Anfang Juli wurde in Berlin eine katholische Kirche niedergerissen. Das Gotteshaus mußte einem Supermarkt weichen. Die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ kommentierte den Vorgang: „Die Gleichgültigkeit, mit der die Öffentlichkeit reagiert, ist erschreckend – aber verständlich.“
(kreuz.net, Berlin) Am 11. Juli erschien in der Onlineausgabe der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ ein
Nachruf auf die Berliner Kirche St. Raphael.
Der moderne Bau war die letzte Kirche des deutschen Architekten
Rudolf Schwarz und stammte aus den 60er Jahren. Am 5. Juli begann der Abriß des Gotteshauses.
Die öffentliche
Reaktion auf die Zerstörung der Kirche sei verhalten gewesen, bemerkt der Kommentar in der ‘Frankfurter
Allgemeinen’ und fährt weiter:
„Welch ein Wandel: Noch in den siebziger Jahren war es allgemeiner Konsens,
daß derartige Barbareien nur in Ländern des Ostblocks vorkamen, wo von Rußland bis Brandenburg Gotteshäuser
zu Turnhallen oder Tanzsälen umgewidmet oder dem Verfall preisgegeben wurden, wenn man sie nicht sofort
abriß.“
Man habe die Anzeichen übersehen, daß sich die Dinge auch hierzulande verändern könnten.
Der Kommentar erinnert an das Jahr 1982. Damals kaufte sich ein Ehepaar in Ofterdingen eine Kirche. Das
Gotteshaus wurde zu einem gemütlichen Eigenheim umfunktioniert.
Ofterdingen befindet sich im Bundesland
Baden-Württemberg rund 45 km südlich von Stuttgart. Die Ortschaft ist bekannt als Namensgeber für Novalis’
Gründungsroman der deutschen Romantik.
Damals wurde das Kaufangebot eines Bordellbetreibers für die
Ofterdinger Kirche empört ausgeschlagen. Heute wäre man – vermutet der Kommentar in der ‘Frankfurter
Allgemeinen’ – womöglich nicht mehr so skrupulös:
„Wen beunruhigt es noch, daß im brandenburgischen
Milow eine Sparkasse in der einstigen evangelischen Kirche eröffnet wurde und in Willingen in Hessen
eine Kneipe?“
Die beschwichtigende Erklärung solcher Vorkommnisse als „Einzelfälle“ sei schon längst
von der Wirklichkeit eingeholt worden:
Die Diözese Essen hat zum Beispiel erklärt, daß die Zukunft
für 110 ihrer 350 Kirchen ungewiß ist. Die Neuapostolische Gemeinschaft Süddeutschlands hat seit 2001
sechzig Kirchen und Kapellen verkauft.
„Überall in Deutschland sind Kirchen zu Ballast für die Kirche
geworden.“
Und dennoch:
Daß vielen Gotteshäusern der Abriß droht, wird von den Oberen der beiden
Hauptkonfessionen in Deutschland vorläufig noch verschwiegen.
Eine Ausnahme ist Frankfurt.
Dort wird
die citynahe evangelische St. Matthäus-Kirche als Abbruchobjekt verkauft: Purer Pragmatismus mache daraus
keinen Hehl.
Die Gründe für den Ausverkauf sind allgemein bekannt:
Die Kirchenkassen schrumpfen wie
die Zahl der Mitglieder. Das Zusammenlegen von Pfarreien ist vielerorts bereits im Gange, Leerstand damit
unumgänglich.
Das Fazit des Kommentars:
„Die Gleichgültigkeit, mit der die Öffentlichkeit reagiert,
ist erschreckend, aber verständlich. Man hat andere, wichtigere Sorgen – um den Arbeitsplatz, die Altersversorgung,
die eigenen monatlichen Ausgaben.
Egal, ob es um entlassene Kollegen oder um die Auflösung für lebenslang
gehaltener Liebesbeziehungen gehe: „Der Kirchenraum wird gar nicht mehr vermißt.“
Als letzte durch den
Abriß beglaubigte Wahrheit bleibt nach Ansicht der ‘Frankfurter Allgemeinen’ das umgemünzte Christuswort:
‘Laßt die Toten ihre Toten begraben.’
