09:32:43 | Montag, 8. August 2005
Zuerst überlebte sie einen Mordversuch im Kofferraum eines Autos. Anschließend trachtete ihr staatlicher Vormund hochoffiziell und in aller Öffentlichkeit nach ihrem Leben. Ihm entkam sie nicht.
(kreuz.net, Melbourne) Die Australierin Maria Korp (50) vertrocknete am letzten Freitag in einem Krankenhaus
in Melbourne. Ihr Vormund hatte beschlossen, der hilflosen Frau Nahrung und Flüssigkeit zu verweigern.
Die
brutale Aushungerung der Hilflosen dauerte zehn Tage.
Die zweifache Mutter lag
seit einem Mordversuch
im letzten Februar im Koma.
Frau Korp war in ihrer Garage überfallen und vier Tage später bewußtlos
im Kofferraum ihres Wagens gefunden worden.
Die Tat wurde von der früheren Geliebten ihres Ehemannes
durchgeführt. Sie wurde inzwischen wegen Mordversuchs zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Ehebrecherin
sagte aus, die Frau auf Geheiß des Ehemannes gewürgt und dann gefesselt im Kofferraum ihres Fahrzeuges
zurückgelassen zu haben.
Die Entscheidung, Maria Korp langsam verhungern zu lassen, traf ihr staatlich
bestellter Vormund Ende Juli.
Die Schwester der Ermordeten reiste von Portugal nach Australien, um im
Moment des Todes bei ihr zu sein.
Sie kam zwei Stunden zu spät.
Vor Journalisten beklagte sie sich,
daß man sie nicht über den Zustand ihrer sterbenden Schwester informiert habe: „Man hat mich meiner
Rechte beraubt.“
Tochter Laura De Gois aus erster Ehe war noch Stunden vor dem Tod ihrer Mutter am Sterbebett.
Die Beziehung zu ihrer Mutter sei sehr eng gewesen:
„Sie war meine beste Freundin, konnte gut zuhören
und hat mich sehr unterstützt.“
Die Präsidentin der größten australischen Lebensrechtsbewegung ‘Right
to Life Australia’ – Lebensrecht Australien – erklärte nach dem Hungertod von Frau Korp, daß diese möglicherweise
nie wieder gesund geworden wäre.
Doch gestorben sei sie nicht an ihren Verletzungen, sondern durch die
Hand von Hilflosenmördern:
„Was ihrem Angreifer nicht gelungen ist, wurde von Leuten ausgeführt, die
sich für ihre Tat die nötige rechtliche Legitimation verschafften.“
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