Weltjugendtag
Bischof und Wasserschlauch
Am letzten Freitag um 14.58 Uhr fuhr die dunkelblaue Limousine des Bischofs von Aachen an Bord auf den Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Gegend von Aachen. Dann zog der Bischof seine Soutane aus.
(kreuz.net, Aachen) Die Szene ereignete sich beim Eurospar in der Ortschaft Selfkant-Süsterseel.

Das berichtete die ‘Aachener Zeitung’ am vergangenen Freitag.

Selfkant ist die westlichste Gemeinde in Deutschland an der Grenze zu den Niederlanden im Bundesland Nordrhein Westfalen.

20 deutsche und 25 rumänische Jugendliche wuschen dort gegen eine Spende Autos. Das war eine Aktion im Rahmen des ‘Tages des sozialen Engagements’.

„Eine wunderbare Idee“, meinte die Rumänin Diana Ghenghelas vor der ‘Aachener Zeitung’: „Es macht sehr viel Spaß.“

Der Bischof von Aachen, Mons. Heinrich Mussinghoff, wurde freudig begrüßt.

Zunächst überreichte ihm der Bürgermeister von Selfkant, Herbert Corsten, ein Weinpräsent.

Danach überzeugte sich der Bischof, daß die Aktion gut lief.

Die benötigten 300 Euro für die Bänke und Tische, die von der Justizvollzugsanstalt Heinsberg geliefert wurden und im Pfarrgarten von den Jugendlichen aufgestellt werden, kamen schnell zusammen.

Die Jugendlichen baten den Bischof um Unterstützung.

