Gestern beantwortete Karl Kardinal Lehmann der ‘Frankfurter Allgemeinen’ viele Fragen. Einige stellte er sich auch selber: Ob die Entscheidung des Konzils von Trient das letzte Wort habe und welchen Platz die wiederverheirateten Geschiedenen in der Kirche einnehmen.
(kreuz.net, Frankfurt) Die ‘Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung’ veröffentlichte gestern ein Interview
mit dem Bischof von Mainz und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann.
In
diesem Gespräch betonte der Bischof von Mainz, daß Papst Benedikt XVI. – ebenso wie sein Vorgänger
Johannes Paul II. – nicht zu Kompromissen in Glaubensfragen bereit sei.
Es sei freilich eine riesige
Aufgabe – so der Kardinal –, „bei der Betonung der Entschiedenheit den Glauben vor dem Abrutschen in Fanatismus
und Fundamentalismus zu schützen“.
Eine Versuchung bestehe auch immer darin, nicht als „Weichei“ gelten
zu wollen. So könne es zu einer „überzogenen konservativistischen Festigkeit“ kommen.
Der Kardinal
ist jedoch davon überzeugt, daß Papst Benedikt XVI. dieser fanatischen Versuchung nicht erliegen werde.
Er glaubt auch, daß der neue Papst einige neue Aufgaben angehen werde.
In diesem Zusammenhang nennt
Kardinal Lehmann das Verhältnis zwischen der Volksrepublik China und dem Heiligen Stuhl.
Er halte es
für wahrscheinlich, daß sich der Heilige Vater bemühen werde, die Situation der Katholiken in der Volksrepublik
China zu verbessern.
Weiters erhofft er sich „Bewegung“ in den Beziehungen mit den Russisch-Orthodoxen.
Mit einem deutschen Papst werde hier sicher mehr möglich sein als mit einem polnischen.
Er sehe auch
gute Chancen, daß der Heilige Vater Moskau besuchen werde.
Auf die Frage, ob er sich eine Kirche wünsche,
die in der laizistischen Welt entschlossener um eine kulturelle Vorherrschaft kämpfe, antwortet der Kardinal
rückblickend, daß es gut war, „daß wir dialogfähig wurden und Toleranz üben lernten“.
Die Kirche
sei ein ernstzunehmender Partner im gesellschaftlichen Diskurs geworden.
Dies habe jedoch die Gefahr
mit sich gebracht, daß „der gemeinsame Nenner immer kleiner wurde und das Proprium, das Eigene der Kirche,
zu entschwinden drohte“.
Nun müsse die Kirche stärker ihre eigenen Positionen markieren und wieder
markanter sein – „damit nicht alle Katzen in der Nacht gleich grau sind“, fordert der Kardinal in den
Worten des deutschen Philosophen Friedrich Hegel.
Konkret bedeute dies mehr Klarheit in Fragen der Glaubensverkündigung.
So zum Beispiel beim Glauben an einen persönlichen Gott und an Jesus Christus als Sohn Gottes. Auch
in Fragen der Kinderabtreibung und des Homo-Konkubinats erhofft sich Kardinal Lehmann eindeutigere Aussagen:
„Unsere Positionen sind da klar. Wir haben sie aber vielleicht eine Weile nicht nachdrücklich genug
vertreten.“
Die Kirche habe ein Nachwuchsproblem, stellt der Interviewpartner im Hinblick auf mangelnde
Priesterberufungen und die sogenannte „Kompetenz der Laien“ fest.
Der Kardinal bestätigt. Die Nachwuchsfrage
sei von großer Bedeutung. Man solle sie jedoch nicht unter dem „Gesichtspunkt des Mangels an priesterlichem
Nachwuchs sehen“.
Es gebe die neuen pastoralen Berufe, so die Pastoralreferenten oder – seit dem Zweiten
Vatikanischen Konzil – die verheirateten Ständigen Diakone. Betrachte man die Pastoral aus diesem Blickwinkel
seien mehr Menschen als je zuvor in der Seelsorge tätig.
Eine Pastoralreferentin – hackte der Gesprächspartner
nach – dürfe den Sterbenden jedoch nicht die Krankensalbung spenden, was ihre Arbeit angeblich „entwerte“.
