Kinderabtreibung
Den Verräter bestraft das Jüngste Gericht
Der angeblich katholische Präsident von Mexiko will durchsetzen, daß die ‘Tötungspille danach’ in jeder staatlichen Gesundheitseinrichtung erhältlich sein soll. Die mexikanischen Bischöfe protestieren jetzt heftig und erinnern den Staatspräsidenten, daß kein Sünder der gerechten Strafe entkommt.
(kreuz.net) Vor einer Woche erließ die mexikanische Regierung eine Verfügung, wonach die 19.000 staatlichen Apotheken sowie ähnliche Einrichtungen innerhalb von vier Monaten die ‘Tötungspille danach’ als – wie sich die Regierung ausdrückt – „Basismedikament“ verkaufen müssen.

Dagegen nannten mehrere mexikanische Bischöfe die ‘Tötungspille danach’ „eine tödliche Waffe gegen Unschuldige“. Die bischöfliche Stellungnahmen wurde in der Bistumszeitung der Erzdiözese Mexiko, ‘Desde la Fe’’ veröffentlicht.

Die Bischöfe bezeichneten die Maßnahme der Regierung als unverantwortlich:

„Die falsche Entscheidung der Autoritäten führt zum moralischen und sozialen Zusammenbruch. Es entsteht ein Schaden für den wir in einer Gesellschaft, die zunehmend unmenschlicher geworden ist, schon jetzt bezahlen.“

Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit der menschlichen Sexualität würden nicht durch das großangelegte Verteilen von Kinderverhütungs- und Abtreibungsgiften gelöst:

„Bei der Sexualität handelt es nicht bloß um einen genitalen Vorgang, sondern um einen integralen Bestandteil der menschlichen Person.“

Der Erzbischof von Mexiko, Norberto Kardinal Rivera (63), erklärte, daß es kopflos sei, den Ratschlägen und Forderungen der Weltgesundheitsorganisation zu gehorchen und die Verbreitung der ‘Tötungspille danach’ überstürzt einzuführen.

Das sei eine Maßnahme, auf die Mexiko gerne verzichten könne:

„Es gibt keinen Grund, eine derartige Waffe in die Hände der Leute zu geben, um unschuldige Menschen zu ermorden. Die Pille danach ist sehr gefährlich, denn ihre frühabtreibende Wirkung ist schon lange erwiesen.“

Der Kardinal hofft jetzt auf fruchtbare Gespräche mit der Regierung.

„Wir wollen, daß vernünftige Entscheidungen getroffen werden, nachdem wir miteinander geredet haben.“

Es gehe nicht um einen Machtkampf. Er wisse sehr wohl, daß die Regierung die Macht habe und ihre Entscheidung durchsetzen könne.

Nur wenige Stunden nach der Stellungnahme des Kardinals kündigten das Innen- und das Gesundheitsministerium an, erneut über das Gesetz zu beratschlagen. Es sei um die Verbreitung der Tötungspille zu viel Unruhe entstanden.

Kirchliche Beobachter sehen in der versprochenen Debatte eine Hinhaltetaktik der zwei Ministerien. Es sei von Gesprächen die Rede, ohne zu sagen, wer wann und worüber diskutieren werde.

Eine Änderung oder gar Revidierung der geplanten Maßnahme könne man sich davon nicht versprechen.

Der Präsident der mexikanischen Bischofskonferenz, Bischof José Guadalupe Martin (69), appellierte unterdessen an den Staatspräsidenten, Vicente Fox, der seinen katholischen Glauben gerne zur Schau stellt.

Der Staatspräsident solle angesichts der staatlichen Verbreitung der Tötungspille sein Gewissen befragen:

„Wenn er ein Katholik ist, weiß er, daß er beim Jüngsten Gericht für den Verrat am Glauben Rechenschaft ablegen muß.“
      
