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Der Mittelpunkt + Chinesisches Zwangszölibat + Am Weltjugendtag soll es funken + Kein Bedarf für Homos + Zur Erinnerung
Der Mittelpunkt

Deutschland. Papst Benedikt XVI. will anläßlich seines viertägigen Besuches am Weltjugendtag die Begegnung mit Jugendlichen aus aller Welt und mit Vertretern anderer Religionen in den Mittelpunkt stellen. Das teilte das Weltjugendtagsbüro am Mittwoch in Köln mit. Der Papst wird vom 18. bis 21. August in Köln sein. An seinem zweiten Besuchstag wird der Heilige Vater dem deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler eine Privataudienz gewähren. Bei seinem anschließenden Besuch in der Kölner Synagoge trifft der Papst mit Vertretern der jüdischen Gemeinde zusammen. Am 20. August ist eine Audienz für zehn Vertreter des Islam geplant. Das Treffen geht auf eine Einladung der türkisch-islamischen Union zurück. Es werden auch Vertreter anderer islamischer Gruppen sowie nicht organisierte Muslime erwartet.

Chinesisches Zwangszölibat

China. In China werden die Chinesinnen schon bald zur Mangelware. Zwischen 2015 und 2030 soll es – gemessen an der Zahl männlicher Chinesen – an rund 25 Millionen potentiellen Bräuten fehlen. Das ergab eine Studie von Bevölkerungsforschern der Universität Texas in den USA. Schuld an der Bevölkerungskatastrophe ist die Kinderabtreibung und die sogenannte Ein-Kind Politik der kommunistischen Volksrepublik. Chinesische Eltern wünschen sich unbedingt einen männlichen Stammhalter. Da ihnen der Staat nur ein einziges Kind erlaubt, lassen schwangere Mütter das Geschlecht ihrer ungeborenen Kinder kontrollieren und kommen der Geburt einer Tochter mit deren vorgeburtlichen Tötung zuvor.

Am Weltjugendtag soll es funken

Deutschland. Am 20. und 21. August werden rund 800.000 Jugendliche am Marienfeld bei Köln auf einer Fläche von fünf mal fünf Kilometer zusammenkommen. Dann sind nicht nur die Organisatoren und das Gesundheitswesen herausgefordert. Auch die Funktechniker stehen vor einer großen Aufgabe. Deshalb haben sich die drei großen deutschen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und O2 zum sogenannten „Projekt Weltjugendtag“ zusammengeschlossen. Damit die am Weltjugendtag anwesenden Jugendlichen und Journalisten in kein Funkloch fallen, sind aber noch viele Anstrengungen notwendig. Bis zu 14 Funkmasten und mehr als zehn Kilometer Glasfaser- und Kupferkabel, sowie 120 öffentliche Telefon-Säulen sollen eine möglichst gute Kommunikation zur Außenwelt garantieren. Derzeit herrscht auf dem Marienfeld in kommunikationstechnischer Hinsicht – wie sich ein Sprecher der Deutschen Telekom ausdrückte – noch „tote Hose“.

Kein Bedarf für Homos

Lettland. Die lettische Hauptstadt Riga hat die Bewilligung für einen geplanten Homo-Aufmarsch zurückgezogen. Das unzüchtige Spektakel wäre das erste seiner Art in der Geschichte der baltischen Staaten gewesen. Es sollte am kommenden Wochenende stattfinden. Grund für das Verbot war eine Kritik des bürgerlichen Ministerpräsidenten Aigars Kalvitis: „Wir sind ein auf christlichen Werten beruhender Staat. Darum können wir keine Dinge fördern, die für einen Großteil der Bevölkerung inakzeptabel sind.“ Er halte es für unannehmbar, daß die Parade gleich neben der Domkirche stattfinde. Ein politischer Beobachter in Riga erklärte, daß die Homo-Ideologie ein spezifisches Problem des Westens sei, der ob seines Reichtums nicht mehr wisse, wo ihm der Kopf steht.

