Kinderabtreibung
Vom Kehricht in die Küche
Am Donnerstag startete in den Kinos ein chinesisches Drama aus Hong Kong mit dem Titel „Dumplings – Delikate Versuchung“. Der erschreckende Film zeigt eine Wirklichkeit, von der in China schon lange geflüstert wird.
(kreuz.net, Hong Kong) Bei den reichen Frauen Hongkongs hat sich herumgesprochen, daß Frau Mei in ihrem Restaurant eine ganz besondere Sorte von Teigtaschen – ‘Dumplings’ – bäckt.

Denn wer regelmäßig ihre ‘Dumplings’ ißt, soll angeblich die verblaßte oder verblassende Jugend zurückgewinnen.

Auf Frau Mei wird die weibliche Hauptfigur des Film – Quing Li – aufmerksam. Frau Quing war einstens jung, schön und eine erfolgreiche Schauspielerin, außerdem reich verheiratet.

Doch mittlerweile wird die alternde Schönheit von ihrem Ehemann mit knusprigeren Mädchen betrogen. Zudem muß Frau Quing die Demütigung ertragen, daß ihr Mann sich nicht einmal bemüht, seine Ehebrüche vor ihr zu verstecken.

Darum wendet sich die verzweifelte Li an die oben erwähnte Köchin Mei. Sie hofft, durch deren Teigtaschen ihre Jugend wiederzugewinnen.

Doch was steckt hinter der wundersamen Speise?

Der aufmerksame Zuseher vermutet es.

Zur Gewißheit wird diese Ahnung, als sich herausstellt, daß Köchin Mei noch einem weiteren Beruf nachgeht. Sie treibt Kinder ab.

Anschließend zerhackt sie die Leichen der umgebrachten Kinder und füllt sie in ihre berühmten Teigtaschen.

Die Speise soll einen Verjüngungseffekt besitzen. Die beste Wirkung wird angeblich erzielt, wenn die Kinder genau im Alter von fünf Monaten getötet werden.

Als Quing – im Film – die begehrten Dumplings serviert bekommt, zögert sie zunächst. Doch die geschäftstüchtige Mei – offenbar ein Multitalent – singt ihrer Kundin zur Ablenkung aus dem schmalzigen Liedgut ihrer alten Heimat.

Die Kamera saugt sich lange am Gesicht der essenden Frau Quing.

Darin spiegelt sich Ekel, ein schlechtes Gewissen, Verzweiflung. Für ein paar Teigtaschen braucht Frau Quing mehrere Filmminuten.

Doch nachdem sie die ersten Kinderdumplings verspeist hat, gerät sie in einen rätselhaften Kreislauf.

Offenbar stellen sich die ersten Erfolge ein. Die zur Kannibalin verkommende Quing giert nach immer mehr Kinderfleisch.

Der Regisseur Fruit Chan stellt die Verjüngung seiner Hauptdarstellerin nicht durch Maskentricks dar. Er ändert den Lichteinfall oder zeigt eine veränderte Mimik der Schauspielerin.

Schließlich beginnt auch der ehebrecherische Gatte, abgetriebene Kinderleichen zu verspeisen.

Den eindrücklichsten Erfolg der Therapie sieht man übrigens bei Frau Mei. Die Köchin und Kinderabtreiberin ist im Film 64 Jahre alt.

Doch aussehen tut sie wie eine Mittezwanzigerin.

Sie – Symbol eines Systems, welches das Leben umbringt, um den Tod zu verhindern – ist die einzige, die sich durch ihr Tun die Jugend bewahrt.
      
7 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#7   Yersinia   19:06:02 | Dienstag, 9. August 2005
@Athanasius: hast du genauere Hinweise?
„Man kann sich auch in Wünschvorstellungen hineinsteigern um es nicht sehen zu wóllen“ – da hast du sicher recht! – die Frage ist bloß, WAS willst du nicht sehen?
Redaktion benachrichtigen
#6   Athanasius   18:40:30 | Sonntag, 7. August 2005
.
man kann sich auch in Gerüchte und Vorstellungen hineinsteigern
Ach ja, dass war natürlich die Polizei-Untersuchung vom Moskauer Kommandanten? „Gerüchte“.
Man kann sich auch in Wünschvorstellungen hineinsteigern um es nicht sehen zu wóllen, Yersinia.
Redaktion benachrichtigen
#5   Yersinia   09:19:36 | Sonntag, 7. August 2005
@miles: Teile der Plazenta
werden schon seit Jahr und Tag in der Kosmetikindustrie verwendet – wobei diese Technologie durch moderne Gentechnik rückläufig ist; aber wie gesagt: man kann sich auch in Gerüchte und Vorstellungen hineinsteigern;
Redaktion benachrichtigen
#4   BossCo139   03:13:07 | Sonntag, 7. August 2005
Produkt aus Gottlosigkeit und Menschenverachtung
In einem gottlosen System, das den Menschen nur als ein höheres Säugetier ansieht, ist nicht einmal soetwas absolut Ekelerregendes unmöglich!
Redaktion benachrichtigen
#3   MilesChristi   22:13:07 | Samstag, 6. August 2005
Vorstellbar
Es handelt sich um einen Film.
Aber vor einigen Wochen gab’s Nachrichten daß abgetriebene Kinder in Rußland (oder in der Ukraine ?) für die Erstellung von Kosmetika benutzt würden. Weiß nihct ob es stimmt, aber es gab die Nachrichten in verschiedenen Medien.
Ekelhaft und abstoßend der Gedanke, aber irgendwie … vorstellbar in der jetzigen Gesellschaft. Ich werde mir den Film garantiert nicht anschauen, so abgehärtet bin ich auch nicht.
Redaktion benachrichtigen
#2   Yersinia   20:32:38 | Samstag, 6. August 2005
es ist einTheaterstück
und ein Gerücht – oder?
Redaktion benachrichtigen
#1   bonifatius   19:11:17 | Samstag, 6. August 2005
Die Hölle
Ekelhaft, grausam, unglaublich…sprachlos
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
KinderabtreibungDen Verräter bestraft das Jüngste Gericht KinderabtreibungSteckbrieflich gesucht KinderabtreibungKindermörderinnen freigesprochen KinderabtreibungSeltener Sieg KinderabtreibungUnterdrückte Informationsfreiheit KinderabtreibungMein Freund, der Kinderabtreiber KinderabtreibungSelbst ist die Frau KinderabtreibungDie Ärzte wollen weiter töten KinderabtreibungNick Cannon rettet aus dem Kinderschlachthof KinderabtreibungGekochtes Kind KinderabtreibungDenken statt handeln Kinderabtreibung1:0 für Don Camillo KinderabtreibungUngeborene Kinder darf man abtreiben – aber nicht töten KinderabtreibungBetrogener Betrüger? KinderabtreibungKomplizierter Kinderhandel
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net