Beileidstelegramm für Kardinal Aramburu + UNO: Menschliche Ersatzteillager ja oder nein? + Illegale Ersatzteil-Menschen-Forschung in Deutschland + Besucht das Heilige Land! + Das Paradoxon der Religionskritik
Beileidstelegramm für Kardinal Aramburu
Vatikan. Papst Johannes Paul II. sandte anläßlich des Todes
seiner Eminenz Juan Carlos Aramburu wie üblich ein Beileidstelegramm. Der Papst würdigte des Kardinals
„langes gottgeweihtes Leben im Dienst der Kirche, charakterisiert durch Mäßigkeit, Klugheit und Überzeugungskraft.
Sein Leben gab Zeugnis für eine tiefe Liebe zur Kirche und die Sorge um das Heil der Seelen.“ Gleichzeitig
erinnerte der Papst an Aramburus Dienste für die Weltkirche, etwa seine Teilnahme am Konzil oder die
freundliche Aufnahme beim Papstbesuch in Argentinien im Jahr 1987.
UNO: Menschliche Ersatzteillager ja
oder nein?
New York. Die Vereinten Nationen (UNO) haben gestern über einen internationalen Vertrag (Konvention)
abgestimmt, der die Reagenzglas-Produktion von Zwillingen als menschliche Ersatzteillager („Klonen“) weltweit
verbieten sollte. Die Staatenvertreter konnten sich bei der Abstimmung auf keine gemeinsame Konvention
einigen. Stattdessen kam man überein, ab Februar an einer gemeinsamen – nicht bindenden – Erklärung
(Deklaration) zu arbeiten. 61 Staaten, darunter federführend die USA, haben sich für ein umfassendes
Klonverbot eingesetzt. Die Gegenpartei rückte nicht von der Forderung ab, das Produzieren von Zwillingskindern
(„Klonen“) zu erlauben, um sie in Forschung und Therapie zu verbrauchen.
Illegale Ersatzteil-Menschen-Forschung
in Deutschland
Deutschland. Eine Studie der Gesundheitsgeneraldirektion der EU-Kommission zeigt, daß
Deutschland trotz der strengen Vorgaben durch das Embryonenschutzgesetz in der Forschung mit Ersatzteil-Menschen
(Stammzellen) an vorderster Front mitarbeitet. Die Deutschen sind an zwei von zwanzig Ersatzteilmensch-Forschungsprojekten
maßgeblich beteiligt. Die Forschung dient überwiegend der sogenannten „therapeutischen Nutzung“. Das
deutsche Embryonenschutzgesetz (EschG) hat zum Ziel, die Zeugung von Kindern im Reagenzglas (In-vitro-Fertilisation)
zu regeln. Es macht die Menschenrechte des ungeborenen Kindes geltend und stellt ein – offensichtlich
nur – theoretisches Verbot der Stammzellenforschung dar. Der Mensch gilt vor dem deutschen Gesetz als
Embryo, sobald die befruchtete, entwicklungsfähige Eizelle vorliegt.
Besucht das Heilige Land!
Israel.
Christliche Bischöfe und Kirchenführer in Jerusalem haben gemeinsam die Christenheit in einem Dokument
aufgefordert, an die Heiligen Städten zurückzukehren. Das Schreiben steht unter dem Titel: „Ein Ruf
an alle Gläubigen: Besucht das Heilige Land!“ Unterschrieben wurde es von Repräsentanten der Katholischen
Kirche, ferner von Griechisch und Russisch Orthodoxen, Armeniern sowie von Protestanten. Erzbischof Pietro
Sambi (66), apostolischer Nuntius in Israel, meinte, daß Pilgerfahrten ins Heilige Land eine Zeit der
Freude und der spirituellen Bereicherung seien. Pilgerfahrten würden zusätzlich die wenigen Christen
vor Ort spirituell und materiell unterstützen. Das Dokument bedauert die Flucht der Christen aus dem
Heiligen Land. Derzeit sind nur 1,6% der Bevölkerung im Heiligen Land christlich.
Das Paradoxon der
Religionskritik
Einerseits warf man dem Christentum vor, mit seinem gräßlichen Heulen und Zähneklappern
die Menschen zu hindern, am Busen der Natur Freude und Freiheit zu suchen. Andererseits wird die christliche
Religion gescholten, eine frei erfundene Vorsehungstheorie zu sein, die den Menschen einlullt und in eine
rosa-weiße Kinderwelt verbannt. Das gab mir zu denken: Die beiden Vorwürfe passen nicht zueinander.
Das Christentum kann nicht gleichzeitig eine schwarze Maske vor einer weißen Welt und eine weiße Maske
vor einer schwarzen Welt sein (Gilbert Keith Chesterton, † 14.6.1936).
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