08:32:27 | Mittwoch, 27. Juli 2005
Überraschende Verdrehung + Ermordet + Gottlose wählen Links + Kein Segen + Medienrummel + Nachschubprobleme
Überraschende VerdrehungVatikan. Am Montag abend wies der Pressesprecher des Vatikan, Joaquin Navarro-Valls,
die
Vorwürfe des Staates Israel gegen Papst Benedikt XVI. umgehend zurück. Das israelische Außenministerium
hatte sich beim Apostolischen Nuntius im Heiligen Land beschwert, weil der Heilige Vater beim ‘Engel des
Herrn’ am letzten Sonntag das Land nicht unter den vom Terrorismus heimgesuchten Ländern erwähnt hatte.
Navarro-Valls erklärte, der Papst habe nur jene Länder ausdrücklich genannt, die in der vorausgegangenen
Woche Opfer von Terroranschlägen geworden waren. Papst Benedikt XVI. habe jedoch wiederholt „jede Form
des Terrorismus verurteilt – gegen wen er auch gerichtet sein sollte“. Dabei sei auch ein vom israelischen
Außenministerium vermißtes Attentat mitgemeint gewesen. Der Vatikansprecher zeigte sich überrascht,
daß die Absichten des Papstes so verdreht würden.
ErmordetRußland. Der russisch-orthodoxe Archimandrit
German Chapugin wurde gestern um 14.20 Lokalzeit ermordet in seiner Zelle aufgefunden. Das berichtete
die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’. German war der Abt des Klosters ‘Wosnesenskaia Davydova Pustyn’
in der Stadt Nowy Byt. Der Ort befindet sich in der Nähe von Moskau. Die Leiche war gefesselt. Der Abt
wurde offensichtlich zu Tode geprügelt und starb an Kopfverletzungen. Vor seinem Tode wurde er offenbar
gefoltert. Die Polizei fand den Tresor in seiner Zelle geöffnet.
Gottlose wählen LinksDeutschland.
Fast jeder zweite Wähler der früheren DDR-Einheitspartei PDS leugnet die Existenz Gottes. Nur jeder
vierte bezeichnet sich als gläubig. Die Statistik stammt aus einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut
‘Emnid’ im Auftrag der Potsdamer Monatszeitschrift ‘Cicero’ durchführte. Dagegen sind 60% der CDU-Wähler
überzeugt, daß Gott existiert. Lediglich 16% leugnen ihn. Bei den Grünen liegt das Verhältnis bei
48% zu 19%, bei der FDP 45% zu 22%. 40% der SPD-Anhänger erkennen, daß Gott existiert. 29% leugnen ihn.
‘Emnid’ stellte deutliche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern fest. In Westdeutschland
glauben 55% an Gott, im Osten sind es dagegen nur 30%.
Kein SegenGroßbritannien. Die anglikanische
Staatskirche von England wies ihren Klerus an, gleichgeschlechtlichen Unzüchtigen eine kirchliche Segenszeremonie
zu verweigern. Wenn sexuell Verdrehte dies wünschten, sollten die Pastoren dennoch „mitfühlend“ ablehnen.
Man möge auf die anglikanische Morallehre verweisen. Die Regeln zum Umgang mit Homosexuellen sind in
pastoralen Richtlinien nachzulesen, die gestern veröffentlicht wurden. Ab Dezember diesen Jahres können
Homosexuelle in Großbritannien ihr Konkubinat staatlich eintragen lassen.
MedienrummelDeutschland.
Drei Wochen vor dem Weltjugendtag in Köln haben sich mehr als 5.700 Pressevertreter aus aller Welt angemeldet.
Das sind mehr als bei der Feier zur Wiedervereinigung vom 2. bis 4. Oktober 1990 in Berlin. Dies teilte
das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung am Montag auf Anfrage der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’
mir. Zur Wiedervereinigung waren knapp 5000 Journalisten akkreditiert. Beim Weltwirtschaftsgipfel 1999
in Köln trugen sich laut Bundespresseamt 5.817 Medienvertreter ein.
NachschubproblemeGroßbritannien.
Der Produzent des ersten Klon-Schafes, Ian Wilmut, will die Herstellung von Menschenkopien weiter vorantreiben.
Dafür benötigt er weibliche Eizellen, die ihm derzeit nur in ungenügenden Mengen zur Verfügung stehen.
Aus diesem Grund wandte sich der Kloner an das ‘Amt für menschliche Befruchtung und Embryologie’ seines
Landes. Er bat um die Erlaubnis, gesunden Frauen Eizellen entnehmen zu können, um aus diesen Zwillingsmenschen
heranzuzüchten. Bis jetzt haben die Kloner ihre gefährlichen Experimente mit Eizellen getrieben, die
aus künstlichen Befruchtungen übrig geblieben sind.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#2
methusalix † 09:03:09 | Donnerstag, 28. Juli 2005
#1
bonifatius 22:05:40 | Mittwoch, 27. Juli 2005