In seiner August-Aussendung berichtete ein Bischof der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. von einem bevorstehenden Treffen, das einigen Staub aufwirbeln dürfte.
(kreuz.net) Ende August wird Papst Benedikt XVI. den Generaloberen der Priesterbruderschaft des heiligen
Pius X. in einer Privataudienz empfangen.
Das berichtete Mons. Richard Williamson in einer Aussendung
vom Monat August.
Mons. Williamson ist einer der vier im Juni 1988 von Erzbischof Marcel Lefèbvre in
Ecône in der Schweiz gegen den Willen Roms geweihten Weihbischöfe.
Der gebürtige Engländer ist gegenwärtig
Regens des Priesterseminars der Bruderschaft in Argentinien.
Das genaue Datum des Treffens ist der 29.
August. An diesem Tag soll Benedikt XVI. den Schweizer Generaloberen der Priesterbruderschaft, Mons. Bernard
Fellay, in einer Privataudienz empfangen.
Die Priesterbruderschaft hat um diese Audienz gebeten.
Das
weltweite Zentrum der Priesterbruderschaft befindet sich in der Ortschaft Menzingen. Menzigen liegt im
Zentralschweizer Kanton Zug.
„Es ist sehr wahrscheinlich, daß der gegenwärtige Papst ehrlich überzeugt
ist, daß der ‘Bruch’ zwischen der Priesterbruderschaft und Rom beendet werden muß und daß er sich sehr
um den Anschein bemühen wird, guten Willens zu sein, wenn er alle Mittel einsetzt – seine lange Erfahrung
in der römischen Diplomatie und das Prestige seines hohen Ranges eingeschlossen –, um den ‘Bruch’ zu
beenden“, erklärt Bischof Williamson in seinem Schreiben.
Eine Übereinkunft zwischen Rom und der Priesterbruderschaft
scheint aber nach Mons. Williamson „unmöglich“.
Selbst wenn die Priesterbruderschaft sich mit Rom versöhnte,
würde der Widerstand der katholischen Tradition ohne die Lefèbvristen weitergehen.
Sollte sich der
Papst hingegen „bekehren“ – der Bischof verwendet die Anführungszeichen selber –, dann würde sich der
Kleinkrieg der Tradition zu seiner Rechten in eine grausame Schlacht der Neo-Modernisten zu seiner Linken
verwandeln.
Mons. Williamson erklärt weiter, daß das Ansuchen um eine Audienz beim Heiligen Vater nicht
bedeute, daß die Priesterbruderschaft im Begriff sei, „Verrat zu begehen“.
„Wenn es keinen Kontakt zwischen
der Tradition und Rom gibt, wie soll die Wahrheit der Tradition dann in Rom hörbar gemacht werden?“
Die Aufnahme von Kontakten bedeute allerdings nicht, daß eine Übereinstimmung möglich sei.
Katholiken,
die davon träumten, die „Katholische Tradition“ mit den „gegenwärtigen neo-modernistischen Autoritäten
der Kirche“ zusammenzubringen, sollten auf den Boden der Wirklichkeit zurückkehren.
Die „Katholischen
Amtsträger“ und die „Katholische Wahrheit“ würden wieder zusammenfinden. Aber es gebe keine Anzeichen,
daß dies morgen oder übermorgen geschehen werde.
Schließlich dürfe man nicht glauben, daß der Papst –
weil er guten Willens sei – nicht auch ein Neo-Modernist sein könne:
„Die gegenwärtige Kirchenkrise
würde viel weniger gravierend sein und weniger Leute täuschen, wenn die Neo-Modernisten offensichtlich
schlechten Willens wären“, erklärt Mons. Williamson.
Es sei charakteristisch für diese „letzten Zeiten“,
daß schlechte Prinzipien so vorherrschten, daß sich wenige Menschen dieser Tatsache bewußt wären.
Viele Menschen würden auch Schlechtes tun und seien dabei überzeugt, gut zu handeln.
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50 Lesermeinungen
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#51 Agiafortuni 21:52:03 | Montag, 5. September 2005
Zu Mgr. Williamson’s Aeusserungen Ich sehe keine Unverschämtheit in den Aeusserungen des Weihbischofs,
sondern vielmehr jenen Realismus, den man als Katholike zu vertreten hat. Auch Traditionalisten geben
sich gerne der Illusion hin, es würde eines Tages ein Papst kommen, der alles wieder in Ordnung bringt.
