Die linksliberale deutsche ‘tageszeitung’ veröffentlichte gestern Montag eine nützliche Beichthilfe. Das Blatt ist für seine massiven antikirchlichen Vorurteile bekannt.
(kreuz.net) In ihrer Montagsausgabe berichtete das in Berlin erscheinende Blatt über den angeblichen
oder wirklichen Abfall einer polnischen Katholikin.
Deren emotional und einseitig beschriebene Lebensumstände
sollen den Leser vom Legalismus der Kirche überzeugen. Natürlich fischt die ‘tageszeitung’ – wie bei
solchen Themen üblich – unter der Gürtellinie.
Die Absicht des Berichts, die Kirche zu diffamieren,
ist schnell zu durchschauen.
Umso erstaunlicher ist dagegen ein zweiter Beitrag, der – im Zusammenhang
mit dem Diffamationsartikel – das Bußsakrament vorstellt.
Er steht unter dem Titel: „So beichten Katholiken“
und gibt eine saubere Zusammenfassung der Beichte.
Man könne sich nur wünschen – so ein Berliner Kirchgänger
–, daß der kirchliche Religionsunterricht eines Tages das in diesem Fall ernstzunehmende Niveau der deutschen
‘tageszeitung’ erreichen möge.
Hier der Originaltext aus der ‘tageszeitung’:
So beichten Katholiken
Zentrales Element der Beichte ist die Sünde.
Es gibt drei Arten von Sünden: gegen Gott, gegen andere
und gegen sich selbst.
Nur ein geweihter Priester kann die Absolution sprechen.
Das erfüllte Bußsakrament
hat 5 Voraussetzungen: 1. Gewissenserforschung, 2. Reue, 3. guter Vorsatz, 4. Bekenntnis, 5. Wiedergutmachung.
Wichtig bei der Beichte: Absolute Ehrlichkeit des Beichtenden gegenüber dem Beichtvater.
Das Beichtgeheimnis
schützt beide: Der Priester darf nichts aus der Beichte weitergeben.
Ablauf der Beichte: 1. Begrüßung
des Priesters, Kreuzzeichen, 2. Bekenntnis der Sünden durch den Beichtenden und die Genugtuung im Beichtgespräch,
3. Reuegebet des Beichtenden und Lossprechung durch den Priester, 4. Dank des Beichtenden und Entlassung
durch den Priester, 5. Wenn nötig: Gebetsbuße (Klassiker: Vaterunser oder Ave-Maria).
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27 Lesermeinungen
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Tatsächlich Ketzer, aber nicht bewundernswert @ Detlev: Ohne den Papst gibt es keine Kirche, denn auf
Petrus, dem Felsen, wurde die Kirche gebaut. Anzunehmen, dass die Kirche nach dem Tod des Petrus ohne
den Felsen auskommen könnte, auf dem sie gebaut ist, ist so logisch, wie anzunehmen, dass ein Haus fortbestehen
könnte, wenn man das Fundament entfernt. Ebenso ist successio apostolica nur für Ketzer und Modernisten
ein Problem: Denn obwohl Sie wohl kaum alle Zeugungsvorgänge von Adam bis zu Ihnen nachweisen können,
leben Sie. Ebenso lebt auch die Kirche im Vertrauen darauf, dass die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen
können. 1517 als Beginn des Christentums nach Marcel: Die Protestanten handeln so als ob davor keine
Kirche existiert hätte. Das beginnt schon bei ihrem „ein und alles“, der Hl. Schrift. Denn obwohl sie
behaupten „sola scriptura“, haben Sie die von Luther verkürzte und verstümmelte Bibel übernommen, reduziert
um die Bücher Tobit, Judith, Ester, Makkabäer 1 und 2, Weisheit, Jesus Sirach, Abschnitte von Daniel
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Nur dank Melanchthon wurden nicht auch Schriften aus dem NT ausgesondert
wie die „strohene Epistel“, der Jakobusbrief. Ohne die Tradition gäbe es überhaupt keine Hl. Schrift,
weder des AT noch des NT und bis zu Luther war der Umfang der Hl. Schrift schon mehr als 1.000 Jahre unstrittig.
Der Gatte
Der gute Papst Hadrian VI. Die Notwendigkeit, Texte auf 1500 Zeichen zusammenzukürzen, bietet viel Potential
für angenommene Polemik. Was mit meinem 1517 gemeint ist: Der Religionsgründer der einigen, heiligen,
apostolischen, katholischen Kirche ist der Gottmensch Jesus Christus. Man kann weder Ihn von ihr trennen,
noch sie von Ihm. Der Religionsgründer aller protestantischen Gemeinden ist der Mensch und Sünder Luther.
