Euthanasie
Dörrleiche
Zuerst überlebte sie einen Mordversuch im Kofferraum eines Autos. Anschließend trachtete ihr staatlicher Vormund hochoffiziell und in aller Öffentlichkeit nach ihrem Leben. Ihm entkam sie nicht.
(kreuz.net, Melbourne) Die Australierin Maria Korp (50) vertrocknete am letzten Freitag in einem Krankenhaus in Melbourne. Ihr Vormund hatte beschlossen, der hilflosen Frau Nahrung und Flüssigkeit zu verweigern.

Die brutale Aushungerung der Hilflosen dauerte zehn Tage.

Die zweifache Mutter lag seit einem Mordversuch im letzten Februar im Koma.

Frau Korp war in ihrer Garage überfallen und vier Tage später bewußtlos im Kofferraum ihres Wagens gefunden worden.

Die Tat wurde von der früheren Geliebten ihres Ehemannes durchgeführt. Sie wurde inzwischen wegen Mordversuchs zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Ehebrecherin sagte aus, die Frau auf Geheiß des Ehemannes gewürgt und dann gefesselt im Kofferraum ihres Fahrzeuges zurückgelassen zu haben.

Die Entscheidung, Maria Korp langsam verhungern zu lassen, traf ihr staatlich bestellter Vormund Ende Juli.

Die Schwester der Ermordeten reiste von Portugal nach Australien, um im Moment des Todes bei ihr zu sein.

Sie kam zwei Stunden zu spät.

Vor Journalisten beklagte sie sich, daß man sie nicht über den Zustand ihrer sterbenden Schwester informiert habe: „Man hat mich meiner Rechte beraubt.“

Tochter Laura De Gois aus erster Ehe war noch Stunden vor dem Tod ihrer Mutter am Sterbebett. Die Beziehung zu ihrer Mutter sei sehr eng gewesen:

„Sie war meine beste Freundin, konnte gut zuhören und hat mich sehr unterstützt.“

Die Präsidentin der größten australischen Lebensrechtsbewegung ‘Right to Life Australia’ – Lebensrecht Australien – erklärte nach dem Hungertod von Frau Korp, daß diese möglicherweise nie wieder gesund geworden wäre.

Doch gestorben sei sie nicht an ihren Verletzungen, sondern durch die Hand von Hilflosenmördern:

„Was ihrem Angreifer nicht gelungen ist, wurde von Leuten ausgeführt, die sich für ihre Tat die nötige rechtliche Legitimation verschafften.“
      
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