kreuzmeldungen
Unangemessen und absurd + Geständnisse + Entschuldigung +
Besuch des Bruders + Kondome für den Weltjugendtag? + Aus der Sicht seiner Feinde
Unangemessen und absurd

Vatikan. Der emeritierte Erzbischof von Ravenna, Ersilio Kardinal Tonini (91), hat die jüngsten israelischen Angriffe gegen den Vatikan als unangemessen und absurd bezeichnet. Er sei „sprachlos“, erklärte er in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung ‘Corriere della Sera’: Für ihn sei es unglaublich, wie die „Riesenschritte“ der vergangenen 40 Jahre in den vatikanisch-jüdischen Beziehungen in wenigen Tagen nahezu zerstört worden seien. Der Kardinal hob die gewachsenen Beziehungen zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl hervor. Diese hätten sich besonders unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. entwickelt: Angefangen vom Synagogenbesuch des Papstes mit der Bezeichnung „ältere Brüder“ bis hin zum Besuch der Klagemauer.

Geständnisse

Kenia. Am vergangenen Freitag gestanden fünf Kenianer ihre Beteiligung an der Ermordung des italienischen Bischofs Mons. Luigi Locati. Sie seien zur Tat angestiftet worden. Insgesamt wurden von der Polizei bisher elf Verdächtige festgenommen. Ein kenianischer Priester, der verdächtigt wird, der Hintermann der Mordtat zu sein, war nicht unter den Geständigen. Er befindet sich immer noch in Haft.

Entschuldigung

Irland. Der emeritierte Erzbischof von Armagh, Cahal Kardinal Daly, fordert von der IRA eine Entschuldigung für das Leid, welches die paramilitärische Organisation „über unzählige Menschen gebracht hat“. Gegenüber ‘Radio Vatikan’ unterstrich der Kardinal, daß die Bewegung wegen ihrer Gewaltbereitschaft nie eine große Unterstützung in der irischen Bevölkerung gehabt habe. Nach dem am vergangenen Donnerstag abend angekündigten Gewaltverzicht hofft Kardinal Daly auf ähnliche Schritte von loyalistischen, protestantischen Organisationen.

Besuch des Bruders

Italien. Vorgestern abend landete der Bruder des Papstes, Mons. Georg Ratzinger, am römischen Flughafen Fiumicino. Mitarbeiter des Vatikan holten ihn von dort ab. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘ansa’ am Samstag. Mons. Ratzinger wird einige Ferientage mit seinem Bruder in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo verbringen. Castel Gandolfo befindet sich rund 20 km südlich von Rom bei den Albanerseen.

Kondome für den Weltjugendtag?

Deutschland. Dieter Schulz ist Herbergsvater für rund 120 Weljugendtagspilger in einer Kölner Hauptschule. Kürzlich erhielt er von einer einschlägigen Firma 200 Präservative zugeschickt. „Ich zwinge ja keinen, die Kondome auch zu benutzen“, erklärte Schulz dazu dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’. Aber er wolle für den Fall der Fälle vorbereitet sein. Nachdem der Fall an die Öffentlichkeit drang, wies das Weltjugendtagsbüro Schulz in die Schranken. Schulz zeigte sich konziliant. Er wolle keinen Kleinkrieg mit der Kirche. Deshalb wird er wahrscheinlich aus dem Betreuerteam ausscheiden und die Gummigebilde zurückschicken. Schulz ist in seiner Pfarrei als Kinder- und Jugendleiter tätig.

Aus der Sicht seiner Feinde

„Pacelli [Anm.: Eugenio Pacelli war der bürgerliche Name des damaligen Staatssekretärs und späteren Papst Pius XII.] hat zu wenig Abstand von der innerpolitischen Entwicklung Deutschlands nehmen können, und als ihm sein hohes Amt große Reisen nach Nord- und Südamerika und nach Frankreich ermöglichte, war er schon festgefahren und stellte auch diese Reisen noch in den Dienst eines unversöhnlichen Kampfes gegen den Nationalsozialismus. Diesem Kampf wird auf katholischer Seite alles geopfert, und alle erreichbaren Kräfte werden gegen das Dritte Reich mobilisiert. Ja, sogar das persönliche Ansehen, das Pacelli sich bei den Bischöfen Argentiniens und der Vereinigten Staaten geschaffen hat, muß herhalten, damit auch von dorther gegen Deutschland gehetzt wird. Pacelli hat sich mit diesem Kampf auf einen Weg begeben, der eines Tages die katholische Hierarchie des Auslandes, die Kardinäle und den Papst vor die Frage stellen wird: Ist der Vatikan für den Kampf Pacellis gegen das Dritte Reich da oder hat Pacelli dem Vatikan zu dienen? Pacelli ist schließlich verantwortlich für die schroffe Haltung des Vatikans gegen die Achse Rom – Berlin.“

Aus: Männer um den Papst. Wer macht die Politik des Vatikans? 1938, Zentralverlag der NSDAP, zitiert nach einem Artikel von Weihbischof Andreas Laun in der Monatszeitschrift ‘Kirche heute, 5/2000.
      