Zwar behauptet der Protestant, daß das Christentum mit Christus begonnen hat, er nimmt sogar noch „großzügig“
die Urchristen hinzu, die er jedoch schamlos verklärt und verzerrt, ihnen die Feier des hl. Meßopfers
durch den Priester abspricht und in ein Abendmahl vergewaltigt, uvm. Doch nach der Urgemeinde kommt ein
gigantisches Schwarzes Loch bis 1517! Diese Haltung ist logisch: denn wenn ein Protestant sich mit der
katholischen Lehre befassen würde, der ganzen Kirchengeschichte, den Heiligen, so müßte er, genügend
intellektuelle Redlichkeit vorausgesetzt, zu dem klaren Schluß kommen, daß die dogmatische Lehre der
katholischen Kirche zu allen Zeiten gleich und wahr ist und von Christus eingesetzt, und daß Luther irrte.
Das hat u.a. der ehemals protestantische Professor Scott Hahn vorexerziert. Wenn ich von meiner zahlreichen
evangelikalen Verwandtschaft erzähle, deren Christusglauben unbestritten ist, dann ist das wahrhaftig
und ihre Haltung just so protestantisch-theologisch fundiert wie Ihre! Jeder Protestant ist sein eigenes
Lehramt; Ihr lutherisches Bekenntnis daher Schall & Rauch.
#25 Detlef Rose 01:42:09 | Samstag, 6. August 2005
Bewundernswert hartnäckige Ketzer Tja, wir müssen schon bewundernswert hartnäckige Ketzer sein, wenn
man eigens die Mutter Gottes gegen oder für uns anrufen muss! Nur gut, daß die Mutter Gottes für die
ganze Heilige Kirche eintritt „semper orat per ecclesiam“, wie es im Konkordienbuch heißt. Wer selbst
JP2 zum „Verräter“ erklärt, wird wohl bald seine eigene Religion eröffnen müssen und nur noch von
Ketzern umgeben sein. Die Evang.-Luth. Kirche i. Bay. ist nach ihrem Selbstverständnis „katholische Kirche“
(sic im Amtsblatt!), auch ohne Anerkennung durch den Papst. Ich verkenne nicht, daß es jede Menge Gründe
gibt, warum man sich in der Röm. Kirche besser beheimatet fühlen kann als in der „liberalen“ evangelischen…
Aber ich habe ebensoviele gute und wie ich meine biblische Gründe, warum ich „augsburgisch-katholisch“
bin und bleibe – der Fürsprache der Mutter Gottes gewiß! Die UNA SANCTA ist eben mehr als Rom. DAR PS:
Marcel, vielleicht kannst Du ja mit Deiner Verwandtschaft so schwer reden, weil Du selbst in unwahrhaftiger
Polemik redest: „…weil sie 1517 für die Geburtsstunde des Christentums halten.“ Diese contradictio
inter se findet sich nur bei Marcel und ist unter ernsthaft theologisch argumentierenden Menschen aber
schon so was am lutherischen Bekenntnis vorbei, daß mir die Weiteren Worte fehlen!
Jungfrau Maria, Mutter der Kirche Ich bedaure es zutiefst, daß den Menschen in meiner Heimat vor fünfhundert
Jahren der katholische Glaube geraubt und durch eine Irrlehre ersetzt worden ist. Wie schwer ist es für
Menschen, die innerhalb des Luthertums aufgewachsen sind, zurückzufinden zu der Una Sancta (zumal angesichts
ihrer heutigen, beklagenswerten Gestalt). Ihr ehrenhaftes Bedauern dieser Katastrophe teilt meine Familie
aufrichtig. Noch heute kann ich nicht mit meiner protestantischen Verwandtschaft über die Kirche reden,
weil sie sie für die Verkörperung des Antichristen halten. Zu allem Übel stärkt der nachkonziliare
Verrat an Christus durch Oberhirten wie JP2 uvm. diese Haltung noch! Es ist fast unmöglich, kirchengeschichtlich
an Protestanten heranzutreten, weil sie 1517 für die Geburtsstunde des Christentums halten. Eine Paralelle
bietet das Jahr 1962, als die Konzilskirche sich von der überlieferten Lehre der katholischen Kirche
trennte. Viele Oberhirten haben dieses offen zugegeben, man muß nur lesen und hören können. Nach meiner
Erfahrung ist jede Konversion eines im Protestantismus aufgewachsenen Christen zur Kirche Christi ein
Wunder, besonders heute, wo die Kirche fast zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde. Worte und menschliche
Logik helfen selten, eine Konversion herbeizuführen. Opfer und Gebet um so mehr. Ich habe mehrmals erfahren
dürfen, daß besonders die Jungfrau Maria geeignet ist, Protestanten zur Konversionsreife zu bringen.
