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Montag, 15. August 2005 17:39
Der Erzbischof von Köln stellte sich einem umfangreichen Spiegel-Interview. Der Kirchenfürst sprach über Gott und die Welt – sogar über die Angst vor dem Tod.
Zurück zum Artikel 13 Lesermeinungen:
Mittwoch, 17. August 2005 10:21
virOblationis: ad Chris
„FSSPX“ bezeichnet die Priesterbruderschaft St. Pius X., was ins Lateinische übersetzt heißen müßte Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii (decimi=) X.
Dienstag, 16. August 2005 19:09
Chris: Bonifatius und die Medien
Lieber Bonofatius,
wer glaubt, dass die Medien unbedingt notwendig zur Glaubensverkündigung sind, der glaubt auch, dass unser oder nur mein Heiland, heute Taxi, Bus, Bahn, Flugzeug benutzen würde.
Ich weiß, ich bin ein schlechter Provokant, aber gute Provokanten haben einen schlechten Glauben, dünkt mich. Ich sollte an eine Auferstehung von Toten glauben, aber an eine Neu-Missionierung ohne Hilfe der Medien zweifeln? Du zweifelst, lieber Bonifatius!

Ach ja, was soll diese Hyroglyphe Fsspx… überhaubt bedeuten, wird ja in jedem Artikel reingeschoben?
Dienstag, 16. August 2005 15:39
Romulus: Nach dem Konzil
Vielen der auf dem Konzil Verantwortlichen, gingen die Augen hinterher ziemlich schnell auf. Sie waren erschrocken über das, was sie angestellt hatten. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Beispiele: Kard. Frings sinnierte noch auf dem Sterbebett, ob alles richtig war auf dem Konzil. Döpfner plagten Skrupel wegen der Handkommunion und dem Rückgang der Beichte. Ratzinger hat durch das Dokument Dominus Iesus versucht, „Konzilsirrtümer“ wieder richtig zu stellen (wir wissen ja, was es für einen Aufschrei gab dazu in den Medien…). Die Liste ist beliebig fortsetzbar. Er hat jetzt die Chance manches wieder richtigzustellen.
Dienstag, 16. August 2005 15:17
Marcel: Die Wahrheit ist unteilbar
Deswegen bleibe ich dabei: die FSSPX „braucht“ die römische Kirche in erster Linie als Feindbild, um die eigene Existenz zu rechtfertigen. Ansonsten ist man sich selbst genug.

Tatsächlich ist der FSSPX nur der absolut unverfälschte Jesus Christus und Seine unverfälschte apostolische Kirche „gut genug“. Deswegen gibt es keine Einigung mit dem verzerrten Abziehbildchen der ewigen Kirche, der V.II-Konzilskirche. Warum sollten wir Katholiken uns auf faule Kompromisse einlassen, wo wir wissen, daß der Herr Seine Kirche wieder in voller Pracht erstrahlen lassen wird, wozu wir (und einige Einzelkämpfer in der Konzilskirche) durch Opfer und Gebet einen Teil beitragen dürfen?
An dem Tag, an dem Rom zur apostolischen Lehre zurückkehrt, gibt es die Einigung. Bis dahin wird gelitten – allerdings in den heiligen Sakramenten eingebettet, womit klar ist, daß der katholische Begriff Leiden mit dem konzilskirchlich-verweltlichten Begriff Leiden nichts gemein hat.

Im Gegensatz zu den geschichtslosen Konzilskatholiken wissen wir übrigens noch sehr gut, welche unheilvolle Rolle der damalige Progressist und Theologe Ratzinger auf dem V.II gespielt hat, und daß er in der vorkonziliaren Kirche zu Recht unter Häresie-Verdacht stand.
Weil jedoch der Herr besondere Gnaden für das Papstamt bereit hält und 100 Tage keine Zeit sind, wird die Zeit alles weitere zeigen – oder auch nicht.

Bis dahin arbeiten wir fleißig mit, alles in Christus zu erneueren. Dies beginnt bei uns selber.
Dienstag, 16. August 2005 14:49
Romano: @Romulus
Ich glaube am meisten am desolaten Zustand der Kirche leiden die FSSPX Leute.

