Judentum
Ein billiger Trick
Am Montag produzierte das israelische Außenministerium einen diplomatischen Eklat, indem es behauptete, der Papst habe israelische Terroropfer ignoriert. Jetzt stellte sich heraus, daß die Toten nur als Vorwand mißbraucht wurden. Von Arieh Cohen, ‘Asia News’.
(kreuz.net) Der jüngste israelische Angriff gegen den Papst diente nur als Nebelgranate, um die Gespräche zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl zu torpedieren.

Die katholische Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’ hat in Erfahrung gebracht, daß der direkte Angriff gegen die Person von Papst Benedikt XVI. vom israelischen Außenministerium als Nebelschild gedacht war.

Das Ministerium versuchte damit seine Absicht zu kaschieren, die seit Jahren behinderten Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl noch einmal platzen zu lassen.

Eine Zusammenkunft war für den gleichen Tag vorgesehen.

Die Verhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel werden von der ‘Grundlegenden Übereinkunft’ ausdrücklich gefordert.

Diese wurde im Jahre 1993 zwischen den beiden Staaten unterzeichnet.

Es handelt sich dabei um eine internationale Vereinbarung. Sie regelt alle Beziehungen zwischen der Katholischen Kirche und dem jüdischen Staat.

Die gegenwärtig laufenden Verhandlungen haben zum Ziel, eine Übereinkunft zwischen Israel und der Kirche zu erzielen.

Dadurch sollen die jahrhundertealte Steuerbefreiung und die Besitzrechte der Kirche im Heiligen Land garantiert werden.

Diese Rechte der Kirche sind seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 von diesem ausgehöhlt worden.

Die Verhandlungen begannen offiziell schon am 11. März 1999.

Doch in den letzten Jahren hat Israel eine geringe Bereitschaft gezeigt, sich mit dem Heiligen Stuhl überhaupt zu Verhandlungen zu treffen, geschweige denn, Resultate zu erzielen.

Am 28. August 2003 ließ die israelische Delegation die vatikanischen Unterhändler ganz sitzen.

Erst ein Jahr später kehrte sie an den Verhandlungstisch zurück. Um das zu erreichen, mußte die Kirche in den USA über Präsident George Bush Druck auf Ministerpräsident Ariel Scharon ausüben.

Danach erklärte sich die israelische Regierung mit einigen wenigen Treffen im Jahre 2005 einverstanden. Eine Zusammenkunft wurde für den 19. Juli vereinbart.

Doch das Treffen wurde im letzten Augenblick abgesagt und auf den 25. Juli festgelegt.

Offensichtlich fürchtete sich die israelische Regierung davor, diesen Termin ohne Vorwand zu streichen.

Darum interpretierte sie einen angeblichen Fehler in die päpstliche Angelus-Ansprache vom letzten Sonntag.

Mit diesem Trick sollte der mangelnde Respekt der Regierung vor der vertraglichen Verpflichtung, mit dem Heiligen Stuhl zu verhandeln, kaschiert werden.

In jüngster Zeit haben Mitarbeiter der römischen Kurie offen von einer andauernden Weigerung Israels gesprochen, den Verpflichtungen der Vereinbarung mit dem Heiligen Stuhl zu entsprechen.

Weder die ‘Grundlegende Vereinbarung’ von 1993 noch die ‘Rechtliche Persönlichkeitsübereinkunft’ aus dem Jahre 1997 wurde im israelischen Gesetz umgesetzt.

Letztes Jahr informierte die israelische Regierung das Oberste Gericht des Landes hochoffiziell, daß sie sich in keiner Weise von der ‘Grundlegenden Vereinbarung’ gebunden sehe.

Trotz der Proteste des Heiligen Stuhles hat sich an dieser Haltung bisher nichts geändert.

Spezialisten in der Frage des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat erklären, daß es sich um die tiefste Krise zwischen dem Staat Israel und dem Heiligen Stuhl handelt.

Diese Probleme werfen auch einen dunklen Schatten über die geplanten Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag des Konzilsdokumentes ‘Nostra Aetate’ über das Verhältnis der Kirche zum Judentum.
      
