Eine deutsche Kirchengemeinde will eine Innenstadtkirche vermieten. Zwischen der evangelischen Kirche und dem örtlichen Nationaltheater laufen bereits Verhandlungen. Entsetzt ist darüber nur der Architekt des Gotteshauses.
(kreuz.net) Aus der evangelischen Trinitatiskirche in Mannheim soll ein Ballettsaal werden. Die evangelische
Gemeinde will die Kirche aufgeben. Das berichtete gestern der Nachrichtendienst ‘hz-online’.
Mannheim
befindet sich rund 90 Kilometer nördlich von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg.
Der Architekt
des evangelischen Gotteshauses, Helmut Striffler, ist entsetzt. Für ihn bedeutet die Vermietung eine
„Trivialisierung“ seines Bauwerks.
Doch der Dekan der evangelischen Kirche in Mannheim, Günter Eitenmüller,
sieht das anders. Leere Kirchenkassen, halbierte Gemeindezahlen seit den 50er Jahren und die geringe Nutzung
der Kirche machen eine Vermietung unumgänglich.
„Wir können keine Kindergärten schließen, um ein
Gebäude zu erhalten, das nicht mehr richtig genutzt wird“, erklärte Dekan Eitenmüller vor ‘hz-online’.
Die Betonkirche in der Innenstadt wurde in den 50er Jahren gebaut und in den 90er Jahren unter Denkmalschutz
gestellt.
Das Mannheimer Nationaltheater ist der größte Mietinteressent an der Trinitatiskirche. Das
Theater sucht dringend einen Probensaal für das Ballett.
Vor einem Einzug des Theaters müßten allerdings
größere Umbauten durchgeführt werden. Ein Sprungboden müßte eingelassen, die Kirchenfenster mit Samt
verhängt und ein gläserner Verbindungsgang zwischen Kirche und Gemeindehaus gebaut werden.
Der Professor
für Architektur an der Universität Karlsruhe, Jürgen Vogeley, kann sich die Umnutzung vorstellen.
Solange durch die Umbauten und Umnutzung nichts zerstört werde, spräche nichts dagegen: „Würde die
Kirche gar nicht mehr genutzt, wäre das der Anfang vom Ende des Bauwerks.“
Sollte mit dem Architekten
keine Einigung über die künftige Nutzung der Kirche erzielt werden, sei der Gang vor Gericht nicht auszuschließen,
erklärt Dekan Eitenmüller.
Die Mitglieder der evangelischen Gemeinde sieht der Dekan auf seiner Seite.
Die Betonkirche werde nicht sehr geschätzt.
„Sie vermittelt eine wenig anheimelnde Atmosphäre.“
Deshalb
fänden bereits viele Gottesdienste im Gemeindesaal statt.
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Lutheraner := Protestant Ich bitte doch herzlich darum, nicht ständig Protestanten und Lutheraner in
einen Topf zu werfen. Die Lutherische Kirche Falsche Folgerung, denn wer von Lutheranern spricht, meint
niemals automatisch die „Lutherische ‘Kirche’“. Selbstverständlich sind viele Protestanten Lutheraner,
zwar nicht alle Protestanten Lutheraner, aber alle Lutheraner Protestanten. Ich zitiere Ihnen auch gerne
den bekannten Protestanten und Lutheraner Prof. Rohrmoser. Oder jenen bekannten Protestanten, der Luther
verabscheut. Weil es kein Lehramt im Protestantismus gibt, sondern soviele Lehrämter wie Protestanten,
gibt es auch keine Letztinstanz im Universum, die einem Protestanten verbieten könnte, Lutheraner zu
sein, oder was auch immer er sonst wünscht. Der Protestantismus ist ein Chaos. Je nach Subgruppe viel
Christus-Glaube, das bezeuge ich, aber totales Chaos. Glaubenschaos ist sehr unbiblisch, wie Sie wissen,
und nicht Zeichen der einigen Kirche. Natürlich ist es so, daß auch die protestantisierte „katholische“
Konzilskirche ein Chaos ist, und das beweist die Realität jedem, der sehen kann. Weswegen diese Konzilskirche
wieder zum apostolischen Glauben zurückkehren muß, worum wir beten sollen, damit sie wieder in vollem
Umfang einig, heilig, apostolisch, katholisch werde. Wie immer in der Geschichte. Wie sonst sollten gläubige
Protestanten zu ihr finden, wo es kaum mehr gläubigen Katholiken möglich ist?
