter Theologie ist Ihnen wieder entgangen, dass ich die
Lehre der Kirche über den Widersacher, das mysterium iniquitatis, die gefallenen Engel, den Vater aller
Lüge, den „bösen Wind“ (Paul VI) voll und ganz festhalte; der Mensch ist das Geschöpf, das sich durch
die Fähigkeit zum Gehorsam ggü. Christus auszeichnet. Ich glaube auch an die buchstäbliche „redemptio“
(lat. „Rückkauf“) an jenem Apriltag zu Jerusalem. Doch ästhetisch ist es problematisch, eine „Anti-Inkarnation“
zu zeigen inmitten sonstiger Personen, die biblisch-historisch (ja, das NT ist „Bericht“! Völlig glaubwürdig;
sonst können wir zur Hölle fahren) greifbar sind. Die „Ikonographie“ Satans im Film ist bildlich „vertretbar“,
aber es könnte eine Fehldeutung iunterlaufen als gebe es eine „Anti-Inkarnation“. Es gibt Besessene,
aber Fleisch angenommen hat das ewige Wort des Vaters aus Maria der Jungfrau. Eine exakt spiegelbildliche
„Gegenbewegung“ Luzifers ist völlig auszuschließen, heidnisch, satanistisch. Genau deshalb hassen die
Teufelsanbeter nichts so sehr wie die Eucharistie, da sie die Getauften in den wirklichen Leib Christi
integriert, den der Böse verwunden, aber nicht zerstören kann.
Satan, eine Person nur folgen meine Herren Gegner nicht meinen Gedanken Diese tun es so weit, wie Ihr
liberalistischer Hang zum modernen Dogma des Relativismus es eben erlaubt. Klare Gedanken –> klare Sprache.
Während im übrigen nur historische Personen gezeigt wurden, Menschen, trat plötzlich eine Inkarnation
des Satans in fleischlicher Person auf. Das ist in dieser Faktizität nicht biblisch verifiziert; eine
Inkarnation des Antichrist zu vermuten, ist nicht mit dem Heilsplan des Allmächtigen vereinbar. „Die
konstante Ansicht der Kirchenväter, der meisten katholischen und vieler nichtkatholischen Exegeten sieht
im Antichristen ein Individuum, das sich durch besonders großen Haß gegen Christus hervortun wird.“
Haag in der 1. Auflage. (In der 2. Auflage von 1968 wurde diese klare Aussage verstümmelt.) Gibson gelang
die Darstellung Satans als zwidderartige Person gut, auch die Wandlung in eine Schlange. Gibsons Film
erinnert uns deutlich daran, daß es einen Gott und Erlöser gibt, daß die Passion Christi der Preis
für unsere Erlösung ist und daß dieser Preis für unsere Sünden und die Sünder gezahlt werden mußte.
Die Notwendigkeit des Opfers, um für unser Sünden zu bezahlen, ist in dem Film gut ersichtlich, besonders
das Band zwischen Opfer und der hl. Messe. Dieser Film ist nicht laienhaft, sondern sehr theologisch.
Sie Modernisten verstanden das gut und deshalb attackierten sie den Film so sehr. Gibson bekam eine Audienz
bei JP2, um seinen Film vorzuführen.
Sorry, mir liegt es fern irgendjemanden zum „Duell“ zu fordern; ich fühle mich auch überhaupt nicht
„beleidigt“; nur folgen meine Herren Gegner nicht meinen Gedanken, um dann darauf zu erwidern, sondern
interpretieren sie weltanschaulich um. Dankbar bin ich allerdings für den Hinweis, dass Mel Gibson ein
„Sedisvakantist“ sei. (Gab es nicht trotzdem eine Audienz bei Karol Wojtyla??); finanziert er „tradition
in action“? Gibt es Querverbindungen zwischen Sedivakantisten und Bonapartisten? Am rechten Rand kenne
ich mich weniger gut aus als in der Mitte der Kirche. Vom laienhaften Standpunkt aus litt der Film des
Mel Gibson an einer deutlichen Schwäche: Während im übrigen nur historische Personen gezeigt wurden,
Menschen, trat plötzlich eine Inkarnation des Satans in fleischlicher Person auf. Das ist in dieser Faktizität
nicht biblisch verifiziert; eine Inkarnation des Antichrist zu vermuten, ist nicht mit dem Heilsplan des
Allmächtigen vereinbar. Auch der in den Film implantierte „Höllenschrei“ des „fleischgewordenen“ Satan
ist im Evangelium nicht auffindbar. Offenbart sich hier bei Gibson ein doch nur neu-heidnisches Verständnis
des Kreuzesopfers Jesu? Jedenfalls hat der Jesuit, der Gibson beriet, hier wohl nicht genaiu genug hingeschaut.
