Kinderverhütung
Was tun gute Katholiken?
Zeitgleich mit dem Weltjugendtag läuft in der Kölner Untergrundbahn eine riesige Werbeaktion, die männliche Katholiken überzeugen will, ihre Geschlechtsteile in Gummi zu verpacken. Die ersten Plakate wurden bereits geklebt.
(kreuz.net) Eine US-amerikanische Organisation, die sich ‘Condoms4Life’ nennt, hat sich seit einigen Tagen ans Werk gemacht, ihre Ideologie im Herzen des in Köln stattfindenden Weltjugendtages zu verbreiten.

„Gute Katholiken verwenden Kondome“ steht auf den in Deutsch, Englisch und Spanisch verfaßten Großwerbungen.

Am Montag wurde bereits die Metro-Station ‘Dom’ mit diesem Werbespruch verklebt.

Ab kommendem Freitag soll das ganze Transportsystem bedient sein.

Die Plakate sollen während des ganzen Weltjugendtages – vom 16. bis 21. August – in Köln zu sehen sein.

Hinter der Aktion steht eine umstrittene Gruppe, die sich ‘Katholiken für eine freie Wahl’ nennen.

Es handelt sich um US-amerikanische Befürworter der Kinderabtreibung und der künstlichen Empfängnisverhütung. Sie versuchen, als fünfte Kolonne innerhalb der Kirche zu wirken.

In einer Presseaussendung erklärte Frances Kissling, die Präsidentin der Gruppe, daß Kondome angeblich für die Eindämmung des HIV/AIDS-Virus entscheidend seien.

Dagegen zeigen Untersuchungen schon länger, daß Länder, die auf eine massive Verteilung von Kondomen setzten, mit der höchsten Verbreitungsrate von AIDS konfrontiert sind.

Die Kampagne von ‘Condoms4Life’ wurde bereits vor vier Jahren am Welt-AIDS-Tag 2001 gestartet.

Es sind bereits Aktionen in Lateinamerika, Nordamerika, Europa und Afrika durchgeführt worden.

Die Aktion hat auch Bischöfe ausgezeichnet, die sich um Kondome verdient gemacht haben.

Ziel der Aktion ist es auch, den Homo-Lebensstil hoffähig zu machen.

Die Kampagne steht unter dem Glaubensbekenntnis:

„Wir glauben an Gott. Wir glauben, daß Sex heilig ist. Wir glauben daran, fürsorglich miteinander umzugehen. Wir glauben an den Gebrauch von Kondomen.“

Die Kampagne will die Kirche auch „respektvoll“ an ihre moralische Verpflichtung erinnern, das Leben zu fördern, erklärte Frau Kissling.
      