Gelobt sei die Königin des Himmels!
#23 virOblationis 07:49:52 | Freitag, 5. August 2005
ad DetlefRose Vielen Dank für die anerkennenden Worte. Allerdings: Wenn ich auch nüchtern darzustellen
versucht habe, was nach Luther die Beichte nur noch sein kann, so entspricht diese Nüchternheit nur meiner
norddeutschen Wesensart, nicht einer Anerkennung der Irrlehre. – Ich halte Luther für einen Erzhäretiker.
Wenn seine Anhänger die Alt-Kirchlichen Symbole (Glaubensbekenntnisse: Apostolikum, Nicänum, Athanasianisches
G.) nicht aufgegeben haben, so haben sie etwas noch Ärgeres getan: sie mit einem neuen Sinn erfüllt.
Das wird schon deutlich, wenn man sagt: „Ich glaube“, denn ein Lutheraner versteht etwas ganz anderes
darunter als ein Katholik. So eben auch in unserem Falle der Beichte. Ich bedaure es zutiefst, daß den
Menschen in meiner Heimat vor fünfhundert Jahren der katholische Glaube geraubt und durch eine Irrlehre
ersetzt worden ist. Wie schwer ist es für Menschen, die innerhalb des Luthertums aufgewachsen sind, zurückzufinden
zu der Una Sancta (zumal angesichts ihrer heutigen, beklagenswerten Gestalt). Um meine Abkehr vom Luthertum
auch biographisch festzuhalten bin ich an einem 31. Oktober, dem sog. Reformationstag, übergetreten.
Der Priester, der mich aufnahm, mußte allerdings gleich anschließend zur Feier des Tages zu seinen lutherischen
Amtsgeschwistern eilen. Nicht, um Sie zu verletzen, spreche ich so. Was würde ich darum geben, wenn mehr
Menschen zum traditionell-katholischen Glauben fänden!
#22 Detlef Rose 17:33:26 | Donnerstag, 4. August 2005
an virOblationis: Hocherfreut!! Na, da kennt sich ja direkt mal jemand etwas besser aus und kann theologisch
argumentieren (und das sogar ohne die abgedroschenen Klischees „Die Luthersekte, gegründet von einem
entlaufenden und exkommunizierten Augustinermönch, der eine entlaufende Nonne geheiratet hat und sich
anschließend hemmungslos der Freß – und Sauflust hingegeben hat…“ – soll das „der erste Stein“ sein,
der da geworfen wird??). Simul justus et peccator – wohl wahr – sonst bräuchte auch kein Katholik mehrmals
zum Beichten gehen. Hocherfreut stelle ich auch fest, daß der Papst dem Augsburgischen Bekenntis mehr
abzugewinnen vermag als einige seiner Katholiken im kreuz.net. Daß es in der Bewertung mancher Details
in der der CA noch immer Differenzen gibt, bestreitet niemand. Von der „Protestantischen Sekte“ aber spricht
nicht einmal Rom im Zusammenhang mit der Luth. Kirche. Und wenn der el.S. meint: „Die „Katholizität“
hat die Protestantische Sekte selbst aus ihrem Glaubensbekenntnis gestrichen.“, dann irrt er schlichweg
und will das Luth. Bekenntnis mit derartigen Diffamierungen bewußt ignorieren. Die Luth. Kirche hat sich
nie von den altkirchlichen Symbola verabschiedet. www.d.a.rose.ms www.d.a.rose.ms/
Charismatismus Lieber El.Sünder, ich beklagte, daß Sie trotz Ihrer Kenntnis um die protestantische Irrlehre
die charismatistischen Privatoffenbarungsgruppen innerhalb der Kirche nicht durchschauen. Gemeint waren
jene Kräfte, die Medj. inszenieren. Diese sind eng verbunden mit der „charismatischen Erneuerungsbewegung“
(=CE). Tatsächlich ist mir keine solche „Bewegung“ bekannt, die ohne Medj. auskäme. Die stark die Medj.-Propaganda
verteilende „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ z.B. ist eine Halb-Sekte im echten Sinn. Ich kann Ihnen
gerne die Analyse dieser Gruppe zur Verfügung stellen vom Naturwissenschaftler Dr. Lindemann, der zwei
Jahre lang Mitglied war. Sein Text heißt „Was ist falsch an der ‘Charismatischen Erneuerung’?“. Er stellt
die richtigen und die falschen Elemente der CE gut heraus. Wie üblich bei Irrungen, wird auch in der
CE und Medj. Wahrheit und Irrtum kräftig vermischt. Im übrigen ist die Theologie von Medj. sehr protestantisiert.
