Piusbruderschaft
Dankbarkeit
Vor zwei Tagen weihte die Priesterbruderschaft St. Pius X. im Erzbistum Bamberg eine neue Kapelle ein. Der dortige Generalvikar publizierte dagegen einen öffentlichen Protest. In seiner Predigt bedankte sich der zelebrierende Lokalobere der Lefèbvristen für die Kritik des Generalvikars.
(kreuz.net, Bamberg) Am letzten Sonntag weihte die von Erzbischof Marcel Lefèbvre († 1991) gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. in Bamberg eine neue Kapelle ein.

Sie ist dem Gründer des Erzbistums Bamberg, Kaiser Heinrich II. († 1024), geweiht.

In ihr wird künftig jeden Sonntag um 7.15 Uhr die Heilige Messe in lateinischer Sprache gelesen.

Die Kapelle ist in einem Barocksaal eingerichtet worden. Weltliche Medien beschrieben den Raum mit Stuckdecke und goldenen Leuchtern als „prächtig“.

Die Weihe der Kapelle vollzog der Obere des Deutschen Distriktes der Piusbruderschaft, Pater Niklaus Pfluger. Bei der Einweihung waren rund 60 Gläubige anwesend.

Die Gläubigen versammelten sich im Treppenhaus, während Pater Pfluger sie mit Weihwasser segnete.

Zum Einzug in die Kapelle sangen der Zelebrant, die Schola und die Gläubigen die Allerheiligenlitanei.

Unter den Anwesenden fanden sich Katholiken jeden Alters. Die Kapelle war zum Bersten voll.

Die Kirchenbänke und die zusätzliche Bestuhlung reichten nicht aus, um allen eine Sitzgelegenheit zu bieten.

In seiner Predigt über den barmherzigen Samariter und den rechten Lebensweg ging Pater Pfluger auch auf die Erklärungen des örtlichen Generalvikar Alois Albrecht gegen die Priesterbruderschaft ein.

Generalvikar Albrecht hatte sich am vergangenen Samstag in einer Aussendung von der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. distanziert:

Diese würde sich fälschlich als „katholisch“ bezeichnen. Es handle sich bei der Bruderschaft nicht um eine Gemeinschaft innerhalb, sondern außerhalb der römisch-katholischen Kirche.

Die Bistumsleitung bedauere die Einweihung der Kapelle und bitte die Gläubigen, die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht zu unterstützen und an deren Gottesdiensten nicht teilzunehmen.

Der Distriktobere der Priesterbruderschaft konnte den kritischen Aussagen des Generalvikars in seiner Predigt positive Seiten abgewinnen.

Die Kritik des Generalvikars hätte in Wirklichkeit Werbung gemacht:

„Die Bruderschaft St. Pius X. hat in der Diözese eine unglaubliche Verwirrung und Erschütterung ausgelöst. Das kann uns nur recht sein.“

Ein kraftloses Polsterchristentum, das keinen Eifer mehr für die Ehre Gottes habe, werde sich nicht aus dem Sumpf befreien können, in dem sich die Gesellschaft gegenwärtig befinde.

Der Pater widersprach der Ansicht, daß jeder- ob er nun Buddha oder einen grünen Baum anbetet – in den Himmel komme.