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30 Lesermeinungen
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@ Marcel Ich meinte mehr den Ton in den Artikeln . Dass eine Diskussion nicht immer im ruhigsten Ton abläuft,
halte ich für unausweichlich. Ich geb dir aber recht darin, dass die Texte von Priestern wirklich (fast
immer) besser sind, als die von Laien. Ein Priester kann einfach besser erklären: Ich hab mich oft schon
mit Antworten auf Fragen abgemüht, die ein befreundeter Priester den mit verblüffender Logik und Klarheit
in einem Satz beantwortete. Da zieh ich meinen Hut! )
@MilesChristi Ich wollte meine Email-Adresse jetzt hier nicht offen ausbreiten, aber es gibt dafür 2
Möglichkeiten: Erste Möglichkeit: Bei ICQ ist mein Nick auch Janet1983 und da erreichst du mich bestimmt.
Zweite Möglichkeit: Du kannst in das Kontaktformular meiner Homepage schreiben, dann hab ich deine Adresse
und kann dir antworten. Ich würde dann einen gesonderten Ordner in meinem Postfach anlegen in den deine
Mails reinkommen.
Laien Ich fand den Umgangston auf fsspx.info nämlich wesentlich angenehmer als die Polemiken, die hier
auf kreuz.net leider öfter mal einfließen. Leider dominiert hier im Diskussionsforum, wie in den meisten
solchen, zu oft die Polemik. Ich bedaure es, wo ich sie verursachte. Glücklicherweise ist die deutschsprachige
Seite der FSSPX kein Diskussionsforum und wird auch nicht von unwissenden Laien administriert, die sich
dafür umso wortreicher hier auslassen. So manchen guten Gedankengang findet man zwar auch hier im Forum,
und das ist erbaulich. Aber die Welt wird nicht durch Internet-Foren gerettet.
#26 MilesChristi 09:46:54 | Samstag, 30. Juli 2005
@ Janet Ich weiß wirklich nicht, was du mit „Hetze“ in Bezug auf der Website der FSSPX meinst. Wenn ich
dir sage, daß du im Stand der schweren Sünde bist, tue ich das nicht um dich zu beleidigen sondern um
dir eine objektive Tatsache aufzuzeigen. Wobei ich nicht sage, daß ich „sündenfrei“ wäre ! Die Diskussion
ermüdet mich langsam – es bringt ja nichts. DAs wurde schon zig-mal diskutiert, erklärt, dargelegt.
Ich möchte meine Zeit damit nicht verschwenden, wenn gewisse Leute (du bist hier nicht gemeint) einfach
nicht bereit die Augen aufzumachen und sich die Situation der Kirche anzuschauen. Wenn du möchtest, kannst
du mit mir per e-mail Kontakt aufnehmen.
@ Janet Wenn du mit der Seite durch bist, dann liste mal die angeblich „radikalen“ Äußerungen dort hier
auf. Ich fand den Umgangston auf fsspx.info nämlich wesentlich angenehmer als die Polemiken, die hier
auf kreuz.net leider öfter mal einfließen. Für meine Begriffe ist das dort eine ganz unaufregte Darstellung
des „Warum?“. Besonders gefallen hat mir der aktuelle Rundbrief zur Schulbildung. Und ich habe nie mit
meiner Kritik an Lefebvre gespart!
@MilesChristi So… ich bin gerade bei der Sichtung der Homepage der Priesterbruderschaft und bin bis
jetzt nur auf einige eher radikale Ansichten gestoßen und einige sehr unfreundliche Worte über die kirchlichen
Vergangenheit des letzten Jahrhunderts. „Der Hochmut der modernen Zeit Wie sollen wir uns erklären, daß
diese goldene Regel der Kirche seit einigen Jahren aufgegeben worden zu sein schien, bis zu diesem gesegneten
Tag des 30. Juni dieses Jahres, der uns den Glauben Petri wiedergebracht hat, als Widerhall dieser unerschütterlichen
und fruchtbaren Überlieferung für alle Zeiten?“ Das impliziert einen Abtritt von der Lehre durch Papst
Johannes Paul II… Dabei war der sehr konservativ… und auch das ist wieder eine Meinung… meine Meinung.