18 Lesermeinungen
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#20   Lilith   21:51:33 | Montag, 1. August 2005
Argumente…
Wie willst du mich durch Argumente überzeugen? Soll ich dich davon überzeugen, dass du Schuhgröße 35 hast? Ich glaube das wäre genauso sinnvoll, denn die Größe deiner Füße ist ein unveränderlicher Teil von dir. Eine Veränderung würde eine Behinderung nach sich ziehen, denn du könntest kaum noch laufen. Warum willst du also etwas, was definitiv zu mir gehört verändern?
Ich lass mich doch nicht verstümmeln…
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#19   Elendester Sünder   21:24:58 | Montag, 1. August 2005
An Lilith
Janet ist durch Argumente nicht zu überzeugen. Was ihr hilft sind Gebete und Sühneopfer.
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#18   Lilith   23:03:03 | Freitag, 29. Juli 2005
so…
@Elendester Sünder: Du schreibst: „Janet, bist Du schwul oder was?“ und „Ich denke, wir sollten uns nicht auf Diskussionen mit Janet, Gallowglas usw. einlassen.“ Was soll das denn jetzt heißen? Bist du nicht konfliktfähig? Nicht kritikfähig? Nicht fähig die Meinung anderer zu respektieren? Kannst du deine Mitmenschen nicht schätzen? Und überhaupt… ich bin nicht auf das Thema abgewichen… ich würde mich liebend gerne auf den Artikel beziehen, wenn ich nicht ständig wieder angegriffen würde… dann wäre das nämlich durchaus möglich!
@Sirilio: Danke für die Klärung des anfänglichen Problems… es scheint so, dass ich hier nichts sagen kann, ohne dass irgendjemand auf das Thema Homosexualität abschweift… als ob die nur daran denken würden und nicht annehmen, dass ich auch einen Intellekt habe und nicht nur an mein Sexualleben denke…
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#16   Sulpicius   02:05:22 | Freitag, 29. Juli 2005
@Elendester Sünder
Stimme Dir vollkommen zu!
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#15   Benedikt   00:08:16 | Freitag, 29. Juli 2005
@ Ignatius
…Papst usf zu entführen und später bei Bedarf zu liquidieren.
Von wegen „bei Bedarf“. Bei Himmler war das Aufhängen des Papstes „in vollem Ornat“ praktisch beschlossene Sache.
Nach dem Krieg – so Hitler ihn gewonne hätte, was Gott
verhütet hat – währen die Katholiken noch viel schlimmer dran gewesen. Man erkennt es ja schon in den unlängst bekanntgewordenen Berichten, in denen Priester des Erzbistums München-Freising im Auftrag von Michael Kardinal von Faulhaber ihre Beobachtungen der letzten Kriegstage aufschreiben sollten. Etliche Berichte konnten nicht mehr von den Priestern selbst abgegeben werden! Viele wurden ermordet, weil sie auf den Kirchtürmen – in den Dörfern noch heute der höchste Punkt – die weiße Fahne hissten.
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#14   Sirilo   00:05:44 | Freitag, 29. Juli 2005
Bitte korrekt bleiben
Es geht bei den diplomatischen Schwierigkeiten zwischen dem Vatikan und Israel nicht um „die Juden“, sondern um die Regierung des Herrn Ariel Scharon, mit dem viele Juden in und außerhalb Israels durchaus nicht einverstanden sind. Scharon, ein Kriegsverbrecher (siehe Vorkommnisse im Lager Shatila u.a. im Libanon in den 80er Jahren), hält sich grundsätzlich nicht an Abkommen, die ihm nicht passen, ob sie mit den Palästinensern, den Amerikanern, der EU oder mit dem Vatikan odser sonstwem geschlossen wurden. Aber dieses Verhalten sollte man keinesfalls der Gesamtheit der Juden in die Schuhe schieben und auch nicht irgendwelche antisemitischen Schlüsse daraus ableiten.
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#13   Elendester Sünder   21:52:05 | Donnerstag, 28. Juli 2005
An Miles Christi, Ignatius und Sulpicius
Ich denke, wir sollten uns nicht auf Diskussionen mit Janet, Gallowglas usw. einlassen. Ich finde es bedauerlich, daß es in den Kommentaren hier gar nicht um den brisanten Inhalt des obigen Artikels geht.
In „Die Nachfolge Christi“, im zweiten Buch, Kapitel 3 sagt Thomas von Kempen: „Willst du ertragen, so ertrage auch andere. Sieh nur, wie weit du noch von jener wahren Liebe und Demut entfernt bist, die keinem zürnt und grollt als nur sich selbst. Es ist nichts Großes, mit guten, ruhigen Charakteren umzugehen. Ein jeder hat eben gern Frieden und bevorzugt die Gleichgesinnten. Mit schroffen Naturen aber, mit verkehrten, ungezügelten, von Widerspruchsgeist erfüllten Menschen friedlich leben können, das ist eine große Gnade und eine höchst lobenswerte, mannhafte Tat.“
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#12   MilesChristi   21:11:04 | Donnerstag, 28. Juli 2005
@ an den Sünder
Ja, sie ist eine bekennende Lesbe, die offen mit ihrer „Freundin“ zusammenlebt, und trotzdem kein Problem darin sieht, den Leib des Herrn ohne Beichte, Buße und Reue zu empfangen.
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#11   Elendester Sünder   20:51:54 | Donnerstag, 28. Juli 2005
An Janet
