Vom Untergrund nach Köln
Die chinesischen Katholiken leben in einer schweren Verfolgung. Sie müssen sich verstecken und werden schikaniert. Doch die Kirche in den Katakomben blüht.
(kreuz.net, Köln) Das hat es noch nie gegeben: Jugendliche aus der chinesischen Untergrundkirche werden
beim Weltjugendtag in Köln dabei sein.Ungefähr hundert Katholiken ist es gelungen, Köln zu erreichen. Das berichtete gestern die Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’.
Unter ihnen befinden sich katholische Studenten, die bereits im Ausland studieren und Jugendliche, die direkt von der Volksrepublik China angereist sind.
Auch Priester, Schwestern und Gläubige aus mindestens fünf Diözesen sind dabei.
Nach Köln zu gelangen, war nicht leicht.
Religionsfreiheit gewähren die chinesischen Kommunisten nur der staatlich kontrollierten ‘Patriotischen Vereinigung’, die mit den Behörden kollaboriert.
Die Untergrundkatholiken, die sich dieser Kontrolle entziehen, riskieren eine Strafverfolgung wegen „illegaler Handlungen“ und „Störung der öffentlichen Ordnung“.
Ein Jugendlicher aus Schanghai erklärt:
„Die Kirche in China ist verfolgt. Aber die Einzelheiten dieser Verfolgung sind im Ausland kaum bekannt.“
So sei die Polizei angewiesen, Untergrundkatholiken ohne die Erlaubnis der Staatskirchenbehörde keine Pässe auszustellen.
„Die Jugendlichen, die nach Köln reisten, ließen sich nicht entmutigen. Sie bemühten sich schon vor Monaten um Pässe und Visas“, erklärt der Jugendliche weiter:
„Einige verwendeten falsche Identitätskarten und erklärten bei der Anforderung ihrer Pässe, daß sie aus touristischen Gründen ins Ausland reisen wollten.“
In Köln hat man nach Bekanntwerden der Ankunft der chinesischen Pilger, ein eigenes Katechismusprogramm für sie organisiert.
Ein anderer Gläubiger aus Tiandschin sagte, daß die Pfarreien in seiner Gegend sehr lebendig und aktiv seien. Um von der Polizei nicht entdeckt zu werden, würden wenige Informationen nach außen bekanntgegeben.
Tiandschin ist eine wichtige Hafenstadt in Nordchina.
So schreibe ein ‘Handbuch für die katholische Kirche in China’ aus dem Jahr 2004, daß eine bestimmte Diözese im Norden des Landes vier Priester besitze: „Doch das war vor zehn Jahren. Inzwischen sind es mindestens 70 Priester und hundert Schwestern“, erklärt der Pilger.
Auch die ‘Patriotische Vereinigung’ wird eine Delegation nach Köln entsenden. Ihre Mitglieder trafen ebenfalls mit Einzelvisas in Europa ein.
Bereits 1995 sandte die Staatsorganisation eine Gruppe mit Priestern und Gläubigen zum Weltjugendtag nach Manila.
Doch damals kam es zum diplomatischen Eklat wegen der am Weltjugendtag anwesenden Flagge von Taiwan.
Der Sekretär der ‘Patriotischen Vereinigung’ forderte alle Gläubigen auf, deswegen von der Messe mit Papst Johannes Paul II. fernzubleiben.
Die Mehrheit der Katholiken gehorchte dem Befehl nicht und nahm insgeheim an der Messe teil.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Freitag, 12. August 2005 23:55
Gotthard: mir kommen die Tränen
angesichts der Verfolgung einiger „rechtskonservativer Katholiken“.
Ich kenne eine Pfarrei, in der chinesische Pilger zu Gast sind … habe sie heute Abend gesehen. Werde allerdings nicht sagen, wie sie gekommen sind.
Gestern habe ich mit WJT-Besuchern aus Hongkong einen tollen Kontakt gehabt.
Ich kenne eine Pfarrei, in der chinesische Pilger zu Gast sind … habe sie heute Abend gesehen. Werde allerdings nicht sagen, wie sie gekommen sind.
Gestern habe ich mit WJT-Besuchern aus Hongkong einen tollen Kontakt gehabt.
Freitag, 12. August 2005 21:53
Aurelius: @Athanasius
Sie haben mir mit Ihrem Beitrag aus der Seele gesprochen. Vielen Dank dafür.
Ich habe den Beitrag auf Monitor nicht gesehen, mir aber eben das Script heruntergeladen und mit Unglauben gelesen Nun ja, was wäre sonst auch vom WDR (Rotfunk Köln) zu erwarten gewesen?
Ich habe den Beitrag auf Monitor nicht gesehen, mir aber eben das Script heruntergeladen und mit Unglauben gelesen Nun ja, was wäre sonst auch vom WDR (Rotfunk Köln) zu erwarten gewesen?
Freitag, 12. August 2005 18:21
Sulpicius: @Athanasius
Der Angriff auf diese konservativen Gruppierungen ist verständlich bei den Eine-Welt-Medien, denn bei diesen Gruppierungen schimmert für sie die katholische Kirche durch, die dort unverschwommen sichtbar wird. Das ist der Grund der Hetze! Seien wir stolz drauf!
Freitag, 12. August 2005 17:40
Athanasius: Medienverfolgung…
Unvergleichbar mit der Verfolgung der nicht-kommunistischen Römisch-Katholischen Kirche Chinas, aber
dennoch beunruhigend ist die Hetze die die linksliberalen Medien etwa MONITOR des ARD (c.q. WRD) gegen
die auf dem Weltjugendtag etablierten konservativeren Bewegungen treiben.
Deutsche (=modernistische) Theologen besprechen diese Bewegungen. Zum Opus Dei kann ich einem Untersucher wohl zustimmen: man wirkt in der Tat auf isolierter und quasi-sektarischer Weise bei der Werbung, aber das ist nur 1 ihrer Fehler (weiter: ökumenistisch und rabbinisch, das passt aber etwa MONITOR nicht zu nennen).
Auch Juventutem kommt dran. Traditionalisten die die Liturgie zurückdrehen wollen sind natürlich gänzlich auszutreiben. „Die fanden sogar frühere WTJe ZU LIBERAL!!!“ Und wieder kommt ein Professor (N.B. der Uni Köln dessen Grosskanzler Meisner ist!) dran, der sagt: „diese schiessen aus einem Turm auf alle andere“.
Seht’s euch an.
http://www.wdr.de/…n/mkram.jhtml/mk.ramrtsp://ras01.wdr.de/…/monitor_050811_a.rm
Deutsche (=modernistische) Theologen besprechen diese Bewegungen. Zum Opus Dei kann ich einem Untersucher wohl zustimmen: man wirkt in der Tat auf isolierter und quasi-sektarischer Weise bei der Werbung, aber das ist nur 1 ihrer Fehler (weiter: ökumenistisch und rabbinisch, das passt aber etwa MONITOR nicht zu nennen).
Auch Juventutem kommt dran. Traditionalisten die die Liturgie zurückdrehen wollen sind natürlich gänzlich auszutreiben. „Die fanden sogar frühere WTJe ZU LIBERAL!!!“ Und wieder kommt ein Professor (N.B. der Uni Köln dessen Grosskanzler Meisner ist!) dran, der sagt: „diese schiessen aus einem Turm auf alle andere“.
Seht’s euch an.
http://www.wdr.de/…n/mkram.jhtml/mk.ramrtsp://ras01.wdr.de/…/monitor_050811_a.rm
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