Die Priesterbruderschaft wolle nicht im großen Strom mitschwimmen.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Marcel   12:19:37 | Donnerstag, 11. August 2005
Das Räuberunwesen auf dem V.II
Das nichtdogmatische Revolutionskonzil V.II wird Kraft des Herrn von Seiner Kirchenführung als großer Irrtum erkannt werden, sein Räuberunwesen als dem der Räubersynode von Ephesus (449) entsprechend enttarnt und verurteilt.
Wer es genau wissen möchte, dem empfehle ich Kapitel 24, „Das Räuberunwesen auf dem II. Vatikanum“, im Buch „Sie haben Ihn entthront“, von Erzbischof Lefebvre.
Bischof Fellay, Generaloberer der FSSPX, im Interview mit dem Fideliter Nr. 129, Mai/Juni 1999:
„Trotz des furchtbaren Sturmes {bestehen} noch genügend Elemente der Kirche {weiter}, um sagen zu können, daß sie sich noch aufrecht hält. Die Kirche wankt, manche Teile sind gerissen, sogar eingestürzt, aber es ist noch nicht alles dahin. Und aus dem wenigen, was noch übrig ist, ist Gott fähig, die Kirche auf wunderbare Weise neu erblühen zu lassen, denn er ist ihr Herr, ja mehr noch, er ist ihr Haupt! Die Kirche, das ist Jesus! Sie ist der mystische Leib unseres Herrn Jesus Christus, der ihr Haupt ist. Ein allmächtiger Gott, eine unendlich weise göttliche Vorsehung erlaubt sicher das Böse, steckt ihm aber auch Grenzen. Unser Herr kann, so hat er uns gesagt, aus Steinen Kinder Gottes machen, einen Sturm durch ein einziges Wort besänftigen: er ist auch fähig, die Kirche sich wieder erheben zu lassen. Der Zustand, in dem sich die Kirche heute befindet, kommt für uns einer Versicherung gleich, daß eine unerwartete, überraschende Erneuerung nicht mehr fern ist, durch die ihre Größe zum Vorschein kommt.“
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#19   Agiafortuni   11:48:35 | Donnerstag, 11. August 2005
auf keinen Fall schismatsich
Die Piusbruderschaft setzt sich dadurch ab, dass sie an der Lehre der Kirche aller Zeiten festhält. Deutlich zum Ausdruck kam es anlässlich des Skandals in Luzern, wo sie als einzige öffentlich und in Uebereinstimmung mit den Anweisungen JP II und Benedikt XVI protestierte während die Konzilskirche schwieg als eine ihrer Kirchen auf oekumenische Weise profaniert wurde.
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#18   Lilith   09:13:34 | Mittwoch, 10. August 2005
@daffi
Widersprüchlich nennst du das? Es ist aber eine Tatsache dass die Priesterbruderschaft sich absetzt. Die schsmatischen Tendenzen mag man leugnen, aber aus kirchlicher Sicht ist dies scheinbar eine gegebene Tatsache… Da mag man sich drüber ärgern, so lange man will…
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#17   MilesChristi   22:32:37 | Dienstag, 9. August 2005
@ Romulus
Willst du eine allumfassende Antwort ?
Weil die Hirten, die damaligen obersten Hirten (=Päpste) einschließlich, kein Wort dagegen gesprochen haben. Sie ließen es geschehen und haben ihre Autorität nicht exerziert.
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#16   Romulus   22:18:08 | Dienstag, 9. August 2005
Bilderstürmerei in den sechziger, siebziger Jahren
Warum wurden denn während und nach dem Konzil so viele Gotteshäuser ihrer mitunter wertvollen Ausstattung beraubt? Gibt es ein Konzilsdokument, wo dazu aufgefordert wird? Woher nahmen die damaligen Ortspfarrer das Recht dazu, Bilderstürmerei zu betreiben? Warum passierte es in manchen Pfarreien, in anderen nicht? Wer hat damals dazu aufgefordert? Kein Mensche macht die gute Stube seines Hauses zu einer leeren Höhle, setzt sich rein und sagt: O wie schön hier! Also warum das alles?
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#15   Aurelius   20:47:59 | Dienstag, 9. August 2005
@ Miles & Benedikt: Sporthallen, Zelte und sonstige Provisorien
Sicherlich ist es traurig zu sehen, wie im Oxford Community Centre eine Liturgie in die Sporthalle verdrängt wird und gleichzeitig ist dies auch nur ein Beispiel dafür, welche Räumlichkeiten man Indultmessen zur Verfügung stellt. Hauptsache aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit heraus, damit da bloß nicht mehr Gläubige als unbedingt nötig hingehen, denn man könnte ja als Konkurrenz zum trendoiden Establishment (liturgisch gesprochen) auftreten…