Zur Erinnerung

„Zur Milderung der Reinigungsstrafen nützen den armen Seelen im Fegefeuer die Fürbitten der lebenden Gläubigen, nämlich Meßopfer, Gebete, Almosen und andere Werke der Frömmigkeit, die von den Gläubigen entsprechend den Anordnungen der Kirche für andere Gläubige gewöhnlich verrichtet werden.“

Übereinstimmende Erklärung des Zweiten Konzils von Lyon (1274) und des Konzils von Florenz (1439-1445).
      
14 Lesermeinungen
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#14   Marcel   16:04:59 | Montag, 25. Juli 2005
Folge und Ursache
Zu meinem am 21. Juli erwähnten Buch „Die Ökumenismusfalle“ von Prof. Georg May, fand ich noch eine recht umfassende Zusammenfassung auf englisch www.sspxasia.com/…y/Ecumenism_Trap.htm.
P.S. Romulus: Ohne Reformation kein Trienter Konzil!
Ohne Erbsünde kein hl. Meßopfer! So unendlich dankbar wir für das hl. Meßopfer sind, feiern wir kaum die Erbsünde, sondern bedauern sie zutiefst…
Die Reformation war übrigens keine, sondern eine Deformation bzw. treffender: eine Revoultion. Die Gegen-Reformation war eine echte Reformation, eine Geradebiegung von Verbogenem.
P.P.S. Hat denn niemand den guten Text Dr. Barths aus der Mai-Ausgabe der „Kirchlichen Umschau“ über das Pontifikat des JP2 in elektronische Form? Ich versprach den Text noch dem Romulus, finde aber für die Printausgabe keinen passenden Scanner…
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#13   Laurentius2   11:57:19 | Montag, 25. Juli 2005
Papst Benedikt denkt ähnlich …
… nämlich, daß die Neue Messe, mit der auch ich aufgewachsen bin, die ich aber mittlerweile als tendenzielle Verkürzung betrachte, ein „plattes Produkt des Augenblicks“ ist. er plädierte schon vor Jahren für eine „Reform der Reform“. Warum nicht die Vormesse in der Landessprache mitsamt Kirchengebet, Gloria u.s.w. und die Opfermesse (nach dem Credo) auf Latein und zu Gott hin zelebriert ?
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#12   Dr. Otterbeck   06:26:39 | Freitag, 22. Juli 2005
„Im Himmel lenkt
und leitet das vollkommene Wort als der Erstgeborene aus dem Gedanken des Vaters persönlich alle Dinge“; so der Hl. Irenäus, Demonstratio apostolica, 39. Das hier so beliebte „Irrewerden an dieser Kirche“ zeigt somit nur ein Defizit an Treue zu Jesus als dem Haupt der Kirche an. Oder etwa nicht? (Vgl. bspw. DOMINUS IESUS, Nr. 15, Fn. 45)
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#11   Benedikt   23:40:25 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@ FioreGraz
Die Kritiker des Novus Ordo bestreiten gar nicht, dass die Alte Messe etwas gewachsenes ist, sie werfen dem Novus Ordo ja gerade vor, dass er nicht gewachsen, sondern gemacht ist.
Ich bin auch mit dem Novus Ordo groß geworden, und glaube, dass er – unter der Voraussetzung das er würdig zelebriert wird – durchaus seine Vorzüge hat. Das Argument der Traditionellen mit dem „gemacht“ kann ich aber auch nicht ganz widerlegen. Insbesondere der Wegfall der reichen Ritensprache und vieler Gebete (insbesondere des Stufengebets) ist durchaus zu bedauern. Dort könnte eine Reform der Reform ansetzen.
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#10   FioreGraz   22:59:11 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@Laurentius2
Hier wie dort ein Ausblenden der Tradition bei gleichzeitiger schizophrener Inanspruchnahme derselben. Hier wie dort eine Verunglimpfung der klassischen Messe aller Zeiten (zumindet seit Gregor dem Großen, wahrscheinlich seit den Katakomben).