Kurz entschlossen zog er seinen Talar aus und ließ sich einen Eimer mit Wasser geben.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Romulus   00:28:06 | Montag, 15. August 2005
@ Gotthard Kleriker und Laien
Wozu Sie gehören möchten und wozu nicht ist Ihre Sache.
Die Tatsache, dass sich Kleriker aufführen wie Laien und Laien sich klerikalisieren, stammt übrigens nicht von mir, sondern von Kard. Meisner. Für nähere Quellenangabe können Sie mich kontaktieren.
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#13   Gotthard   22:44:58 | Sonntag, 14. August 2005
@Romulus
ich denke mal, weniger die Kirche in Deutschland ist krank als manche ihrer Kritiker.
Bischöfe, die einer normalen Tätigkeit nachgingen – wie der Apostel Paulus, wären nicht weniger Bischof.
Priester und Bischöfe können alles tun – als Brüder. Ihnen sind allerdings noch einige Dinge MEHR aufgetragen.
Zu Eurer klerikal gedachten Kirche möchte ich nicht gehören – sie wäre allerdings auch nicht mehr katholisch.
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#12   Romulus   22:27:54 | Sonntag, 14. August 2005
Politikerquatsch
Warum macht der Bischof so ‘n Politikerquatsch auf Wahlkampf-Tour. Wir wollen, dass er das Evangelium verkündet und Menschen bekehrt. Autowäscher machen andere. Mensch is das ne verkehrte Welt. Aber man sieht es wieder:
Kleriker, die sich als Laien aufspielen und Laien, die sich klerikalisieren. Die Kirche in Deutschland ist krank.
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#11   Evelin   20:58:44 | Sonntag, 14. August 2005
Hauptansatzpunkt der Kritik ist doch wohl,
dass die Bischöfe heute bei jedem Blödsinn mitmachen. Blödsinn hier in dem Sinne, dass es um Vordergründiges, nicht um das Seelenheil der Autowäscher geht. Die Bischöfe sind keine Politiker, die sich in der Öffentlichkeit (glauben) prostituieren (zu) müssen! Sie sollen Ihre Pflichten erfüllen. Tätigkeiten, die sie in ihrer Soutane nicht erfüllen können, sind von ihnen gar nicht zu verrichten (bitte nicht mit Swimmingpool und Badewanne argumentieren).
Der Gatte der Evelin
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#10   Gotthard   20:58:01 | Sonntag, 14. August 2005
@Pelagius
was wäre in deinen Augen in der Diözese Aachen reinigungswert?
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#9   Pelagius   20:21:35 | Sonntag, 14. August 2005
Bischöfliche Reinigungsaktionen
Vielleicht beginnt Seine Exzellenz dann auch bald damit, seine Diözese zu reinigen. Anstelle des Wasserschlauchs böte sich das altbewährte Instrument des Bannstrahls an. Ob er dabei Soutane trägt oder nicht – eher belanglos.
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#8   Gotthard   18:29:35 | Sonntag, 14. August 2005
@Sarto
du wäschst wahrscheinlich auch im schwarzen Anzug und mit Fliege dein Auto, oder?
und warum ein Bischof in Soutane und mit violetter Binde durch die Landschaft fahren sollte, wird sich mir wohl auch nie endgültig erschließen…
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#7   Benedikt   16:49:42 | Sonntag, 14. August 2005
Eben…
… ich finde die Aktion auch nicht schlecht. Warum er seine Soutane ausgezogen hat, können wir nicht wissen. Vielleicht hatte er noch einen Termin, bei dem eine befleckte oder nasse Soutane unangebracht gewesen wäre.
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#6   sylvie   15:39:32 | Sonntag, 14. August 2005
Anerkennung
Aktionen wie diese sollten sich in der kath. Kiriche noch oft wiederholen.
Dieser Bischhof hat sich keine Blöße gegeben, er ist dem Vorbild das Jesus Christus uns gegeben hat ein Stück näher gekommen indem er sich nicht gescheut hat sich selbst die Hände schmutzig zu machen, und so anderen ebenfalls ein Vorbild gab.
Das verdient höchste Anerkennung!!!
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#5   Umkehrbefreit   15:16:33 | Sonntag, 14. August 2005
Blöße?
Wieso hat sich der Bischof eine Blöße gegeben, wenn er Auto wäscht?
Der Bischof wird ja auch nicht mit der Soutane schwimmen gehen.
Also so eng sollte man es nicht sehen, da wir Jesu folgen und ihm somit auch ähnlich werden sollen.
Was ist denn mit der Liebe?
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#4   Gotthard   14:28:02 | Sonntag, 14. August 2005
igitt
ein entblöster Bischof wäscht Autos …
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#3   Sarto   13:03:12 | Sonntag, 14. August 2005
Entblößt
Es ist schon lächerlich, dass Mgr. in Soutane nicht Autowaschen kann.
Die Priester und Seminaristen der FSSPX spielen sogar in Soutane Fußball und Eishockey.
Im übrigen sollte sich ein katholischer Bischof nicht eine solche Blöße geben.
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#2   Umkehrbefreit   12:02:34 | Sonntag, 14. August 2005
Vorbildliche Aktion!
Auch wenn sich sonst nich viel von Bischof Mussinghoff halte, so finde ich diese Aktion vorbildlich und verdient Respekt.
Wieso sollte er nicht auch mit sozialem Eifer vorangehen?
Mit Soutane wäre es schlecht gewesen. Er hat sie sicherlich wieder angezogen nach der Aktion.
Solche Berichte sollte man nicht überbewerten.
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#1   Rocky   12:00:05 | Sonntag, 14. August 2005
Gott sei Dank
hatte der Bischof einen Talar an! Das germanische Vorpreschen nach dem II. Vatikanum, für Priester den Talar abzuschaffen, ist im Rückblick ein riesengrosser Irrtum (wenn auch kein sündhafter…) gewesen. Schade! Dass die Priester dabei viel, sehr viel an respekt und Ansehen verloren haben, muss nicht gesagt werden. „Wald- und Wiesenmessen“ in Jeans-Hosen war keine Seltenheit. In den anderen Ländern (Italien, Spanien, Polen, Portugal … und der ganze ehem. Ostblock) ist auch heute noch der Talar vorgeschrieben!
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