„Das ist ein echtes Problem“, meinte der Bischof ohne „das Problem“ genauer zu definieren.
Zunächst
verberge sich dahinter eine dogmatische Frage:
„War die Entscheidung des Konzils von Trient das letzte
Wort?“ Der Kardinal gibt auf diese Frage keine Antwort.
Bisher liege keine überzeugende Interpretation
vor, daß die Vollmacht zur Spendung der Krankensalbung auch nichtpriesterlichen pastoralen Berufen verliehen
werden könne.
Als eigentliches Problem sieht der Bischof von Mainz die mangelnde Zusammenarbeit zwischen
Priestern und anderen pastoralen Berufen.
Nach Aussage des Kardinals gibt es angeblich Priester, welche
ihr Recht, die Krankensalbung spenden zu dürfen, zu einem Privileg hochsteigerten, wodurch sie sich von
den Laien abgrenzten.
Dringlicher als dieses Problem seien jedoch Ehe und Familie – etwa die Frage, wie
man mit Menschen umgehen soll, die aus gescheiterten Beziehungen kommen:
„Welchen Platz sollen sie in
der Kirche haben?“, fragte der Kardinal. Man dürfe das Problem nicht auf die Zulassung zur Kommunion
verkürzen:
„Jede Generation muß die Bedeutung der Ehe neu entdecken. Daß sie das auch tut – dafür
muß die Kirche mehr tun als bisher.“
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13 Lesermeinungen
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#13 Laurentius2 10:43:45 | Donnerstag, 4. August 2005
Keine Idioten – Keine Denkverbote @Benedikt Natürlich wollen wir den damaligen Befürwortern der Scheinvergabe
nicht attestieren, sie seien Idioten gewesen. Man muß stets zwischen Person (wohlmeinende Softis) und
Sache (Idiotie) trennen. Es wäre übrigens sehr fair, wenn unsrere Herren Liberale das auch mal täten,
statdessen wurden die in Deutschland seltenen Papsttreuen (in dieser causa) isoliert und amtskirchlich
sehr stark benachteiligt. All dies wurde in den mir bekannten Fällen aber nicht wiedergutgemacht, als
sich die Meinung des Papstes durchsetzte. Diese „Fundis“ im Apparat wie unter den Laien gelten vielmehr
bis heute unter den mit Kirchensteuern überversorgten Funktionären als Idioten … @ Dr. Otterbeck Sie
drücken wahre Liberalitas im klassischen Sinne aus: Keine Denkverbote ! Das tut not in unserer Kirche …
Danke. @ Marcel Dank auch Ihnen, daß Sie sich immer wieder die Zeit nehmen, die „schiefen“ Dinge geradezurücken.
@ Marcel Es war ja auch richtig, dass Johannes Paul II. den Ausstieg verfügt hat, schon allein um die
Klarheit der Lehre zu bewahren. Die Scheinausstellungen haben nämlich den Eindruck erwecken können,
dass die Kirche die Abtreibung nicht mehr als unerlaubt ansehen würde. Wogegen ich mich nur wehre ist
ein pauschaler Vorwurf an die damaligen Oppositionellen. Man sollte ihnen zugestehen, dass es sich nicht
um irgendwelche Idioten gehandelt hat, die angesichts des Abtreibungsgewerbes laut „Hurra“ geschriehen
haben. Auch sie hatten ihre Motive und Gründe, deren Kenntnisnahme sich lohnt. @Laurentius2: Ja gut,
wenn man die DBK abschafft, dann wird halt das tradtionelle Synodenwesen wiederbelebt. Ich muss zugeben,
dass ich über die Arbeit der DBK außerhalb ihrer Vollversammlungen nicht allzuviel weiß. Was kostet
denn das ganze? Und was würde die Organisation der überdiözesanen Aufgaben (zB Regelungen die dt. Sprache
betreffend, neues Gesangbuch usw.) kosten, wenn die Koordination durch die DBK wegfiele? Darüber muss
man sich vorher im Klaren sein. Da Benedikt XVI. stehts ein Kritiker aufgeblähter Verwaltungsapparate
war (gegenwärtig arbeitet er ja offenbar an einer Kurienreform), denke ich, dass in der Hinsicht noch
etwas von ihm zu hören sein wird. Darauf sollte man erstmal warten.
