Weltjugendtag
Die ersten Pilger
Beim Weltjugendtagsprojekt der Jesuiten sind die ersten jungen Pilger bereits in Deutschland eingetroffen. Sie werden im gleichen Nachen schaukeln, den auch der Nachfolger Petri benützen wird.
(kreuz.net) Das Flugzeug landete gestern pünktlich um 9.35 Uhr. Eine Gruppe von ungefähr 50 jungen Maltesen im Alter von 17 bis 20 Jahren entstieg der Maschine.

Sie sind die ersten Teilnehmer des Weltjugendtages, die von den Jesuiten nach Köln geführt wird.

Das Programm der Jesuiten nennt sich ‘Magis’ – auf Deutsch: mehr.

Es ist eine Mischung aus Sternwallfahrt und Gemeinschaftsexerzitien.

Die jungen Maltesen wurden nach Aachen begleitet.

Dort werden im Pius-Gymnasium bis Montagabend weitere 150 Teilnehmer aus Brasilien, Deutschland, Flandern, Irland, Kanada, Libanon, Litauen, Spanien und Syrien zu ihnen stoßen.

Aachen ist einer von insgesamt elf Empfangsorten des ‘Magis’-Programms.

Die Jesuiten und weitere Kooperationspartner der ‘Ignatianischen Familie’ erwarten rund 2.300 Teilnehmer.

Mehr als 400 Helfer und Experimentgruppenleiter engagieren sich dabei.

Das Programm beginnt am Dienstag morgen, 9. August, mit feierlichen Aussendungsgottesdiensten in folgenden Städten:

In Aachen zelebriert der Generalvikar des Bistums – Manfred von Holtum – die Aussendungsmesse in der Hohen Domkirche zu Aachen zusammen mit dem Provinzial der flämischen Jesuitenprovinz, Pater Jan Koenot SJ.

In der Pfarrkirche St. Ignatius in Frankfurt hält P. Martin Löwenstein SJ die Aussendungsmesse.

Die Aussendungsmesse in Fulda zelebriert der dortige Generalvikar, Prälat Peter-Martin Schmidt, auf dem Frauenberg.

In Königstein/Taunus findet die Aussendungsmesse in der Kollegskirche mit P. Georg Sans SJ statt.

Der Bischof von Speyer, Mons. Anton Schlembach, feiert die Aussendungsmesse in der Pfarrkirche Sankt Maria in Landau/Pfalz.

Die Aussendungsmesse in Lüttich zelebriert der dortige Bischof, Mons. Aloys Jousten in der Église St. Jacques.

In der Katedrale von Luxemburg konzelebrieren der Erzbischof, Mons. Fernand Franck, und Pater Daniel Sonveaux, der Jesuitenprovinzial für Süd-Belgien und Luxembourg.

Für die Mainzer Pilger wird die Aussendungsmesse am Dienstag in der Kirche St. Ignaz zelebriert.

In Nürnberg zelebriert der Bischof von Poona, Mons. Valerian D’Souza, die Aussendungsmesse in St. Klara. Pune – früher Poona – ist eine Stadt im Westen von Indien.

In Sasbach/Achern findet die Aussendungsmesse mit dem Freiburger Weihbischof Paul Wehrle in der Heimkirche Maria Königin statt. Achern liegt in Baden-Württemberg, 15 Kilometer von der französischen Grenze entfernt.

Die Aussendungsmesse in der Krypta der Kathedrale in Strasbourg feiert Weihbischof, Mons. Christian Kratz, zusammen mit den Jesuitenprovinziälen P. François-Xavier Dumortier SJ (Frankreich) und P. Stefan Dartmann SJ (Deutschland).

Anschließend leben die Jugendlichen fünf Tage lang in international gemischten ‘Experimentgruppen’ mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Manche pilgern von Ort zu Ort. Andere kümmern sich um Behinderte. Es gibt Straßentheater oder man kann Moscheen besuchen, um den muslimischen Glauben kennen zu lernen.

In allen Experimenten geht es um eine geistliche Erfahrung: sich gemeinsam auf den Weg des Glaubens machen und miteinander Kirche zu leben.