@Irenäus Ich habe schon eine ganze Reihe „lutherischer“ Taufen erlebt. Selbstverständlich wurde immer
im Namen des Vaters, des Sohnes und Heiligen Geistes getauft.
@Detlef Rose Selbst von sehr liberalen „Katholiken“ höre ich, daß evangelische Taufen oftmals ungültig
seien. Daß die Leute von der EKD die trinitarische Formel einhalten, wage ich daher zu bezweifeln.
#32 Detlef Rose 21:35:52 | Freitag, 12. August 2005
Protest Ich bitte doch herzlich darum, nicht ständig Protestanten und Lutheraner in einen Topf zu werfen.
Die Lutherische Kirche ist eine verfasste Kirche mit von Synoden beschlossenen verbindlichen Agenden,
die im Übrigen öffentlich einsehbar sind. Für die Lutherischen Kirchen läßt sich ganz klar sagen:
Es gibt nur die Taufe „Im Namen des Vaters und des + Sohnes und des Hl. Geistes.“ Wer hier anderes zu
behaupten versucht, ist nicht in der Wahrheit, auch wenn er sich noch so „katholisch“ gebärdet. Mit Ausnahme
der Probleme um die von Rom geforderte (symbolische, was die Anfänge betrifft) Apostol. Succession sind
wir einander sehr nahe. Marcel hat sich offenbar noch einen Rest an Objetivität bewahrt – über seinen
Weg zum Glauben lese ich hier voller Respekt. DAR www.d.a.rose.ms/
Verwechselung? Irenäus schrieb: Diese Polemik gegen den neuen CIC ist nicht sonderlich hilfreich Polemik
verwende ich gelegentlich, jedoch nicht, als ich auf die gerechtfertigte Kritik des Erzbischof Lefebvre
am neuen CIC hinwies – deswegen mein Verweis auf seinen offenen Brief von 1983 an den Papst, und zwar
als Erwiderung auf den Vorwurf Romanos, daß, wer dem CIC Irrtümer unterstelle, nicht mehr katholisch
sein könne. Der Erzbischof war es schließlich, der – mit seinem Mitstreiter Bischof Mayer – belegte,
daß durch das auf dem V.II verkündete neue Evalgelium sich die Irrtümer auch in den neuen CIC niederschlugen.
Irrtümer, die man früher, als es noch die hl. Inquisition gab, klar beim Namen nannte. Weder der Weltkatechismus
des JP2 noch das neue CIC sind katholisch, wenn man die hl. Überlieferung als Richtschnur anlegt. Sie
enthalten wahres, falsches und viel doppeldeutiges; es die liberalistische Mischung, wie man sie vom V.II
kennt. Katholisch ist solches nicht. Also bleibe man mir mit solchen vom Irrtum durchsetzten pseudokatholischen
Dokumenten vom Leibe! Seit ich die FSSPX kenne, begnüge ich mich nicht mehr mit Halbkatholischem: wir
Katholiken haben ein Recht auf die ganze unverfälschte Lehre der Kirche, die die Konkilzkirchenführung
uns aber selten bis nie gibt. Gerne werde ich über die bedingte Taufe der FSSPX ein Gespräch führen
mit unseren Seelsorgern, weil ich mir vorstellen kann, daß es in meiner Familie Bedarf an einer vollkatholischen
bedingten Taufe gibt.
#29 MilesChristi 14:57:17 | Freitag, 12. August 2005
„Taufe“ durch Modernisten Ich möchte an eine wahre Begebenheit erinnern, die vor einigen Monaten durch
die Presse ging (ich glaube auch hier, in der dt. „Tagespost“ etc.) erinnern. In Australien wurden einige
Jahrhunderte von Taufen vom zuständigen Bischof für ungültig erklärt. Warum ? Weil der sich römisch-katholisch
nennende Priester statt der notwendigen Formen „Im NOmine Patris…“ eigene, selbstgebastelte Formen benutzt
hat. Diese Taufen waren also ungültig. Das ist EIN Fall. Wieviele anderen gibt’s, von denen man nicht
erfährt ? Und das sowohl bei „katholischen“ Priestern als auch bei den liberalen Protestanten. Mit diesem
Hintergrund kann ich eine Taufe sub conditione sehr gut nachvollziehen.
@Marcel Diese Polemik gegen den neuen CIC ist nicht sonderlich hilfreich; der Wegfall der sub-conditione
Taufe bei Konvertiten kann man auch als Ausdruck eines gereiften Verständnisses der Häretikertaufe betrachten.