Auch die tridentinische Messe ist nicht die original Messe Gregors des Großen und seine Messe geht auch leider nicht auf die Katakomben zurück ein kurzer Blick in die Didache oder in die Katakomben selbst (dort findet man Bilder des Herrenmahls) müsste genügen um nicht immer von „der Messe aller Zeiten“ zu sprechen. Die wohl ältesten erhaltenen Messen sind noch die östlichen Riten aber auch sie sind nicht mehr „original“. Selbst die Liturgie ist etwas gewachsenes. Nur leifen früher die änderungen „langsamer“ ab über Generationen, in der heutigen Zeit gehts halt schneller und dies mag manchen „sauer Aufstoßen“ aber es ist nichts ungewöhnliches.
LG
Fiore
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#9   Romulus   22:54:21 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@Marcel, Laurentius 2 Ähm, darf ich grad mal stören?
Hallo ihr beiden, darf ich kurz mal eure Schwelgereien in den guten alten Zeiten stören und etwas einwerfen?
Ohne Reformation kein Trienter Konzil!
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#8   Marcel   20:46:54 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Es geht um das Herz der Kirche, die hl. Messe
Gut, daß Sie, lieber Laurentius, den Protestantismus studieren. Das ist der Schlüssel zum Erfassen dessen, was seit dem V.II mit der Kirche geschieht: sie wird durch den Ökumenismus protestantisiert.
Was Luther von außen nicht gelang, gelingt nun seinen geistlichen Erben von innen.
Weil heute so wenige Katholiken den Protestantismus kennen (sie kennen Geschichte generell nicht), bemerken sie nicht, was abläuft.
Zu dem Thema ist u.a. das Buch des Kirchenhistorikers und -rechtlers Prof. May empfehlenswert: „Die Ökumenismusfalle“ (2004).
„Die großen Piuspäpste des 20. Jahrhunderts stehen auf gegen die ökumenische Illusionen der vier letzten Päpste. Sie sprachen noch das Unheil der Glaubensspaltung an. Papst Pius X. bezeichnete in der Enzyklika „Editae aepe“ vom 26. Mai 1910 die sogenannten Reformatoren des 16. Jahrhunderts als Feinde des Kreuzes Christi. Sein Kampf gegen die Auflösungstheologie der Modernisten war eine Abwehr des Protestantismus, aus dem die Modernisten ihre zersetzenden Aufstellungen bezogen hatten. {…}
Im Namen des Ökumenismus erscheint es statthaft, alle die protestantischen Irrtümer in der Kirche vorzubringen, die seit Jahrhunderten vom Lehramt der Kirche verworfen worden sind. {…}
Der ökumenische Betrieb steht in Blüte, weil den meisten Menschen die protestantische Form des Christentums bequemer vorkommt und deswegen erwünschter ist als die katholische Kirche.“
Die hl. Messe, diese Verewigung des Kreuzesopfers, rettet uns wieder.
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#7   Laurentius2   18:34:55 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@Marcel – Irrewerden an dieser Kirche
Lieber Marcel,
ich bin (noch?) kein regelmäßiger Pius-Kirchgänger, aber je mehr ich mich mit der Reformation befasse, desto mehr Ähnlichkeiten stelle ich fest zwischen der frommen lutherischen Kirche im 16. und (90%!) der deutschsprachigen Kirche im 20./21. Jahrhundert.
Hier wie dort ein Ausblenden der Tradition bei gleichzeitiger schizophrener Inanspruchnahme derselben.
Hier wie dort eine Verunglimpfung der klassischen Messe aller Zeiten (zumindet seit Gregor dem Großen, wahrscheinlich seit den Katakomben).
Hier wie dort eine moralische Relativierung und angeblich dringend notwendige „Anpassung“ an die Menschen.
Hier wie dort ein theologisch einseitiges zwanghaftes Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes und unkatholisches Ausblenden der notwendigen (wenn auch stets unvollkommenen und nicht pelagianisch überzubewertenden) guten Werke.
Hier wie dort eine soziale, berufliche Verfolgung der Anhänger der alten Lehre.
Hier wie dort ein Ausblenden des Fegefeuers.
Hier wie dort ein autoritäres Chaos, das sich nur in einem einig ist: Los von Rom !