#11 Dr. Otterbeck 08:11:38 | Dienstag, 2. August 2005
Unsere Vorbeter, das sind die Heiligen Drei Könige. Gestern hat Kard. Meisner einen sensationell tiefgründigen
geistlichen Vortrag zum Anliegen des WJT gehalten. Sehr zu hoffen, dass eine Veröffentlichung bevorsteht;
ja, Anbetung weist über jede Gesellschaftspolitik hinaus; mit „Weltauftrag“ meint das II. Vatikanum dasselbe
wie das Tridentinum: den Weg der Umkehr. Allerdings hat die Welt von heute nicht mehr die Wahl, ob sie
das Evangelium annimmt oder nicht; sie hat die „Wahl“ im Sinne von Entscheidungsfreiheit, aber sie hat
keine Alternative; weil es der Kirche um das Leben der Welt geht, das Christus ist, deshalb befleißige
sie sich zielführender, die Tradition nach vorn öffnender Methoden. Aber wenn die „Erfolgskontrolle“
besagt, dass die Methoden von 1968 ff. nicht greifen, darf es keine Denkverbote geben, auch nicht im Blick
auf liturgische Tradition. Karl Lehmann will den Bankrott der DBK aber noch nicht einsehen. Die bevorstehenden
Tage von Köln werden in der Öffentlichkeit jedenfalls „einleuchtend“ wirken… Jede Wette!
Nicht einmal Herrn Lehmann weiß man einzuschätzen… „Für die Aufhebung der katholischen Bannbulle
gegen den Ketzer Luther tritt Lehmann regelmäßig ein, wenn auch bisher erfolglos – Gott sei Dank.“ Keine
Ahnung, ob das stimmt Herr Barth, Kenner der Kirche und Luthers, verweist Sie gerne auf die „Deutsche
Tagespost“ vom 22.5.1996, Seite 2: Lehmanns Hoffnungen wegen Papstbesuch in D zum Thema Aufhebung Bannbulle.
Wie üblich, Lehmann-Filter aktivieren, um seine verklausulierte Sprache zu entschälen. Es half nichts,
daß u.a. der Dogmatiker Scheffczyk Lehmann aufzeigte, daß Luthers Irrlehren (Rechtfertigung, Amt, Sakramente,
usw.), die im 16. Jahrhundert wesentlich die Abspaltung ausgelöst haben, auch im heutigen Protestantismus
vollgültig sind. jedenfalls ist das ein Gedanke, der Johannes Paul II. auch nicht gerade fremd war. Der
ökumenistische Rauschzustand bringt die Menschen auf irrationale Gedanken. „Über die Abtreibung und
Lehmann muß man auch nicht viel sagen:(…) An allen ihren Händen klebt Blut.“ Absoluter Unfug Im Gegenteil.
Der Papst erklärte den – diesbezüglich – unwilligen deutschen Bischöfen schriftlich, daß die Ausstellung
von Lizenzen zum Töten nicht duldbar sei, weil diese von der Kirche ausgestellten Scheine als Beihilfe
zum Mord an Ungeborenen verwendet werden können. Es spielt keine Rolle, wieviele davon in der Praxis
für Mord verwendet wurden – obwohl es darüber erschreckende Zahlen gibt –, denn niemals heiligt der
potentiell gute Zweck das schlechte Mittel.
@Benedikt – contra Lehmann, geh, Mann zur alten Messe: Lehmann ist ganz offensichtlich kein Förderer
der alten Messe trotz des ein oder anderen Indults. Als der ehemalige Meßdiener Thomas Gottschalk den
Herrn Bischof einmal bei einer Wetten-daß-Sendung fragte: „Auch Herr Lehmann, warum gibt es nicht mehr
diese schönen alten Messen auf Latein, so wie früher, die waren doch wirklich erhebend … ?“ antwortete
Lehmann ganz verlegen nur irgendein unverständliches Gebrummel statt hier einmal kostenlose Werbung für
die Hl. Messe (in welchem Ritus auch immer) zu machen – typisch für einen Rotarierbischof, der offenbar
mehr Rechtfertigungskomplexe als sonst was hat. zur Scheinfrage: Wieso immer noch diese ZdK-Rhetorik ?
