Orden
Dem Tod in die Augen geschaut
„Gott, wir sterben. Rette uns Gott!“ – waren die letzten Worte eines afrikanischen Priesters, als er bemerkte, daß bei der Landung seines Air France Flugzeuges in Toronto etwas schief lief.
(kreuz.net, Toronto) Ein Priester aus Tansania, der sich an Bord des am 2. August in Toronto verunglückten Air France Flugzeuges befand, erklärte, daß er fest damit rechnete, sterben zu müssen.

Der Priester Ayub Mwampela sprach einen Tag nach dem Unglück mit der Zeitung „The Catholic Register“ in Toronto.

Während der Priester betete, begannen die Leute um ihn herum zu schreien.

Panik erfüllte die Passagiere, die nach der schwierigen Landung des Flugzeuges zuerst noch applaudiert hatten.

Doch der Priester Mwampela erklärte, daß die Flugbegleiter sehr kompetent reagiert hätten.

Als das Flugzeug zum Stillstand kam, beruhigten die Flugbegleiter die Fahrgäste. Sie öffneten die Türen, um die Passagiere ins Freie gelangen zu lassen.

Das habe einen geordneten Ausstieg aus dem Flugzeug möglich gemacht.

Der tansanische Priester sprang aus dem Flugzeug und fand sich in der Nähe einer Brücke der wichtigsten Autobahn Kanadas. Er sei mit anderen Fluggästen zur Fahrbahn aufgestiegen. Dort sei er von vorbeifahrenden Autos mitgenommen worden.

„Es gab einige gute Samariter, die uns zu einem Ort brachten, wo man uns sagte, wohin wir uns begeben sollten“, erklärte der Priester.

Mit Bussen seien sie schließlich zum Flughafen zurückgebracht worden.

Einige der Fluggäste hätten sich sehr aufgeregt, weil so viel Zeit verging, bis sie mit ihren Angehörigen in Kontakt treten konnten, die im Flughafen auf sie warteten.

Diesen Menschen habe er gesagt: „Beruhigen sie sich.“

Er sei vielmehr der Ansicht, daß das Verhalten der Flugbegleiter ein großes Lob verdiene.

Der Priester Mwampela studiert gegenwärtig für ein Lizenziat in ‘Sozialer Kommunikation’ an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.

„Für mich ist das ein Wunder. Ich bin Gott dankbar, daß er meine Gebete erhört hat“, erklärte der Priester.

Mwampela kam für zwei Monate nach Kanada, um bei der katholischen Zeitung „The Catholic Register“ ein Praktikum zu machen.

Später soll er in Südtansania das Büro für Kommunikation in seiner Diözese Mbeya übernehmen.

Der Air France Flug 358 war das letzte Flugzeug, das am 2. August um 16.00 Uhr in Toronto die Landeerlaubnis erhielt. Zum Zeitpunkt der Landung fegten Regen, Hagel und Wind über die Stadt.

Die Umstände seien aber für eine normale Landung gut genug gewesen.
      
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