15:24:34 | Donnerstag, 11. August 2005
In der Kathedrale von Nagasaki gedachte man am letzten Dienstag der Atombombenexplosion über der Stadt. Der mörderische Angriff vernichtete zwei Drittel der ortsansässigen Katholiken.
(kreuz.net) Die Gedenkfeier für den Anlaß begann am Dienstag abend in der Kathedrale von Nagasaki. Diese
befindet sich am Stadtrand.
Drei Tage
nach der Zerstörung der Stadt Hiroschima warfen die US-Amerikaner
eine Atombombe auf die Hafenstadt Nagasaki. Das war am 9. August 1945.
Nagasaki befindet sich im Süden
von Japan.
In der Kathedrale wurde eine besondere Messe zelebriert.
Zur Zeit seiner Zerstörung war
das Gotteshaus die größte Kathedrale in Asien. Die Kirche befand sich nur 500 Meter vom Zentrum der
Atom-Explosion entfernt.
Als die totbringende Bombe um 11.02 Uhr in Nagasaki explodierte, befanden sich
dreißig Personen in der Kathedrale.
Zwei Priester waren beim Beichtehören.
Keiner überlebte.
Die
abgeworfene Plutoniumbombe erzeugte eine Hitzewelle von einigen tausend Grad. Deswegen brannte die Kirche
vollständig nieder.
Von den 12.000 Katholiken der Stadt wurden 8.500 getötet.
Der Atombombenabwurf
tötete in Nagasaki insgesamt 80.000 Menschen – im Laufe des folgenden Jahres verstarben weitere 60.000
Menschen an der erlittenen radioaktiven Strahlung.
Aber nicht alles wurde zerstört.
In der Kathedrale
befindet sich seit dem vergangenen Dienstag die ‘Zerbombte Muttergottes’. Für sie errichteten die Gläubigen
eine besondere Seitenkapelle.
Die Skulptur trägt den Kopf einer Holzstatue. Der Kopf überlebte den
Atom-Angriff und zeigt immer noch die Spuren der radioaktiven Strahlung.
Der Kopf wurde in den Trümmern
der Kathedrale entdeckt. Vom Rest der Statue fand sich nichts mehr.
Seit längerem befand sich in der
Kirche eine Kopie der Statue. Doch die Gläubigen hatten darum gebeten, vor dem Original beten zu können.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#1
Irenäus 16:22:28 | Donnerstag, 11. August 2005