Ich liebe doch diese Kirche, aber ich würde langsam irre, wenn wir nicht einen neuen Hoffnungsträger in Rom hätten …
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#6   Romulus   16:11:26 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@ Benedikt
Ja, Ähnliches dachte ich auch, wollte es auch schreiben, aber man muss vorsichtig sein, sonst kann’s teuer werden.
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#5   Benedikt   16:04:09 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Telekom & Co…
@ Romulus: Ja vergiss nicht den ganzen Umsatz, den die Telkommunikationsunternehmen dort machen! Immerhin muss man doch grundsätzlich jeden Kumpel schnell mal anrufen, nachdem man ihn wahnwitzige 30 min nicht mehr gesehen hat!
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#4   Marcel   15:23:11 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Das frühlingsgefühlsbringende Super“konzil“
sind doch jetzt durch VII abgeschafft, oder ?
Ich hab jedenfalls im Religionsunterricht oder irgendeiner modernen Messe noch nie etwas davon gehört …
Mehr noch, lieber Laurentius: das pastorale Superkonzil schaffte sie alle ab, alle diese dogmatischen Konzile… :-)
Wie die evangelische „Kirche“ 1517 anfängt und das „Davor“ im Schwarzen Loch verschwindet, so fängt die neue katholische Kirche 1965 an.
Ich habe es selber erlebt! Nachdem mir ein alter Priester (nicht FSSPX) das lutherisch verwirrte Haupt zurechtgebogen hatte und ich freudenstrahlend die neu gelernte ewige katholische Lehre vor Ort erkunden wollte: da wurde ich nicht nur wegen meinem Dafürhalten zum Papstamt (und damals noch zum Papst JP2) von den alten Ortskirchenhasen ausgelacht und als Quasi-Fundamentalist schräg angesehen, sondern vor allem auf meinem allerersten theologischen „katholischen“ Vortrag – auf Empfehlung des Ortspfarrers – in der Ortskirche folgendermaßen belehrt: „Die moderne Theologie löst sich komplett vom Opfergedanken. Heute sehen … blabla … wir das differenzierter… blabla“ (*)
Nichtmal 10 Jahre später habe ich es endlich so gefunden wie nur zuvor: das hl. Meßopfer in der Messe aller Zeiten bei den Traditionellen.
(*) Mich reuen bis heute die 40 Mark, die mich diese Ketzerschulung gekostet hat beim diplomierten Theologen der Tübinger Kasper-Schule. Heute lerne ich die überlieferte katholische Lehre kostenlos beim FSSPX-Erwachsenenkatechismus durch einen Priester.
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#3   Laurentius2   15:06:51 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Die beiden Konzilien
sind doch jetzt durch VII abgeschafft, oder ?
Ich hab jedenfalls im Religionsunterricht oder irgendeiner modernen Messe noch nie etwas davon gehört …
[Satire]
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#2   Romulus   11:18:24 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Handys
Ich gebe Didimus recht. Was soll das? Können die nicht mal für die paar Stunden auf ihre Drecks-Handys verzichten? Wenn die Eucharistiefeier und die Begegnung mit Christus im Vordergrund stehen, braucht man ein Handy am allerwenigsten.
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#1   Didimus   10:27:42 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Das Weltjugendtagsbüro…
…weiß es offensichtlich besser als der Heilige Vater selbst. Dieser hatte nämlich in seiner allerersten Ansprache am Morgen nach seiner Wahl gesagt, die Eucharistie werde im Mittelpunkt des Weltjugendtages stehen.
Einige Tage später hat Papst Benedikt XVI. in der Audienz für die Deutschen gesagt, er freue sich auf Köln, wo die Jugend der Welt sich trifft, oder besser, „wo die Jugend ihre Begegnung mit Chrisuts hat“.
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