Kinderschlachtung
Keine Verheimlichung
In Zukunft müssen bayrische Abtreibungsunternehmer die von ihnen getöteten Kinder menschengerecht bestatten. Man will den Kindern die Menschenwürde – die ihnen im Leben nicht zugestanden wurde – wenigstens im Tod gewähren.
(kreuz.net, München) Der Bayerische Landtag hat in seiner Sitzung vom 20. Juli 2005 beschlossen, das Bestattungsgesetz des Freistaates zum 1. Januar 2006 abzuändern.

Das berichtete die ‘Aktion Lebensrecht für Alle’ in ihrem wöchentlichen Nachrichtendienst.

Künftig finden Fehlgeburten und Kinder nach Abtreibungen unabhängig vom Körpergewicht eine würdevolle letzte Ruhe.

In Bayern wurden Kinderleichen, die weniger als ein halbes Kilogramm wiegen, bisher zusammen mit dem Klinikmüll in den Abfall geworfen.

In anderen deutschen Bundesländern wird das weiterhin so gehandhabt. Abgetriebene Kinder werden mit Körperteilen, die im Krankenhaus anfallen, verbrannt.

Kinderleichen sind auch ein beliebtes Rohmaterial für die Kosmetikindustrie.

Der gegenwärtige Umgang mit den Kinderleichen werde dem grundgesetzlichen Auftrag zum Schutz der Menschenwürde nicht gerecht, erklärt die CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Ingrid Fickler: „Er stößt bei betroffenen Eltern zunehmend auf Unverständnis.“

Mit der neuen Regelung komme man den Wünschen der betroffenen Eltern entgegen, einen Ort zu haben, an dem sie um ihr ungeborenes Kind trauern können.

Künftig können die Eltern bestimmen, ob sie eine individuelle Bestattung wünschen oder nicht.

Wird keine Individualbestattung gewünscht – wovon man bei Kinderabtreibungen ausgehen kann – werden die Kinderleichen auf einem Gräberfeld zur Ruhe gebettet. Das wird im Regelfall in Form einer Sammelbestattung nach vorheriger Einäscherung geschehen.

Doch in erster Linie obliegt die Bestattung den Eltern. Diese wird im geänderten Gesetz „Zur-Ruhe-Bettung“ genannt. Der Ausdruck wird das Wort „Beseitigung“ ersetzen.

„Wir sind uns bewußt“ – so die Abgeordnete weiter –, „daß Frauen vor allem in der belastenden Situation einer häuslichen Fehlgeburt oder eines Schwangerschaftsabbruches oft nicht in der Lage sind, sich mit der Frage einer Bestattung oder Zur-Ruhe-Bettung auseinanderzusetzen.“

Deshalb entfällt bei einer Fehlgeburt in den eigenen vier Wänden die Verpflichtung der betroffenen Mutter zur Bestattung wegen Unzumutbarkeit.

Soweit allerdings Abtreibungsanstalten involviert sind, müssen diese nach dem neuen Gesetz dafür sorgen, daß die Leichenteile des Kindes eine der Menschenwürde entsprechende letzte Ruhe finden.

Abtreiber und Ärzte sind verpflichtet, die Eltern über ihre neuen Rechte aufzuklären.

Der Sprecher der ‘InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern’ begrüßte die Gesetzesänderung: „Die Würde des Menschen, auch der Verstorbenen, kann nicht nach Gramm bemessen werden.“

