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Freitag, 29. Juli 2005 09:58
Arbeitet Israel mit gezielten Lügen gegen den Papst?
Kürzlich hat der Pressesprecher des Vatikan wahrheitswidrige Angriffe der Regierung Scharon gegen Papst Benedikt XVI. zurückgewiesen. Jetzt hat das vatikanische Presseamt seine Kritiken gegen die israelische Regierung noch verstärkt.
Links: Der israelische Premierminister Ariel Scharon
Links: Der israelische Premierminister Ariel Scharon
(kreuz.net, Vatikan) Bereits am Montag bezeichnete der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, Dr. Joaquín Navarro-Valls, eine jüngste Erklärung der israelischen Regierung als Verdrehung der Wahrheit.

Die israelische Regierung hatte dem Apostolischen Nuntius im Heiligen Land am Montag eine offizielle Protestnote überreicht. Darin beschuldigte sie den Papst, in einer Ansprache vom letzten Sonntag israelische Terroropfer ignoriert zu haben.

Der Pressesprecher wies diese Vorwürfe kategorisch zurück:

Der Papst habe sich in seiner Ansprache ausdrücklich auf Attentate „dieser Tage“ bezogen.

„Es überrascht, daß man versucht hat, die Absicht des Heiligen Vaters so vordergründig zu verdrehen“ – erklärte der Pressesprecher am Montag.

Es blieb nicht bei dieser einen Stellungnahme.

Am Dienstag wiederholte Dr. Navarro-Valls seine Worte in einem Interview mit Radio Vatikan:

„Das ist ein haltloser Vorwand. Der Papst hat ausdrücklich ‘Ereignisse der letzten Tage’ erwähnt.“

Gestern abend veröffentlichte der Vatikan eine weitere offizielle Erklärung.

Sie betrifft Behauptungen eines Beamten des israelischen Außenministeriums vor der israelischen Tageszeitung ‘Jerusalem Post’.

Navarro-Valls erklärt die Stellungnahme des Beamten damit, daß die Unhaltbarkeit der Vorwürfe gegen den Papst auch denen aufgefallen ist, die sie vorgebracht haben.

Der Beamte versuchte, die Unterstellungen der vergangenen Tage vor der Zeitung zu stützen. Dabei lenkte er die Aufmerksamkeit auf ein von ihm behauptetes Schweigen von Johannes Paul II. ab. Der verstorbene Papst habe in den vergangenen Jahren zu den Anschlägen gegen Israel geschwiegen.

Der Beamte erklärte, daß die Regierung von Israel in der Vergangenheit wiederholt beim Heiligen Stuhl interveniert und gefordert habe, daß das neue Pontifikat diese angebliche Haltung ändere.

Dieser wahrheitswidrigen Erklärung des israelischen Beamten antwortet Dr. Navarro-Valls: Papst Johannes Paul II. habe zahlreiche öffentliche Erklärungen gegen jede Form des Terrorismus und gegen Terroranschläge in Israel abgegeben.

Es sei aber nicht immer möglich gewesen, jedem Anschlag gegen Israel eine öffentliche Erklärung folgen zu lassen.

Einer der Gründe dafür habe darin bestanden, daß Terroranschläge in Israel bisweilen von direkten israelischen Vergeltungsaktionen begleitet waren, „die nicht immer in Übereinstimmung mit den Normen des internationalen Rechtes“ erfolgten.

„Es wäre darum unmöglich, die ersten zu verurteilen und die zweiten zu verschweigen.“

Seit Jahren antwortet die israelische Regierung auf palästinensische Terroranschläge mit kollektiven Racheakten und Sippenbestrafungen.

Der Heilige Stuhl könne es außerdem nicht akzeptieren – so der Pressesprecher weiter – hinsichtlich der Ausrichtung und Inhalte der eigenen Erklärungen von irgendeiner anderen Staatsmacht Anweisungen zu erhalten.

Die israelische Regierung würde sich eine solche Vorgehensweise ebenfalls verbitten.

An seine Erklärung läßt der Pressesprecher eine seitenlange Auflistung von Stellungnahmen von Johannes Paul II. zu Terroranschlägen in Israel folgen.

Es scheint, daß die israelischen Angriffe gegen den Papst ein Ablenkungsmanöver sind.

Damit soll die Tatsache vertuscht werden, daß Israel in diesen Tagen seinen vertraglich verbrieften Verhandlungsverpflichtungen mit dem Heiligen Stuhl nicht nachkommt.

Außerdem legen die israelischen Autoritäten der Kirche im Heiligen Land seit Jahren Schwierigkeiten und behördliche Schikanen in den Weg.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 12 Lesermeinungen:
Montag, 1. August 2005 10:35
Laurentius2: @HippoDOCkrates
… und am Ende der Zeiten werden sie ihn erkennen, den sie durchbohrt haben (Jesus Sirach).

Das wird ein Fest im Himmel !
Samstag, 30. Juli 2005 00:58
Lilith: @Petrus Radii
Abgesehen von deiner extremen Wertung kann ich dir zustimmen. Israels Politik im Bezug auf die Palästinenser ist moralisch verwerflich. Dass damals der Staat gegründet wurde ist aber den Aliierten des 2. Weltkrieges zu verdanken… dadurch entstand der Konflikt ja erst…
Samstag, 30. Juli 2005 00:54
Petrus Radii: Terrorstaat Israel
Vom Anfang an übt der rechtswidrige Staat Israel Terror gegen die rechtmäßigen Einwohner (d.h., die Palästinenser) aus. Sogar im Schatten der Terrorangriffe gegen die USA haben die Zionisten kurz darauf einen palästinensischen Kinderspital mit Raketen zerstört. Sie haben damals auch alle Palästinenser in Hebron (Beerdigungsort Abrahams) aus ihren eigenen Häusern geschmissen, und diese Armseligen in Plastikzelten wohnen lassen. Dann wurden die Häuser jenachdem zerstört bzw. von Zionisten bewohnt. Solcher Terror wird tagtäglich von der Israeli Regierung ausgeübt.
Auch können katholische Ordensleute seit Jahren kaum Aufenthaltserlaubnis erhalten. Die Franziskaner können deshalb auch kaum die hl. Stätten betreuen. Aber die geldreichen zionistischen Protestanten werden gerne willkommen geheißen. Solche Zionisten sind keine echten Söhne Abrahams (geschweige denn Söhne Gottes), sondern Verbrecher und Terroristen.
Freitag, 29. Juli 2005 23:32
Lilith: @gregor
Ich danke dir für den Link!!
Freitag, 29. Juli 2005 23:13
gregor: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 29. Juli 2005 23:05
Lilith: Von der Redaktion entfernt
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