#13 Athanasius 22:28:05 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Ja… Also ich will nicht über Gibson urteilen. Ich denke nur, objektiv sind Paparazzi und weiter Filme
Gibson nach PC unmoralisch in einigen Sinne. Keine Sexfilme, aber auch nicht katholisch, wie etwa ein
Film wie Ben Hurr. Empfehlen kann ich auch Gibson in „The Patriot“. Ein sehr schöner Film, der tief den
amerikanischen Patriottischen Geist enthält und irgendwie auch bei Historikern eine grosse Sympathie
für die amerikanischen Kolonisten erwecken kann. Man versteht dann auch, dass die Vereinigten Staaten
in der Volksseele nicht eine Erfindung von Freimaurern sind, wie der Staatsform, aber ein Staat der zumindest
noch ruhen wíll auf Gott. Denn die Staaten die explizit keine Gott anerkannten und keine Moral waren
in der jüngsten Geschichte am Tödlichsten: Rußland, Nazi-Deutschland, China usw. Keine der religiös-fanatischten
Gruppen hat jemals deren Massenmordebene erreicht. Noch keine, nicht einmal der überbetonte Islamextremismus.
Und das waren Revolutionen von inne. Nicht von einem fremden Feinde etwa eines Mohammed Atta.
Konsequenter Lebensrechtler Gibson Lieber Laurentius. Danke für die Blumen. Gut, „Erben des christlichen
Abendlandes“ war übertrieben. Es wäre schön, wenn möglichst – wieder – viele Länder dieses Erbe wahrhaftig
verträten. Sedisvacantismus: der dritte Blumenpunkt geht an Sie: ich nehme meine Behauptung zurück,
weil ich sie nicht aus dem Kopf belegen kann und es mir auch nicht wichtig ist. Soviel ich weiß, ist
sein Vater sicher einer, aber das sagt nichts über den Nachwuchs. Mel Gibsons Aussagen zum V.II und der
nachkonziliaren Kirchenführung sind grundsätzlich ablehnend, doch nicht anders ist es bei der FSSPX –
deswegen ist noch niemand Sedisvacantist. Daß Gibson gemäß der katholischen Morallehre manche inakzeptable
Filme drehte, leider auch welche jüngeren Datums, ist sein wunder Punkt. Das meinte ich mit „Geschäftsmann“:
auch unkatholische Filme drehen, damit das Geschäft geht. Bei „Was die Frauen wollen“, der noch zu den
harmloseren gemeinten gehört, sagte er – so ich mich recht erinnere –, daß der Film ihm hauptsächlich
als Geldbeschaffungsmaßnahme für das Passions-Projekt diente. Daß er für den Passions-Film Privatvermögen
und Ruf aufs Spiel setzte, ist vorbildlich. Er bezahlte (u.a.) seine Hauptdarsteller (Caviezel) unter
Gebühr, um Geld zu sparen, bot ihm aber eine Beteiligung am Ergebnis an, worauf dieser einging, weil
er meinte, daß das Ganze sowieso finanziell ein großer Hereinfall werden würde und man sozusagen zur
Ehre Gottes die schwere Rolle spielt. Nun, der Herr hat sie fürstlich belohnt.
#11 Laurentius2 15:44:45 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@Marcel „Erben des christl. Abendlandes“ Ich gebe Ihnen gerne zu, daß das Wort von den „Erben des christl.
Abendlandes“ etwas zu pathetisch war. Trotzdem, wer ist es sonst im Westen ? Die ersten beiden Punkte
haben Sie differenziert und gut dargestellt. Ich gebe Ihnen hierbei gerne recht. Der Dritte Punkt geht
an mich (nicht präpotent gemeint, sondern sportlich ) : Gibson ist kein Sedisvakantist, Sie geben es
zu. Ich denke, er ist ein treuer, volksmissionarischer und kämpferischer Katholik. Apropos knallharter
Geschäftsmann. In den ersten Monaten sah alles nach einem millionenschweren Flop für Gibson persönlich
aus, das hatte er von Anfang an einkalkuliert – knallharter Geschäftsmann ?
Lebensschutz Ob es nun wohl nicht nur der Kinderabtreibung, sondern auch der Todesstrafe an den Kragen
geht? Oder wird unterscheiden auch die „Lebensschützer“ zwischen „schützenswertem“ und „unwertem“ Leben
(nur mit umgekehrten Vorzeichen als die „Kinderfeinde“)?
