Wie ein kleines Kind + Riesendurchmesser + Willkommensgruß + Luftüberwachung + Das lutherische Rom ist
heidnisch
Wie ein kleines Kind
Rom. Bei der Generalaudienz am gestrigen Mittwoch sprach Benedikt XVI. über Psalm
131. Der Psalm erkläre, welche Haltung der Mensch vor Gott einnehmen soll: „Wie ein kleines Kind bei
der Mutter.“ Die wichtigste Versuchung gegen die Gotteskindschaft bestehe in der Selbstüberschätzung.
Der Stolze glaube, nicht auf Gott angewiesen zu sein. Oft versuche er vergeblich, mit eigenen Kräften
ans Ziel zu gelangen. Das kindliche Gottvertrauen setze eine Absage an den Hochmut voraus: „Nur so kann
unsere Seele“ – wie es im Psalm heißt – „Ruhe bei Gott finden.“ Bevor der Heilige Vater den Segen erteilte,
bat er um Gebet für den Weltjugendtag in Köln. Seine Gedanken seien schon dort.
Riesendurchmesser
Deutschland. Benediktinerschwestern aus Ostwestfalen haben für den Weltjugendtag mehr als 650.000 Hostien
gebacken. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘dpa’. Neben 653.000 kleinen Hostien für die Gläubigen
wurden von den Nonnen der Benediktinerinnenabtei ‘Unserer Lieben Frau’ in Varensell bei Gütersloh 3000
Priester-Hostien mit einem Durchmesser von 3,5 Zentimetern, sowie 120 sogenannte Konzelebrationshostien
in der Größe von 20 Zentimeter Durchmesser gebacken.
Willkommensgruß
Deutschland. Morgen Freitag
erscheint – rechtzeitig zum Weltjugendtag – der Kurz-Katechismus der Katholischen Kirche. Karl Kardinal
Lehmann hat das Kompendium gestern Mittwoch in Mainz vorgestellt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz
bezeichnete das Werk als ersten Willkommensgruß und ein kleines Gastgeschenk für den Papst aus Deutschland:
„Die Deutsche Bischofskonferenz wünscht dem Kompendium eine gute und freundliche Aufnahme.“
Luftüberwachung
Deutschland. Während des Besuchs von Papst Benedikt XVI. beim Weltjugendtag wird die Nato den Kölner
Luftraum überwachen. Zwischen dem 18. und dem 21. August sollen Awacs-Radarflugzeuge des Militärbündnisses
zur Sicherheit des Heiligen Vaters beitragen. Damit folgte die Nato einer Bitte der Deutschen Bundesregierung.
Die im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen in der Nähe der belgischen Grenze stationierten Flugzeuge
waren bereits beim Begräbnis von Papst Johannes Paul II. im vergangenen April im Einsatz.
Das lutherische
Rom ist heidnisch
Deutschland. Die Lutherstadt Wittenberg – die im 16. Jahrhundert zum Ausgangspunkt
der westlichen Kirchenspaltung wurde – gehört zu den am meisten entchristlichten Städten Deutschlands.
Nach einem Bericht der ‘Initiativkreis-Nachrichten’ vom August, sind von den 47.000 Einwohnern der Stadt
78% konfessionslos. 17% der Wittenberger gehören dem Protestantismus an. 5% sind katholisch. Wittenberg
befindet sich im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, rund 70 km östlich von Magdeburg.
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5 Lesermeinungen
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Zifferwelt Schade, daß Sie nicht mein Bildnis erkannten, das absichtlich schwammige Begriffe wie „katholischen
Gegenden Europas“, „Süddeutschland“ usw. verwendete, damit ich just die Zahlen des Originalartikels hernehmen
konnte, um durch sie etwas über den unmeßbaren Glauben der Kirche auszusagen, das jenseits von Ziffern
steht. Schade, daß somit das, was ich eigentlich aussagte, an Ihnen einmal mehr vorbeigegangen ist. Es
ist aber nicht so schlimm.
#4 methusalix † 11:18:10 | Donnerstag, 11. August 2005
@marcel Sie gehen leider von vollkommen falschen Voraussetzungen aus. Alleine in Baden-Württemberg teilen
sich die zehn Millionen Einwohner in etwa je 45% Protestanten und Katholiken. Ihre Annahme mit 78% Katholiken
ist also der reinste Euphemismus und damit stimmen auch Ihre Zahlen der „abgefallenen“ oder „protestantisierten“
Katholiken nicht mehr. Andererseits, was stören Sie Tatsachen, wenn sie nicht in Ihr schönes finsteres
Weltbild passen über das sich so trefflich jammern lässt.
Die große Apostasie 78% konfessionslos. 17% der Wittenberger gehören dem Protestantismus an. 5% sind
katholisch. Es ist offensichtlich, daß der Protestantismus sich selber auflöst, weil er sich von der
Kirche löste, die auf den drei Pfeilern ruht: hl. Lehramt, hl. Überlieferung, hl. Schrift. (Diese letztere
wird im Protestantismus von jedem Menschen beliebig ausgelegt; es kann aber nur die autentische Auslegung
durch das Lehramt geben, deswegen wurde de factor auch dieser Pfeiler abgesägt). Doch der Gerechtigkeit
halber sei angemerkt, daß die Konzilskirche mit dem V.II ebenfalls die große Apostasie einleitete, ihre
systematische Selbstzerstörung (*), weil sie die oben erwähnten drei Pfeiler mutwillig umstieß. Wenn
man in katholischen Gegenden Europas, nehmen wir Süddeutschland, genauer hinschaut, dürften sich mittels
PI mal Daumen für viele Gebiete ungefähr folgende Werte ergeben: 78% sind katholisch, 17% protestantisch
(die Überschneidung ergibt sich aus der Tatsache, daß viele Katholiken geistlich protestantisch sind),
und insgesamt von allen diesen nur 5% wirklich katholisch… (*) Das Wort stammt vom Konzilspapst Paul
VI., der damit implizit den wahren Schuldigen anprangerte: Denn wer kann die Kirche „selbst zerstören“
außer dem, der die Sendung hat, sie auf dem Felsen aufrechtzuerhalten? Wer könnte eine wirksamere Säure
sein zur Auflösung dieses Felsens als der liberale Geist, wenn er den Nachfolger Petri selbst durchdringt?
Riesenhostien Also die sache mit den Riesenhostien zur Konzelebration stört mich sehr. Muss das sein?
Sind hier irgendwelche medialen Showeffekte etwa wichtiger als die gebotene Ehrfurcht? Man darf auch gespannt
sein, wie es beim Abschlussgottesdienst mit der Kommunionspendung ablaufen wird … eigentlich möchte
ich besser gar nicht dran denken …
#1 Dr. Otterbeck 09:31:51 | Donnerstag, 11. August 2005
„Simple comme un enfant, gravis la côte“, sagte Msgr. Montini am 8. Sept. 1950 zu Jean Guitton; genau
so können wir den Glauben leben, als Gotteskinder, anders nicht.