Dass diese Dinge (und ich bin noch nicht durch die seite durch) auch als Hetze aufgefasst werden ist möglich,
hängt aber vom Betrachter ab. Ich werde mich das erst mal durchlesen, bis ich mehr dazu sagen kann…
ich finde es aber definitiv nicht richtig diese Meinungsäußerung direkt an den Pranger zu stellen. Besser
wäre es doch gewesen zu fragen, warum er so empfindet. Vielleicht hat er ja einen guten Grund und liefert
eine gute Erklärung. Vielleicht ist es eine persönliche Erfahrung der eine Predigt, der er beigewohnt
hat. Vielleicht ist es das Verhalten eines Bekannten oder sonstetwas… oder einfach ein genauerer Blick
in die Texte der Priesterbruderschaft…
#23 MilesChristi 01:35:05 | Samstag, 30. Juli 2005
@ Janet Lies bitte genau, was ich geschrieben habe. Wenn du mir beweist daß ich den „Elendester Sünder“
(das ist sein Nick !!) ohne Grund beleidigt habe, werde ich hier öffentlich meine Entschuldigung aussprechen.
Der andere Fall (Otterbeck) ist klarer: er hat eine verleumderische Aussage getroffen, ich habe ihn zu
Rede gestellt, und er hat sich nicht entschuldigt.
@MilesChristi Da steht, dass jemand gegen Rom hetzt und alles andere ist nur eine Meinung… trotzdem
kein Grund wieder alle Register zu ziehen und gleich „Sünde!“ zu brüllen…
@MilesChristi „du bist auch ein Lügner und Verleumder“ Scheinbar macht es dir Spass die Leute hier der
Reihe nach zu beleidigen und zu verurteilen… Nicht gerade christlich würde ich sagen…
@ Eledenster Sünder Du bist im falschen Film, du bist auch ein Lügner und Verleumder, wenn du gegen
deinem Wissen behauptest, in den Kirchen der FSSPX würde Sedisvakantismus und Hetze gegen Rom betrieben.
Denk daran bevor du das nächste Mal zur Hlg. Kommunion gehst, denk daran, wenn du das nächste Mal zur
Beichte gehst.
Die Gläubigen brauchen mehr Kirchen Das Hetzen gegen Rom und das ständige Sedisvakanz-Predigen stellen
leider eine solche Gefahr für Besucher der Messen der Piusbruderschaft dar, daß man davon dringend abraten
muß. Offenbar besuchen Sie keine hl. Messen der FSSPX: im Schnitt spielt Rom eine vernachlässigbare
Rolle in den Predigen der FSSPX-Messen. Es geht viel mehr um die Sünden von uns und unsere Erlösungsmöglichkeit.
Es geht um Christus, Seine Kirche und Seine Sakramente. Das hängt teilweise vom Priester ab, aber so
war es nach meinen Erfahrungen, auch mit Oberen und sogar Bischöfen als Prediger. Bisher allesamt sehr
gute Predigten, eindringliche und durchweg katholische: da weiß man sofort, daß man in der katholischen
Kirche ist und nicht bei einer häretischen Lektorin der Ortskirche. Wenn Sie wissen möchten (eher nicht,
fürchte ich), was die FSSPX genau zu Rom sagte – und stets wiederholt: Offener Brief von S.E. Erzbischof
Marcel Lefebvre und S.E. Bischof Antonio de Castro Mayer an Papst Johannes Paul II.vom 21. November 1983
www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186 Jetzt werden sich die berufsmäßigen Werber der Piussekte
wieder gewaltig aufregen. Wenn schon die Mehrheit der Bischöfe und Priester vom Glauben abgefallen ist,
zitiert man eben jene katholischen Gemeinschaften (Priester und Bischöfe), die noch unzweifelhaft an
der katholischen Lehre festhalten. Die katholischen Anhänger des hl. Athanasius machten es uns vor ~1600
Jahren vor.
Alte Kirchen für die Piussekte Das Hetzen gegen Rom und das ständige Sedisvakanz-Predigen stellen leider
eine solche Gefahr für Besucher der Messen der Piusbruderschaft dar, daß man davon dringend abraten
muß. Jetzt werden sich die berufsmäßigen Werber der Piussekte wieder gewaltig aufregen. Entlarvenderweise
regen diese sich darüber mehr auf als über die Ketzereien der Provokateure hier.
nicgt wirklich „Und plötzlich regt sich kreuz.net auf. Seltsam.“ nicht wirklich seltsam. Wir sind hier
bei kreuz.net, da dreht man immer alles so wie man es gerade braucht.
