Katastrophe
Die verbrannte Muttergottes
In der Kathedrale von Nagasaki gedachte man am letzten Dienstag der Atombombenexplosion über der Stadt. Der mörderische Angriff vernichtete zwei Drittel der ortsansässigen Katholiken.
(kreuz.net) Die Gedenkfeier für den Anlaß begann am Dienstag abend in der Kathedrale von Nagasaki. Diese befindet sich am Stadtrand.

Drei Tage nach der Zerstörung der Stadt Hiroschima warfen die US-Amerikaner eine Atombombe auf die Hafenstadt Nagasaki. Das war am 9. August 1945.

Nagasaki befindet sich im Süden von Japan.

In der Kathedrale wurde eine besondere Messe zelebriert.

Zur Zeit seiner Zerstörung war das Gotteshaus die größte Kathedrale in Asien. Die Kirche befand sich nur 500 Meter vom Zentrum der Atom-Explosion entfernt.

Als die totbringende Bombe um 11.02 Uhr in Nagasaki explodierte, befanden sich dreißig Personen in der Kathedrale.

Zwei Priester waren beim Beichtehören.

Keiner überlebte.

Die abgeworfene Plutoniumbombe erzeugte eine Hitzewelle von einigen tausend Grad. Deswegen brannte die Kirche vollständig nieder.

Von den 12.000 Katholiken der Stadt wurden 8.500 getötet.

Der Atombombenabwurf tötete in Nagasaki insgesamt 80.000 Menschen – im Laufe des folgenden Jahres verstarben weitere 60.000 Menschen an der erlittenen radioaktiven Strahlung.

Aber nicht alles wurde zerstört.

In der Kathedrale befindet sich seit dem vergangenen Dienstag die ‘Zerbombte Muttergottes’. Für sie errichteten die Gläubigen eine besondere Seitenkapelle.

Die Skulptur trägt den Kopf einer Holzstatue. Der Kopf überlebte den Atom-Angriff und zeigt immer noch die Spuren der radioaktiven Strahlung.

Der Kopf wurde in den Trümmern der Kathedrale entdeckt. Vom Rest der Statue fand sich nichts mehr.

Seit längerem befand sich in der Kirche eine Kopie der Statue. Doch die Gläubigen hatten darum gebeten, vor dem Original beten zu können.
      
1 Lesermeinung
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#1   Irenäus   16:22:28 | Donnerstag, 11. August 2005
?????
Entschuldigung, aber ich kann mich ziemlich genau erinnern, daß obiger Beitrag gestern auch achon veröffentlicht worden ist. Anscheinend gab es ein technisches Problem.
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