Problematisch erscheint mir die Gültigkeit der Modernistentaufe: nach Urteil der Glaubenskongregation
haben die Zeugen Jehovas und die Mormonen nicht die richtige Intention, da sie sich vom Christentum abgewandt
hätten. Da der Modernist noch radikaler die christliche Offenbarung verwirft, ist es schon berechtigt,
solche Taufen in Zweifel zu ziehen (auch nach dem neuen CIC).
Kein neues Evangelium Natürlich schlugen sich die Irrtümer des nicht-dogmatischen Revolutionskonzils
V.II ins neue Kirchenrecht nieder. Wer an der ungeteilten dogmatischen Lehre der Kirche festhält, lehnt
diese Irrtümer ab. Darüber wird jedoch nicht hier entscheiden. Es haben Berufenere das alles ausführlich
dargelegt und geändert wird es, wenn unser Herr Seine Kirche wieder aufrichten wird. Von einem Vertreter
der neuen V.II-Religion lasse ich mir nicht absprechen, katholisch zu sein. Wir halten uns an das Pauluswort,
daß jeder, der ein neues Evangelium lehrt, verdammt sei. Daß Sie – und die Mehrheit der Konzilskatholiken –
tragischerweise nicht erkennen, daß das V.II ein solches neues Evangelium einführte, folgt aus Ihrer
Unkenntnis des Komplottes der Freimaurerischen Satanssekte gegen die Kirche; Stichwort „Alta Vena“ und
ihre Entlarvung durch die Päpste! Z.B. bricht das V.II klar mit der überlieferten katholischen Lehre,
die in der Forderung einer Verbindung zwischen der Kirche und dem Staat besteht und den entgegengesetzten
Irrtum der Trennung verurteilt. Sie nimmt durch ihre vollkommene Kontinuität bei vier aufeinanderfolgenden
Päpsten von 1832 bis 1906, ihrer Übereinstimmung mit der Tradition und Hl. Schrift, und durch die feierliche
Erklärung des hl. Pius X. auf dem Konsistorium vom 21.2.1906 ein Maximum an Autorität an. Zusammenfassung
der Irrtümer des V.II und neuen CIC durch Bischöfe Mayer und Lefebvre, 1983. www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186
@ Romano & Benedikt: Keine Leichtfertigkeit bei FSSPX! Aufgrund der 1.500 Zeichen und Wiederholungsmöglichkeit
erst nach einem anderen Posting konnte ich dies unten nicht genauer ausführen. Damals war es so, dass
meine Gattin Evelin jene Taufriten nachholen wollte, die sie als getaufte Protestantin A.B. nie erhalten
hat. Also u.a. die Taufexorzismen und die Überreichung der Taufkerze (eine solche gibts bei den Prots
nicht). Sie erkundigte sich von sich aus, ob derartiges bei FSSPX möglich sei (ist es). Sie erzählte
davon einem Freund, der auch evangelisch getauft wurde und ebenfalls sofort Interesse an diesen nachgeholten
Riten hatte. Wir erörterten (noch gänzlich ohne FSSPX-Rücksprache) auch die Möglichkeit der bedingungsweisen
Taufe wg. möglicher Ungültigkeit der ersten. Meine Gattin verwarf diese, weil sie davon ausging, dass
der Pastor A.B., welcher sie getauft hatte, ein gläubiger und konservativer Protestant mit der richtigen
Intention war. Anders unser Freund: Wie er bei der Vorbesprechung vor der Taufe mit dem FSSPX-Priester
erörterte, handelt es sich bei der Hessischen Evangelischen Landeskirche um eine Fusion von Lutheranern
und Calvinern auf der Basis kleinster gemeinsamer Nenner. Da die Calviner an die absolute Prädestination
zum Heil oder Unheil – egal was der Mensch tut oder nicht – glauben, können sie denknotwendig nicht an
die heilbringende Gnade der Taufe, welche die Seele prägt, glauben. Der Gatte der Evelin
#25 Benedikt 23:59:03 | Donnerstag, 11. August 2005
Bedingungsweise Taufe Huer muss ich Romano recht geben. Durch die breite Anwendung der bedingungsweise
Taufe kann der Eindruck erweckt werden, dass Taufen nach dem NOM ungültig sein könnten. Taufen sind
aber schon gültig, wenn sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes gespendet werden.
