Weltjugendtag
Gefüllte Kirchenbänke
Die Sonderattraktion des Weltjugendtages ist die Jugendgruppe ‘Juventutem’. Sie ist nach Köln gekommen, um auf Lateinisch anzubeten. Jetzt gibt es die ersten Bilder von der Delegation, in der keiner ein Ausländer ist.
(kreuz.net) ‘Juventutem’ ist eine internationale Delegation auf dem Weltjugendtag. Sie besteht aus Jugendlichen, die sich der überlieferten Lehre und Liturgie der Kirche verpflichtet wissen.

Die Gruppe verbrachte die vergangene Woche als Vorbereitung auf den Weltjugendtag in Bayern.

Seit dem Hochfest Maria Himmelfahrt befinden sich die Mitglieder der Delegation in Düsseldorf.

Eine Messe im lateinischen Ritus der Römischen Kirche wird auch in Köln selber zelebriert.

Heute Freitag zelebrierte die Messe am Morgen der Erzbischof von Vaduz, Mons. Wolfang Haas. Am Abend wird der Präfekt der Liturgiekongregation, Francis Kardinal Arinze, einer feierlichen Vesper vorstehen.

Von der Vorbereitungswoche in Bayern veröffentlichte ‘Juventutem’ auf seiner Homepage die ersten Bilder. Die Photos stammen von der Messe mit Bischof Fernando Arêas Rifan am Mittwoch vor einer Woche in Ottobeuren in Südbayern.

Bischof Rifan steht der 2002 gegründeten Apostolischen Administratur von São João Batista Maria Vianney vor. Sie befindet sich im Bundesstaat Rio de Janeiro im Südosten von Brasilien an der Atlantikküste.

Die Apostolische Administratur besitzt etwa 30.000 Katholiken und 30 Priester, die ausschließlich in der überlieferten Liturgie zelebrieren.

Während die deutschen Medien mit wenigen Ausnahmen schweigen, zeigen anderssprachige Presseorgane reges Interesse an ‘Juventutem’.

So berichtete etwa die in Paris erscheinende konservative Tageszeitung ‘Le Figaro’ in ihrer Ausgabe von Maria Himmelfahrt, von den „Traditionalisten am offiziellen Programm“.

Die englische Tageszeitung ‘Telegraph’ widmete ‘Juventutem’ am Montag ebenfalls einen Artikel. Der Titel des Artikels lautete: „Die traditionelle Lateinische Messe bekommt ein neues Lebensrecht“.

Das britische Blatt sprach in Bayern mit Gregory Flash, dem Leiter einer britischen ‘Juventutem’-Gruppe:

„Ich finde den alten Ritus schön und inspirierend. Er bringt mich in engeren Kontakt mit Gott.“

Das den altrituellen Meßbesuchern anhaftende Image von „verknöcherten Greisen“ sei obsolet geworden, meinte Flash. Bei den Messen in Bayern sei der Altersdurchschnitt unter 30 gewesen:

„Die Bischöfe beginnen zu begreifen, daß wir nicht weggehen werden. Wenn sie uns nicht wollen, werden sie eine Zukunft mit leeren Kirchenbänken und uninteressierten katholischen Familien vorfinden.“