#9 MilesChristi 13:49:25 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@ Athanasius Da bin ich einer anderen Meinung. Ich habe die „Passion“ nur einmal angeschaut, weil mich
kein weiterer Film so berührt hat wie jener. Ich kann mich also an die Szene nicht erinnern. Der Film
hilft mir zu verstehen – vor Augen zu haben – was unser HErr für mich elenden Sünder gelitten hat. Für
mich ! Wenn ich den schmerzensreichen Rosenkranz bete denke ich, daß ich verstehe, was es damals hieß,
gegeißelt zu werden, und vor allem gekreuzigt. Ich halte Gibson für einen gläubigen Menschen; denke
auch nicht daß er Sedi ist. Wie Marcel sagt – er ist auch ein Geschäftsmann. Filmempfehlung: We were
soldiers once… and young (auf deutsch: Wir waren Helden), einer der besten Filme über Vietnam den ich
kenne. Natürlich für diejenigen, die NICHT meinen, daß Soldatensein mit dem Christentum unvereinbar
wäre…
Doch noch einmal „Mad Max“ Lieber Athanasius, über den Film „Passion Christi“ kann ich nicht streiten.
Einige FSSPX’ler kritisieren ihn, bei den meisten überwiegt Dankbarkeit. So bei mir, weil er den Kreuzesopfertod
Christi weltweit ins verdiente Zentrum rückt. Obwohl ich nicht mehr zu Gibson sagen wollte, kurz zu Ihrer
These, er sei als Propagandafigur für die traditionalistischen Katholiken durchaus nützlich: Vielleicht.
Man wird lange an diesen Film zurückdenken und sich evtl. fragen, warum so eine Kraftanstrengung just
einem – wenigestens zu guten Teilen – traditionellen Katholiken gelang. Gibson ist harter Geschäftsmann.
Anders kann man sich in diesem schlimmen Gewerbe nicht halten. Es stellt sich die Frage, ob man es aus
diesem Grund ausschließlich den Gottlosen überlassen darf? Ich glaube nicht. Ohne die massive Unterstützung
der Evangelikalen hätte Gibson den Film nicht herausbringen können – zur Schande der Kirche. Leider
ist der Christus-Darsteller Jim Caviezel, den ich schätze, wegen seiner Frau Medjugorjaner und bewog
Gibson, den Rohfilm einem hohen Medj.-Pater zur Dursicht vorzulegen, wonach einige Änderungen erfolgten…
Weil ich nicht Laurentius’ Einschätzung der US-„Erben des christlichen Abendlandes“ teile, erwähnte
ich, daß Gibson auch neuere unmoralische Filme drehte. Zwar spielt auch dabei auch seine wilde Vergangenheit
des „Mad Max“ eine Rolle, aber das Jetzt ist das Problem. Aus solchen Gründen gab es zwischen ihm und
der FSSPX USA/AU schon gehörigen Ärger.
#7 Athanasius 11:23:13 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@Marcel Film „Passion Christi“ Dieser Film war bei Einsetzung völlig falsch. Die Einsetzungsscène im
Film war historisch inkorrekt. Jesus trug da ein Trampergewand, benutzte einen Terracotta Becher und Kebab-Brot
anstatt jüdische Matzè (die unseren heutigen Hostien – im Lateinischen Ritus zumindest – völlig gleich
waren). Ich habe mich sehr geärgert an dieser Szene, die ja eher den Eindruck wecken würde, Christus
habe das protestantische Abendmahl eingesetzt. Von den Filmmachern ist der evangelikalische Filmmarkt
aber im Auge genommen, ist den Evangelikalen auch angepasst. Von der katholischen Amtskirche bekam man
fast nur Kritik oder Political Correctness. Also die historische Einsetzung des eucharistischen Opfers
war es nicht. Die fand richtung Osten statt, mit den Aposteln neben oder hinter Jesus, der in einem feinen
jüdischen Weissgewand (Er war arm, aber hatte nach der Erweckung des reichen Lazarus und dem Einzug in
Jerusalem wohl einige guten Gebrauchssachen bekommen, etwa das Gebrauch des Zönakels für das Paschamahl,
diesem anschliessend das Opfer des Neuen Bundes), mit Matzè und sicherlich mit metallem (silbernen?)