7 Lesermeinungen
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#9   gregor   14:52:52 | Dienstag, 2. August 2005
@Elendester Sünder: Methusalix
von ganzen, halben, wahren und falschen Katholiken
Ich verbiete dir um der Wahrheitwillen, dich als Katholiken zu bezeichnen
Die Wahrheit in diesem Forum, ist das niemand niemandem verbieten kann, sich als Katholiken oder was auch immer zu bezeichnen kann (abgesehen von der Redaktion, die Beiträge zensurieren darf).
Alles anderes ist Spekulation und basiert auf Sympathie oder Antipathie gegenüber Meinungen die geäussert werden.
Die Wahrheit darüber, ob methusalix (oder du) echt oder falsch katholisch ist, werden wir hier nicht erfahren.
Nach dem Lesen seiner Beiträge ist er ein 100% Katholiker. Es bleibt eine Vermutung,, die von Sympathiegefühlen unterstützt wird.
… bist Du noch nicht einmal ein Quasi- oder Semikatholik wie die Masse der Kirchgänger…
eine ziemlich abchätzende Meinung über das Kirchenvolk…
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#6   Laurentius2   11:13:58 | Montag, 1. August 2005
Unterleibsthemen satt – keine Wende mit Merkel/Westerwelle
Einerseits bin ich diese Unterleibsthemen satt – andererseits zeigt die Provokation der FDP, die ein Barzel oder Strauß noch im Namen des deutschen politischen Katholizismus zu einer Entschuldigung aufgefordert hätte, daß Deutschland auch mit Merkel/Westerwelle fest in 68er Hand bleiben wird !!!
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#5   Sulpicius   01:12:34 | Montag, 1. August 2005
@methusalix…
… ich würde sagen, Probleme mit der Sexualität haben nicht die Katholiken, sondern diejenigen, die sie bedrängen, ihre Einstellung zur Sexualität zu verwerfen… Katholische Sexualmoral ist die dem Menschen und dem Menschsein angemessenste und humanste, im besten Sinn des Wortes!
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#4   Rosa von Lima   21:35:50 | Sonntag, 31. Juli 2005
Beziehung Israel/Heiliger Stuhl
Ich denke eher, dass diese Intervention Israels in erster Linie unserem Papst Benedikt gilt, weil er eben ein Deutscher ist. Israel hat die Vorkommnisse des 2. Weltkrieges immer noch nicht ad acta gelegt und Papst Benedikt bekommt das jetzt zu spüren… Schade!
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#3   methusalix †   18:36:47 | Sonntag, 31. Juli 2005
Schon wieder…
…verbeissen wir uns in den Unterleib unserer Mitmenschen! Als hätten wir Katholiken nichts besseres zu tun als über unsere Sexualität zu diskutieren. Lasst die doch endlich in den Schlafstuben oder wo sonst sie nach Ansicht unserer Schwestern und Brüder auch hingehört. Bestimmt NICHT als Dauerthema in ein katholisches Diskussionsforum.
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#2   Benedikt   11:37:17 | Sonntag, 31. Juli 2005
FDP bzw Junge Liberale
FDP, wer will die mit ihrem heutigen Personal eigentlich noch ernst nehmen? Im „Spiegel“ war ein lehrreicher Bericht über den „JuLis“ die Jungen Liberalen. Denen ist der Wahlkampf von Westerwelle zu ernsthaft (!!). Schlimmer gehts nimmer.
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#1   Beobachterin   09:57:51 | Sonntag, 31. Juli 2005
Verteilaktion von Kondomen zum Weltjugendtag
Die Verteilaktion von Kondomen zum Weltjugendtag ist von der Kölner FDP gestartet worden, jedenfalls nach deren eigener Aussage auf ihrer Homepage.
Man versteht natürlich das Anliegen der FDP, gerade um die Gesundheit einiger ihrer Mitglieder besonders besorgt zu sein: Hat sie doch in ihren Reihen drei Mitglieder im Stadtrat und in der Bezirksvertretung, die offen homosexuell sind und für Homosexualität werben.
Dazu schreibt die FDP auf ihrer Webseite: „Eine konsequente Verteilung von Kondomen zielt auf einen besseren Schutz gerade bei jungen Menschen aus den verschiedensten Regionen der Erde.“ s. www.fdp-koeln.de/index.php?l1=9&l2=0&l3=1… (ist das nicht vielleicht eine Prise Rassismus?)
Wie stellt man sich bei den Homosexuellen-Funktionären der FDP eigentlich einen Weltjugendtag vor? Als Ableger des CSD? Glauben die wirklich, daß in den Gemeinschaftsunterkünften, wie hier in einer Schule zum Beispiel, wild durcheinandergebumst wird? Soweit mir bekannt, werden die Jugendlichen dort nach Geschlechtern getrennt untergebracht. Und homosexuell dürften die wenigsten sein, so daß man im Schlafraum für Männer Kondome braucht …
Außerdem glaube ich, daß jemand, der ein Kondom benötigt, durchaus in der Lage ist, sich diese selbst zu beschaffen, wie andere Dinge des persönlichen Bedarfs auch.
Die Aktion der FDP ist also überflüssig wie ein Kropf am Hals und kann getrost als das betrachtet werden, was sie ist: Eine gezielte Provokation.
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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