Bei Juventutem jedenfalls sind die Kirchenbänke gefüllt: Zur Bildgalerie
      
10 Lesermeinungen
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#10   Katharina   23:09:31 | Samstag, 10. September 2005
Präzisierung zum Angebot an Meßfeiern im klassischen römischen Ritus
zu Bonaventura:
Unter ….pro-missa-tridentina.org/…ge-gottesdienste.htm
findet sich eine Liste aller heiligen Messen im klassischen römischen Ritus, die regelmäßig und mit Einverständnis des Ortsbischofs gefeiert werden.
Unter
….pro-missa-tridentina.org/…en/standortkarte.htm
kann man eine Landkarte aufrufen, auf der diese Meßorte markiert sind.
Wenn man die einzelnen Punkte anklickt, werden die Meßzeiten angezeigt.
Noch etwas zur Großzügigkeit des Bistums Köln: Es ist sehr erfreulich, daß es dort zwei Meßorte gibt. Meines Wissens wird die Kirche Maria Hilf in Köln nur teilweise von den Patres der Petrusbruderschaft betreut, daneben zelebrieren auch Pater Rodrigo (Dominikaner) und Diözesanpriester im alten Ritus.
Allerdings gibt es in Stuttgart eine Niederlassung der Priesterbruderschaft St. Petrus mit zwei Priestern, die täglich öffentlich die hl. Messe im klassischen römischen Ritus feiern und für die Seelsorge an den traditionsverbundenen Gläubgen im Raum Stuttgart zuständig sind.
Ein dritter Petruspriester wohnt und wirkt in Neckarsulm bei Heilbronn, ca. 50 km von Stuttgart entfernt.
Katharina
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#9   Bonaventura   19:18:30 | Samstag, 20. August 2005
„Alte Messe“ im Bistum Köln
Die Aussage in Köln gäbe es ausserhalb des WJT’s keine möglichkeit die überlieferte Messe zu besuchen stimmt nicht!
Das Erzbistum Köln, ist das (mit großer Sicherheit) einzige deutsche Bistum, dass wirklich überaus großzügig ist was die überlieferte Liturgie angeht.
So gibt es in Bonn und Köln ein Indult, eine Gemeindeähnliche Struktur für die Alte Messe in der Kölner Innenstadt (exclusiv betreut durch die Petrusbruderschaft)
Dann in Düsseldorf eine Gemeinde die ausschließlich Traditionell Feiert und lebt.
Sowie großzügiger Umgang mit der Erlaubnis die alte messe feiern zu dürfen.
Kardinal Meisner hält sich vielleicht in den Medien und in den Traditionellen Vereinigungen sehr zurück mit Kommentaren, ist aber wie schon gesagt einer der ganz ganz wenigen die der Tradition so wohlgesonnen sind.
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#8   Evelin   10:12:40 | Samstag, 20. August 2005
Pro Juventutem und V2-Realität auf und nach dem WJT
@ Rocky
Es ist positiv, wenn Hl. Messen im überlieferten Ritus stattfinden (egal, wann und wo). Besonders gut ist, wenn nicht traditionelle Gläubige diese kennenlernen durften. Damit sind die Positiva auch schon wieder erschöpft.
Zu den Negativa: 1. Finden die alten Messen im Rahmen einer Veranstaltung – WJT – statt, welche insgesamt mehr Ähnlichkeiten mit der von den Freimaurern angestrebten Welteinheitsreligion hat, als mit einer katholischen Veranstaltung; dazu gehört 2. die Beleidigung der Gottesmutter durch den Auftritt von Abtreibungsbefürwortern (Annan, Herfkens) am 15. August im Rahmen einer „Marienfeier“ in Bonn, wobei das Magnifikat noch als politischer Solidaritätstext (und als übereinstimmtend mit den Verhütungs- und Abtreibungszielen der UNO) fehlinterpretiert wurde;
3. Geht der Hl. Vater in die Synagoge, ohne den Juden Christus, den Sohn Gottes, zu verkünden; er feiert selbst keine alte Messe aus Anlaß des WJT; dies bestätigt den Status Quo post V2 ebenso wie folgende Umstände: 4. im größten Teil des Erzbistums Köln und den angrenzenden Bistümern (fast allen Kirchen) wird es weiterhin keine alte Messe geben;
5. dürfen nur mit bestimmter Erlaubnis und nur bestimmte Priester die Hl. Messe im alten Ritus feiern, was in Hinblick auf Quo Primum pervers ist; Übrigens wird Pro Juventutem – 6. in der Folge als Feigenblatt für die WJT dienen dürfen nach dem Motto: Was habt Ihr, da gibts doch sogar alte Messen…
Der Gatte der Evelin
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#7   Bonaventura   00:15:29 | Samstag, 20. August 2005
Ganz soviele sind es nicht…
Die Zahl der Juventutem Teilnehmer beläuft sich auf „nur“ 1200 Personen. (Angaben der Organisatoren/Offiziellen Sprecher und Betreuer von Juventutem. )
Aber auch diese 1200 eifrigen, frommen und jungen Katholiken reichen aus um einen Akzent auf dem WJT zu setzen.
Ich war heute (Freitag) beim Pontifikalhochamt mit Seiner E. Erzbischof Wolfgang Haas, er wünschte dem ganzen Weltjugendtag einen Geist wie er ihn bei Juventutem vorfindet.
Am Nachmittag war ich bei der Pontifikalvesper mit Bischof Rifan.
(Kardinal Anrinze konnte nicht kommen da er durch Behinderungen der Polizei, sein Auto verlassen musste und 2 Stunden zu Fuss nach Hause laufen musste. Er war danach zu erschöpft und ist auf Anraten seiner Begleiter nicht nach Düsseldorf gekommen.)
Seine E. Bischof Rifan von Campos war aber so freundlich kurzfristig einzuspringen und der Vesper vorzustehen. Auch diese Vesper hat bei vielen Neugierigen einen gewaltigen Eindruck hinterlassen.
So kamen zu über 90% gute Gespräche mit Gläubigen zustande die der Tradition nicht nahe stehen, auch diese Leute waren begeistert von der Ausstrahlung der 1200 Juventutem leute, berichtete mir ein befreundeter Priester der Petrusbrudershaft.
Beten wir das Juventutem einen festen Platz in der Katholischen Kirche findet (O-Ton Erzbischof Haas)
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#6   Athanasius   17:34:49 | Freitag, 19. August 2005

