07:58:30 | Mittwoch, 3. August 2005
Kurzlebig + Verschoben + Exorzismus statt Segen + Ein Freundschaftsdienst + Sturm in der Teekanne
KurzlebigVatikan. Erst Anfang Juli überreichte die israelische Kommunikationsministerin dem Heiligen
Vater, Benedikt XVI., im Vatikan eine israelische Sondermarke zum Gedenken an Papst Johannes Paul II.
Auf der Briefmarke ist dargestellt, wie der im April verstorbene Papst nach jüdischer Tradition einen
Bitt-Zettel in die Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt steckt. Papst Johannes Paul II. reiste im Jubeljahr
2000 ins Heilige Land. Diese freundschaftliche Geste der israelischen Post wurde einige Wochen später
durch die
Beschmutzung des Andenkens des verstorbenen Papstes durch das israelische Außenministerium
zunichte gemacht.
VerschobenUSA. Der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof William Levada,
muß nicht sofort in einem Gerichtsprozeß um den Bankrott der Erzdiözese Portland aussagen. Das entschied
der für das Verfahren zuständige Richter. Mons. Levada war von 1986 bis 1996 Erzbischof der Stadt. Portland
liegt im US-Bundesstaat Oregon an der Westküste der USA. Die Aussage von Erzbischof Levada wurde auf
den 12. Januar nächsten Jahres verschoben. Wegen enormer Schadenersatzforderungen von Opfern klerikaler
Mißbräuche hat die Erzdiözese Portland als erstes US-Bistum seine Zahlungsunfähigkeit erklärt.
Exorzismus
statt SegenVenezuela. Am vergangenen Sonntag hat der emeritierte Kurienkardinal Rosalio Castillo in
der venezolanischen Tageszeitung „El Tiempo“
erneut Stellung zur Politik von Venezuelas Präsident Hugo
Chávez bezogen. Der 82jährige Kardinal nannte den Regierungspräsidenten einen „paranoiden Diktator“.
Er warf ihm vor, etwa 100 politische Gefangene verhaftet zu haben. Einige von ihnen würde er sogar foltern
lassen. Auf die Frage der Zeitung, ob er dem Präsidenten seinen Segen schicken würde, erklärte Kardinal
Castillo: „Mehr als einen Segen, ich würde ihm einen Exorzismus senden.“
Ein FreundschaftsdienstDeutschland.
Anläßlich des Schützenfestes hielt der evangelische Pastor Peter Philipps am Samstag in der Ortschaft
Sümmern erstmals die Predigt in einem katholischen Hochamt. Sümmern liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen
im Westen Deutschlands. Die Predigt solle kein ökumenisches Vorpreschen sein, rechtfertigte sich Philipps.
Sie sei vielmehr ein Freundschaftsdienst für seinen katholischen Kollegen und Freund Janus Plewnia. Dieser
hat wenige Tage zuvor seinen Vater verloren. Gleichzeitig bemerkte der Pastor, daß gewachsene Traditionen
respektiert werden sollten: „Ein evangelischer Pfarrer in seiner Amtstracht sei fehl am Platze in einem
Hochamt.“ Darum ließ Philipps seinen Talar zuhause. Ob die protestantische Predigt zum Anstoß neuer
Wege werde, das mögen andere an anderer Stelle entscheiden, meinte Philipps: „Wir beide sind offen dafür“.
Sturm in der TeekanneMalaysia. Der Konflikt um die bizarre malaysische Sekte ‘Königreich des Himmels’
eskaliert. Im Mittelpunkt der Sekte stand eine riesige rosa Teekanne. Die Sekte versteht sie als ein sprechendes
Symbol für die Harmonie aller Religionen. Dagegen bewiesen die Behörden des islamisch dominierten Staates
keinen Sinn für diese Art religiöser Symbolik. Sie ließen den von der Sekte aufgestellten „religiösen
Themenpark“ mit der Teekanne, einem überdimensionierten Sonnenschirm, einer Arche und weiteren Objekten
kurzerhand niederreißen. Die offizielle Begründung lautete, daß das haushohe Bauwerk den Bauvorschriften
widerspreche. Der schillernde Sektenführer Ayah Pin hat sich inzwischen unsichtbar gemacht und ist untergetaucht.
Herr Pin hält sich selber für Gott.
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#3
Laurentius2 13:13:40 | Donnerstag, 4. August 2005
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#1
Irenäus 10:16:06 | Mittwoch, 3. August 2005