15:11:07 | Dienstag, 26. Juli 2005
Hat Christus am Kreuz sein Leben hingegeben oder wurde es ihm geraubt? Die Londoner Terroranschläge brachten nicht nur den Verkehr, sondern auch das bischöfliche Verständnis der katholischen Lehre zum Erlahmen.
(kreuz.net, London) Am letzten Samstag wurde Anthony Fatayi-Williams (26) in London mit den heiligen Riten
der Kirche begraben. Anthony starb am 7. Juli bei den Londoner Terroranschlägen. Er war der Sohn einer
katholischen Mutter und eines moslemischen Vaters.
Das Requiem hielt der katholische Weihbischof von
Westminster, Mons. Alan Hopes (61).
Beeindruckend war das Zeugnis der Mutter des Verstorbenen: „Ich bin
nicht zornig“, erklärte sie nach dem Begräbnis ihres Sohnes: „Natürlich bin ich traurig. Ich habe meinen
einzigen Sohn verloren. Ich bin zutiefst betrübt, aber ich bin nicht zornig.“
„Der Zorn zeugt Haß und
dieser wiederum zeugt noch mehr Gewalt. Also: Laßt uns vergeben“, erklärte Frau Fatayi-Williams vor
dem ‘Britischen Rundfunk’.
Für das Anliegen der Vergebung hat Anthonys Mutter eine eigene
Stiftung gegründet.
Mehr Schwierigkeiten hatte der Weihbischof während seiner Predigt, die richtigen Worte zu finden. So
erklärte Mons. Hopes, daß Anthony keines gewöhnlichen Todes gestorben sei.
„Das Requiem für Anthony,
der vor seiner Zeit gestorben ist, erinnert uns sehr stark an den Tod Jesu Christi – ein unschuldiges
Opfer, dessen Leben ihm von jenen geraubt wurde, die glaubten, im Namen Gottes zu handeln.“
Bischof Hopes
zitierte abschließend einige Worte der Mutter von Anthony:
„Sein Tod war ein unnötiges und schreckliches
Unglück – wie jener des Herrn – doch aus dem Unglück erschafft Gott Vater Auferstehung, Hoffnung und
die ewige Seligkeit des Himmels.“
Es ist eine ausgewachsene Blasphemie, den Tod bei einem Terroranschlag
mit dem Tod des Heilandes am Kreuz zu vergleichen, kommentierte ein englischsprachiger Weblogger:
„Damit
wird ein wesentlicher Punkt der Aussage der Evangelien mit Füßen getreten: ‘Christus hat sein Leben
nicht verloren, sondern er hat es aus freien Stücken hingegeben: Es wurde ihm nicht geraubt, wie der
Weihbischof im Überschwang der Worte erklärte.’“
Christus selber hat auf diese Unterscheidung nach
den Worten des Johannesevangeliums in der ‘Rede des Guten Hirten’ selber hingewiesen:
„Deshalb liebt
mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand nimmt es mir, sondern ich
gebe es freiwillig hin. Ich habe die Vollmacht, es hinzugeben, und ich habe die Vollmacht, es wieder zu
nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“
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MilesChristi 12:33:19 | Mittwoch, 27. Juli 2005
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Marcel 10:51:16 | Mittwoch, 27. Juli 2005
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MilesChristi 10:41:52 | Mittwoch, 27. Juli 2005
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Marcel 09:30:01 | Mittwoch, 27. Juli 2005
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MilesChristi 23:57:44 | Dienstag, 26. Juli 2005
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Sarto 20:55:47 | Dienstag, 26. Juli 2005
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Sirilo 20:54:13 | Dienstag, 26. Juli 2005
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