Selbst wenn es nicht so wäre hätte eine Bruderschaft wohl kaum die Macht, dies festzustellen. Es ist
grundsätzlich schlecht, wenn versucht wird, Ziele welcher Art mit solch subtilen Methoden durchsetzen
zu wollen. Bei der Taufe geht es um das Heil, damit sollten keine Witze gemacht werden.
Wert des cic Werter Marcel, der „Wert“ des cic ergibt sich für einen Katholiken daraus, dass er den Kern
des in der katholischen Kirche geltenden Rechts kodifiziert. Für Nicht-Katholiken ist das in der Tat
völlig bedeutungslos, auch wenn es sich beim cic wohl (auch) um eine Art „staatlichen“ Rechts handeln
dürfte. Da ich bislang der Auffassung war, Sie seien katholisch, bitte ich Sie herzlich darum, das für
uns beide geltende Recht zu respektieren und nicht als wertlos abzutun. Ich habe mehrfach gesagt: kritisieren
darf man alles und jeden. Aber ich verbitte mir diesen respektlosen Umgang mit meiner (ich hatte bislang
eigentlich gehofft: unserer) Kirche. Wenn Sie nicht dazugehören wollen, legt Ihnen niemand Steine in
den Weg. Dann seien Sie aber konsequent und beharren nicht ständig auf Ihrem „Römisch-katholisch-Sein“!
Interessant Danke Evelin für den Hinweis mit der bedingten Taufe durch die FSSPX. War mir unbekannt.
Der Romano, der seinem Nomen nicht immer Omen macht, glaubte, er müsse hier das neue CIC anführen, das
in Teilen genauso bedenklich (=häretisch) ist wie das V.II. Nur zirkelschlüssig also, das hat keinen
Wert. Glaubt irgendjemand hier ernsthaft, Jesus würde die Gültigkeit der Taufe davon abhängig machen,
ob sie ein Jude, Katholik oder Protestant spendet? Welcher (gläubige) Jude würde denn jemanden im Namen
des Vaters und des Sohnes (an den er nicht glaubt) und des Heiligen Geistes (an der in der Form des Neuen
Bundes nicht glaubt) taufen wollen? Übrigens gibt es viele protestantische Freikirchen, die bedingungslos
wiedertaufen, also jeden (EKD-Protestant, Katholik, usw.), den sie in die Finger bekommen.
Bedingungsweise Taufe Ich halte es für ungeheuerlich, wie leichtfertig in der FSSPX offenbar die Taufe
bedingungsweise gespendet wird. Zulässig ist dies nach Can. 869 § 3 cic nur, wenn ein ernsthafter Grund
besteht, (u.a.) an der Intention des Taufspenders zu zweifeln. Das bedeutet selbstverständlich nicht,
dass der Taufspender an die katholische Erbsündenlehre glauben muss, um die richtige Intention zu haben.
Sonst könnte ein Nicht-Christ niemals gültig die Taufe spenden. Dies aber ist nicht der Fall (Can. 861
cic). Die Intention beschränkt sich hier vielmehr darauf, dass der Spender auch taufen (und nicht z.B.
das Kind waschen) will. Es scheint mir wieder einmal darum zu gehen, dass die FSSPX eine Art Exklusivanspruch
über die getreuliche Sakramentenverwaltung für sich geltend macht. Dass dabei unter Umständen das Sakrament
selbst entwertet wird (daher die strengen Anforderungen an die „bedingungsweise“ Spendung von Sakramenten!),
kümmert niemanden. Der Verstoß gegen das geltende Kirchenrecht natürlich sowieso nicht. Aber es passt
eben einfach nicht ins Bild, trotz der Kirchenspaltung ein starkes gemeinsames Band zwischen Protestanten
und Katholiken anzuerkennen. Glaubt irgendjemand hier ernsthaft, Jesus würde die Gültigkeit der Taufe
davon abhängig machen, ob sie ein Jude, Katholik oder Protestant spendet?
