Gomorrhismus
Am Schluß kommt die schwarze Katze
Der Kardinalpräfekt der ‘Apostolischen Signatur’ äußerte sich vor zwei Wochen in einem Interview mit einer italienischen Tageszeitung: „Es ist nicht meine Art, in die politische Arena zu steigen.“
(kreuz.net, Rom) „Die Kirche kann das Homo-Konkubinat nicht annehmen, weil es sich dabei um eine simulierte Ehe handelt.“

Sie widersetze sich dem Homo-Konkubinat aus prinzipiellen und moralischen, nicht aus politischen Gründen: „Es ist nicht meine Art, in die politische Arena zu steigen.“

Das erklärte Francesco Maria Kardinal Pompedda (76) in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Mattino“.

Kardinal Pompedda ist der emeritierte Präfekt der ‘Apostolischen Signatur’.

Die Apostolische Signatur ist der höchste Gerichtshof der römischen Kurie. Sie ist für die Gerichtsbarkeit in der ganzen Kirche zuständig.

Der Kardinal kritisierte eine Stellungnahme des italienischen Mittelinkspolitikers Romano Prodi. Dieser hatte laut über die Gleichstellung des Homo-Konkubinats mit der Ehe nachgedacht.

Prodi war bis vor kurzem Präsident der ‘Europäischen Kommission’. Gegenwärtig ist er der italienische Oppositionsführer. Sollte seine Koalition in den nächsten Parlamentswahlen gewinnen, wird er der nächste italienische Premierminister. Prodi gilt als praktizierender Katholik.

Er wisse sehr wohl – so der Kardinal weiter –, was in Spanien, Kanada und anderen Ländern geschehen sei:

„Doch die Kirche bleibt dem Prinzip verpflichtet, demzufolge die Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau zustandekommt.“

„Lösungen müssen gefunden werden“ – ließ der Kardinal die schwarze Katze aus dem Sack – „aber nicht indem man das Zusammenleben eines homosexuellen Paares mit der Ehe gleichstellt.“

Das dispensiere nicht davon, daß die Kirche auf der „pastoralen Ebene“ das Verständnis und den Respekt für jene fördern müsse, welche in einer Wirklichkeit („esperienza“) wie der Homosexualität oder Transsexualität lebten.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Dr. Otterbeck   09:06:34 | Donnerstag, 4. August 2005
Nous ne voyons que l’exterieur des choses,
formulierte Loisy, der führende Intellektuelle des Modernismus (der seine totale Niederlage völlig eingestanden hat in Choses passèes); aus der Antwort des OSSERVATORE ROMANO, der ihm am 29. Juni 1940 einen Nachruf widmete: „Aber diese Dinge leben ihr einzigartiges, göttliches Leben, und die Widderstöße, welche gegen sie von seiten des Verstandes und der Lehre kommen können, ritzen sie nicht auf, können sie nicht aufritzen, aus dem einfachen Grunde, weil Gott sich nicht berühren lässt. Die Wissenschaft, eine Tochter Gottes, braucht nicht den Kontakt mit Ihm zu verlieren. Aber Loisy als Anbeter der Wissenschaft wurde von ihr verraten und verlor jenen feinen Kontakt, so dass er nicht mehr den Gott, der in Jesus Christus wirkt, den Gott, der in der Welt des Menschen und in der Materie wirkt, erkennen konnte.“
Die reinen Herzens sind, werden Gott sehen. Eine Homo-Ehe darf es nicht geben, um die Wege des Herzens zu Gott und zum inneren Wesen der Dinge offen zu halten.
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#5   Elendester Sünder   20:09:03 | Mittwoch, 3. August 2005
An Didimus
Du hast recht. Das sehe ich ein.
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#4   Didimus   19:40:07 | Mittwoch, 3. August 2005
@ Elendester Sünder
Sie sollten bedenken, daß es bezüglich Homosexualität nicht nur öffentliche Sünder gibt, sondern auch viele, die aus ihrer sexuellen Neigung keine öffentliche Angelegenheit machen, vielleicht sogar darunter leiden und davon loskommen möchten. Dies kann jedoch lange dauern, vielleicht Jahre, vielleicht ein ganzes Leben. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Das kann auch für Leute gelten, die heterosexuell sind und auf dem Gebiet der Sexualität sündigen, das kann auch gelten für viele andere, die vielleicht mit dem 6. Gebot weniger, mit anderen Geboten umso mehr Schwierigkeiten haben, ein Leben lang dagegen angehen und oft genug scheitern
Gegenüber allen diesen Menschen, zu denen Sie sich, nach ihrem Nick zu schließen, ja offensichtlich auch zählen, muß die Kirche sehr wohl viel Einfühlungsvermögen, Verständnis und Respekt haben und ihrem Herrn Jesus Christus folgen, der Petrus aufgetragen hat, nicht sieben Mal sondern siebenundsiebzigmal zu verzeihen.
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#3   Benedikt   15:33:06 | Mittwoch, 3. August 2005
Respekt…
…bedeutet doch hier nichts anderes als das man sie nicht diskriminieren darf. Und das steht schließlich schon im Katechismus und ist nichts neues.
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#2   Elendester Sünder   15:23:59 | Mittwoch, 3. August 2005
Respekt vor öffentlichen Sündern
Wie kann man öffentliche Sünder respektieren?
Diese stellen ein Ärgernis dar. Ärgernis bedeutet das Heruntersetzten der allgemeinen Moral.
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#1   Lilith   15:15:39 | Mittwoch, 3. August 2005
Genau!
Das dispensiere nicht davon, daß die Kirche auf der „pastoralen Ebene“ das Verständnis und den Respekt für jene fördern müsse, welche in einer Wirklichkeit („esperienza“) wie der Homosexualität oder Transsexualität lebten.
Eben! Respekt, nicht Verachtung und Veruteilung… ein klarer Unterschied…
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