Das klingt nur oberflächlich paradox, weil dort die Jungfrau Maria verehrt wird, und ich lachte auch
über den Vorwurf, als ich in meiner Medj.-Phase ihn zum ersten Male hörte. Doch darüber vielleicht
mehr im Medj.-Diskussionsstrang? Daß Sie ein gläubiges Erlebnis in Medj. hatten, nehme ich Ihnen sofort
ab. Das können Sie an anderen Orten auch haben, wo u.a. (viele) gläubige Katholiken und Priester zusammenkommen.
Auch bei uns in den FSSPX-Kirchen. (Pardon, konnte nicht widerstehen.)
An Marcel Ich weiß nicht, wann und wie ich einen „grauenhaften Charismatismus“ propagiert habe. Falls
Du die charismatische Erneuerungsbewegung meinst, muß ich sagen, daß ich auch im Zweifel über deren
Wert bin.
#19 virOblationis 19:21:53 | Mittwoch, 3. August 2005
simul iustus et peccator Man mag protestantische Praxis als Beichte bezeichnen, dennoch handelt es sich
um etwas grundlegend anderes als die katholische Beichte. Denn wenn ein frommer Lutheraner etwas aufzählt
von seinen Sünden, so kann ihm doch anschließend wieder nur (wie in jeder Predigt) das Wort zugesprochen
werden, daß er im Glauben gerechtfertigt ist. – Genau darum allein geht es nach lutherischem Verständnis
auch bei Taufe und Abendmahl. Der Mensch ist nach Luther immer Sünder und nur im Glauben gerechtfertigt.
Es gibt keine heiligmachende Gnade, die nach schwerer Sünde durch den Empfang des Beichtsakramentes wiederhergestellt
werden könnte. Unserem Verständnis gemäß wird der peccator (Sünder) zum iustus (Gerechten) durch
das Sakrament der Beichte. Nach Luther hingegen ist der Mensch immerbleibend Sünder – wenn er aber glaubt
im Glauben zugleich auch gerechtfertigt: simul iustus et peccator (zugleich Gerechter [im Glauben] und
Sünder).
Es gibt nur eine einzige wahre Religion: die katholische Kirche Es ist ja kaum zu fassen, was hier für
Meinungen über die Evang.-Luth. Kirche herumgeistern. Im wesentlichen trifft der Beitrag des elendsten
Sünders von heute, 17:33h, zu. Es birgt eine Ironie, daß ich ihn lobe, weil er im Deklarieren von Irrlehren
oft zu großzügig ist und gleichzeitig zu kleingeistig, um charismatistische Privatoffenbarungssekten
innerhalb der Kirche zu durchschauen, obwohl er wissen müßte, daß der grauenhafte Charismatismus eine
protestantische Erfindung ist. Es gibt ein paar Konvertiten hier; vor allem in der Priesterbruderschaft
St. Pius X. ist ein beachtlicher Anteil an Konvertiten vorhanden (z.B. Bischof Willamson), was mich freut,
denn schließlich ist der Weg von der Irrlehre zur wahren Religion Gottes – der einen, heiligen, katholischen
und apostolischen Kirche – in aller Regel sehr mühselig, langwierig und mit ganz intensiver Beschäftigung
und Auseinandersetzung mit dem „Thema“ verbunden, inklusive Apologetik, was in den meisten Fällen dann
sehr gefestigte Christen ergibt, die die Kirche Christi wesentlich ernster nehmen als die typischen Wetterfahnenkatholiken,
die inzwischen die große Mehrheit der Kirche in (West-) Europa ausmachen. Es ist eine Tragödie, daß
viele gläubige Protestanten nur diese ungläubigen Katholiken kennen! Lesen Sie bitte die Konversionsgeschichten
von Gilbert Chesterton, Erik Mørstad, Siegfried Ernst, Christa Meves, Scott Hahn, und vieler mehr. Wir
fanden sie sehr erhellend auf unserem „Weg nach Rom“!