Das Beispiel Fulda unter Erzbischof Dyba sowie viele mir bekannte Einzelfälle nach dem Einstellen der
Scheinvergabe BEWEISEN DOCH !: Ohne Tötungslizenzen kamen genausoviele Frauen zur Beratung (im Bistum
Fulda sogar mehr !) als mit dieser ekelhaften Lizenz zum Töten. Benedikt, Sie lesen zuviele romfeindliche
Käse-Blätter …
@Marcel >Für die Aufhebung der katholischen Bannbulle gegen den Ketzer Luther tritt Lehmann regelmäßig
ein, wenn auch bisher erfolglos – Gott sei Dank. Keine Ahnung, ob das stimmt, jedenfalls ist das ein Gedanke,
der Johannes Paul II. auch nicht gerade fremd war. Er wollte das Dekret anlässlich eines Deutschlandbesuchs
auf der Wartburg aufheben lassen. Es waren die deutschen Bischöfe, die ihn hiervon abbrachten. >Über
die Abtreibung und Lehmann muß man auch nicht viel sagen:(…) An allen ihren Händen klebt Blut. Absoluter
Unfug, die Frauen hätten doch so oder so abgetrieben, die Kirche war doch nicht die einzige Scheinausstellerin.
Außerdem weiß nur Gott, wieviele Frauen dort noch zum Ablassen von ihrem Abtreibewillen überzeugt wurden.
Jetzt gehen alle zu Pro Familia (allein der Name ist ja Euphemismus), dort überzeugt sie mit Sicherheit
niemand… >Fast nebensächlich, daß Lehmann 2004 sagte: „Jetzt ist Schluß mit Genehmigungen“ für die
alte Messe… In Mainz-Budenheim gibt es die alte Messe, also was ist dein Begehr? Bei Lehmann hätten
Verfechter der alten Messe sicherlich ein offenes Ohr gefunden. Man sieht ja an seiner Ritensprache, dass
er dem alten Ritus gar nicht abgeneigt sein kann (er inzensiert zB wie früher üblich, was man heute
fast nirgendwo mehr sieht). Da diese Verfechter aber meistens mit maßloser Kritik an ihm glänzen, brauchen
sie sich nicht wundern, dass der Bischof sich das in seinem Bistum nicht bieten lassen will. Irgendwie
menschlich.
@Benedikt Lieber Benedikt: EXAKT. Es reichen ein paar Absprachen, so wie vor dem Konzil ja auch. Ideenreiche
und unkonventionelle Persönlichkeiten sind gefragt, wenn wir die totale Entchristlichung noch abwenden
wollen, keine ängstlich auf Absprachen und Palaver blickenden Gremienhengste! Die eingesparten Mittel
werden schnell in den vielen Schuldenlöchern verschwinden …
Wer „nur“ wenige Dogmen in Frage stellt, ist schwer faßbar und umso gefährlicher Was gibt es über Herrn
Lehmann viel zu sagen, außer daß er ein führender deutscher Totengräber der Kirche ist? Jeder Nichtblinde
sieht, daß er ein Rahner im Geiste und klug genug ist, selten offen als Häretiker aufzutreten. Am 6.11.1997
hielt Lehmann auf Einladung der Luther-Gesellschaft in der Berliner Gedächtniskirche eine Rede, in der
er den Ketzer Martin Luther wörtlich als „unseren gemeinsamen Lehrer“ bezeichnete. Wer das glaubt, ist
nicht mehr katholisch. Für die Aufhebung der katholischen Bannbulle gegen den Ketzer Luther (1521, „Decet
Romanum Pontificem“) tritt Lehmann regelmäßig ein, wenn auch bisher erfolglos – Gott sei Dank. Über
die Abtreibung und Lehmann muß man auch nicht viel sagen: „dank“ ihm und seinen Brüdern stellte die
katholische Kirche Deutschlands jahrelang die Lizenz zum Töten aus, damit Frauen staffrei ihre Ungeboren
ermorden lassen konnten. An allen ihren Händen klebt Blut. 2002 holte sich Lehmann einen scharfen Vorwurf
eines namhaften, nichtkatholischen, schweizer Gynäkologen ein: der Medizinprofessor sagte, es sei geradezu
niederträchtig, wenn in katholischen Krankenhäusern die Amniozentese, die Lehmann befürwortet, durchgeführt
werde, wenn sie dann aber positiv ausfalle, die Frau zur Abtreibung in ein nichtkatholisches Krankenhaus
geschickt werde. Das alles ist mit dem katholischen Lehramt und der gesunden Glaubenslehre nicht vereinbar.