Mit Gottes Hilfe ist alles möglich, doch eines tut Gott bestimmt nicht, er entbindet ihn nicht seiner
Verantwortung und jener Papst, der die Bereitschaft zeigen wird, die Kirche wieder in Ordnung bringen,
wird sich vom grössten Teil der heutigen Bischöfe trennen müssen.
#50 Laurentius2 14:53:07 | Dienstag, 30. August 2005
Antwort: Man darf den Stellvertreter Christi selbstverständlich kritisieren, aber im Geist der Liebe
und nicht im Ungeist der Unverschämtheit, – wie der Artikel von kreuz.net zu den angeblichen Äußerungen
von Mgr. Williamson zumindest den Eindruck erweckt. Gott sei Dank, hat Bischof Fellay ja inzwischen die
diplomatischen Stühlchen wieder geradegerückt. Mit Frechheiten erreicht man in Rom nichts. Realitätssinn
ist angesagt, gerade für die heilige Sache der Tradition ! Einen besseren Papst können wir uns doch
wohl im Moment (erste Hälfte des 21. Jahrhunderts, da sind wir nunmal, HALLO !!) kaum backen, oder ?
…
3 Fragen für Laurentius2 Für Sie sind also 1. die Erklärung der Zulässigkeit einer „Messe“ ohne Wandlungsworte
einer häretisch-schismatischen Gemeinschaft (Mit- wenn nicht sogar Hauptwirkung der damalige Präfekt
der Glaubenskongregation) für Katholiken; 2. der Verzicht auf die Rückkehrökumene, somít den Glaubenssatz
„extra ecclesiam nulla salus (Papst anläßl. WJT vor Protestanten); 3. die Betonung von Nostra Aetate,
somit die Vertretung der Irrlehre der „abrahamitischen“ Religionen“ und der weiteren (christologischen)
Irrlehre, die „Moslem würden gleichen Gott anbeten wie die Christen“ gerechtfertigte Akte der Tradition,
die man beim Hl. Vater nicht kritisieren darf?
#48 Laurentius2 13:49:39 | Dienstag, 30. August 2005
ich bleibe dabei: wer unseren Papst, – der den Laden nunmal zusammenhalten muß, so wie er im Jahre 2005
nunmal ist, – mehr oder weniger direkt als Modernisten beschimpft, hat jeden Anspruch auf Ernstgenommenwerden
durch mit der Tradition sympathisierende Katholiken verloren …
Vorbehalte gegenüber der V2-Kirche @ Laurentius2: Ihre Liste ist mehr als unvollständig. Ich präsentiere
Ihnen eine andere Liste – aus dem Bauch heraus – von gravierenden Bedenken gegen die real existierende
V2-Kirche: Modernismus, Ökumenismus, Interreligionismus, Historizismus, Masonismus, Laizismus, Pazifismus,
Sozialismus, Ökologismus, Arianismus, Pelagianismus, Protestantismus, Charismatismus, Hermetizismus,
Apparitionismus et al. der handelnden V2-Persönlichkeiten in verschiedenen Kombinationen, Facetten und
Ausprägungen. Ein paar Früchte: Doppeldeutige V2-Dokumente, die Behauptung, V2 wäre ein Konzil nach
der Tradition der ökumen. Konzilien, NOM, insb. Handkommunion, Volksaltar, Tschinn-Bumm als Kirchenmusik,
Hinz & Kunz um den Altar, KommunionhelferInnen, MinistrantInnen; Devastierung von Kirchen und -einrichtungen
in kulturkämpferischer Weise, Zerstörung der kirchlichen Kunst; Protestantisierung des kirchlichen Liedguts;
Paralysierung der katholischen Lehre und des katholischen Glaubens durch fast alles Theologieprofessoren
auf Hochschulen und Fakultäten; Zerstörung der katholischen Schulen, Orden und Laienbewegungen; Anbiederung
an die Freimaurer, die Ungläubigen, Heiden, Juden und Protestanten etc. etc.
#46 Laurentius2 12:29:00 | Donnerstag, 25. August 2005
Schwer enttäuscht Bisher hatte ich größte Sympathien für die Piusbruderschaft. Sollten die Äußerungen
von Bischof Williamson zutreffen und sich die anderen Bischöfe von diesem frechen Ton nicht distanzieren,
wäre ich aber schwer enttäuscht. Dieser Papst verweigert Assisi, Koranküsserei und kirchliche Schuldbekenntnisse .