23 Lesermeinungen
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#24   methusalix †   11:53:02 | Montag, 15. August 2005
@mimi
Nein Mimi, die können da nichts tun! Gott sei Dank endet sogar der allumfassende Machtanspruch der Kirchenbeamten einmal.
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#23   Mimi   17:08:59 | Sonntag, 14. August 2005
Darum geht es nicht…
… die Botschaft dieser Plakate ist: Gute Katholiken benutzen Kondome. Diese Plakate sind NICHT katholisch. Und diese Plakate haben gerade jetzt zum Weltjugendtag nichts dort verloren. Was soll die Jugend der Welt denn denken? Ich hab heute eine Email ans Pressereferat des Erzbistums geschrieben und frag mich, ob die denn da nichts machen können…
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#22   methusalix †   16:10:27 | Sonntag, 14. August 2005
warum darf ein Sünder…
…nicht an Gott glauben? Wenn er es nicht täte, wäre er ja kein Sünder mehr.
Und das mit der Fehlerquote der Abstinenz wird von den einschlägigen Programmen in den USA ja tagtäglich nachgewiesen. Nirgendwo gibt es so viele Teenieschwangerschaften wie in den angelsächsischen Ländern. Vom laizistischen Frankreich ist das nicht bekannt.
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#21   Mimi   11:28:18 | Sonntag, 14. August 2005
:-(
Heute morgen hab ich sie tatsächlich gesehen… sie sind unten auf den U-Bahn-Gleisen in so einem Riesenformat wie die normalen Werbeplakate halt… ich find’s unfassbar… ausgerechnet an dieser zentralen U-Bahn-Station, wo viele vorbeikommen werden… auf der einen Seite auf dem sind zwei Männer abgebildet… also zusätzlich zu Kondomen auch noch ein Verweis auf Homosexualität… und dazu halt „Wir glauben an Gott“… und auf der anderen Seite ist das mit „Abstinence has a high failure rate“… seufz…
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#20   methusalix †   13:17:41 | Samstag, 13. August 2005
Hallo Mimi
schauen Sie doch einaml IN den U-Bahn-Zügen anch! Vielleicht werden Sie da fündig.
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#19   Mimi   13:12:34 | Freitag, 12. August 2005
U-Bahn-Haltestelle Dom/Hbf
Also ich hab gestern die o. g. Haltestelle von vorne bis hinten abgesucht und nichts gefunden. Entweder bin ich mit Blindheit geschlagen, oder das Plakat ist wieder weg, oder es hat da nie gehangen.
Nun ja, ich hoffe mal, dass mir keines dieser abstoßenden Dinger über den Weg laufen wird… insbesondere hoffe ich das für unsere Gäste zum WJT… auch wenn allgemeine Meinung ist, dass die Jugend ja eh nur den Papst als Person toll fand und nicht seine Sexualmoral…
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#18   methusalix †   01:49:25 | Donnerstag, 11. August 2005
Wenn ich das richtig sehe…
…umarmt diese junge Dame den „glatzköpfigen Teufel“. Ist sie möglicherweise eine Hexe?
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#17   Romulus   00:05:16 | Donnerstag, 11. August 2005
Eklig
Eklig ist nicht nur der Text, sondern auch das Photo. Besonders eklig ist der Typ mit der Glatze! Das Bild suggeriert: „Teufel verführt junge Unschuldige!“
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#16   methusalix †   22:28:28 | Mittwoch, 10. August 2005
zum WJT
@Evelins Gatte
„entsprungene Nonne“ finde ich wunderbar! Sie sind also auch der Meinung dass Klöster zum Gefängnis werden können? Willkommen im Klub! So einen Fall gab es in der Familie meiner Frau. Leider fand die Dame nicht den Mut zu „entspringen“ und vegetierte bis zu ihrem Tod in Depressionen versunken im Kloster.
Zu Kardinal Meisner kann man nur sagen, dass er zwar keine juristische Handhabe gegen die Plakate hat, aber sehr wohl eine moralische und, wenn er es richtig anpackt, auch eine hochwirksame. Er müsste nur auf dem WJT eine feurige Predigt halten, die alle mitreisst. Andererseits trauen ich gerade Meisner, mit seiner doch sehr schlichten Art, genau das weniger zu. Es wird wohl doch wieder so etwas, wie Benedikt es beschreibt: gäääähn! Da fehlt uns der gute alte JPII schon sehr.
@Lysistrata
Ich muss ganz entschieden protestieren! Ich bin fünfundfünzigund muss mich in genau deselben Welt zurechtfinden wie Sie. Auch für meine Frau und mich wird die Zeit nicht zurückgedreht und das ist gut so. Ewiggestrige, die sich in die Welt von vorgestern zurückwünschen, wie dies bei konservativen Geistern der Fall ist, sind zur Problembewältigung von heute aber eher ungeeignet.
Wenn Sie also Kampfgefährten zur Erhaltung und Stärkung einer jungen, heutigen Kirche suchen, schauen Sie sich um, genau an Ihrer Schulter werden Sie mich finden.
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#15   Andrija   22:24:18 | Mittwoch, 10. August 2005
scheiß propaganda
da soll doch lieber der islamismus europa holen als dass ich es in den händen von instinktiv perversen triebtätern sehe. dem latexdreck kann man jedoch eines abgewinnen. es mindert die biologische verbreitung dieser teuflichen anhängerschaft.
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#14   Evelin   22:22:09 | Mittwoch, 10. August 2005
Grindig, die Plakate
irgendwie ekelig, die Plakate. Die Texte sind abstoßend.