Bedingungsweise Taufe Diese wird auf Anfrage jedenfalls bei der FSSPX gespendet, außerdem kann man dort
die nachgeholten Taufriten absolvieren. Letztere sind sinnvoll, wenn jemand nur NOM- oder protestantisch
getauft ist, als Katholik also ab 1969. Traditionell sind die meisten Konvertien bedingungsweise noch
einmal getauft worden. So z.B. beschrieben bei Egon v. Petersdorff, der vor 1900 in der evangelischen
Landeskirche von Posen (preußische Landeskirche?) getauft worden war. Ein Freund von mir, welcher sich
bedingungsweise noch einmal taufen ließ (ich war ad hoc einschreitender Taufpate, wobei ein solcher bei
der Erwachsenentaufe nicht viel zu sagen hat zum Unterschied von der Kindertaufe, wo er stellvertretend
für dieses spricht), hat dies damit begründet, das er in der Hessischen evangelischen Kirche getauft
wurde, die aus einer Fusion von Lutheranern und Calvinern in diesem Gebiet entstanden ist. Die Calviner
kennen aber die doppelte (absolute) Prädestination zum ewigen Leben oder zur Verdammung, was die logische
Fortsetzung der lutherischen Ablehnung der Werkgerechtigkeit darstellt. Wenn man aber zum Unheil bestimmt
ist, ohne dass man etwas dagegen tun kann, wozu ist die Taufe dann aber überhaupt von Nutzen? Wenn man
aber ebenso für das ewige Leben prädestiniert ist, wozu braucht man dann die Taufe? Der Gatte der Evelin
Der Dreieine Es wäre mir aber unbekannt, daß die Kirche die arianische Taufe als ungültig betrachtet
hat Wie die Protestanten-Taufe. für uns beide hat aber immer noch das I Vaticanum Vorrang. Ja. Wir Traditionellen
halten fest an der ganzen dogmatischen katholischen Lehre, wie sie durch Päpste und alle dogmatischen
Konzile definiert wurde. Deswegen lehnen wir jene tragischen Texte des nicht-dogmatischen II. Vaticanum
ab, die der überlieferten Lehre widersprechen: dies haben die Bischöfe Mayer und Lefebvre in ihrem Brief
an den Papst www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186 gut zusammenfaßt. Der ehemalige Lutheraner
VirOblationis hat die interessante Frage aufgestellt: „Inwiefern verehren dann die Lutheraner denselben
Gott wie wir?“ Ich würde meinen: sie verehren denselben erlösungsbringenden, barmherzigen, gerechten
und Dreifaltigen Gott wie wir Katholiken, wissen um unsere Erlösungsnotwendigkeit; entstellen aber Gottes
durch Christus offenbarte Lehre, was sich in Folge wieder auf das Gottesbild auswirkt, indirekt. An dieser
Stelle muß ich bekennen, daß es ein gläubiger Protestant war, der mir Esoterik-Heiden durch seinen
Glauben an und glühende Liebe für den Gottmenschen Jesus Christus „zeigte“, daß Christus der Sohn des
Vaters ist. Dieser Protestant als Werkzeug Gottes öffnete mir die Tür für meinen langen und steinigen
Weg zur Kirche. Gottes Wege sind unergründlich.
#19 Irenäus 16:06:49 | Donnerstag, 11. August 2005
@Marcel Es wäre mir aber unbekannt, daß die Kirche die arianische Taufe als ungültig betrachtet hat;
und ich kenne den Kontext jener Basiliusstelle nicht. Aber egal was der hl. Basilius sagte: für uns beide
hat aber immer noch das I Vaticanum Vorrang.
Basilius Heinz-Lothar Barth bezeichnet in seinem Pro-FSSPX-Buch „Keine Einheit ohne Wahrheit“ den christlichen
Arianismus als Götze, dabei auf Basilius zurückgreifend. Entsprechend kann man so auch die antichristliche
Irrlehre Islam als Götze bezeichnen. Barth zitiert den Kirchenvater Basilius angesichts des Arianismus:
Ein einziges Vergehen gibt es, was jetzt heftig bestraft wird, die genaue Bewahrung der Traditionen unserer
Väter. Dafür werden die Frommen aus ihrer Heimat vertrieben und in die Einöde umgesiedelt. Man muß
entweder das (Götzen-) Bild anbeten oder sich dem schmerzhaften Feuer der Peitschen ausliefern lassen
(vgl. die Geschichte von den Jünglingen im Feuerofen, Daniel 3,10 f.; der damalige Götze war der Arianismus,
das Feuer bestand in der Vertreibung; der heutige Götze heißt ‘Zeitgeist’, das Feuer besteht in der
Ausgrenzung als ‘Traditionalist’ bzw. ‘Fundamentalist’). Was ist von der Anbetung des zentralen Heiligtums
des Islam, des Steines Kaaba in Mekka, eines früheren heidnisches Heiligtums, zu halten? Dr. Raddatz
zeigt, daß Mohamed bei der Umwidmung des heidnischen Kultobjekts der Kaaba zum neuen Heiligtum des Islam
sich frech aus der Thora und dem Evangelium, denen er ihre Authentizität absprach, Abraham „borgte“ und
ihn wahrheitswidrig „zum Erbauer des Heiligtums und sein Sohn Ismael zum Erzvater der arabischen Stämme
erklärte“. Der islamische Abraham hat mit dem den jüdisch-christlichen Monotheismus begründeten Abraham
nichts gemein.