Genau das glaube ich, offengestanden, nicht. Denn dann würden diese „Leute“ auch über die Kirche, wie jetzt, hier und heute ist, anders schreiben. Das könnte man durchaus, in dem man immer wieder auch auf vieles Positive blickt (und es auch anspricht), Äußerungen des heutigen Lehramtes zunächst einmal mit Respekt würdigt, das II. Vaticanum im Einklang mit der Tradition auszulegen versucht usw. usw. Mir fehlen schlicht zwei gut katholische Eigenschaften: Weite und Liebe.

Deswegen bleibe ich dabei: die FSSPX „braucht“ die römische Kirche in erster Linie als Feindbild, um die eigene Existenz zu rechtfertigen. Ansonsten ist man sich selbst genug.
Dienstag, 16. August 2005 14:43
Romulus: Klarstellungen
Auf die Äußerungen von methusalix gehe ich nicht ein, da indiskutabel. Er / sie soll sein / ihr Leben erst mal von äußerer Unordnung befreien. Punkt.

@ Rocky und Romano:
Sie werfen anderen vor, die Kirche um der Kritik willen zu kritisieren. Sie betreiben das selber. Ich bin z.B. gar kein Anhänger der FSSPX, wenngleich ich viele dieser Katholiken bewundere, da sie allem Gegenwind und Beschimofungen zum Trotz zu ihrer Überzeugung stehen. Ich bin froh, dass es Leute sind, die den Katholizismus vor 1962 rein bewahrt haben. Dass sie sich damit nicht nur Freunde gemacht haben, ist klar. Ist aber eine andere Debatte. Ich glaube am meisten am desolaten Zustand der Kirche leiden die FSSPX Leute.
Dienstag, 16. August 2005 13:58
Romano: @Rocky
Ja Rocky – die selbsternannten wahrer der (von ihnen „unfehlbar“ erkannten) „Tradition“ scheinen nicht mehr unsere Kirche, sondern nur noch ihre kleine FSSPX-Welt (nebst dem von ihnen zum Heiligen ernannten Bischof) zu lieben. Sonst würden sie in der Tat nicht so abfällig über die Kirche sprechen. Ich habe hier immer wieder gesagt, dass Kritik richtig und wichtig ist. Die FSSPX und ihre Anhänger kritisieren hier aber nicht im Geist der Liebe, sondern der Selbstgerechtigkeit.

Deswegen ist dieser jetzige Papst für die FSSPX im Grunde viel gefährlicher als sein Vorgänger. Denn eigentlich gibt er der FSSPX keinen Anlass, weiter im „Schisma“ (das natürlich rechtlich keines ist) zu verharren. Aber eine Versöhnung mit Rom wird im Grunde gar nicht gewollt, weil sie das Selbstverständnis (und auf die Dauer auch die Zukunft der FSSPX) gefährden könnte.