.Weiß jemand, wie viele Teilnehmer die Gruppe Juventutem umfasst?
Ca. 3000 nach Angabe der Organisation. Gesamtzahl.
Kommen zu den Gottesdiensten auch andere WJT-Teilnehmer?
Ja. Ich weiss sogar von Jugendlichen aus der modernistischen niederländischen Delegation die obwohl weit entfernt von der alten hl. Messe, sich alle Mühe geben wollten mindestens in Köln bzw. Düsseldorf mit Juventutem mal zu sprechen und mitzubeten im wahren Römischen Ritus.
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#5   Sulpicius   16:21:24 | Freitag, 19. August 2005
Eine ausgezeichnete Initiative,
für deren Ausbreitung gebetet werden muß. Richtig wohltuend, auch einmal ordentliche Jugendliche auf dem WJT zu sehen, die auch fähig sind, in einer Reihe in der Kirchenbank zu sitzen.
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#4   Isidorus Hispalensis   15:29:40 | Freitag, 19. August 2005
Pontifikalvesper
Ich war gestern in der Pontifikalvesper um 14 Uhr in Maria Hilf. Es war sehr würdig und beeindruckend, wie die jungen Leute der Hl. Liturgie sehr andächtig gefolgt sind. Auch waren es junge Leute, die den Choral gesungen haben. Ich bin wirklich sehr beeindruckt.
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#3   Romano   15:10:28 | Freitag, 19. August 2005
Fragen
Weiß jemand, wie viele Teilnehmer die Gruppe Juventutem umfasst? Kommen zu den Gottesdiensten auch andere WJT-Teilnehmer?
Im übrigen finde die Initiative (obwohl sie zahlenmäßig vermutlich doch sehr klein zu sein scheint) uneingeschränkt gut.
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#2   Rocky   14:54:57 | Freitag, 19. August 2005
Ich warte geduldig
wie die Radikalinskis (OHNE Rückschluss auf die gemeinschaft selbst!) der FSSPX auf diesen Artikel reagieren werden… Natürlich sind dies (die Petrusbudederschft) die „Abtrünnigen“, die sich überreden liessen, erneut in die V2-Kirche einzutreten und damit den Athanasius – den EINZIGEN retter der WAHREN KIRCHE – verleugnet haben… So wird’s wohl klingen.
Um richtig verstanden zu werden: Ich sympathisiere mit der „Pius-Bruderschaf“ SEHR und schätze ihre Dogmentreue! Nur eines fehlt ihnen: Die Rückkehr zu PETRUS! Sonst muss man wohl sagen: Magni passu sed extra viam!
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#1   hcr   14:41:32 | Freitag, 19. August 2005
@
Danke für diesen Beitrag. Er ist Balsam für meine Seele.
„ Magnificat anima mea Dominum ! “
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