Gomorrhismus
Schon einmal von Charlie Angus gehört?
Warum wurde der kanadische Premierminister, Paul Martin, angesichts der von ihm durchgedrückten staatlichen Anerkennung des Homo-Konkubinats nicht exkommuniziert? Hier ist der Grund. Von Ted Byfield, Kommentator der Onlinezeitung ‘WorldNetDaily’.
(kreuz.net) Charlie Angus ist ein sozialistischer Parlamentarier aus Ontario. Ontario ist eine Provinz von Kanada. Sie liegt im Süden des Landes bei den großen Seen.

Die Medien beschreiben den Sozialisten Angus häufig als „streng gläubigen Katholiken“.

Allerdings scheint er ein noch gläubigerer Sozialist zu sein.

Trotz mehrfacher Warnungen, daß die kirchliche Lehre und das mittlerweile staatlich anerkannte Homo-Konkubinat unvereinbar sind, stimmte der sozialistische Katholik oder katholische Sozialist für das Homo-Gesetz.

Angus Pfarrer verweigerte dem Parlamentarier daraufhin die Heilige Kommunion.

Angus protestierte beim Bischof. Doch dieser bestätigte die Entscheidung seines Priesters.

Ebenfalls in der Provinz Ontario mußte Joe Comartin – ein anderer sozialistischer Abgeordneter – die kirchlichen Konsequenzen für seine Unterstützung des Homo-Konkubinates tragen.

Der örtliche Bischof verbot dem Sozialisten öffentlich, weiterhin an einem kirchlichen Ehevorbereitungskurs mitzuarbeiten.

Somit wurden zwei Abgeordnete wegen ihrer Unterstützung der staatlichen Gleichsetzung eines Homo-Konkubinats mit der Ehe von der Kirche bestraft.

Preisfrage: Was wird jetzt mit dem – angeblich katholischen – Ministerpräsidenten geschehen, der die eigentliche Verantwortung für das ungerechte Gesetz trägt, es gefördert hat und seinem Kabinett sogar befahl, auch gegen die eigene Überzeugung dafür zu stimmen?

Charlie Angus wurde als öffentlicher Sünder aus der Kirchegemeinschaft ausgeschlossen. Warum ist das gleiche nicht mit Premierminister Paul Martin geschehen?

Gibt es in der Kirche für Ministerpräsidenten besondere Dispensen?

Das klingt zwar unwahrscheinlich, scheint aber so zu sein.

Dafür gibt es einen Präzedenzfall. Im Herbst 2000 starb der frühere kanadische Premierminister Pierre Elliott Trudeau. Auch Trudeau wurde gerne als bekennender und tiefgläubiger Katholik hingestellt.

Doch Trudeau war verantwortlich für die Legalisierung der Kinderabtreibung in Kanada.

Er wurde mit allen denkbaren kirchlichen Ehrungen begraben.

Angenommen, die Kirche hätte Trudeau ein katholisches Begräbnis verweigert. Und angenommen, die Kirche würde den kanadischen Premierminister und alle Abgeordneten, die sich katholisch nennen aber zugleich für das Homo-Konkubinat stimmen, wie Charlie Angus behandeln.

Dann würde ein Schrei der Empörung und Betroffenheit durch die kanadischen Medien gehen. Die ganze Welt würde davon reden: „Die Katholische Kirche exkommuniziert den kanadischen Premierminister wegen der Homosexuellen.“

Doch welche Folgen würden sich daraus ergeben, so daß sich die Kirche deswegen beunruhigen müßte? Welchen Einfluß hätte ein solches kirchliches Handeln auf die Gläubigen? Würden sie dadurch ermutigt, die Lehre der Kirche ernstzunehmen und ihr Leben danach auszurichten?

Die Antwort lautet: Ja.

Eine solche Vorgangsweise würde zeigen, daß die Kirche glaubt was sie verkündet und auch danach handelt.

Aber, was ist mit den weltlich Gesinnten? Würden sie nicht abgeschreckt?

Natürlich. Aber die meisten von ihnen haben die Kirche bereits vor Jahren verlassen.

Und die Jugendlichen?

Sind die Jugendlichen eher für oder gegen eine staatliche Anerkennung des Homo-Konkubinates? Ich weiß es nicht.

Eines jedoch unterstützt die Jugend mit Sicherheit nicht: nämlich das, was sie als die „Heuchelei der Religion“ wahrnimmt.

Wenn Jugendliche sehen, daß die Kirche Charlie Angus mit einem Maß und den Ministerpräsidenten mit einem anderen Maß mißt, dann fühlen sie sich mit Sicherheit abgestoßen.

Was könnte eine Exkommunikation bei Ministerpräsident Paul Martin bewirken?

Ich vermute, sie wäre für ihn ein Anlaß, über seinen Glauben nachzudenken, wie er es vielleicht niemals zuvor getan hat.

Ähnlich müssen Charlie Angus und Joe Comartin über ihren Glauben nachdenken. Sie werden sich fragen: Was zählt mehr – die Partei oder der Glaube, diese Welt oder die nächste?

Das ist eine gute Frage – für jeden von uns.
      