ALLERDINGS wirken schon alleine die Bilder einer Messe im alten Ritus gelesen in einer Sporthalle oder einem Festzelt würdiger und erhebender als so manch ein NOM in einer „normalen“ Kirche, auch wenn diese den Bildersturm der Liturgierevolte einigermaßen heil überstanden hat. Es ist die Berührung mit dem Mysterium, das selbst den ödesten Raum ausschmückt. Das Mysterium erfüllt und schmückt den Raum.
So empfinde ich das jedenfalls…
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#14   daffi   18:30:21 | Dienstag, 9. August 2005
Man kann sich in jeder Religion retten…
… außer in der Katholischen, denn wenn man heute katholisch ist, wird man exkommuniziert, also aus der Kirche ausgeschlossen, also kann man nicht mehr in den Himmel kommen?!?
Das wollte uns der liebe Herr Vikar ja sagen, oder?
Ich erfülle meine Sonntagspflicht bei der FSSPX weil sie keine Abstriche bei der katholischen Lehre machen und ganz richtig die Irrtümer im Ökumenismus und der Religionsfreiheit anprangern.
Jetzt hab ich aber ein Problem!
Wenn ich der traditionellen Katholischen Lehre anhange, dann bin ich aus der Kirche ausgeschlossen. Wenn ich mich aber einer ausgeschlossenen Religionsgemeinschaft anschließe, dann werde ich vom Vatikan hochgeschätzt und als Bruder in der Religion begrüßt, der sowieso zum selben Gott betet!?
Hmmm… vielleicht sollte ich’s mal mit’m Islam versuchen, oder Jude? Buddhist wär auch nicht so schlecht, oder Hindu? Was empfehlen sie Herr Vikar?
Also wer diesen Schwachsinn [Verzeihung für das Wort] noch glaubt!
Von wegen die FSSPX sei aus der Kirche ausgeschlossen, das ist ja noch Widersprüchlicher[gemäßigte Wortwahl] als, die Islamisten glauben an den selben Gott wie die Katholiken…
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#13   Sarto   16:43:00 | Dienstag, 9. August 2005
@ Marcel
Sehr gut, Marcel.
Die Kirchengeschichte wiederholt sich.
Nur Athanasius heißt in der Neuzeit Marcel Lefebvre.
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#12   MilesChristi   16:25:02 | Dienstag, 9. August 2005
@ Benedikt
Na ja, die Kirchengebäude wurden verunstaltet, damit sie nicht mehr so katholisch erscheinen. Sie wurden, genau wie die Liturgie, protestantisiert. Schließlich leben wir in den Zeiten der Ökumene… Die Sinnesfeindlichkeit der Protestanten hat sich leider auch in vielen katholischen Kirchen durchgesetzt.
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#11   Benedikt   16:05:40 | Dienstag, 9. August 2005
@ Aurelius
Ist das etwa kein Provisorium? Au weia ;-))).
Na wie Marcel schon sagte: Dann muss man wenigstens gut ausschmücken. Und dafür ist Ecône ein gelungenes Beispiel, das ist mir auch schon aufgefallen. Leider haben viele Pfarreien heute ihre Teppiche verschenkt oder vermodern lassen. Auch bei uns ist der rote Teppich, der zum Altar führte, vor einiger Zeit entfernt worden. Die Entschmückung der Altarräume ist sehr ärgerlich (gleichzeitig schaffte man bei uns auch noch Antependium & Amboschmuck ab – der Himmel weiß warum…).
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#10   MilesChristi   15:55:03 | Dienstag, 9. August 2005
Oxford Community Center
Ich denke wie Marcel daß Zelte sehr wohl umgebaut werden können. Sicher hätte jeder lieber eine richtige Kirche.
Interessant: diese Messe in Oxford ist doch eine Indultmesse, also vom Ortsbischof „geduldet“ (als ob das nötig wäre). Es fühlt mein Herz schon mit einer großen Traurigkeit wie ich sehe, was für einen Platz der Ortsbischof für die Hlg. Messe gedacht hat – eine Turnhalle komplett mit Basketballkorb. Das ist unwürdig ! Dazu gibt es keinen weiteren Grund als Boswilligkeit, als der Wunsch Katholiken zu diskriminieren, zu schikanieren und zu demütigen !
Als ob keine weiteren katholischen Kirchen in Oxford verfügbar wären.
Aber wir kennen die Situation. Ziel des Indults war es, „traditionalistische Reservate“ zu schaffen und die Leute so „aus dem VErkehr“ zu ziehen, sie in vielen Fällen zu zwingen, zu unmöglichen Zeiten und in langen Abständen und in abgelegenen Orten die Hlg. Messe aller Zeiten zu hören.
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#9   Marcel   15:08:59 | Dienstag, 9. August 2005
Zeltmission
