09:35:01 | Freitag, 5. August 2005
Der italienische Missionsbischof Luigi Locati wurde von Tätern umgebracht, die er seit ihrer Kindheit unterstützt und gefördert hatte.
(kreuz.net, Nairobi) Sechs Personen, die des
Mordes am italienischen Missionsbischof Mons. Luigi Locati
verdächtig werden, sind einem psychologischen Gutachten unterzogen worden.
Das berichtete die Kenianische
Tageszeitung „The Nation“ am vergangenen Mittwoch.
Mons. Locati (77) war Apostolischer Vikar in der Stadt
Isiolo im Zentrum des Landes. Er wurde am Abend des 14. Juli praktisch vor seiner Haustüre von einem
Überfallkommando angegriffen und erschossen.
Die Untersuchung der Tatverdächtigen fand am letzten Dienstag
im Provinzkrankenhaus Nyeri statt.
Unter ihnen befindet sich ein Priester. Zwei Tatverdächtige sind
immer noch auf der Flucht. Sie haben sich nach dem Mord in ein Nachbarland abgesetzt.
Die beiden Gewehre,
mit denen der Bischof niedergeschossen wurde, sind ebenfalls noch nicht gefunden worden.
Ein lokaler
Beamter in Isiolo hat die Regierung aufgefordert, den Lehrer zu schützen, dessen Hinweis zur Verhaftung
einiger Verdächtiger führte.
Der Lehrer ist inzwischen aus Furcht um sein Leben aus seinem Haus geflüchtet.
Die Polizei war untätig geblieben, nachdem er ihr gemeldet hatte, von der Familie der Verdächtigen bedroht
zu werden.
Am Dienstag verlangte Mohamed Abdi Kuti – der Parlamentsabgeordnete der Gegend – von der kenianischen
Regierung, die Mörder zur Rechenschaft zu ziehen.
Einige der Tatverdächtigen seien dem Bischof seit
ihrer Grund- und Hauptschule bekannt. Der Bischof habe auch für ihre Ausbildung gesorgt, erklärte der
Abgeordnete:
„Mons. Locati verschaffte ihnen sogar eine Arbeitsstelle. Er gab ihnen alles, was ein Vater
seinen eigenen Kindern hätte geben können. Dennoch töteten sie ihn wie ein Tier.“
Mons. Locati hat
sich um die Erziehung der Jugend in seinem Apostolischen Vikariat große Verdienste erworben.
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