Zum Abschluß begeben sich alle Teilnehmer am Samstag, 13. August, zur Loreley. Die Loreley ist ein 130 Meter hoher, am Ostufer des Rhein herausragender Schieferfelsen im Bundesland Rheinland-Pfalz. Dort verbringen sie das Wochenende gemeinsam in einer Zeltstadt.

Höhepunkt ist am Sonntag abend die Festmesse mit dem Bischof von Limburg, Dr. Franz Kamphaus.

Daran schließt sich ein Kulturfestival an.

Am Montag fahren alle Teilnehmer mit zwei Rheinschiffen nach Bonn, wo sie während des Hauptprogramms des Weltjugendtages untergebracht sind.

Hierzu gibt es eine geheime Verbindung zu den Veranstaltungen des Weltjugendtages in Köln:

Eines der beiden Schiffe wird nämlich drei Tage später von Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft in Köln benutzt.
      
15 Lesermeinungen
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#16   Yersinia   08:20:35 | Dienstag, 9. August 2005
ist schon interessant, welche Emotionen der Gottesbegriff auslösen kann
insbesondere, wo es leicht ist, sich über den aktuellen Stand theologischen Denkens zu informieren; und manchmal ist es wirklich besser, nicht jedes Thema zu ver-emotionalisieren und sich statt dessen damit zu befassen, was andere, ebenfalls gescheite, oftmals auch professionelle Köpfe, über das Thema gedacht haben;
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#15   Athanasius   17:19:33 | Montag, 8. August 2005
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#13   virOblationis   10:23:42 | Montag, 8. August 2005
derselbe Gott?
Wie können Juden und Christen denselben Gott verehren, wenn der Lieblingsjünger schreibt:
„Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.“ (1. Joh. 2, 23)
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#12   MilesChristi   01:17:39 | Montag, 8. August 2005
@ Yersinia etc.
Christen und Muslime glauben letztendlich eben nicht an denselben Gott. Bei den Juden ist es anders – sie haben ein unvollständiges Bild vom Herrn, da sie die Allerheiligste Dreifaltigkeit nicht (aner)kennen. Sie sind leider immer noch verblendet; aber sie werden einst ihren Herrn auch annehmen.
Die westlich-europäische Gesellschaft IST moralisch dekadent; zweifelt irgendjemand daran ?
Lilith: wenn die Muslime eine Mehrheit hier haben, wird sich die Kultur ändern. Das ist so. Sie werden sich nicht assimilieren. Warum sollten sie ? Die Kirche betreibt keine Mission, obwohl sie eine hervorragende Gelegenheit hätte; die Gesellschaft ist atheistisch-hedonistisch geworden.
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#11   Romulus   22:29:49 | Sonntag, 7. August 2005
@ Lilith @ Yersinia @ alle – Was uns erwartet…
Entweder du lebst auf einem anderen Planeten als ich oder in deiner zurechtgezimmerten Traumwelt. Wer einigermaßen alle Tassen im Schrank hat, der weiß die Zeichen der Zeit zu deuten:
1) Der Altersdurschnitt in den an Europa grenzenden Stasten liegt bei ca. 30 Jahren. Es besteht Einwanderungsdruck. Wie alt die Europäer im Durchschnitt sind, brauch ich dir ja nicht zu sagen.
2) Jede in D lebende Türkin bekommt durchschnittlich fünf Kinder. Wieviele Europäerinnen bekommen, brauch ich dir nicht zu sagen.
3) Diese Bundestagswahl wird die letzte sein, wo Weichen in die richtige Richtung gestellt werden können. Bei der nächsten dürfen wir dann mit einer islamischen Partein rechnen, die auch über DEINE Zukunft mitentscheidet.
4) Deine naive Einstellung teilt niemand mehr weder Schily noch Beckstein, höchstens vielleicht noch Wowereit.
5) In islamischen Ländern gilt: Der Westen ist moralisch kaputt. Wir haben dem unseren radikalen Glauben entgegenzusetzen.
6) Von Punkt 1-5 sind alle führenden Geheimdienste überzeugt.
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#10   Benedikt   21:58:52 | Sonntag, 7. August 2005
@ Yersinia