Diesmal wirklich Evelin.
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#13   Mimi   20:44:26 | Mittwoch, 10. August 2005
@Lysistrata
Ich hoffe für Dich, dass das nur eine bittere Ironie war…
Wenn die Kirche SO weitermachen würde – und es ist ja keine Kirchenkampagne –, dann wäre sie nämlich auf dem direkten Weg in die Hölle… Luzifer würde sich sicherlich mächtig freuen…
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#12   Lysistrata   20:10:58 | Mittwoch, 10. August 2005
weiter so!!
na endlich mal eine kirchenkampagne die sich sehen lassen kann! willkommen im 21. jahrhundert! großes lob dafür…
die kirche ist schließlich jung, und junge leute müßen sich nunmal in einer anderen welt zurechtfinden als die welt über 30. die jungen sind mit problemen wie aids und anderen krankheiten konfrontiert, sie brauchen eine kirche die sich mit ihrer zeit schritt hält, ihre probleme versteht und nicht stur auf althergebrachtes pocht.
wenn die kirche so weiter macht, dann liebe leute sind wir auf dem richtigen weg!!
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#11   Evelin   19:56:47 | Mittwoch, 10. August 2005
„Catholics for a free choice“
Frances Kissling ist bekannter als Vorsitzende von Catholics for a free Choice, eine Gruppe, die sich für die Beibehaltung oder Ausweitung der Straffreiheit von Abtreibung in allen amerikanischen Bundesstaaten einsetzt. Kissling ist eine entsprungene Nonne, die vielleicht nur deshalb kurzzeitig eine solche war, damit sie damit in ihrer Biographie glänzen kann.
Natürlich hat sie mit katholisch genausowenig zu tun wie Kondome mit Leben zu tun haben. Sie wird von typischen menschenfeindlichen amerikanischen Stiftungen unterstützt (z.B. Ford Foundation, Bill & Melinda Gates Foundation etc.).
@ Sarto: Man sollte nicht pauschal die WJT-Teilnehmer verurteilen. Viele der charismatischen Jung-Katholiken (wobei ich die Charismatik ablehne) haben eine ordentliche Moral. Das gilt noch mehr für die Leute von Pro Juventutem, deren Programm es ist, die alte Messe in den Trubel hineinzupfropfen.
@ Allgemein: Cardinal Meisner hätte m. A. nach keine Chance (rechtliche Handhabe), die Plakate verbieten zu lassen. Anders wäre es wohl, wenn auf den Plakaten stehen würde K(atholizismus) & K(ondome) sind vereinbar oder dergleichen. „Condoms4Life“ ist natürlich propagandistisch recht geschickt gewählt.
Der Gatte der Evelin
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#10   Benedikt   19:53:01 | Mittwoch, 10. August 2005
@ Sarto
Aber nur im Allgemeinen bitte (wenn überhaupt). Nicht im einzelnen!!
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#9   Sarto   17:42:44 | Mittwoch, 10. August 2005
Woodstock 2005
Der Slogan dürfte im Allgemeinen die Meinung der WJT-Organisatoren und WJT-Teilnehmer wiedergeben.
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#8   Benedikt   13:08:28 | Mittwoch, 10. August 2005
Ach…
…die üblichen Provokationen. *gähn*
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#7   methusalix †   12:52:39 | Mittwoch, 10. August 2005
@Mimi
Wieso glauben Sie, dass Kardinal Meisner entscheiden könnte, was in der U-Bahn plakatiert wird?
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#6   Mimi   12:05:48 | Mittwoch, 10. August 2005
Das ist eine Tragödie!
Und ich kann nicht glauben, dass Kardinal Meisner das tatsächlich durchgehen lässt! Diese Plakate, sollten sie da WIRKLICH hängen, gehören SOFORT(!!!) entfernt!
Gute Katholiken benutzen KEINE Kondome… sie warten bis zur Ehe und lassen Gott darüber entscheiden, ob er ihnen ein Kind schenken möchte…
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#5   Romulus   11:05:43 | Mittwoch, 10. August 2005
Teufelszeug
War ja klar, dass der Teufel so was wie den WJT nicht durchgehen lassen kann. Er kocht vor Wut in der Hölle, dass seine Zeit abläuft, deswegen jetzt auch diese Aktion.
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#4   Athanasius   10:48:54 | Mittwoch, 10. August 2005
.
Ist ja zu erwarten.
Die Deutschen „Bischöfe“ fördern den Kondomgebrauch normalerweise, und haben sie nie verurteilt.
Für Konzilskatholiken ist es logisch in der Sexual ihr eigenes perverses „Gewissen“ zu folgen anstatt der kirchlichen Lehre.
Wer hat erklärungen zu „Humanae Vitae“ ausgegeben in denen die Enzyklika bespottet wird? Ja, die dt. Bischofskonferenz.
Und bereits „Gaudium et Spes“ nannte ohne weiteres Geburtskontrolle „eine Tugend“.
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#2   Beobachterin   09:53:32 | Mittwoch, 10. August 2005
Irrglaube und Blasphemie
Das ändert nichts an der Unverschämtheit der Aktion. Man kann sich nicht vorstellen, daß die Stadt Köln Plakate zum CSD dulden würde, auf denen steht: „Gute Katholiken sind nicht homosexuell“ oder ähnliches.
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#1   Aurelius   09:49:50 | Mittwoch, 10. August 2005
Zur Richtigstellung
Am Montag wurde bereits die Metro-Station ‘Dom’ mit diesem Werbespruch verklebt.
In Köln heißt die U-Bahn „U-Bahn“ und nicht „Metro.“ Außerdem heißt die Station „Dom/Hauptbahnhof“.
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