In Frankreich wurden in einem renommierten Krankenhaus mehrere hundert herumliegende Kinderleichen gefunden. Die Kinderdeponie ist das Symptom einer lebensfeindlichen Gesellschaft, bemerkt ein französischer Weblog und verweist auf weitere Abartigkeiten.
(kreuz.net, Paris) Im Keller des Krankenhauses Saint-Vincent de Paul in Paris wurde gestern ein entsetzlicher
Fund gemacht. In der Leichenkammer fanden sich mehr als 350 Leichen von tot- oder frühgeborenen Kindern.
Das Hospital Saint-Vincent de Paul im Süden der französischen Hauptstadt gehört zu den wichtigsten
Entbindungskliniken des Landes.
Ein Angestellter der Krankenhausverwaltung hat die Entdeckung gemacht,
weil sich eine Familie nach dem Verbleib ihres gestorbenen Kindes erkundigt hatte.
Der französische
Gesundheitsminister Xavier Bertrand erklärte am Dienstag, daß die sterblichen Überreste in der Leichenkammer
widerrechtlich aufbewahrt worden seien.
Tot geborene Kinder müssen in Frankreich auf Kosten des Krankenhauses
eingeäschert werden. Die Ausnahme ist, wenn die Angehörigen innerhalb von zehn Tagen um die Leiche bitten.
Staatsanwaltschaft und Dienstaufsichtsbehörden nahmen die Ermittlungen auf.
Premierminister Dominique
de Villepin ordnete eine Untersuchung in sämtlichen französischen Krankenhäusern an, die über eine
Säuglingsstation und eine Leichenkammer verfügen.
Außerdem soll sich der französische Ethikrat des
Falles annehmen.
„Beschwichtigungsmaßnahmen für die Medien“ – lautete dazu der Kommentar von französischen
Lebensschützern.
Ein französisches Internet-Tagebuch brachte die Sache auf den Punkt:
Es gehe nicht
um das bloße Fehlverhalten eines Spitals. Vielmehr bezeuge die Kinderleichendeponie im Spitalkeller die
heutige Verachtung für das Leben und die Leichen von Kindern.
Der Weblog gibt ein weiteres Beispiel
für die Verachtung des Kindes und seines Körpers.
Ein Chinese, der sich selbst als Künstler bezeichnet,
pflanzte den Kopf eines toten Kindes auf den Körper einer Möwe. Zum Schutz vor Verwesung legte er sein
grauenhaftes Werk in Formalin ein.
Die Leichenschändung wird bis 16. Oktober – offenbar legal – im sogenannten
Kunstmuseum in der Schweizerischen Hauptstadt Bern einem – offenbar – kranken Publikum zur Schau gereicht.
Die Ausstellung nennt sich „Mahjong – Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg“.
Der geschändete
Kinderkopf auf Möwenkörper war bereits im Jahr 2001 in Venedig ausgestellt.
„Warum schreit man in Paris
und schweigt man in Bern?“ – fragt sich das Internet-Tagebuch.
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6 Lesermeinungen
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Abtreibung und so… Ich finde es auch nicht richtig, dass dieser Kinderkopf noch durch die Gegend verkauft
wird. Es ist aber so: Dieses Kind wurde um 1965 herum als Frühgeburt in China auf die Welt gebracht und
überlebte dies nicht (also keine Abtreibung). Entgegen jeglicher moralischer Bedenken scheint diese Handhabung
mit nicht lebensfähigen Kleinstkindern in China legal zu sein. Es ist durchaus Möglich, dass die Kindesmutter
einer Weiterverwedung zugestimmt hat. (Dies wurde ja auch in unserer Ausstellung Körperwelten demonstriert.)
Das heißt: Etwas, was moralisch nicht richtig ist, muss noch lange nicht illegal sein. Abtreibung und
Pille werden hier im übrigen gar nicht genannt und sind auch nicht Thema. Wäre ja mal schön, wenn einige
Leute sich mal darauf besinnen würden.
#5 Athanasius 12:38:00 | Donnerstag, 4. August 2005
Sende Briefe an die Zeitungen MIT NAMEN! Sendet doch Briefe an die Zeitungen mit eignem Namen. Dieses
Skandal in Frankreich (und die Kindertötung in Frankfurt/Oder) sind Anlass auch mal die Leute mit der
Abtreibung zu konfrontieren, die ja genauso grausam ist, sich aber hinter hohen Mauern abspielt und „hygienisch
erledigt“ wird. Die Empörung über diesen Fall in Frankreich deutet daraufhin, dass man noch Rechtsgefühl
hat, aber auch sehr emotionell und wenig garantiert. Denn man würde wahrscheinlich mit Vehementen Pro-Argumenten
kommen, wenn es sich um Abtreibung handeln würde. „Das sieht man ja nicht.“ Tötung nicht sehen wollen,
woher kennen wir das doch auch wieder?
Das ist unsere Gesellschaft! Mich freut es, dass dieser Artikel doch noch so manchen schockt. Für Viele
ist soetwas leider alltag. Ferner ist es traurig, dass man das nur hier liest. Im TV oder im Radio hört
man nichts. Leute, die kreuz.net regelmäßig besuchen interessieren sich eh für Dinge wie den Lebensschutz
etc. In der breiten Öffentlichkeit ist man leider stumm. Jeder Leser eines solchen Textes sollte doch
bitte ein kurzes Mail an die Rundfunksender senden, warum man über solche Dinge nur in einschlägigen
Orten erfährt. Wenn wir (ein Teil der Öfentlichkeit) immer schweigen, dann bleiben unsere Anliegen ungehört.
Sprachlos Da wird man sprachlos!!! Frägt sich bloss worüber? Über die geschändeten Kinderleichen oder
über Staatsgesetze, die Kinderleichen via Abtreibung erst zulassen? Wohl über beides! Auch in Deutschland
ist man zur Zeit „entsetzt“ wegen „aufgefundener“ Kinderleichen! Kommentieren kann man sowas kaum …
aber über Gesetze nachdenken, die Abtreibung, RU 496, Pille davor und Pille danach usw. zulassen. DARÜBER
SOLLTE ENDLICH EINE BREITE DISKUSSION IN GANG KOMMEN. Wo der kleine Finger gereicht wird, zieht man die
ganze Hand nach! Wie lange schon und wie oft hat uns Papst Johannes Paul II. vor einer „Kultur des Todes“
gewarnt! Benedikt XVI: „Der Der Westen befinde sich in einem Prozess der Selbstzerstörung.“ Wenn nicht
bald Paragraph 218 und Co. im Sinne einer Kultur des Lebens saniert werden, kann diese „Selbstzerstörung“
nicht mehr lange auf sich warten lassen – mitten drinnen sind wir ja schon!