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Bereits zweite Deutschlandreise geplant + Einbürgerung + Ausgeladen + Neuer Titel + Nachtlager + Katholische Ehrung dem Spinnengott
Bereits zweite Deutschlandreise geplant

Deutschland. Papst Benedikt XVI. kommt im Herbst 2006 nach Regensburg. Das hat das Bistum gestern Dienstag bekanntgegeben. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest, erklärte ein Sprecher des Bistums. Der Sekretär des Papstes, Mons. Georg Gänswein, habe Bischof Gerhard Ludwig Müller eine mündliche Zusage gegeben. Die Messe mit dem Heiligen Vater wird auf einem Feld südlich der Autobahn A3 stattfinden. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bot dem Papst laut Medienberichten das Schloß St. Emmeram in Regensburg als Quartier an. Papst Benedikt XVI. war von 1969 bis 1977 Ordinarius für Dogmatik an der Universität Regensburg.

Einbürgerung

Polen. Der Führer der polnischen Gewerkschaft „Solidarität“ und ehemalige polnische Staatspräsident Lech Walesa (61) würde Papst Benedikt XVI. gerne zum polnischen Staatsbürger machen. Das erklärte er im Gespräch mit dem Bonner „General-Anzeiger“. Schließlich sei die gesamte polnische Nation katholisch, während die Katholiken in Deutschland in der Minderheit seien: „Meiner Meinung nach sollte der Heilige Vater als zweite Staatsangehörigkeit die polnische annehmen, dann hätte er eine größere Basis. Dann würde er sich auch besser fühlen und könnte mehr tun.“ Dennoch ist Ex-Präsident Walesa der Ansicht, daß Benedikt XVI. von den Polen unterstützt und geliebt wird.

Ausgeladen

Deutschland. Die lateinamerikanische Rockgruppe „Rescate“ darf nicht am Weltjugendtag in Köln auftreten. Der Leiter der Band hatte im Gespräch mit einer Musik-Homepage den Papst und die Kirche beschimpft. Das Weltjugendtagsbüro lud die Künstler daraufhin aufgrund weltweiter Proteste aus.

Neuer Titel

Ukraine. Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine wird ihren zentralen Bischofssitz am 21. August von Lemberg im Westen des Landes in die Hauptstadt Kiew verlegen. Das teilte die Kirche nach Angaben der Nachrichtenagentur ‘afp’ gestern mit. Der Großerzbischof von Lemberg, Lubomir Kardinal Husar, wird sich zukünftig „Großerzbischof von Kiew und Galizien“ nennen. Die Verlegung des Bischofssitzes wird sowohl von den Orthodoxen als auch vom Vatikan mit gemischten Gefühlen gesehen.

Nachtlager

Deutschland. Eine Moschee in Niederkassel bei Bonn öffnet Pilgern des Weltjugendtages ihre Türen. Im geräumigen Keller sollen rund 60 Pilger ein Nachtlager finden. Im Januar hatten Vertreter der islamischen Gemeinde erstmals vom Weltjugendtag gehört: „Da war sofort die Idee da, daß wir auch junge Leute aufnehmen“, sagt die Sprecherin der türkisch-islamischen Gemeinde nach einem Bericht von ‘kath.de’. Mit der Antwort ließen sich die Organisatoren Zeit: „Das Angebot war denen wohl doch etwas unheimlich“, mutmaßt die Sprecherin. Mittlerweile ist man von der Idee angetan: „Wir sind natürlich hoch erfreut, daß der Weltjugendtag nicht nur die katholische Welt bewegt“, erklärte ein Sekretär des Weltjugendtages: „Es ist schön, daß auch andere Religionen Anteil nehmen.“

Katholische Ehrung dem Spinnengott

Österreich. Das Quartalsmagazin ‘Alle Welt’ des katholischen Entwicklungshilfswerkes ‘Missio’ veröffentlichte in der Januar/Februar-Ausgabe einen Artikel zum Thema „Gott spricht viele Sprachen“. Der Artikel zeigt folgende, interreligiöse Bildgarnitur:

Ein anderer Artikel derselben Ausgabe berichtet, wie ein katholischer Priester (links im Bild) an einem Ritual zu Ehren eines thailändischen Spinnengottes teilnimmt. Der katholische Weblog ‘Cathcon.blogspot.com’ erwähnt auch den für die Zeitung Verantwortlichen. Es handelt sich um den neuernannten Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz.
      
7 Lesermeinungen
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#7   thaumaturgos   10:27:33 | Donnerstag, 11. August 2005
@Irenaeus
aber er hatte als Kardinal und Mitarbeiter an der Kurie die vatikanische und ich vermute als Souverän des Staates der Vatikanstadt wird er wohl auch diese haben … oder etwa nicht? darum ist es unerheblich welche staatbürgerschaften er noch hat.
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#6   Irenäus   19:50:09 | Mittwoch, 10. August 2005
?
Lieber Thaumaturgos,
ich wüßte nicht, daß Joseph Ratzinger durch seine Wahl oder durch seine Ernennung zum Präfekten jemals seine deutsche Staatsbürgerschaft verloren hätte; insofern ist mir Ihr Beitrag völlig unverständlich.
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#5   thaumaturgos   19:34:50 | Mittwoch, 10. August 2005
ob pole, deutscher
der papst ist STAATSOBERHAUPT des staates der vatikanstadt,
und meist haben staatsoberhäupter die dem amt entsprechende staatsbürgerschaft … oder ist das in polen / deutschland nicht mehr / noch nicht so
R O F L
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#4   2Tm2,3   15:29:48 | Mittwoch, 10. August 2005
Walesa
Walesa sagt oft Daemliches, doch diesmal bin ich der Meinung, dass er missverstanden wurde. Er wollte damit nur sagen, dass der Papst, obwohl er diesmal kein Pole ist, genauso wie JP II in Polen geliebt wird. Man sollte die Aussage von Walesa nicht wortwoertlich nehmen. Ich bin selber Pole und habe nach der Wahl Benedikt XVI mit Staunen einige Kommentare in der deutschen Presse gelesen. Ein Vergleich der Pressestimmen aus den Tagen nach der Wahl des Papstes beweist, das nicht die Polen ein Problem mit dem deutschen Papst haben, sondern viele Deutsche.
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#3   MilesChristi   11:50:57 | Mittwoch, 10. August 2005
@ Walesa
Die Idee ist lächerlich und wird wahrscheinlich von niemanden ernstgenommen !! So ein Absurd. Die Kirche ist wie Romulus sagt weltumfassend (katholisch).
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#2   Romulus   10:59:10 | Mittwoch, 10. August 2005
Polnisches Gedöns
Was soll denn das nun wieder? Unser Benedikt Pole? Man stelle sich das Gedönse mal umgekehrt vor, wenn wir dem Polen JP II vorgeschlagen hätten, Deutscher zu werden. Oder sollen wir jetzt wohl nur noch polnische Päpste haben? Ein gutes Beispiel, an demman sieht, dass der Katholizismus in Polen ein nationales Problem hat. Denn man lerne: Katholisch = allumfassend und nicht polnisch!
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#1   Lilith   08:47:58 | Mittwoch, 10. August 2005
Einbürgerung?
Sehr seltsam. Wie kommt es, dass die polnische Regierungsspitze es nicht ertragen kann, dass ein Deutscher der neue Papst ist und jetzt sofort wieder einen polnischen Papst haben will? Wenn das so wäre dann könnte Papst Benedikt ja auch die brasilianische Staatsbürgerschaft annehmen oder die von Venezuela oder einem anderen südamerikanischen Land. Ich finde diese Forderung ziemlich Lächerlich.
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