Zur Not kann man auch eine Sporthalle hernehmen, entsprechend schön ausgeschmückt (das britische Beispiel Aurelius’ sieht sehr spartanisch aus). Die FSSPX hat dies 2004 bei der Wiederholung der Fatima-Deutschlandweihe an Maria machen müssen in Fulda (und so auch dieses Jahr), weil man sie nicht in die Ortskirchengebäude(n) ließ.
Die sehr schöne Schmückung wurde von der KJB durchgeführt, dem katholischen Jugendbund. Siehe Bildergallerie hier. www.fsspx.info/special/?id=img11085097…
Besonders auf Bild 8, 9, 12, 14, und 22 sieht man die gewandelte Sporthalle.
Daß man auch ein Festzelt würdevoll für eine hl. Messe im überlieferten Ritus herrichten kann, beweisen (nicht nur) die kürzliche Priesterweihe in Ecône – siehe Bildergallerie hier www.fsspx.info/special/?id=img11207682… –, und in Zaitzkofen – siehe Bildergallerie hier www.fsspx.info/special/?id=img11198600….
Evangelikale Protestanten führen sogenannte Zeltmissionen durch, auch in ehemals „katholischen“ Gegenden wie Süddeutschland, Spanien, usw. Ohne ihren Inhalt zu kopieren, kann man das als gute Idee einstufen. Besonders, wo die Konzilskirche die Mission abgeschafft hat, weil ja alle Religionen angeblich gleich seien. In diesem Punkt sind jene Protestanten deutlich weiser als die Konzilskirche.
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#8   Aurelius   14:41:49 | Dienstag, 9. August 2005
@ Benedikt: Sporthalle
Ich kann mir vorstellen, dass sogar die auf Angebote dringend angewiesene FSSPX beim Anblick einiger als Sporthalle getarnten Kirchen dankend abgelehnt hat ;-).
Im Gegensatz zur Latin Mass Society im Oxford Community Centre …ww.latin-mass-society.org/oxfordcc.htm
:-)
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#7   Benedikt   13:47:44 | Dienstag, 9. August 2005
@ Romulus
Ich kann mir vorstellen, dass sogar die auf Angebote dringend angewiesene FSSPX beim Anblick einiger als Sporthalle getarnten Kirchen dankend abgelehnt hat ;-).
An dieser Stelle spreche ich mal – da ich mich mal in die Struktur der FSSPX eingelesen habe – den Anhängern der FSSPX meine aufrichtige Bewunderung für ihren Einsatz aus. Da die FSSPX-Gemeinden ja trotz allem recht klein sind, handelt es sich wohl um eine mit ganz erheblichen finanziellen Aufwendungen verbundene Gemeindearbeit. Das ist schon bemerkenswert (und trotz allem schön zu hören, irgendwie).
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#6   Marcel   13:46:59 | Dienstag, 9. August 2005
Hinterhof-Athanasius
Lieber Romulus, an dem Tag, an dem Rom der FSSPX leere Kirchengebäude leihen oder verkaufen wird, wird Rom den Abfall vom apostolischen Glauben durch das V.II eingesehen haben und korrigieren: dann wird die FSSPX anerkannterweise eine weltweite Priestergemeinschaft sein und keine eigenen Kirchen oder Kapellen mehr benötigen. Die Bischöfe von Rom werden wieder mit derselben Eindeutigkeit und Glaubensstärke die universelle Königsherrschaft Jesu Christi über Kirche und Welt verkünden wir vor dem V.II !
Bis dahin gilt ungefähr das, was der hl. Athanasius zu den tatsächlichen Katholiken sagte:
„Daß die anderen mit Gewalt die Kirchen besetzt halten, während ihr in diesen Zeiten davorsteht, das betrübt euch sehr. So ist es heute: Sie haben die Gebäude, Ihr aber habt den apostolischen Glauben. Mögen jene auch unsere Kirchen besetzen, so stehen sie doch außerhalb des wahren Glaubens. Ihr aber bleibt treu, wenn ihr auch außerhalb der Gotteshäuser seid, denn in euch ist der Glaube. Denken wir nach: Was ist das Wichtigere, das Gebäude oder der Glaube? Der wahre Glaube selbstverständlich! Wer hat in diesem Kampf gewonnen, wer hat verloren, jener, der das Gebäude besitzt oder jener, der den Glauben bewahrt? Das Kirchengebäude ist natürlich gut, wenn man dort den apostolischen Glauben lehrt. Es ist heilig, wenn dort alles heilig ausgeübt wird. {…} Niemand wird jemals Euren Glauben überwinden, geliebte Brüder! Und wir glauben, daß Gott uns eines Tages unsere Kirchen zurückgeben wird.“
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#5   Rocky   13:40:26 | Dienstag, 9. August 2005
Lieber abreissen