Architekt Rudolf Schwarz Im Mai stand in einem Artikel von kreuz.net über einen anderen Bau des Archtitekten
(St. Florian in Wien): „Die Kirche ist im Stil der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts gestaltete und
wird von den Projektleitern als „modern“ bezeichnet. Von Außen sieht das Gotteshaus aus wie eine Kreuzung
zwischen einem Parkhaus und einem Zebra“ Weiters wird dier Kirchenbau als „aus schweren Betonbalken und
buntem Glas zusammengezimmerte rechteckige Gotteshaus“ bezeichnet. Ein Leser empfahl darauf den „sofortigen
Abriss“. Jetzt geschieht an einer anderen Kirche des Architekten genau das. Und plötzlich regt sich kreuz.net
auf. Seltsam.
Deshalb @sulpicius: Mit gutem Willen lassen sich in seinen Kirchenbauten durchaus römisch-katholische
Liturgien feiern. Vielleicht deshalb der Abriß? Die Antwort lautet : Richtig, deshalb. Weil man guten
Willen braucht, um „durchaus“ römisch-katholische Liturgie feiern zu können. Dies allein macht eine
Kirche in einer Zeit, die kein eindeutiges Meßbuch hat und dafür vom 68ger Mitmachchristentum verseuchte
Gemeinden, überflüssig. Heute muß ein Raum nach Kult gewissermaßen schreien, um gegen den Zeitgeist
Liturgie zu ermöglichen. Würde ich sagen: „Der Hammer ist zwar verbogen und der Kopf locker, aber mit
gutem Willen kann man durchaus einen Nagel in die Wand hauen“, was würde mir ein solider Handwerker wohl
raten?
@ Sulpicius Vielleicht hast du recht. Dass ich nicht auf die Lehrinhalte angespielt habe, kannst du darin
sehen, dass ich von einem „katholischen Dienst“ sprach, den die Priester der FSSPX verrichten. Das könnten
sie wohl kaum, wenn ihre Lehrinhalte schismatisch wären.
@Benedikt Ohne diesen sogenannten „schismatischen Akt“, der sich im übrigen nicht auf Lehrinhalte bezieht,
wäre die FSSPX schon lange in die gleichgeschaltete Bedeutungslosigkeit abgerutscht.
@ Marcel Wenn dem so ist, so ist umsomehr dafür zu beten, dass die FSSPX ganz in den Schoß der Mutter
Kirche zurückkehren möge. Leider stellt die unbedachte Handlung ihres Gründers in Verbindung mit „Ecclesia
Dei“ (Zitat: „Schismatischer Akt“) für viele – auch für mich, sag ich ganz offen – immernoch ein trennendes
Element dar. Ich hoffe, dass dies eines Tages überwunden sein wird. Obwohl ich die Bischofsweihen von
1988 ablehne und auch dem NOM verbunden bin, kann ich nicht bestreiten, dass die Priester der FSSPX einen
katholischen Dienst versehen, gegenteilige Behauptungen sind vermutlich nicht fair – ich nehme mich da
nicht aus und bekenne, schon desöfteren meinen Unmut über Lefebvre geäußert zu haben. Gleich sein
ganzes Wirken in Frage zu stellen war aber vermutlich nicht korrekt. Der Herr wird es richten, hoffen
wir auf ihn.
@Sulpicius Na zumindest bin ich damit in guter Gesellschaft. Hat doch auch die katholische Kirche während
der Christianisierung wenig Rücksicht auf die heidnischen Heiligtümer und somit der heidnischen Kultur
genommen. Aber das ist hier ja nicht das Thema. Ich sehe ja ein das Bauwerke mit kultureller Bedeutung
auch einen gewissen Schutz verdienen. Das kann man aber nicht pauschal auf alle Kirchen übertragen. Cairochon
Und wo ist jetzt das Problem? Wenn der Instituition Kirche ihre Kirchen nicht mehr halten kann ist das
doch nicht das Problem der Nicht-Christen. Wenn sich die Menschen von der Kirche abwenden so wird das
auch Gründe haben. Sollen diese Menschen jetzt tatsächlich eine Kirche mitfinanzieren? Wenn Christen
ihre Kirche erhalten wollen so müssen sie wohl oder übel in den eigenen Geldbeutel greifen. Wie wäre
es zum Beispiel mit der Möglichkiet für Gemeindemitglieder Patenschaften für eine Kirche zu übernehmen?