6 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#6   Lilith   21:33:13 | Samstag, 23. Juli 2005
@Athanasius
Die kleinen braven Bauern werden auch weiterhin an das glauben, was ihnen ihre Eltern und der Dorfpriester beigebracht haben… In diesen Ländern ist die Regierung in ländlichen Gebieten für die Religion zweitrangig…
Redaktion benachrichtigen
#5   Athanasius   21:27:07 | Samstag, 23. Juli 2005
Wie alle romanische Länder…
…sehe ich wieder die dunklen Wolken von Irregular-Freimaurer-Regierungen auf Mexico zuziehen.
Wie in den 1920er geht es dann knallhart gegen die Kirche. Die ja selbst doch keine Widerstand mehr leistet.
Ob da noch das stolze „Viva Crísto Rey!“ aus den Kehlen der armen Bauern, wie damals, erschallen wird, bezweifle ich.
Redaktion benachrichtigen
#4   Ignatius   18:05:44 | Samstag, 23. Juli 2005
Tipp, Gedankenspiel
Yers schrieb: „Ich werd’s mir merken und mich beizeiten daran erinnern (was mach’ ich, wenn du falsch liegst?)“
I.)
1.) Wenn Christus nicht der Gottmensch war, für den er sich ausgab, dann wärst du zwar am Ende einem Narren oder Hochstapler gefolgt, aber mehr nicht und weniger nicht. Es wäre sowieso alles egal (vgl. Paulus).
2.) Wenn Christus aber der Gottmensch ist, für den er sich ausgab, dann hättest du am Ende a) durch das Befolgen Seiner Gebote alles gewonnen (->Himmel), oder b) durch das Brechen Seiner Gebote alles verloren (->Hölle).
Wenn du unsicher bist, ob Punkt 1.) oder 2.) zutrifft, müsstest du logischerweise den Weg wählen, der nicht fatal enden kann: 2a).
II.)
Zweites Gedankenspiel: wenn hinter einem Busch etwas raschelt, und du nicht sicher bist, ob ein Mensch dahintersteckt oder ein Zellklumpen, dann schießst du natürlich nicht mit einem Gewehr in den Busch, denn im Falle eines dahintersteckenden Menschen wäre die Folge deines Schießens fatal.
Leider haben die Ungeborenenmörder diese Logik nicht begriffen. Und das hängt mit meinem Gedankenspiel I.) zusammen.
Redaktion benachrichtigen
#3   Yersinia   17:05:57 | Samstag, 23. Juli 2005
ja, danke für den Tipp!
Ich werd’s mir merken und mich beizeiten daran erinnern (was mach’ ich, wenn du falsch liegst?); btw: zur Sünde der Hochmut zählt auch die Selbstgerechtigkeit, der „Hochmut des sittsamen Lebens“. – „Gläubig?
Nicht wie die Sicheren.
Aber hellhörig
für die Botschaft“ hat Christine Bußta einmal geschrieben; kann ein gutes Glaubensmotto sein – mit dem Hintersinn, dass Hören die erste Antwort auf die Zuwendung Gottes ist.
Redaktion benachrichtigen
#2   Ignatius   15:50:12 | Samstag, 23. Juli 2005
Unsicherheit
Yers schrieb: „Im Ernst: wer weiß, wie das „Jüngste Gericht“ tatsächlich sein wird?“
Gerade wenn du dir unsicher bist, solltest du dein ewiges Schicksal nach dem irdischen Tod nicht verspielen, worüber am Jüngsten Gericht geurteilt werden wird, wenn es heisst: Yers, nach oben oder unten mit dir für immer…
Wenn du dir unsicher ist bei so etwas schwerwiegendem, das unendlich mal gewichtiger ist als Dein irdisches Leben, dann solltest du wirklich auf „Nummer sicher“ gehen und die Worte unseres Heilandes sehr genau nachlesen und entsprechende Apostelnachfolger von IHM zu Rate ziehen. Zu groß ist das Risiko, dass „die“ doch Recht haben und man sich selber die Ewigkeit verspielte. Man sollte nicht mehr ruhen, bis man bei diesem Punkt „absolute Sicherheit“ hat! Die wird man zwar nicht auf einem Diplompapier ausgehändtigt bekommen, hihi, sondern im Gottesvertrauen in Deinem Herzen und Kopfe.
Wenn doch die Menschen wüssten, um was es geht bei ihrem Seelenheil. Dass es dabei geht um alles oder nichts. Jawohl, das „Nichts“ ist gar kein ZEN-Nirvana, sondern die Hölle mit den Teufeln, wie sie einige Heilige sehen mussten, um uns davon zu berichten.
(Da schmunzelt jetzt so mancher Gottloser und denkt sich: armes Fundi-Würstchen, was redet der bloss für einen veralteten Schmodder daher… aber ich sage dem: warte eben ab bis zum Jüngsten Tag, dann gehen dir die Augen auf und du siehst die Tragweite deines Irrtums – zu spät, freilich.)
Redaktion benachrichtigen
#1   Yersinia   13:59:19 | Samstag, 23. Juli 2005
„Wenn er ein Katholik ist, […] daß er beim Jüngsten Gericht […] Rechenschaft ablegen muß.“
aber bis es dazu kommt, ist er auch schon in Pension. – Im Ernst: wer weiß, wie das „Jüngste Gericht“ tatsächlich sein wird?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
KinderabtreibungSteckbrieflich gesucht KinderabtreibungKindermörderinnen freigesprochen KinderabtreibungSeltener Sieg KinderabtreibungUnterdrückte Informationsfreiheit KinderabtreibungMein Freund, der Kinderabtreiber KinderabtreibungSelbst ist die Frau KinderabtreibungDie Ärzte wollen weiter töten KinderabtreibungNick Cannon rettet aus dem Kinderschlachthof KinderabtreibungGekochtes Kind KinderabtreibungDenken statt handeln Kinderabtreibung1:0 für Don Camillo KinderabtreibungUngeborene Kinder darf man abtreiben – aber nicht töten KinderabtreibungBetrogener Betrüger? KinderabtreibungKomplizierter Kinderhandel KinderabtreibungFleischverwertung
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net