Orthodoxie
Gefeuert
Der griechisch- orthodoxe Bischof von Attika wurde von seinem Posten entlassen. Offenbar hat der Gottesmann ziemlich dick aufgetragen.
(kreuz.net) Am 8. August wurde Panteleimon, der Diözesanbischof von Attika, vom ‘Heiligen Synod’ der orthodoxen Gemeinschaft Griechenlands entlassen.

Attika ist eine Halbinsel im Südosten Mittelgriechenlands in der Ägäis. Der Hauptort der Landschaft ist Athen.

Panteleimon nahm am Treffen des ‘Heiligen Synods’, das seine Absetzung beschloß, nicht teil. Dessen Vorsitz führte Christodoulos, der Erzbischof von Athen und ganz Griechenland.

Panteleimon war bereits am 4. Februar suspendiert worden.

Die Anklagen gegen den Bischof waren zahlreich. Panteleimon soll in einen Korruptionsskandal mit Richtern, Rechtsanwälten und Klerikern verwickelt gewesen sein.

Er soll Anteile von Firmen auf Steuerparadiesen besessen haben.

Außerdem machte er einem jungen Mann unzüchtige Annäherungen per Telephon. Die Aufnahmen wurden veröffentlicht.

Im April erhielt er auch einen Gerichtstermin wegen der Veruntreuung von Kirchengeldern. Panteleimon soll zwischen 1996 und 1997 Kollektengelder im Umfang von 300.000 Euro aus dem Kloster Ossios Ephraim in Nea Makri im Osten von Attika gestohlen haben.

Eine Überprüfung der Besitztümer des entlassenen Bischofs zeigte, daß er auf verschiedenen Bankkonten über 3 Millionen Euro besitzt.

Panteleimon leugnet alle Anklagen.

Doch der ‘Heilige Synod’ erklärte, daß die „schwerwiegenden Angelegenheiten, in die er verwickelt ist, nicht aus der Welt geschafft sind“.

Anklagen gegen Panteleimon tauchten schon vor drei Jahren auf. Damals unterstützte der ‘Heilige Synod’ den Bischof und erklärte, daß die Tatsache, daß ein Bischof ein solches Vermögen besitzt, kein Problem darstelle.

Am letzten Montag änderte der ‘Synod’ seine Meinung: Die Anklagen gegen Panteleimon würden „die Gläubigen schockieren“.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Marcel   21:11:21 | Mittwoch, 17. August 2005
Johannes Paul I
Nach meinem Wissen gibt es Unklarheiten bezüglich seiner exakten Sterbeumstände (wie auch bei Pius XII.). Solange Rom in der Apostasie gefangen ist, wird dies nicht sauber geklärt werden. Weswegen sich natürlich bösartige Gerüchte leicht verbreiten können. Sowie gutmütige, aber genauso falsche Theorien.
Ob aktiv nachgeholfen wurde oder „nur“ der Druck auf ihn erhöht wurde, bis er „zusammenklappte“, dürfte sekundär sein.
Beobachtbar war, daß er einige Korrekturen an der modernistischen V.II-Politik anbringen wollte: obwohl er das V.II damals als Konzilsvater abnickte, scheint er später eine Wandlung durchgemacht zu haben.
Fest steht, daß er sich sehr für Fatima interessierte und es wahrscheinlich ist, daß er plante, dem Wunsch Mariens Folge zu leisten (explizite Weihe Rußlands an die Muttergottes mit entsprechender Bekehrung Rußlands zur katholischen Kirche als Folge), was aber dem V.II-Ökumenismus absolut entgegenstand.
Usw.
Apropos Fatima: Bischof Williamsons (FSSPX) erwähnte in seinem August-Brief, in welchem auch die hier auf Kreuznet veröffentlichte Audienz des FSSPX-Generaloberen beim Papst bestätigt wird, folgendes interessantes „Gerücht“:
„A source in Austria, preferring to remain anonymous, assures us that Cardinal Ratzinger recently made the following admission to an Austrian bishop who is a friend of his: ‘I have two problems on my conscience: Archbishop Lefebvre and Fatima. As to the latter, my hand was forced. As to the former, I failed’.“
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#3   MilesChristi   16:24:42 | Mittwoch, 17. August 2005
@ Peccator
Sind sie wirklich ?? Ich denke kaum !
Franco Felice schrieb doch einiges, was nicht ohne ist. Was ist mit Bischof Marcinkus und seinen dubiosen Geschäften ? Licio Gelli, Banco Ambrosiano, bis hin zur P2 ? Das sind keine Märchen oder böswillige Behauptungen, das ist alles bewiesen. Marcinkus wurde vom verstorbenen Papst JP II gedeckt…
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#2   Peccator   16:18:18 | Mittwoch, 17. August 2005
franco.felice
Warum schreiben in diesem Forum eigentlich immer wieder Kirchenfeinde und Freimaurer? Haben die kein eigenes Forum?
Derartige böswillige Behauptungen im Zusammenhang mit dem Tod von Johannes Paul I sind gründlich untersucht und ausgeräumt worden.
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#1   franco.felice   07:08:33 | Mittwoch, 17. August 2005
Kein Grund zur Häme!
Ähnliche Bischöfe, die in die Kritik geraten, gibt es nicht nur in orthodoxen Gefilden.
Ich erinnere mal an einen gewissen Monsignore in Neapel, der sich so ziemlich vor drei Jahren dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft wegen Wuchers stellen mußte. Oder gar des mirakulös in den Hintergrund geratenen Kardinals Marzinkus samt Fall und Begleitumstände mit der Ambrosiana. Ging es da nicht auch in katholischsten Gefilden, sogar in nächster Nähe „heiligsten“ Stuhles um ein paar Milliönchen mehr?…
Gerade hinsichtlich dessen, daß ein Albino Luciani, besser bekannt als Johannes Paul I., der gerade mal einige Mißstände aufdecken wollte, auf noch mirakulösere Weise und zufällig „pünktlich“ einem „chronischen“, aber erst nachher „konstatiertem“ Herzleiden erlegen sein soll, sollte man noch jetzt jeglichen Versuch hämisch gefärbter Berichterstattung unterlassen.
Der Coup Ambrosiana und anderes geriet doch nur durch die überragende Erscheinung Johannes Pauls II. so verdächtig schnell in Vergessenheit. Jegliche Häme bei Vorkommnissen Angehöriger anderer Religionsgemeinschaften und wirklich kleinerer Delikte wegen, kann da nur unangepaßt sein.
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