Kelche (vielleicht sogar von Melchisedech?). Nicht wie im Film von Mel Gibson. Gibson hat sich eine Insel
gekauft, machte einen unmoralischen Film (R-Rated: Paparazzi) nach PChristi . Er ist nicht mein Beispiel,
obwohl er als Propagandafigur für die traditionalistischen Katholiken durchaus nützlich ist. Ehrlich
gesagt.
P. Sommerville Danke für die Anmerkungen zu P. Sommerville, dessen (und natürlich Gibons) tief von der
hl. Messe aller Zeiten durchdrungener Geist den Film „Passion Christi“ kraftvoll prägte. Mir war nicht
bewußt, daß P. Sommerville zu den Revolutionsdurchführern des fürchterlichen Novus Ordo gehörte.
Um so herrlicher, daß er seinen Irrtum einsah, umkehrte und heute sehr enge Verbindungen zur Priesterbruderschaft
St. Pius X. pflegt. Er hätte diese abtrennen können, dann wäre er von seinem modernen Bischof nicht
suspendiert worden. Doch der Pater wählte den Weg der Wahrheit. Dank sei Gott. Durch die sehr hohe Konzentration
an völlig aus im Kreuzesopfer Christi lebenden Priestern bei der FSSPX hat Gott mich gelehrt, für jeden
einzelnen vollkatholisch gläubigen Priester dankbarer zu sein denn je zuvor. Eine wunderbare Symbiose:
solche Priester heiligen die ihnen anvertrauten Gläubigen durch die würdige Spendung des hl. Meßopfers,
und gleichzeitig werden sie durch just diese Sakramentspendung geheiligt. Die Kirche kannte „Synergien“
schon zweitausend Jahre, bevor dieses moderne Schlagwort von Produktpropagandisten vermarket wurde. Wenn
doch nur die Konzilskirche sich wieder auf ihre Wurzeln besinnen würde. P.S. Da P. Sommerville US-Amerikaner
ist (?), betrachte ich meine Worte als insgesamt zum Thema gehörend…
Mischen Gerne stimme ich diesem Satz zu: die Bevölkerung der USA ist (deutlich) christlicher als die
Mittel- und Nord-Europas. Sprich: West- und Nord-Europas. Polen und etwa Südtirol haben ganz schöne
Überreste katholischen Glaubens. Aber es stimmt: Die USA-Bevölkerung ist viel christlicher als der europäische
Westen. Ich bin froh, dass Bush – wohl unter Druck des Christian Right – diese Ernennung getan hat. Andererseits
sind neokonservativen wie Roberts oft auch besonders zu finden für die amerikanische Eine-Welt-Ordnungspolitik.
Zu Pater Dr. Stephen Sommerville: er war in den 1960ern ein Topspezialist und der Großausführer der
liturgischen Revolution in der englischsprechenden Welt mit der ICEL. Er hat seinen Fehler – das führte
zu grosser Aufregung unter MOdernisten – eingesehen und nicht nur die Übersetzung sondern den ganzen
Novus Ordo verworfen. Zu grosser Irritation von modernistischen Klerikern die ihn ja vorher hochschätzten.
Die Passion unseres Herrn Welcher Staat ist christlicher? Das war nicht die Frage. Sie nannten die USA
das „Erbe des christlichen Abendlandes“. Da widersprach ich. Gerne stimme ich diesem Satz zu: die Bevölkerung
der USA ist (deutlich) christlicher als die Mittel- und Nord-Europas. Zu den Evangelikalen Ich kenne deren
christliche Vorzüge durchaus. Persönlich. Ohne sie wäre ich heute noch Heide. Ich kenne aber auch ihren
Lutherismus. Das Erbe des christlichen, d.h. katholischen Abendlandes hat Luther entscheidend zertrümmern
geholfen, und so seine Nachfolger. Mel Gibson Meine Anmerkungen über ihn waren auf Ihre euphorische Liste
der „Erben des Abendlandes“ gemünzt. Gibson besuchte – wenigstens z.T. – die hl. Messen von Sedisvacantisten.
Damit möchte ich es belassen; er ist nicht mein Gegner. Seine Ablehnung der Konzilskirche kann ich bestens
verstehen. Seinen Passions-Film halte ich für wunderbar und einen großen Dienst für die Kirche. Er
hat ihn unter großen Opfern gegen alle Widerstände der Konzilskirche und der wahren Herrscher der USA
(und Europas) erbracht. Daß er manchmal einen „Vogel hat“, zeigen seine anderen Filme. Leider sind auch
einige neueren nicht besonders gut vereinbar mit der katholische Moral- und Sittenlehre. Der gute katholische
Priester Sommerville, der Gibson – nicht nur – bei diesem Film geistlich beraten hat, liest auch in den
FSSPX-Kirchen die hl. Messe aller Zeiten, weswegen ihn die Dizöese kürzlich suspendierte.