12 Lesermeinungen
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#17   Lilith   22:32:40 | Samstag, 30. Juli 2005
@Cairochon
Gut gebrüllt Löwe!
So lange aber militante Katholiken in ihrem homophoben Wahn gegen Homosexuelle hetzen werden sich auch immer ein paar Homosexuelle finden die dir nicht den Gefallen tun werden dazu zu schweigen.
Cairochon
Das ist ne gute Antwort… „militante Katholiken“, die ständig hergehen und Homosexuelle als „militant“ bezeichnen. Es würde mich nicht stören hier über kirchliche Themen zu sprechen und meine Sexualität als Thema ruhen zu lassen, aber die kommen ja von selber immer wieder darauf zurück und da kann ich dann nicht mehr schweigen. Um des lieben Friedens willen hatte ich mir vorgenommen mich auf die Themen hier zu konzentrieren, die in den Artikeln genannt werden, das heißt da, wo nichts über Homosexualität steht, auch nichts dazu zu schreiben, aber auch dann schreien gewisse Personen gleich „Sünde“, wenn ich etwas sage und kommen wieder auf meine Sexualität zurück. Wenn sich jemand dadurch gestört fühlt, dann ist das bestimmt nicht meine Schuld, denn ich habe das Thema in den meisten Fällen nicht in den Raum gestellt.
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#16   Marcel   14:28:38 | Mittwoch, 27. Juli 2005
„Kirche“ in Kanada?
Eigentlich ja ein guter Beitrag. Aber wendet er sich nicht an die Kirche in Kanada? In einem deutschsprachigen Forum, wie es kreuz.net ist, wird der eigentliche Adressat vielleicht nicht erreicht.
Ich hätte schwören können, daß evangelische Konvertiten von ihrer jeweiligen protestantischen Nationalkirche (die tatsächlich unabhängig zu allen anderen ist und auch eine völlig andere Lehre verrtitt, in der Regel) zur katholischen Weltkirche gewechselt sind…
:-)
Ich denke, Sie meinen die kanadische Ortskirche (bereits ein Begriff, den Prof. May nicht treffend findet)? Doch auch sie ist Teil der gesamten Weltkirche und damit für uns Katholiken alle interessant. Es ist ein Leib, und an jedem fauligen Glied leiden wir alle.
Ich freue mich sehr darauf, wenn ich beim nächsten Auslandsaufenthalt die hl. Messe aller Zeiten bei der FSSPX (ich bin noch nicht lange dabei) in der Kirchenpsrache Latein mitfeiern darf! Kein „Alien“-Gefühl mehr dadurch, daß ich das Klerusenglisch mühsam im Kopf übersetzt müßte. Oh, und der gregorianische Gesang ist auch sehr „global“ verständlich…
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#14   cairochon   21:30:03 | Dienstag, 26. Juli 2005
@Sulpicius
Gut gebrüllt Löwe!
So lange aber militante Katholiken in ihrem homophoben Wahn gegen Homosexuelle hetzen werden sich auch immer ein paar Homosexuelle finden die dir nicht den Gefallen tun werden dazu zu schweigen.
Cairochon
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#13   Sebastijonas   17:05:33 | Dienstag, 26. Juli 2005
Eigentlich ein guter Beitrag.
Eigentlich ja ein guter Beitrag. Aber wendet er sich nicht an die Kirche in Kanada? In einem deutschsprachigen Forum, wie es kreuz.net ist, wird der eigentliche Adressat vielleicht nicht erreicht.
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#10   Sulpicius   13:47:30 | Dienstag, 26. Juli 2005
Liebe praktizierende Homos,
ein für allemal diese Erklärung von mir: Ich habe nichts gegen Euch, ich hasse euch nicht , ich bin nicht homophob; von mir aus könnt ihr leben, wie Ihr wollt; lieben, wie Ihr wollt, p…, wie Ihr wollt (obschon das ja im Alter echte eklige Probleme nach sich ziehen soll). Nur eines erbitte ich von Euch: Verschont die Welt mit Eurer Mission zu behaupten, Ihr würdet ein natürliches Sexualleben führen und Ihr könntet nicht anders, weil es eben Eure Natur sei, was ja nichts anderes heißt, ihr seid auch diesebezüglich genetisch fixiert. Wenn dem so wäre, wäret Ihr ja schon lange ausgestorben. Außerdem weiß ich wirklich nicht, welche Bedeutung es haben soll, wenn der eigentlich lebensspendende Samen im Kot verenden muß! Also bitte, tut der Menschheit einen Gefallen und schweigt einfach zu dieser Thematik. Es könnte nämlich sein, daß sich einige Mitmenschen von Eurem Gelaber und Getue auf Dauer belästigt fühlen!
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#8   stimme der vernunft †   13:24:39 | Dienstag, 26. Juli 2005
neidisch?
Sulpicius, du bist ja nur neidisch weil deine Piussekte keine Lobby hat :-)))
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#7   Sulpicius   13:10:23 | Dienstag, 26. Juli 2005
Welche Homolobby…
… untersützt den finanziell die Autoren und diesen „Akademischen“ Verlag? :-)