Janet, bist Du schwul oder was?
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#9   Elendester Sünder   20:32:52 | Donnerstag, 28. Juli 2005
Machtverfall
Die Tatsache, daß die Juden sich an Abkommen mit dem Vatikan nicht mehr gebunden fühlen und auch an neuen Verhandlungen kein Interesse mehr haben, verdeutlicht in beängstigender Weise, wie rasant die Kirche an Macht eingebüßt hat.
Diplomatie braucht als Pfand weltliche Macht. Ohne weltliche Druckmittel sind Verhandlungen nutzlos. Man kann es der Gegenseite nicht einmal zum Vorwurf machen, daß sie keine Lust hat, sich mit jemandem an einen Tisch zu setzen, den sowieso keiner mehr ernst nimmt.
Ich halte das für eine Folge des exponentiell wachsenden Glaubensschwundes, meine lieben Brüder.
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#8   MilesChristi   19:56:03 | Donnerstag, 28. Juli 2005
@ Janet
Im Gegensatz zu dir vertritt aber kreuz.net keine Praktiken, die von der Kirche verurteilt sind. Erstens das.
Zweitens: wo steht es geschrieben, daß nur „Linke“ gute Christen sein dürfen ??
Drittens: Menschen wie Du – eine lesbische Frau, die mit einer anderen Frau Unzucht treibt und gedankenlos das Allerheiligste Sakrament unwürdig und im Zustand der schweren Sünde empfängt – hat wirklich nicht zu urteilen, was dem Ansehen der Kirche, die du ja ver- und mißachtest, Schaden zufügt oder nicht.
Wenn kreuz.net dir nicht paßt – dann lies sie halt nicht.
Aber vor allem: gehe nicht weiter zur Heiligen Kommunion eher du deine Sünde bereut und gebeichtet hast und dich von deiner „Freundin“ losgelöst hast.
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#7   gregor   19:15:33 | Donnerstag, 28. Juli 2005
@Sulpicius
In Diskussionsforen ist Anonymität üblich. Dass sich die Diskussion der Artikel hier anonym abwickelt, ist in Ordnung für mich.
Hingegen, wenn es um Nachrichten geht, mit welchem Medium auch immer (Presse, TV, Radio, Internet) gehören die Angaben über Quellen, wie auch über die verantwortliche Redaktion zum Berufsethos. Für mich persönlich sind diese Angaben auch ein Instrument meiner Meinungsbildung.
Es ist dein gutes Recht, wenn Du das nicht brauchst.
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#6   Sulpicius   19:10:37 | Donnerstag, 28. Juli 2005
Bitte hör auf!
Rechte Tendenzen!!! DAS Totschlagwort des neuen Jahrhunderts! Verschone mich! Ich hoffe, Du weißt bei der Verwendung, mit welchen Leuten Du Dich da verbündest!
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#5   Lilith   19:04:02 | Donnerstag, 28. Juli 2005
…?
Es geht doch nicht darum, ob kreuz.net gefällt oder nicht. Es geht doch darum, dass diese Seite offiziell katholisch ist und trotzdem fragwürdige Inhalte mit rechten Tendenzen toleriert. Das ist eine Frage über den guten Ruf der Kirche.
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#4   Sulpicius   18:58:28 | Donnerstag, 28. Juli 2005
@gregor
Wenn Dir kreuz.net nicht paßt, frage ich mich, warum Du hier immer noch Deine Duftmarken hinterläßt. Also, wenn mir etwas nicht gefällt, dann lese ich es einfach nicht…
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#3   gregor   17:18:50 | Donnerstag, 28. Juli 2005
@janet1983
Es wäre immer noch Interessant zu erfahren, wer die ominöse Redaktion ist Wenn schon nicht mit Namen, denn zumindest, welche Organisation, Verein, Gruppierung usw…
Ein Titelbild mit einem Bild Christi am Kreuz und die Wörter „Katholische Nachrichten“ sind noch längst kein Garant für eine christliche geschweige denn katholische Quelle.
Danke Janet, zumindest Du bist hier ehrlich und sagst, wer Du bist.
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#2   Lilith   16:59:47 | Donnerstag, 28. Juli 2005
Da ist es wieder…
… die Juden
… die militanten Homos (gemeint: die Homosexuellen)
… die Evangelischen
… die Islamisten (gemeint: die Moslems) [neu]
… die Linken / Kommunisten
es fehlen noch:
… die Asozialen
… die Zeugen Jehovas
… die Zigeuner (Sinti und Roma) [veraltet]
… die Staatsschädlinge
so… wenn man von Zigeunern und Islamisten absieht, dann haben wir die verfolgten Gruppen der 30er Jahre…
So klingt das nämlich… nimm dir eine Gruppe und verallgemeinere sie. Gib ihr ein böses Gesicht, so dass die Leute glauben, dass alle von Grund auf schlecht wären… Beispiel: „der Jude, die Juden“
Klingt sehr nach rechter Propaganda und das hier!!!
Von wegen eine Wange, andere Wange… Demnächst heißt es noch bei denen „die Katholiken“ (gemeint: die Nazis)
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#1   Peccator   11:44:21 | Donnerstag, 28. Juli 2005
Diese Haltung
der israelischen Regierung zeigt nur, was die Christusfeindlichen Juden von der sogenannten Ökomene halten. Es wird Zeit, daß die Kirche alle ökomenischen Gespräche mit den Feinden Christi beendet.
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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