Protestantismus ist eine Irrlehre Prädikant Rose, es gibt nur eine von Christo gestiftete Kirche. Die
Luthersekte, gegründet von einem entlaufenden und exkommunizierten Augustinermönch, der eine entlaufende
Nonne geheiratet hat und sich anschließend hemmungslos der Freß – und Sauflust hingegeben hat, ist eine
schismatische Religionsgemeinschaft, die Welten trennt von der einen heiligen, katholischen Kirche. Die
verlorengegangene sakramental weitergegebene apostolische Sukzession ist leider nicht das einzige, was
„von Rom als hinderlich betrachtet wird“. Im Kern ist es die Lehre der Justifikation und daneben die Auffassung
vom Sakrament der Ehe und der Kommunion und tausender anderer damit verbundener Dinge. Ich habe keine
Lust hier weiter im Einzelnen aufzuzeigen, weshalb der Protestantismus eine Irrlehre ist. Eine „successio
praedicationis“ auch ohne autoritäres Lehramt aufrechtzuerhalten, ist keine Kunst. Die „Katholizität“
hat die Protestantische Sekte selbst aus ihrem Glaubensbekenntnis gestrichen. In einer Irrlehre wird vieles
behauptet. Wenn Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, behaupten Sie eben weiter, daß Sie gültig
die Absolution in der Beichte spenden können.
#16 Detlef Rose 16:51:54 | Mittwoch, 3. August 2005
an Elendester Sünder u.a. Die Anmerkungsschreiber wollen offenbar keine Ahnung haben vom biblischen „Priestertum
aller Gläubigen“. Dass es daneben das von der Kirche besonders übertragene „geistliche Amt“ in der Luth.
Kirche gibt, wollen sie nicht wahr haben. Dass der Luth. Kirche in der Reformation die – historisch ohnehin
fragwürdige – „successio apostolica“ verloren gegangen ist, wird von Rom als hinderlich betrachtet. Auch
ohne autoritäres Lehramt hat die Luth. Kirche die „successio praedicationis“ bis heute bewahrt. Weder
die Apostolizität noch die Katholizität ist ihr je aberkannt worden. Darum haben auch wir – im übrigen
gesetzlich (staatlich und kirchenrechtlich) geschützt – die an die Ordination gebundene Absolution in
der Beichte. Die Ordnung der privaten und der allgemeinen Beichte sind im Evang. Gesangbuch für jedermann
nachlesbar. Auch empfehle ich den Art. 11 der Confessio Augustana „Von der Beichte“ zur Lektüre. Es ist
ja kaum zu fassen, was hier für Meinungen über die Evang.-Luth. Kirche herumgeistern.
@ Romulus taz-Leser beichten, oder was? Es gibt sogar Pfarrer, die diese Postille lesen. Hab’s selbst
gesehen. Unglaublich! Und was ist das schlimme daran? Es kann kein Fehler sein, die Argumentation des
Gegenübers genau zu kennen, oder? Auch die Päpste mussten den Modernismus genau studieren, um iihn anschließend
verurteilen zu können. Vom bloßen Lesen irgendeiner Zeitung/Buch usw. kann kaum auf die Geisteshaltung
geschlossen werden.
@MilesChristi Ich habe nur gesagt: das „Fischen unter der Gürtellinie“ wird auch bei Kreuz.net praktiziert.
Dann aber darf man es bei anderen nicht verurteilen. Ansonsten verteidige oder verurteile ich weder Deine
Homo-, Hetoro- oder Asexualität noch die von irgendjemand anderem. Wenn Du Dich an so etwas hochziehen
kannst, kann ich daran nichts ändern. Verschont aber bitte mich damit. Ich fühle mich für anderer Leute
Sex nicht zuständig.
Ängstlichkeit Deren emotional und einseitig beschriebene Lebensumstände sollen den Leser vom Legalismus
der Kirche überzeugen. Natürlich fischt die ‘tageszeitung’ – wie bei solchen Themen üblich – unter
der Gürtellinie. Die Absicht des Berichts, die Kirche zu diffamieren, ist schnell zu durchschauen. Warum
so ängstlich, werte Kreuznet-Redaktion? Lassen Sie doch die LeserInnen selbst entscheiden, ob der Taz-Artikel
tiefer unter Gürtellinie liegt als manches, was man über bestimmte Sexualpraktiken auf kreuz.net liest!