Mit der Gesetzesänderung werde es weniger leicht fallen der Öffentlichkeit das traurige Kapitel der Beseitigung von Kinderleichen zu verheimlichen.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Marcel   09:59:04 | Mittwoch, 27. Juli 2005
Quanta cura
Sie brauchen sich nicht vor Modernismus-Dogmatikern rechtfertigen. Der Liberalismus, der immer mit dem Modernismus auftritt, macht alle Irrtümer möglich und stellt sie auf dieselbe Stufe wie die Wahrheit bzw. darüber.
Der hl. Augustinus lehrte, daß nichts verderblicher für die Seelen ist, als die „Freiheit des Irrtums“. Er verurteilte den Liberalismus des V.II 1600 Jahre vorher.
Jener Modernist, der Sie anfuhr, gab erst gestern noch sein ketzerisches Glaubensbekenntnis ab: „Sein Tod war ein unnötiges und schreckliches Unglück – wie jener des Herrn – doch aus dem Unglück erschafft Gott Vater Auferstehung, Hoffnung und die ewige Seligkeit des Himmels.“
ein wundervolles Glaubenszeugnis!
Es sei angemerkt: Den mit der katholischen Tradition eng verbundenen Teilnehmern ist die scharfe Entlarvung des liberalistischen Modernismus durch die vorkonziliaren Päpste engstens vertraut. Nicht so den Konzilskatholiken, die im Modernismus und der „alles ist möglich“-Theologie aufwuchsen. Für sie ist unsere Rede, die – zwar nur laienhaft – überwiegend die vorkonziliare katholische Lehre in eigenen Worten zitieren versucht, ein Schock!
Zitieren Sie irgendein Lehrschreiben der Päpste Pius VI., Pius VII., Gregor XVI., Pius IX., Leo XIII., Pius X. usw. ohne Quellenangabe hier – und die Modernisten werden genau so über „Sie“ herfallen: wegen Inhalt und Wortwahl.
In Wirklichkeit fallen sie über die Lehrtradition der Kirche her, die sie nicht kennen oder nicht kennen möchten.
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#5   Athanasius   23:19:24 | Dienstag, 26. Juli 2005
@Gotthard
Wer soll Dich denn noch ernstnehmen?
Keiner muss mich ernst nehmen. Die Wahrheit hängt bei mir noch nicht, wie in der modernistischen Sekte, von den Mehrheitsstimmen ab oder von Political Correctness.
Ich mag Dich schockiert haben, aber schockieren ist nicht falsch. Falsch ist es, die Wahrheit zu unterlassen. Und nein, werf’ mir nicht vor ich dächte ich habe die Wahrheit, denn die Wahrheit hat Gott in Seiner Kirche offenbart und immer gelernt.
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#4   Gotthard   12:42:18 | Dienstag, 26. Juli 2005
@Athanasius
Wer soll Dich denn noch ernstnehmen?
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#3   Athanasius   12:32:05 | Dienstag, 26. Juli 2005
@alle
Die Perversität hört also nicht auf in Bayern. Weshalb sind in Bayern nicht alle Katholiken die mit der Abtreibung mitarbeiten (im Parlament) exkommuniziert worden???
Antwort: Weil die „römisch-katholische Kirche“ (lies: die modernistische Sekte die sich des katholischen Namens bedient) selbst Jahrzehntelang an der Gutheissung von Abtreibung mitarbeitete in dem man jungen Frauen die „kirchliche Genehmigung“ (lies: Genehmigung durch die modernistische Sekte) zur Tötung ihres ungeborenen Kindes gab.
Die Rache Gottes bleibt nicht aus. Er hat Geduld, aber gerächt wird es.
Wir können nur dagegen stimmen, öffentlich protestieren und beten um Barmherzigkeit für die Abtreiber!
Und wären nur Politiker nicht so feige. „Katholische“ Politiker meinen: „Man muss ja Kirche und Staat im Beruf scheiden.“ Solche sollen zu hören bekommen: ANATHEMA SIS! Das heisst nicht nur, Du bist im Kirchenbann, sondern gar verflucht.
Aber dazu muss sich der Vatikan erstmals zum wahren katholischen Glauben zurückfinden die in und nach dem Konzil so grausam verlassen wurde für einen linken modernistischen Kurs um die Welt zu gefallen.
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#2   Beobachterin   10:07:32 | Dienstag, 26. Juli 2005
pervers
Das ist aber nun wirklich pervers. Man treibt ab und bestattet dann das Opfer in Würde …
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#1   Rocky   22:00:55 | Montag, 25. Juli 2005
Stimmt das wirklich?
Wenn ja – dann ist der Damm der Kindstöter gebrochen. Welches ist das nächste Bundesland – oder gar bei uns in der Schweiz – dass diese Beerdigung vorschreibt? Leider fehlt das Wichtigste: Die Kinder sind UNGETAUFT getötet worden! Welches Parlament beginnt endlich auch diese tatsache wahr zu nehmen?
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