14:07:49 | Sonntag, 7. August 2005
Beim Weltjugendtagsprojekt der Jesuiten sind die ersten jungen Pilger bereits in Deutschland eingetroffen. Sie werden im gleichen Nachen schaukeln, den auch der Nachfolger Petri benützen wird.
(kreuz.net) Das Flugzeug landete gestern pünktlich um 9.35 Uhr. Eine Gruppe von ungefähr 50 jungen Maltesen
im Alter von 17 bis 20 Jahren entstieg der Maschine.
Sie sind die ersten Teilnehmer des Weltjugendtages,
die von den Jesuiten nach Köln geführt wird.
Das
Programm der Jesuiten nennt sich ‘Magis’ – auf Deutsch:
mehr.
Es ist eine Mischung aus Sternwallfahrt und Gemeinschaftsexerzitien.
Die jungen Maltesen wurden
nach Aachen begleitet.
Dort werden im Pius-Gymnasium bis Montagabend weitere 150 Teilnehmer aus Brasilien,
Deutschland, Flandern, Irland, Kanada, Libanon, Litauen, Spanien und Syrien zu ihnen stoßen.
Aachen
ist einer von insgesamt elf Empfangsorten des ‘Magis’-Programms.
Die Jesuiten und weitere Kooperationspartner
der ‘Ignatianischen Familie’ erwarten rund 2.300 Teilnehmer.
Mehr als 400 Helfer und Experimentgruppenleiter
engagieren sich dabei.
Das Programm beginnt am Dienstag morgen, 9. August, mit feierlichen Aussendungsgottesdiensten
in folgenden Städten:
In Aachen zelebriert der Generalvikar des Bistums – Manfred von Holtum – die Aussendungsmesse
in der Hohen Domkirche zu Aachen zusammen mit dem Provinzial der flämischen Jesuitenprovinz, Pater Jan
Koenot SJ.
In der Pfarrkirche St. Ignatius in Frankfurt hält P. Martin Löwenstein SJ die Aussendungsmesse.
Die Aussendungsmesse in Fulda zelebriert der dortige Generalvikar, Prälat Peter-Martin Schmidt, auf
dem Frauenberg.
In Königstein/Taunus findet die Aussendungsmesse in der Kollegskirche mit P. Georg Sans
SJ statt.
Der Bischof von Speyer, Mons. Anton Schlembach, feiert die Aussendungsmesse in der Pfarrkirche
Sankt Maria in Landau/Pfalz.
Die Aussendungsmesse in Lüttich zelebriert der dortige Bischof, Mons. Aloys
Jousten in der Église St. Jacques.
In der Katedrale von Luxemburg konzelebrieren der Erzbischof, Mons.
Fernand Franck, und Pater Daniel Sonveaux, der Jesuitenprovinzial für Süd-Belgien und Luxembourg.
Für
die Mainzer Pilger wird die Aussendungsmesse am Dienstag in der Kirche St. Ignaz zelebriert.
In Nürnberg
zelebriert der Bischof von Poona, Mons. Valerian D’Souza, die Aussendungsmesse in St. Klara. Pune – früher
Poona – ist eine Stadt im Westen von Indien.
In Sasbach/Achern findet die Aussendungsmesse mit dem Freiburger
Weihbischof Paul Wehrle in der Heimkirche Maria Königin statt. Achern liegt in Baden-Württemberg, 15
Kilometer von der französischen Grenze entfernt.
Die Aussendungsmesse in der Krypta der Kathedrale in
Strasbourg feiert Weihbischof, Mons. Christian Kratz, zusammen mit den Jesuitenprovinziälen P. François-Xavier
Dumortier SJ (Frankreich) und P. Stefan Dartmann SJ (Deutschland).
Anschließend leben die Jugendlichen
fünf Tage lang in international gemischten ‘Experimentgruppen’ mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Manche pilgern von Ort zu Ort. Andere kümmern sich um Behinderte. Es gibt Straßentheater oder man kann
Moscheen besuchen, um den muslimischen Glauben kennen zu lernen.
In allen Experimenten geht es um eine
geistliche Erfahrung: sich gemeinsam auf den Weg des Glaubens machen und miteinander Kirche zu leben.
Zum Abschluß begeben sich alle Teilnehmer am Samstag, 13. August, zur Loreley. Die Loreley ist ein 130
Meter hoher, am Ostufer des Rhein herausragender Schieferfelsen im Bundesland Rheinland-Pfalz. Dort verbringen
sie das Wochenende gemeinsam in einer Zeltstadt.
Höhepunkt ist am Sonntag abend die Festmesse mit dem
Bischof von Limburg, Dr. Franz Kamphaus.
Daran schließt sich ein Kulturfestival an.
Am Montag fahren
alle Teilnehmer mit zwei Rheinschiffen nach Bonn, wo sie während des Hauptprogramms des Weltjugendtages
untergebracht sind.
Hierzu gibt es eine geheime Verbindung zu den Veranstaltungen des Weltjugendtages
in Köln:
Eines der beiden Schiffe wird nämlich drei Tage später von Papst Benedikt XVI. bei seiner
Ankunft in Köln benutzt.
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