#17 virOblationis 10:53:16 | Donnerstag, 11. August 2005
Gottes- und Götzenverehrung Götzen werden vor allem die Idole der Polytheisten genannt. Sie zeichnen
sich dadurch aus, daß in ihnen Endliches „vergötzt“ wird, z.B. durch Venus die Liebe, durch Neptun das
Meer (vgl. Röm. 1, 23). – Solches wird man Juden und Mohammedanern nicht vorhalten können. Sie wollen
den transzendenten Gott verehren, doch verkennen sie ihn, weil sie ihn als den Dreifaltigen ablehnen.
So ist es m.E. schwierig zu sagen, sie würden denselben Gott verehren wie wir (vgl. 1. Joh. 2, 23). Wie
verhält es sich aber mit den Protestanten? Sie bekennen sich (jedenfalls der „altgläubige“ Teil) zu
Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. – Wenn aber Luther öffentlich den Gott predigt, der
das Heil aller will (Deus revelatus) und dahinter einen verborgenen Gott sieht (Deus absconditus), auf
den Böses wie Gutes zurückzuführen ist, also Verwerfung wie Heil, da der Mensch in Geistlichen Dingen
nichts vermag (vgl. Calvins Irrlehre einer doppelten Prädestination), dann ist schon zu fragen, ob Luther
nicht der Gnosis, die allerdings zwischen einem bösen (Schöpfer-)Gott und einem guten (Erlöser-)Gott
unterscheidet, zumindest ebenso nahe steht wie dem katholischen Christentum. Inwiefern verehren dann die
Lutheraner denselben Gott wie wir?
#16 Detlef Rose 21:15:13 | Mittwoch, 10. August 2005
Mann-o-Mannheim „Mannheim befindet sich rund 90 Kilometer nördlich von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg.“
Ein supercooler geographischer Service ist das hier! Für wie blöd hält man eigentlich uns Deutsche?
Ich würde doch am besten auch gleich dazuschreiben: BAYERN und BW liegen in Süddeutschland nördlich
der Alpen. )
Gott @Marcel und Athanasius: Keine seltsame Ansicht, sondern das logische Denken der Heiligen Schrift.
Die Logik, die aus dem Herrenwort folge, daß Mohammedaner Götzendiener seien,vermag ich nicht zu erkennen.
Es besagt doch nicht mehr, als daß diejenigen, die Christus verleugnen, verdammt werden. Mit meiner Ansicht,
daß die Moslems Gott verehren, wollte ich keineswegs leugnen, daß der Islam satanischen Ursprungs ist
(ebenso wie allerdings der Protestantismus). Das I Vaticanum lehrt, daß Gott mit dem Licht der natürlichen
Vernunft aus der Schöpfung erkennbar sei. Gleichzeitig lehrt die Kirche, daß die Trinität eben nicht
mit der Vernunft erkennbar sei, es ist ein reines Glaubensmysterium. Ebenso haben auch sowohl das Neue
Testament als auch die Kirchenväter gelehrt: obwohl sehr scharfe Worte gegen die treulosen Juden fielen,
nie wurde ihnen vorgeworfen, einen anderen Gott zu verehren.
Die den Sohn Gottes leugnen Es gibt da die seltsame Ansicht, die Moslems seien Götzendiener, der Allah
des Korans sei im selben Sinne ein Götze wie Baal, Zeus oder Re. Keine seltsame Ansicht, sondern das
logische Denken der Heiligen Schrift: Wer den Sohn nicht hat, hat auch nicht den Vater. Die Mohammedaner
leugnen den Sohn, daher können sie den Vater nicht haben: das, was sie haben, ist eine falsche Vorstellung
von Gott, aber nicht der wahre Gott: sie folgen einem falschen Idolum Gottes, kürzer: einem Götzen.