So, meinst du. Der Islam kennt aber keine Dreifaltigkeit, weswegen er – sollte es sich um denselben Gott handeln – zumindest eine aus christlicher Sicht ziemlich falsche Vorstellung von Gott hat.
Der Muslim kann sich also entscheiden: Entweder, es handelt sich um einen anderen Gott, oder um den selben, dann aber erkennen sie nicht seine wahre Gottheit und lästern durch ihre eigene Religionsausübung dem Gott, dem zu dienen sie meinen.
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#9   Lilith   21:57:38 | Sonntag, 7. August 2005
Hinweggefegt?
Wie meinst du das denn? Es kommt garantiert NICHT so, denn in Europa wird sich die Kultur garantiert nicht so ändern. Ist das deine Wunschvorstellung? Wir leben hier in einer anderen Welt als der Nahe Osten.
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#8   Romulus   21:53:04 | Sonntag, 7. August 2005
Naive Islamvorstellung
Kann es sein, dass manche Posterinnen hier eine etwas naive Islamvorstellung haben? Vermutlich. Es kann auch sein, dass diese Posterinnen bald ziemlich unsanft von der islamischen Leitkultur, die sich bei der momentanen Bevölkerungsentwicklung in Europa herauskristlisiert, hinweggefegt werden.
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#7   Yersinia   21:00:02 | Sonntag, 7. August 2005
@evelin: was schreibst du da für einen Unsinn?
selbst der letzte christliche Fundamentalist anerkennt, dass Juden und Christen an den selbsen Gott glauben – und wenn man sich auch nur eine Spur mit dem Islam beschäftigt (abgesehen davon, dass es „den“ Islam nicht gibt), erkennt man schnell, dass alle drei Religionen an den einen Gott glauben;
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#6   Evelin   20:43:18 | Sonntag, 7. August 2005
@ Lysistra
Ihre Islam-Ausführungen sind unzutreffend: Denn alle müssen neu geboren werden aus Wasser und Geist (Joh 3,5, Gespräch mit Nikodemus), wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt (und daher sich auch nicht taufen läßt), wird verdammt werden. Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht, wer den Sohn leugnet, leugnet auch den Vater. Juden und Moslems leugnen also Gott, weil sie zwar Irgendetwas Gott nennen, Gott in seiner Dreifaltigkeit aber ablehnen.
Die Taufe ist heilsnotwendig und außerhalb der Kirche kein Heil (beide Aussagen sind dogmatisch und von Katholiken zu glauben. Jemand, der selbst verpflichtende Glaubenssätze ablehnt, sollte nicht von anderen behaupten, er sei außerhalb der Kirche. Auch die Angehörigen der Religionen sind vor Gott nicht gleich (es gibt nach wie vor ein Gottesvolk und das sind nicht alle Menschen, sondern die Gläubigen. Ich bin kein Sedisvakantist, weil ich nicht leugne, dass Papst Benedikt XVI. Papst ist, also auch nicht glaube, dass der Stuhl Petri vakant ist.
Zu Ihren Fragen: a) Das E-mail habe ich erhalten; b) teile ich Ihre Ansicht zur Abtreibung auch im Falle der Vergewaltigung keineswegs, im Gegenteil; c) halte ich Gewalt der Lebensschützer für keineswegs erwiesen und sehr unwahrscheinlich; es wäre schon einmal wichtig, zu erfahren, von welcher Gruppe die von Ihnen beobachteten Demonstranten waren.
Der Gatte
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#5   Lysistrata   20:12:55 | Sonntag, 7. August 2005
Appell für Toleranz an Athanasius und Evelin
@Athanasius
Ich glaub du verstehst mich nicht. Ich bin stark überzeugt von der christlichen Offenbarung denn diese Religion hat für mich und auch dich eine Wahrheit für die wir leben sterben und in der wir auf wunderbare Art aufgehen, oder? Aber genauso wie das Christentum unser Antrieb ist, hat der Islam Weisheiten für seine Anhänger, und erst wenn alle verstehen dass jede Religion für ihrer Anhänger eine Wahrheit beinhaltet nähern wir uns der nötigen Toleranz um friedlich miteinander auszukommen. Oder wieso sucht Papst Benedikt sonst den Dialog mit den anderen Religionen? Aber wenn dir das nicht klar ist dann lies deine Bibel: denn Jesus ist uns der beste Lehrer für Toleranz.
