08:46:20 | Sonntag, 24. Juli 2005
Tief traurig + Seelsorgegespräch + Ein böses Omen? + Tötete ein Freimaurer den ‘Bankier Gottes’? + Vor fünf Jahren
Tief traurigItalien. Als „sinnlosen Akt“ verurteilte Papst Benedikt XVI. den jüngsten Bombenanschlag
auf der Halbinsel Sinai. 83 Menschen kamen ums Leben. Mehr als 100 wurden teilweise schwer verletzt. In
einem Telegramm an die zivilen und kirchlichen Autoritäten Ägyptens rief der Heilige Vater alle auf,
den Weg der Gewalt zu verlassen. Benedikt XVI. sei „tief traurig“ gewesen, als er von den Anschlägen
erfuhr, heißt es in dem Telegramm. Das Schreiben wurde von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichnet.
SeelsorgegesprächDeutschland. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel,
bittet Papst Benedikt XVI. nach dessen Besuch beim Weltjugendtag im August in Köln um eine „längere
Aussprache“. Das berichtet die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’. Während des Weltjugendtages ist ein
kurzes Treffen zwischen Spiegel und dem Heiligen Vater geplant. Benedikt XVI. wird während seines Aufenthalts
in Köln am 19. August die
Kölner Synagoge besuchen.
Ein böses Omen?Schweiz. 14 der 36 Zellen der
Kartause ‘La Valsainte’ müssen abgerissen werden. Das berichtete gestern die Schweizerische Katholische
Nachrichtenagentur ‘Kipa’. Die ‘Valsainte’ befindet sich im Kanton Freiburg in der Nordwestschweiz. Die
14 Zellen haben durch Bodensenkungen und Feuchtigkeit praktisch irreparable Schäden erlitten. Die Lage
in der einzigen bewohnten Kartause der Schweiz sei sehr ernst. Provisorisch mußten Wände mit Eisenstreben
verstärkt und Gänge mit Gerüsten abgesichert werden. Die betroffenen Zellen wurden der bestehenden
Anlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts hinzugefügt. Sie seien nur von beschränktem kulturhistorischem
Wert. Ein Stück der Klostermauer ist ebenfalls zusammengebrochen. Die Schweizer Kartause zählt zur Zeit
20 Patres und Brüder. Die Kartäuser gelten als der strengste Orden der Kirche. Sie leben in Einsamkeit
und strikter Isolation von der Welt.
Tötete ein Freimaurer den ‘Bankier Gottes’?Italien. 1982 wurde
der katholische italienische Bankier Roberto Calvi tot aufgefunden. Er hing unter der Blackfriars Brücke
in London. Calvi unterhielt enge Kontakte zum Vatikan und war deshalb in Italien auch als ‘Bankier Gottes’
bekannt. Die Untersuchungsbehörden konzentrieren ihre Anstrengungen jetzt auf Licio Gelli (86), den ehemaligen
Großmeister der illegalen Freimauerloge P2. Das berichtete am Mittwoch die britische Zeitung ‘The Independent’.
Die Freimauerloge P2 agierte in den 70er Jahren gegen die italienische Demokratie. Gelli streitet eine
Beteiligung an der Ermordung Calvis ab, erklärte aber, daß Calvi keinen Selbstmord begangen habe, sondern
getötet wurde. Der Mord am Bankier ist nach Darstellung von Gelli in Polen in Auftrag gegeben worden.
Vor fünf JahrenDeutschland. Gestern vor fünf Jahren verstarb im großen Jubiläumsjahr 2000 der damalige
Erzbischof von Fulda, Mons. Johannes Dyba. Erzbischof Dyba wurde 1929 in Berlin geboren. Von 1967 bis
1983 war er im diplomatischen Dienst des Vatikan tätig. Dann wurde er zum Bischof von Fulda ernannt.
Sein Wahlspruch war: „filii Dei sumus“ – „Wir sind Kinder Gottes“.
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