Er ist furchtbarer als jene der vorchristlichen Heiden, weil der Koran den ersten Großangriff darstellt
auf den bereits durch Jesus Christus offenbarten dreifaltigen Gott. Die Hl. Schrift spricht deutlich:
„Wer ist der Lügner, wenn nicht derjenige, der leugnet, daß Jesus der Christus (Messias) ist? Das ist
der Antichrist: der den Vater leugnet und den Sohn. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht;
wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.“ (1 Jo 2,18.22f.) Gläubige Protestanten bekennen den Vater
und den Sohn und den Heiligen Geist. Sie sind Häretiker oder sogar Ketzer, und somit ebenfalls nicht
in der Wahrheit. Doch durch die Annahme des dreifaltigen Gottes gibt es für sie einen „Tunnel“ zur Kirche,
der im Islam durch den genuinen Haß auf das Christen- und Judentum nichtexistent ist. Vergessen wir nicht
diese Tragik: Es gibt viele gläubige Protestanten, die näher an der Kirche sind als die meisten Konzilskatholiken.
Gott Ja, aber ich habe selber mehrmals erlebt, daß mir Leute einreden wollten, daß Protestanten doch
so wunderbare Christen seien, aber dann gibt es diese „böse“ Mohammedaner, die Götzendienst betreibten
würden. Z.B: jener halbkonservativer Priester, der mich als FSSPX-Anhänger herruntergemacht. Oder die
Christliche Mitte, die gleichzeitig für Protestanten offensteht. Ein häufig vorgebrachtes Argument ist,
daß Allah im vorislamischen Arabien ein Götze war und auch der Koran anfangs polytheistisch. Dem ist
entgegenzuhalten, daß das eben heute nicht mehr so ist. Auch der JHWH der Tora wurde im alten Israel
als Götze verehrt. Die von Dir, Athanasius, gebrachten Zitate besagen gerade nicht, daß die Mohammedaner
Götzendiener seien; es wir ihnen Aberglaube vorgeworfen, aber nicht Götzendienst.
#12 Athanasius 16:06:46 | Mittwoch, 10. August 2005
Nur entfernt Es gibt da die seltsame Ansicht, die Moslems seien Götzendiener, der Allah des Korans sei
im selben Sinne ein Götze wie Baal, Zeus oder Re. Ist das nicht etwa so? Eben ne Paar Aussagen von Heiligen
zur abominablen Sekte Mohammeds. Sankt Franz Xaver, Mai, 1546. „Das Böse (der Islam) wurde eingeführt
von einigen Mohammedanischen Kaizisen die aus Mekka in Arabien kamen, wo der verfluchte Körper des Mohammed
verehrt wird mit grossem Aberglaube.“ Sankt Franz von Assisi (+ 1210) Zu den Muslems. „Wir sind hier gekommen
um euch den Glauben an Jesus Christus zu predigen, damit ihr Mohammed, jener verfluchter Sklave des Teufels,
abschwören würdet und wie wir das ewige Leben bekommen könntet.“ Protestanten sind aber keine Götzendiener,
oder nur in entferntem Sinne, sondern Ketzer. An sich macht das nur wenig Unterschied. Sie die das Evangelium
kennen aber es pervertieren, sind schlechter als Unwissende oder sehr Unbekannte Heiden im Normalfall.
Bei Pertinenz in der Abweisung des kath. Glaubens, bekommt aber keiner von beiden nach unserer römischkatholischer
Überzeugung das ewige Heil. (Cf. Cantate Domino, ex cathedra, 1441.) So kommt mir diese Diskussion sehr
arbiträr vor.
Gott Es gibt da die seltsame Ansicht, die Moslems seien Götzendiener, der Allah des Korans sei im selben
Sinne ein Götze wie Baal, Zeus oder Re. Es ist bei solcher Polemik eigentlich nur konsequent, die Protestanten
als Götzendiener zu bezeichnen (daß sie an die Trinität glauben, spielt nur eine untergeordnetete Rolle).
Naja Die Kirchen (…)sind nicht nach Osten ausgerichtet etc. Die Zahl der katholischen Kirchen, die _vor_
dem Konzil errichtet wurde und dennoch keine Ostausrichtung haben ist gleichfalls Legion. Allein in 3
km Umkreis um meinen Wohnort gibt es 3 katholische 50er Jahre Kirchen, die einfach in die Landschaft gebaut
wurden. Die sind nach überhaupt nichts ausgerichtet, höchstens auf Parallelität zur vorbeiführenden
Straße. Da die Protestanten ebenfalls den Vater Sohn und Geist anbeten, halte ich die Bezeichnung Götzendienst
im übrigen für nicht zutreffend. Wenn jemand zB das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel
nicht anerkennt, dann ist er kein Katholik mehr, aber ein Götzendiener ist er nicht.