Anstatt diesen Papst auf Knien zu bitten, eine Einigung herbeizuführen (und vermutlich wird so schnell kein der FSSPX gewogenerer kommen), isoliert man sich weiter und führt noch nicht einmal Gespräche mit Rom. Leute, wacht auf!
Dienstag, 16. August 2005 13:35
Rocky: So ist es, methusalix!
Seinerzeit sagte man, Küng hätte Papst werden sollen – dann wäre Küng – seiner eigenen These nach – nicht mehr „unfehlbar“. Was hier alles an der Kirche kritisiert wird – der Papst als Häretiker, die Bischöfe, die Priester… – sollte als die persönliche Meinung dieser Stänkerer wohl respektiert, aber BITTE nicht beachtet werden! Radikalinskis haben die Kirche noch NIE aufgebaut – und hier wird scheinbar von Besserwissern nicht mehr und nicht weniger die Kirche beschimpft, als wie es die von ihnen abgelehnten Modernisten tun! Sieht da einer einen Unterschied? Radikalinskis von rechts und Radikalinskis von links. Hört endlich auf! Die Kirche muss geliebt werden. und wer sie liebt, wird leiden – wie Jesus am Kreuze – in der Kircheund für die Kirche! Das ist der einzige vernünftige Weg in einer Zeit, ind er die Kirche innerlich in einem desolaten zustand sich befindet. Nicht reden, somndern mitleiden! Christus: „Ich hätte euch noch viel zu sagen“… und stieg ans Kreuz!
Dienstag, 16. August 2005 00:16
methusalix †: stumme Hunde?
Also hier muss ich den guten Kardinal Meisner in Schutz nehmen! Euch kann es wohl keiner recht machen, entweder schimpft ihr die Kirchenbeamten „stumme Hunde“ oder sie reden zu viel. Ihr wisst ja selbst nicht was ihr wollt.
Montag, 15. August 2005 22:03
Romulus: Was meint Meisner wirklich?
Bei Meisner weiß man nie, was ist ernst gemeint und was nicht. Meiner Meinung nach redet er zu viel.
Montag, 15. August 2005 20:27
bonifatius: Chris – schlechter Provokant
Lieber Chris,
es gibt Gutgläubige, die noch hinter dem Mond leben, denn die Medien sind heute die Transportmittel für Nachrichten, echte oder falsche, ist egal. Sie sind ebenso notwendig für die Glaubensverkündigung!

Sollten sie nicht zu den Gutgläubigen gehören dann sind sie ein „minderwertiger“ Provokant.

Letzteres läßt sich vermuten durch ihre Allgemeinplätze.
Montag, 15. August 2005 20:25
Lilith: Nur mal so…
Früher war es die „Mundpropaganda“, die den Menschen etwas vom christlichen Glauben zeigte, denn die Christenheit war noch eine kleine Gruppe.
Später gab es Bücher und Ortspriester in den Dörfern, so dass alle dort die Erfahrung des Glaubens erleben durften, denn es war praktisch jeder regelmäßiger Kirchgänger.
Heute ist die Kirche zwar groß, aber es gibt zunehmend Lücken und durch die Mundpropaganda kann man nicht jeden erreichen. Das einzige, was heute fast alle Menschen in den entwickelten Ländern verbindet ist die Presse und die Medien. (Entwicklungsländer haben den Luxus auf Variante 1 oder 2 zurückgreifen zu können…)
Die Medien können den Menschen zeigen: Seht her, das sind wir, das ist das Kirchenvolk, das ihre Hirten. Wir sind Kirche. Seht, unser Gott. Die Medien können heute Dinge klar herüberbringen und zeigen. Das ist unser Sprachrohr, wir müssen es nur zu nutzen wissen.
Papst Johannes Paul II. wusste um dieses Mittel und er hat es bewusst und geschickt genutzt als Verbindung zwischen sich und den Kirchentreuen, aber auch als Sprachrohr für alle anderen.
Montag, 15. August 2005 19:18
Chris: Kirche und Medien
Es wird Zeit, dass einige Bischöfe erkennen, dass die Kirche nicht durch die Medien lebt. Aber alles was man sieht, ist eine Katholische Kirche, die nur noch durch die Medien existiert.
Wer ist aber dafür verantwortlich, wenn nicht die Bischöfe?
Alle Bischöfe vermitteln den Eindruck, dass die Kirche steht, solange noch ein Journalist ein Interview von ihnen haben will, solange noch eine Kamera auf sie zeigt, solange sie noch zu einem Galaabend oder anderen Veranstaltung eingeladen werden. Die katholische Kirche ist kein Showobjekt noch eine Bühnenaufführung. Aber was für eine grandiose Show war die Beerdigung von Papst J. II. Sagt es ihnen, wieviel 1000 Menschen zum Glauben zurückgefunden haben, durch diese Mega Show.
Nein, alle Bischöfe der Welt sind nicht die Katholische Kirche und auch nicht der Vatikan oder die Kurie und es gibt kein Konzilskatholisch und kein Vollkatholisch, sondern nur ein Katholisch, dass ich bei den Bischöfen nicht sehe. Lassen wir uns also verzaubern von der Show des Weltjugendtags und der Selbstinzenierung der Kirche!
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