lassen und die gewonnenen Quadratmeter in Geld umzumünzen- scheint das Prinzip vieler Ortsbischöfe zu sein. Es sei denn, die Kirchen werden den „muslimischen oder protestantischen Brüdern“ angeboten! Fürchtet man sich vor gültig geweihten Priestern, die das hl. Messopfer GÜLTIG feiern? Die Kirche verkündet Toleranz, die Annahme des Anderen SO wie er ist, und das auf einer Wellenlänge, die auf der einen Seite bis Küng und Drewermann reicht… (Sind diese auch schon als „nicht katholisch“ betitelt oder gar – ich weiss es nicht – wegen Häresien verurteilt worden? Wie viele Häresien hat man der Pius-Bruderschaft vor zu werfen? Wurden diese Häresien von Rom geprüft – wie etwa die von Küng&Co – und zu welchem Resultat ist man gekommen?)
Das II. Vatikanum hat sich selbst NICHT als dogmatisches, sondern als PASTORAL-Konzil verstanden! Wenn dises nun in Teilen abgelehnt wird (so erfahre ich das über die Piusbruderschaft), dann ist das sicher keine Häresie! An solchen lächerlichen Verlautbarungen wie die des Generalvikars, sollte man sich gar nicht aufhalten. Der hat sich damit – so meine ich – selbst disqualifiziert! In der Schweiz gibt es eine Menge Kapellen und (recht grosse) Kirchen der Pius-Bruderschaft – und nicht zu vergessen: öffentliche Schulen!!! – und kein Bischof hat bisher so eine Dummheit verzapft, wie dieser Generalvikar. Ob das SICHER aus Nächstenliebe geschah? Hm… schaut Nächstenliebe so aus, dass ich jemandem etwas in die Schuhe schiebe??
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#4   Romulus   12:45:55 | Dienstag, 9. August 2005
Kirchengebäude
Warum muss die FSSPX eigentlich immer auf Hinterhöfe ausweichen? Warum überläßt man ihr nicht einfach mal eine katholische oder evangelische Kirche oder Kapelle. Es stehen so viele ungenutzt herum.
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#3   Marcel   12:01:52 | Dienstag, 9. August 2005
Es nimmt alles seinen Lauf. Danke Kreuz-net.
Der Distriktobere der FSSPX sagte es richtig: Die Antiwerbung der progressistischen Ortskirchenverwaltungen ist Werbung für die FSSPX.
Viele nicht-progressistischen Katholiken wissen, daß ihre Ortskirchen seit zu vielen Jahren keinerlei Warnung mehr an ihre Gläubigen richten wegen häretischen Umtrieben, unfaßbaren ökumenistischen Gottesbeleidungen, usw., in und um die Kirche. Im Gegenteil gehen diese Verirrungen ja oft just von den Ortrkirchen aus!
Wenn aber dann doch – ein einziges Mal – eine Warnung hinausgeht im gesalzenen Tonfall, und das noch gegen „solche, die nicht katholisch“ seien – aber eben genau das sind: katholisch, und zwar für jeden normalen Menschen klar erkennbar –, dann kommen die Schäfchen ins Grübeln und kucken zweimal hin. Dies hilft der FSSPX. Jeder fest glaubende und die Kirche Christi liebende Katholik, der zur FSSPX findet, ist für die Kirche und die FSSPX ein Segen.
Hätte ich das Glück gehabt, in einer Diözese zu wohnen, wo die FSSPX neu eine Kirche oder Kapelle eröffnet hätte, so daß endlich eine Warnung der häretischen Ortskirchenoberen ergangen wäre: mit Freuden hätte ich das sehr genau studiert, wovor diese Wölfe im Schafspelz „warnten“!
Aber: Ende gut, alles gut. Nun sind wir endlich in der Notorganisation FSSPX angelangt, die weltweit die überlieferte katholische Lehre hochhält, bis Petrus und die Kirche wieder im apostolischen Glauben gestärkt sind, woran wir alle mithelfen sollen und können: durch Opfer, Gebet und Arbeit.
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#2   stimme der vernunft †   11:56:41 | Dienstag, 9. August 2005
Nächstenliebe
Der Generalvikar hat doch nur aus Nächstenliebe die Katholiken aufgefordert nicht zu den Piusbrüdern zu gehen.
Da diese nicht einmal 60 Personen in ihrer Kapelle unterbringen, wäre es ja fatal, wenn auch noch Katholiken zu ihren Gottesdiensten erscheinen würden.
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#1   Aurelius   11:36:33 | Dienstag, 9. August 2005
kindisch
Sowohl die Reaktion des Generalvikars („Wenn ihr zu den Piusleuten geht, seid ihr exkommuniziert, die sind nämlich nicht katholisch – ätsch!“) als auch die im Artikel beschriebene Reaktion („Danke für die Werbung – ätsch!“) zeugen nicht gerade von geistiger Größe, die man normalerweise von Geistlichen erwarten könnte. Irgendwie wirkt das sogar kindisch. Ich hätte von Pfluger mehr erwartet.
Da hilft wohl nur noch das Herabflehen des Heiligen Geistes…
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