Juan Carlos Kardinal Aramburu gestorben + Opus Dei: Ein Hirtenbrief + Theologie: Uni Wien und der Religionspluralismus + Jahrhunderprojekt: Fomà Aqvinski + 100 Millionen für ein Käsesandwich
Juan Carlos Kardinal Aramburu gestorben
Argentinien. Der Alterzbischof von Buenos Aires, Juan Carlos
Kardinal Aramburu ist gestern 92-jährig gestorben. Aramburu wurde bereits 12 Jahre nach seiner Priesterweihe
mit nur 34 Jahren zum Bischof geweiht. Zwischen 1975 und 1990 war er Erzbischof der argentinischen Hauptstadt.
Ein Jahr nachdem er dieses Amt übernommen hatte, kam es zum Staatsstreich, auf den eine Militärdiktatur
folgte. Nach dem Tode von Kardinal Aramburu zählt das Kardinalskollegium jetzt 185 Mitglieder. 122 Kardinäle
sind unter 80 und können am nächsten Konklave teilnehmen.
Opus Dei: Ein Hirtenbrief
Italien. Der Prälat
(Generalobere) des Opus Dei, einer im Jahre 1982 als Personalprälatur errichteten katholischen Organisation
von Laien und Priester, Mons. Javier Echevarria, schrieb zum zweiten Jahrestag der Heiligsprechung des
Gründers des Opus Dei einen Hirtenbrief: „Wir dürfen nicht davor zurückschrecken, dem Herrn immer wieder
zu sagen, daß wir ihn lieben und verehren. Aber unsere Worte müssen sich in Taten ausdrücken“, heißt
es in dem Hirtenbrief. Im Mittelpunkt des Textes steht das von Papst Johannes Paul II. ausgerufene ‘Jahr
der Eucharistie’: „Jesus ist in der Eucharistie bei uns geblieben, um unsere Zerbrechlichkeit, unsere
Zweifel, unsere Angst und unsere Nöte zu beseitigen, um uns in unserem Kampf beizustehen; aber vor allem,
um uns die Liebe zu lehren.“ Der heilige Josemaria Escriva de Balaguer, der Gründer des Opus Dei, wurde
am 6. Oktober 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Theologie: Uni Wien und der Religionspluralismus
Österreich. Letzten Mittwoch veranstaltete die Katholisch-Theologische Fakultät Wien den Studientag
„Dies Facultatis 2004“. Dazu wurde der ägyptische Religionsminister Mahmoud Hamdi Zakzouk als Referent
eingeladen. Die Schaffung echten Friedens brauche die verschiedenen Religionen, meinte der Minister. Gott
habe zu verschiedenen Zeiten Offenbarungen gesandt. Die Verurteilung eines anderen Glaubens als Irrglaube
sei die Arroganz der Fundamentalisten. Dies führe zu Gewalt und Terror.
Jahrhunderprojekt: Fomà Aqvinski
Deutschland. Die katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Bayern) wagt sich an ein „Jahrhundertprojekt“.
So bezeichnet die „Russische Akademie der Wissenschaften“ das neue Riesenvorhaben, die „Summa Theologiae“
des geistgewaltigen Kirchenlehrers auf Russisch zu übersetzen. In nur fünf Jahren soll das Osteuropa-Institut
der Universität das „Jahrhundertprojekt“ zum Abschluß bringen. Die „Summa“ ist das Hauptwerk des Heiligen
Thomas von Aquin ( † 1274). Sie behandelt in drei Teilen („partes“) auf etwa 4.000 Druckseiten (fast)
die gesamte katholische Lehre in Form von Fragen („Quaestiones“ und detaillierten Antworten).
100 Millionen
für ein Käsesandwich?
USA. Ein außergewöhnliches Angebot hält die Versteigerer im Internet-Auktionshaus
EBay seit kurzem in Atem. Die 52jährige Diana Duyser aus Hollywood im US-Bundesstaat Florida bot ihr
angebissenes Käsesandwich, auf dem sie während des Verzehrs vor zehn Jahren angeblich ein Bildnis der
Muttergottes entdeckt hatte, zum Verkauf an. Ein Spaßvogel bot ihr darauf geschlagene 99,99 Millionen
Dollar für die ‘himmlische Speise’, die er genauso genommen auch bezahlen hätte müssen. Die horrende
Summe veranlasste die EBay-Betreiber, der Sandwich-Seherin zu raten, besagtes Objekt wieder vom Verkauf
zurückzuziehen. Jetzt kann das zehn Jahre alte Sandwich, das anscheinend nicht verschimmelt ist, wieder
ersteigert werden. Das derzeitige Höchstangebot steht bei 18.000 Dollar (rund 13.800 Euro). Als Grund
für die Versteigerung gibt Diana Duyser nicht Geld an. Sie wolle den Segen, den ihr das Sandwich erbracht
habe, auch mit anderen teilen, meinte die Hausfrau aus Florida. Die 52jährige Käsebrot-Seherin gilt
nicht als arm und wurde seit der Sandwich-Erscheinung reichlich mit dem Geldsegen überschüttet. In den
letzten zehn Jahren soll sie in verschiedenen Kasinos rund 70.000 Dollar erspielt haben.
Email-Adressen der Empfänger
Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.