@Evelin
Haben Sie die Nachricht erhalten die ich Ihnen geschrieben hab? Darin hab ich meinen Standpunkt klar gemacht aber davon dass ich das gynmed liebe kann keine REde sein, ich bin ja selbst auch ein scharfer Gegner von unangebrachter Abtreibung jedoch bemühe ich mich alles als Ganzes zu sehen. Schadet nicht…
Tja ist doch schade dass GEwalt Gewalt hervorruft, wie Sie mir bewiesen haben. Nur dass diese Studenten nicht auf diese Art und Weise agieren müssten wenn nicht derat radikale Lebensschützer arme Frauen so derb attackieren würden. Aber GEwalt ruft nunmal Gegengewalt, und warum? WEil zu wenig Toleranz vorhanden ist, und da sehen wir wieder wie gut es ist wenn sich jetzt im Rahmen des Weltjugendtages die Jungen für mehr Toleranz engagieren!
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#4   Athanasius   18:38:52 | Sonntag, 7. August 2005
.
auch im Austausch mit anderen Religionen, denn nur wenn die Jungen verstehen lernen, tolerant werden und den großen Zusammenhang begreifen kann man irgendwann von einer Zukunft ohne Terror träumen.
Austausch sogar? Du glaubst nicht mehr an der Wahrheit der katholischen Offenbarung.
Man kann nicht von einer Zukunft ohne Terror träumen, denn gegen die Katholische Kirche, das heisst: die Rest-Kirche die noch glaubt am „Ausserhalb der Kirche kein Heil“-Dogma, wird einen Staatsterror praktiziert werden. Denn Wahrheitsanspruch darf es nicht geben.
Und Deinetwegen auch die Mission nicht. Dass Du damit gegen das hl. Evangelium wählst, ist Deine eigene (falsche) Entscheidung, aber irritiere uns hier damit nicht.
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#3   Evelin   18:00:58 | Sonntag, 7. August 2005
Jugendliche Aktivitäten sind nicht notwendig positiv
@ Lysistra: Ein Beispiel: Vor der von Ihnen heißgeliebten Abtreibungsanstalt (kreuz.net nennt derartiges Kinderschlachthof) Gynmed in Wien versehen Studenten (ehrenamtlich? Geringfügig bezahlt?) „Dienst“ für die Abtreiber, indem sie die Straßenberater unterbrochen blöd ansprechen, umarmen, unsittlich berühren, verleumden etc. Körperlich und seelisch versuchen zu peinigen.
Ich habe geglaubt, ich höre und sehe nicht recht, als ich das einmal zufällig miterlebte! Der Straßenberater, der so sekkiert wurde, schien es gut auszuhalten, deswegen bin ich nicht eingeschritten. Ausgerechnet vor dieser Tötungsklinik wurde bisher auch – das unter Außerachtlassung von Menschenrechten wie Glaubens- und Gewisssensfreiheit, Meinungsäußerungsfreiheit – durch die Polizei das Wegweiserecht mehrfach praktiziert.
Das sind die Methoden, über die Sie herziehen sollten, gnädige Frau! Ein gerechtfertigter Anlaß für Ihre Kritik an Romulus besteht überhaupt nicht!
Nur der Gatte
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#2   Lysistrata   17:38:56 | Sonntag, 7. August 2005
@Romulus Richtiger Schmarrn
So richtig echter wirklicher Schmarrn ist es wenn jemand behauptet es sei unnütz dass die jungen Leute sich engagieren, auch im Austausch mit anderen Religionen, denn nur wenn die Jungen verstehen lernen, tolerant werden und den großen Zusammenhang begreifen kann man irgendwann von einer Zukunft ohne Terror träumen.
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#1   Romulus   17:16:50 | Sonntag, 7. August 2005
Alter Schmarrn
Manche pilgern von Ort zu Ort. Andere kümmern sich um Behinderte. Es gibt Straßentheater oder man kann Moscheen besuchen, um den muslimischen Glauben kennen zu lernen.
Die Jesuiten sollen die Moslems missionieren und denen nicht unsere Leutchen in den Rachen werfen. Islam kennenlernen, wenn ich das schon höre. Der alte Schmarrn!
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