Hier also ist der beschriebene Artikel! www.taz.de/…/a0140.nf/text.ges,1
Beichte bei den Protestanten Vor dreißig Jahren etwa mußten die protestantischen Kinder vor der Konfirmation
noch beichten. Heute gibt es bei der protestantischen Religionsgemeinschaft selbst das nicht mehr. Daß
ein protestantischer Prädikant, wie Rose, keine gültige Absolution erteilen kann, versteht sich, weil
es in der protestantischen Religionsgemeinschaft keine Priesterweihe gibt.
Soweit ich weiß… lehren die Lutheraner doch, daß eben jene Einsetzungsworte Christi bzgl. des Bußsakramentes
(„denen ihr die Sünden nachlasset usw.“) sich auf die Vollmacht, das Evangelium zu verkündigen, erschöpft.
(Eine im übrigen schon allein aus sprachlichen Gründen völlig unsinnnige Deutung!) Wie kann man da
behaupten, die Protestanten kennten auch die Absolution?
Höchst erfreulich ist, dass die lutherische Kirche auch das Beichtsakrament lehrt. Wie schön! Aber zwischen
einem „Seelsorgegespräch“ als „Lebenshilfe“ und einer Beichte mit sakramentaler Lossprechung würde ich
schon noch unterscheiden wollen. Oder lehrt die evangelische Kirche gar auch das Sakrament der PriesterWEIHE
mit der Vollmacht, im Namen Jesu Christi die bereuten und dem barmherzigen Vater anvertrauten SÜNDEN
los zu sprechen? Zwischen Priester (=Weihe) und Pfarrer (=Funktion) ist hier klar zu trennen. „Pfarrer“
kann jeder sein – auch Frauen, solange es sich um eine Funktion handelt; zum „Priester“ gehört das Sakrament
der Priesterweihe. Der Priester kann: Lehrer, Erzieher, Ordensmann, Caritasarbeiter und vieles mehr sein.
Auch Pfarrer!
#8 Detlef Rose 21:41:01 | Dienstag, 2. August 2005
Erfreulich! Noch erfreulicher wäre allerdings gewesen, wenn die Beichte nicht immer nur mit „Katholiken“
identifiziert würde! Auch die Evang.-Luth. Kirche kennt und lehrt das Beichtsakrament. Aus gutem Grunde:
Denn die Beichte ist biblisch und eine von Jesus Christus uns anvertraute einmalige Lebenshilfe. www.d.a.rose.ms
Lieber Niclaas Du hast recht. Aber barmherzig KANN der Vater nur zu jenen sein, die vorher eine ehrliche
Reue AUS LIEBE ZUM VATER haben! Das sollte noch zum „zentralen Element“ hinzugefügt werden.
Bitte beichten! Ob es nun eine kirchenfeindliche oder kirchenfreundliche Zeitung ist: Sie legt die Finger
in die Wunde… Was katholische Kinder nicht mehr im Religionsunterricht lernen, muss uns die Presse in
Erinenrung rufen. Lob oder Schande? Bzw. für wen was?
. Was für ein Clientel die „Tageszeitung“ bedient, konnte ich sehen, als eine Angestellter dieser Firma
bei einer Phoenix Diskussionsrunde war, die sich mit was auch sonst, Reformen in der Kirche befasst hat,
als der Tod des Papstes abzusehen war. Die Frau von der Zeitung war auf einer Welle mit den anderen Organisationen
wie der WsK, die selbstverständlich bei dieser Disskusionsrunde anwesend war. Frauenpriester, Homoehe
und den ganzen Satanismus hoch und runter.
Religionsunterricht Also an staatlichen Schulen ist mir kein nenneswerter Religionsunterricht bekannt…
Grundschulen vermitteln oft mehr, aber sobald es an die weiterführenden Schulen geht, kann von Religionsunterricht
keine Rede mehr sein. Hat man dann tatsächlich mal einen Religionslehrer, der wirklich Religion unterrichten
will, so handelt es sich meist um Irrlehren. Am Religionsunterricht festzuhalten ist daher gar nicht nötig.
Schon Joseph Kardinal Ratzinger hat dafür plädiert, etliche Religionsschulen in den USA abzustoßen,
weil dort sowieso nichts katholisches mehr unterrichtet werden würde. Lieber weniger Einrichtungen, die
dafür nicht bloß das Etikett „katholisch“ tragen.