Das wird sicherlich teuer – aber wenn die Kirche denn so wichtig ist… Cairochon
Ölsardinen Die heutige Frühmesse im FSSPX-Priorat mit mittelgroßer Kirche war wieder ein Ölsardinen-Treffen.
Erst die Spätmesse brachte, besonders im Sommer, ein luftigeres Platzangebot, weil viele Familien dann
schon im Ausflug sind. Die FSSPX-Gemeinden wachsen. Langsam, aber beständig. Wir würden gerne die immer
leerer werdenden – mehrheitlich durchaus prächtigen – Ortskirchen mieten oder kaufen. Denn so manche
FSSPX-Kapelle und -Kirche entstand aus einer Notlösung heraus. Aber man läßt uns meistens nicht, wie
beschämderweise in St. Gallen kürzlich www.kreuz.net/article.470.html. Wo möglich, bauen wir auch gerne
neue Kirchen, wie z.B. in Berlin www.kreuz.net/article.1461.html. Das kostet viel Geld, und die große
Mehrheit der deutschen FSSPX-Besucher ist kirchensteuerlich doppel-belastet; wir zahlen an die Diözese,
damit die bischöflichen Wölfe im Schafspelz weiterhin die Kirche zerstören können, und bzw. vor allem
spenden wir der Priesterbruderschaft. Leider Gottes gibt es in Deutschland noch keine Lösung wie in Österreich,
daß die FSSPX-Kirchgänger ihre Kirchensteuer an die FSSPX anstatt an die Diözese entrichten können.
Alles recht traurig. Die FSSPX schreibt an Rom regelmäßig Briefe, kommt selber vorbei, usw., und erklärt,
daß eine Rückkehr Roms zur überlieferten katholischen Lehre die Leere auflösen würde: wir sind der
lebende Beweis! Aber Rom höhrt – noch – nicht auf das Echo der vorkonziliaren Päpste in Form der FSSPX-Bischöfe.
Hmm… … ist zwar sekundär, aber wo bleibt der Aufschrei der „deutschen Kunstszene“? Mir persönlich
gefallen zwar die Rudolf Schwarz-Kirchenbauten nicht, aber immerhin war (ist?) er ein äußerst angesehener
künstlerischer Architekt. Mit gutem Willen lassen sich in seinen Kirchenbauten durchaus römisch-katholische
Liturgien feiern. Vielleicht deshalb der Abriß? Wie gesagt, ich vermisse hier unsere Performance-Generation,
die doch angeblich was von Kunst versteht! Wo ist der Aufschrei der Denkmalpflege? Wie gesagt, das sind
sekundäre Anliegen, aber selbst da scheint es nicht mehr zu funktionieren…
Erhalten und ausbauen Ja also es gibt ja eine Aussage Ratzingers zu diesem Thema: Darin antwortet er auf
den zunehmenden Schwund unter den Katholiken, dass die „Kirche dann eben kleiner“ werden würde. Er ist
der Meinung, dass sich mit einer Handvoll fest im Glauben Stehender mehr anfangen ließe, als mit einem
großen unbeweglichen Apparat. Gewissermaßen ist das also ein Gang zurück an die Wurzeln der Urgemeinde.
Das Problem ist nur: Früher lebten die wenigen Christen zusammen in einer Gemeinde, heute leben sie verstreut.
Eine Konzentration auf wenige Gemeinden als Inseln im gottlosen Rest () ist daher nur schwer zu realisieren.
Alles in allem stehen der Kirche also noch stürmische Zeiten bevor. Drum eilen lieb entzündet auch wir
zum heilgen Streit Der Herr, der’s Haus gegründet uns ewgen Sieg verleiht.
ja… … so vergeht der Ruhm der Welt… ist ein gutes Zitat… Nur muss dazu auch angemerkt werden,
dass es jetzt nicht an der Zeit ist die Zerstörung der Illusion zu betrauern, sondern vielmehr das was
noch da ist zu erhalten und eventuell wieder auszubauen. Praktizierende Christen sind eine Minderheit
und das gilt es zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen um diesen Zustand vielleicht sogar ändern
zu können.
Sic transit gloria mundi… …hieß es ja früher in der Krönungsliturgie der Päpste. Heute sehen wir,
was damit gemeint ist. Die Volkskirche ist eine reine Illusion, aufrechterhalten nur durch immernoch viele
Kirchen im Stadtbild und vielen Kirchenmännern im Fernsehen. Die Realität ist wie oben beschrieben