Fast nebensächlich, daß Lehmann 2004 sagte: „Jetzt ist Schluß mit Genehmigungen“ für die alte Messe…
spontane und unfeine Polemik zu „besser machen“ Ach, was heißt denn „besser machen“ ? – papperlapapp,
die Bischöfe sollen doch bei sich zu Hause endlich für Ordnung sorgen und keine unnützen Papierberge
in überflüssigen Konferenzen und Räten gebären. Wie sieht es denn im Bistum Mainz aus ? Das ist doch
entscheidend und keine gemütlichen Fernsehinterviews mit der Mainzer Hofberichterstatterin Petra Gerster
während der Glaube in den Familien zwei Straßen weiter total vor die Hunde geht, weil Herr Lehmann lieber
Netzwerke schafft oder auf Rotarieressen geht und dadurch kontinuierlich sein Körpergewicht erhöht !
(so, das mußte mal gesagt werden, spontan, unfein und polemisch…)
@ Athanasius „Du sollst nicht falsch Zeugnis geben wider deinem Nächsten“ Es ist leider immer häufiger
hier zu lesen, dass einige aus Aussagen von Kirchenfürsten, seien sie nun beliebt oder missliebig, genau
das herauslesen wollen, was in ihr Weltbild passt. Zitat aus dem Interview im Volltext (überhaupt empfehle
ich dessen Lektüre, wegen den üblichen Ungenauigkeiten hier: FAZ www.faz.net/…common~Scontent.html
„War die Entscheidung des Konzils von Trient das letzte Wort? Man wird sagen müssen, daß es bisher keine
überzeugende Interpretation gibt, daß die Vollmacht zur Spendung des Sakraments der Krankensalbung über
den Priester hinaus anderen pastoralen Berufen verliehen werden könnte“ Wer hieraus einen Zweifel oder
Leugnung herausliest, der ist – Entschuldigung – doch ein wenig mit Blindheit geschlagen. Es geht doch
lediglich darum, dass die Konzilsaussagen interpretiert werden. Das haben die Päpste schon immer getan,
auch Pius V. tat es 1570 mit seinem Messbuch. Alle Enzykliken, Lehrschreiben, Instruktionen sind immer
Interpretation der Schrift, der Konzilien oder früherer Lehrschreiben gewesen. Es sind übrigens noch
6 Jahre bis zur Altersgrenze. Danach kommt spätestens ein anderer DBK-Vorsitzender, vermutlich wird es
ein „konservativerer“ sein. Ich bin ehrlich gespannt, ob er es besser machen wird.
Quo vaditis, o vos modernisti? „War die Entscheidung des Konzils von Trient das letzte Wort?“ Der Kardinal
gibt auf diese Frage keine Antwort. Bisher liege keine überzeugende Interpretation vor, daß die Vollmacht
zur Spendung der Krankensalbung auch nichtpriesterlichen pastoralen Berufen verliehen werden könne. Dies
ist Ketzerei. Ein jeder der ein Dogma (wie von Trient) leugnet ODER ANZWEIFELT, ist ein Häretiker ipso
facto. (CIC 1917) ____________ Auch schön, dass man von dem „eigenen“ Bischof angeklagt wird als „Fanatiker“,
wenn man rechtgläubig und kompromisslos in doktrinären Fragen ist. Eine richtige Definition des Fanatismus
bleibt aus und der Kardinal bedient sich der weltlichen Bedeutung in den modernen Medien. Ach ja, was
kann man auch anders erwarten von einem Baby-KZ-Gutscheins-Bischof