Welcher Staat ist christlicher ? & Gibson kein Sedisvakantist Werter Marcel, vorab, die Wertschätzung
liegt ganz auf meiner Seite. Zu den Evangelikalen: a. Wer betreibt außer dem Vatikan eine o f f e n s
i v e Anti-Abreibungspolitik in der westlichen Welt ? b. Wer sorgt dafür, daß in den Schulen massenhaft
über die mörderischen Gefahren der linksprogrammatischen Frühsexualisierung aufgeklärt wird ? c. In
welchem Land spielen die 10 Gebote in der Öffentlichkeit eine dermaßen prägende Rolle ? d. In welchem
Land werden noch christliche Kinoschlager gedreht ? Abel Ferrara wäre wohl in Italien kaum möglich …
Auch weniger tiefschürfende Drehbücher (zB „Im Auftrag des Teufels“ mit Keanu Reeve und Al Pacino) haben
einen sehenswert christlichen Kern … Apropos Mel Gibson : Wie kommen Sie darauf, daß er Sedisvakantist
ist ? Sein Vater hat eine gewisse Tendenz dazu, aber Mel Gibson ist ein gläubiger und trotz aller ihm
zwischen die Beine geworfener Knüppel seitens der konziliaren Kirche im Grunde loyaler Sohn der una sancta !
Daß er von den aktuellen (Pastoral)Strukturen ob ihrer fast feigen Passivität angesichts des westlichen
Glaubensabfalls sehr enttäuscht ist und die kirchenrechtliche Absetzung seines geistlichen Begleiters
während der Dreharbeiten, eines röm.-katholischen Priesters, ihn sehr traurig macht, dürfte Ihnen doch
wohl einsichtig sein, oder ?
Die vereinigten Freimaurerstaaten Sind die USA überm großen Teich die einzigen realpolitischen geistigen
Erben des christlichen Abendlandes (vom Bible belt bis MelGibson) Lieber Laurentius, ich schätze Sie,
deswegen trübt es mich, Ihre blauäugige Sicht der USA (ihrer Machthaber) beobachten zu müssen. Eines
Tages müssen Sie sich intensiver mit Luthers Irrlehre und alle ihren Folgen befassen (Liberalismus ist
eine davon; aber das auszuführen ist komplex.) * Der evangelikale Bibelgürtel ist kein Erbe des christlichen
Abendlandes, sondern seines Zerstörers: Luthers. * Auch Bush nicht. Wie könnte er es sein als Skull &
Bones-Freimaurer, der u.a. das wahnsinnige Verhalten unterstützt, Kreuze auf den Müll zu schmeißen?
Seine guten Taten in Ehren, aber das ändert am Gesamtbild nichts. * Auch der Sedisvacantist Gibson nicht.
So sehr ich sein katholisches filmisches Meisterwerk, die Passion Christi, schätze – und den Evangelikalen
für ihre Unterstützung danke! –, so muß ich doch feststellen: „Mad Max“. Ich empfehle Ihnen zur Abschreckung
sein Filmchen „The Singing Detective“, das er im gleichen Jahr drehte. Grauenhaft. Europa ist fest in
der Hand von Voltaire und Machiavelli! Europa wurde freimaurerisch, die USA waren es schon immer. In Europa
kämpfte immerhin noch die Kirche – und sie allein – tapfer und furchtlos gegen diese Summe aller Irrlehren.
Bis zum V.II. Beten wir, daß sie es wieder tut, so wie die FSSPX. Es bleibt die göttliche Tugend der
Hoffnung. Amen.
Halleluja ! Provokante Fragen: 1. Sind die USA überm großen Teich die einzigen realpolitischen geistigen
Erben des christlichen Abendlandes (vom Bible belt bis MelGibson) ? 2. Dümpelt das alte Europa dagegen
nur noch in gottlosen Gewässern ? Meine Meinung: Mit Ausnahme des Papstes und einiger weniger Bischöfe,
katholischer Bevölkerungsteile in Litauen, Irland, Portugal und Polen sowie des slowakischen und des
maltesischen Staates (alle – außer dem Vatikan – so gut wie bedeutungslos) – JA ! Europa ist fest in
der Hand von Voltaire und Machiavelli ! Es bleibt die göttliche Tugend der Hoffnung …