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#6   hedonist †   12:39:31 | Dienstag, 26. Juli 2005
@Sulpicius
Und Deine psychologische Vernunft scheint nicht weiter als in die Vorkriegszeit zu reichen (ungefähr 1920-1940).
Dies trifft für Dich zu! hier 2 Auszüge aus dem Lexikon der Psychologie in 5 Bänder vom Spektrum akademischer Verlag.
sexuelle Orientierung, die Vorliebe für bestimmte Geschlechtspartner (männliche, weibliche oder beide), eine wesentliche Konstituente der menschlichen Sexualität. Es ist davon auszugehen, daß die Mehrzahl der Menschen eine primär heterosexuelle, d.h. auf das andere Geschlecht gerichtete sexuelle Orientierung aufweist. Seit den Befragungen Kinseys deuten sexualwissenschaftliche Studien an, daß etwa 5% der Männer und etwa 3% der Frauen eine exklusiv gleichgeschlechtliche oder homosexuelle Orientierung aufweisen. Zwischen den beiden Formen von Orientierung gibt es unterschiedliche Nuancen der Vorliebe für beiderlei Geschlecht (Bisexualität). Obwohl in der frühen Psychoanalyse von einer bisexuellen Anlage des Menschen ausgegangen wurde, trug diese theoretische Orientierung maßgeblich dazu bei, alle nicht-heterosexuellen Orientierungen zu pathologisieren, die homosexuelle Objektwahl als Symbol einer schweren psychischen Störung zu charakterisieren. Erst 1973 wurde die Homosexualität gegen den Widerstand der Psychoanalyse als Diagnose aus den Krankheitsregistern verbannt und damit als Normvariante akzeptiert…
Homophobie, krankhafte Angst vor und Abneigung gegenüber Homosexualität.
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#5   Sulpicius   12:19:40 | Dienstag, 26. Juli 2005
@stimme der Vernunft (hä?)
Ein guter Psychologe könnte da Bände erzählen was bei den kreuz.netlern so alles defekt ist.
Primitiver gehts nicht! Und Deine psychologische Vernunft scheint nicht weiter als in die Vorkriegszeit zu reichen (ungefähr 1920-1940).
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#4   PaterNoster   11:53:32 | Dienstag, 26. Juli 2005
stimme der vernunft: es ist schon ein kreuz…
… Wer immer die anonymen kreuz.netler …
anonym?
Siehe Impressum:
Sodalicium for ‘Religion and Information’
1018 E. Mariposa Ave
El Segundo, CA 90245-3114
U.S.A.
Kennst Du das nicht? Ignorant :-)
ich auch nicht
meine Freunde in Kalifornie auch nicht
das Internet auch nicht
sogar die Domain-Registrierung versteckt sich hinter der Adresse des Webhosters
Wer kann so viel Interesse an Anonymität haben?
Solche Bemühungen sind im Porno- oder im Terrorismus-Bereich bekannt…
aber hier, was soll das ?
auch sein mögen, daß sie ein Problem mit Homosexualität haben, ist ja offensichtlich, es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit einer neuen Homo“nachricht“ zugemüllt werden.
kein Problem, sondern eine pathologische Beziehung zum Thema
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#2   Marcel   11:18:43 | Dienstag, 26. Juli 2005
Von – einigen – Protestanten lernen
Ohne nun eine Wertung über Worlddaily-Net www.worldnetdaily.com/ abgeben zu wollen, stelle ich doch fest, daß diese Netzzeitung regelmäßig sehr solide christliche Artikel bringt.
Obwohl man gelegentlich den Pulverdampf des biederen Protestantismus riecht (*), kann man so manches von diesen gläubigen Chirsten lernen: z.B. geistlicher Kampfgeist, Mission in Wort und Tat, und das unverblühmte Beim-Namen-Nennen antichristlicher Umtriebe, das auch dem Vatikan gut stünde.
Übrigens scheint mir der Umgang dieser protestantischen Zeitung mit der katholischen Kirche deutlich wohlwollender zu sein, als beim durchschnittlichen (gläubigen) Protestanten üblich. Ich habe regelmäßig mit tiefgläubigen Protestanten zu tun, die niemals von der „gut“ Lutherischen Manier abrücken würden, den Vatikan (Rom) als die „Hure Babylons“ und den dort residierenden Papst als „Antichrist“ zu bezeichnen…
(*) Die manchmal etwas arg rosige Haltung zu Israel des Herausgebers Joseph Farah dürfte durch seine christlich-arabische Abstammung und die einst erlebte Christen-Verfolgung erklärbar sein.
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#1   stimme der vernunft †   11:16:10 | Dienstag, 26. Juli 2005
es ist schon ein kreuz…
…wenn man ein psychisches problem hat.
Wer immer die anonymen kreuz.netler auch sein mögen, daß sie ein Problem mit Homosexualität haben, ist ja offensichtlich, es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit einer neuen Homo“nachricht“ zugemüllt werden.
Ein guter Psychologe könnte da Bände erzählen was bei den kreuz.netlern so alles defekt ist.
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