#9 joergx2000 15:33:50 | Mittwoch, 10. August 2005
MilesChrist Da bin ich anderer Meinung : Die Protestanten verwenden eine Christusgestalt die es nicht
gibt. Wenn Du auch nur ein einziges Dogma ablehnst – und derer gibt es viele die die P. ablehnen – hast
du den ganzen Glauben nicht. Du stehst außerhalb der Kirche. Daher Götzentempel. Auch sind diese „Kirchen“
nie von einem Priester geweiht worden und sind nicht nach Osten ausgerichtet etc. Natürlich sind sind
die P. genauso geliebt vom Vater, aber sie befinden sich solange Sie sich nicht bekehren auf dem Holzweg.
Also weg mit dem häßlichen Ding. Auch die meisten neuen mordernistischen katholischen Kirchen die um
das Konzil herum und danach entstanden, eignen sich wohl kaum für die trid. Messe. Eine Ausnahme wäre
es freilich, wenn die Kirche ehemals katholisch gewesen und von den P. anektiert worden wäre. Dann könnte
man sie wieder zurückverwandeln. „ Instaurare Omnia in Christo „ (Pius PP X, Papst 1903 – 1914)
@Benedikt @MilesChristi @Benedikt Die konkrete Situation kenne ich natürlich auch nicht und bin weit
davon entfernt. Doch in meiner Kleinstadt sollen z. B. zwei katholische Kindergärten geschlossen werden,
während ein aufgrund der Lage wirklich „unnötiges“ katholisches Kirchengebäude erhalten bleibt (aus
den 60er Jahren). Natürlich haben sich diejenigen, die nun daraufhin mit einem Austritt aus der Kirche
„drohen“ eh schon längst vom Glauben entfernt, aber trotzdem kann ich ihr Denken nachvollziehen, und
die Schließung der Kindergärten sehe ich mit großem Bedauern. @MilesChristi Off-Topic aber: Ist es
denn noch „konzilskatholisch“ Protestanten als Häretiker zu bezeichnen?!?! *Grins*
@ Mimi Ja wenn in dem Kindergarten tatsächlich noch eine christliche Erziehung stattfindet! Ich kenne
natürlich nicht die konkrete Situation, aber in Anbetracht dessen, was ich über die Zustände weiß,
habe ich da meine Zweifel.
@Benedikt Ich bin nicht der Meinung, dass lieber der Kindergarten geschlossen werden sollte. Kinder sind
unsere Zukunft, und wo sollen sie eine christliche Erziehung bekommen wenn nicht in einem christlichen
Kindergarten? Dann lieber ein totes Gebäude aufgeben… wobei ich auch nicht verstehen kann, wieso dieser
hässliche Bau unter Denkmalschutz steht…
Denkmalschutz Es ist ein Witz, dass diese Kirche unter Denkmalschutz steht, aber Kirchen wie die in Bochum
nicht. Im übrigen bin ich der Meinung, dass lieber der Kindergarten geschlossen werden sollte, bzw. der
Stadt übergeben werden sollte. Wenn er sowieso keine religiöse Substanz mehr hat (und die hat er wohl
nicht, sonst gäbe es genügend Gottesdienstbesucher), dann ist es besser, er wird verkauft. Wider den
Etikettenschwindel!
Der Fluch des Denkmalschutzes … … für Kirchenobjekte von derart bescheidener Qualität. Und schon
öffnen sich neue Horizonte ökumenischer Gemeinsamkeit: die großen Konfessionen sind auf der Suche nach
einer geeigneten Nachnutzung ihrer seelenlosen wie unästhetischen Mühlsteine. Denn dies sind moderne
Bauten zu oft geblieben, trotz der Auffassung von Architekten und diözesanen Bauämtern, die meinten,
die Gemeinden würdens mit der Leere schon richten (hier war’s vor allem bei den Katholiken mit der »Reform«
ein Schuß in den Ofen). Hennen rennen – die passenden Abnehmer sind begrenzt, der Bedarf steigt – am
Ende können Protestanten wie Katholiken mit ihrer Erblast ins Schwitzen kommen. Wohl dem, der früh genug
gestartet.