Waren dies gar nicht die entscheidenden Bedenken und Vorbehalte gegenüber dem Heiligen Stuhl ? Denn sie
würden sich doch jetzt erübrigen …
#45 Athanasius 19:52:44 | Sonntag, 21. August 2005
_________ Die Polemik von anti-FSSPX, aber sich als „ökumenisch“ sehende ‘Katholiken’ wundert mich immer
mehr. Man kann doch in jeder Religion jetzt das Heil erlangen, zumindest der modernistischen Konzilreligion
nach? Was denn müsste man noch mit ‘Einheit’ usw. wenn diese nicht notwendig ist? Zudem ist es sehr unfreundlich
nur die FSSPX auszugrenzen. Aber ist ja bekannt. „Wie man Mich gehasst hat, werden sie Euch hassen.“ Die
FSSPX muss geheimlich einer Hintertür entlang zur Audienz, während Juden, Muslems und Modernisten alle
Zeit gestattet wird und sogar eine persönliche Einladung von Benedikt XVI.
Position der FSSPX zur FSSP Die genaue Haltung der FSSPX zur irrenden Abspaltung FSSP ist auf der US-Seite
sehr deutlich nachlesbar: Q 13: What are we to think of the FSSP? www.sspx.org/…s/q13_fraternity.htm
„{…} They are therefore Conciliar Catholics and not traditional Catholics. This being so, attending
their Mass is: * Accepting the compromise on which they are based, * accepting the direction taken by
the Conciliar Church and the consequent destruction of the Catholic Faith and practices, and * accepting,
in particular, the lawfulness and doctrinal soundness of the Novus Ordo Missae and Vatican II. That is
why a Catholic ought not to attend their Masses.“ Die Haltung der FSSPX ist logisch und konsequent. Ein
Meßbesuch bei der FSSP mag immer besser sein als jeder NOM, aber man muß sich über die Konsequenzen
bewußt sein; insbesondere über die Unvereinbarkeit, einerseits als traditioneller Katholik gelten zu
wollen, andererseits per Dekret alle Beschlüsse der Konzilskirche, die just diese Tradition bekämpfen,
unterschrieben zu haben (siehe ausführliche, englische FAQ-Antwort). Die FSSPX hat noch mehr über die
FSSP zu sagen, z.B. „FSSP: Quo vadis?“, uam.: Siehe hier www.sspx.org/articles_index.htm. Mein Dank an
die Diskussionsteilnehmer für die Gelegenheit, die Haltung der FSSPX auch zu dieser Frage genauer zu
studieren. So versteht man die FSSPX und ihren Gründer, den heiligmäßigen Erzbischof Lefebvre, immer
besser.
wirr @Gotthard Sie haben neulich behauptet, die FSSPX gehöre nicht der katholischen Kirche an, ja sei
noch nicht einmal christlich (sic!). Wie können Sie diese wahrhaft unchristliche Ehrabschneidung mit
Ihrem ökumenischen Gewissen vereinbaren?
Rückkehr Einheit in der Vielfalt und Vielfalt in der Einheit, keine Rückkehr-Ökumene Wer von einer
Rückkehr-Ökumene träumt, möge weiterhin träumen…die Einheit, um die Christus so inständig gebetet
hat, wird er so verhindern. 1000 Jahre und 500 Jahre haben heftige Spuren hinterlassen … Glauben, Lieben,
Hoffen und Leiden der getrennten Schwestern und Brüder sind kein Nichts … lasst uns nach Wegen suchen
zu einer Einheit in Vielfalt und Liebe und Geschwisterlichkeit … die Welt ist reicher und bunter und
vielfältiger in ihren Ausdrucksmöglichkeiten als nur das Erbe Roms … auch in der Kirche!
@Sarah Nun ich habe das entsprechende auf idea gelesen. Allerdings muß ich darauf hinweisen, daß der
Papst öffentlich zuvor sich implizit für eine „Rückkehrökumene“ ausgesprochen hat. Auch sein Dokument
Dominus Jesus wurde in diesem Sinne aufgenommen (trotz all der Mängel, die Marcel richtigerweise angeprangert
hat). Man darf dabei nicht vergessen, daß Lehmann und Huber sehr zwielichtige Figuren sind, denen ich
nicht so einfach glauben würde; Lehmann hat im übrigen Dominus Jesus als Betriebsunfall abgetan.
#40 MilesChristi 19:57:40 | Samstag, 20. August 2005
@ Sarah Es ist schon sehr kennzeichnend, daß in Salzburg versucht wird, die FSSPX als außerhalb der
Kirche darzustellen (was nicht mal Rom tut!); andererseits wird einem Vorzeige-Protestanten die Kommunion
öffentlicht gespendet und für ihn eine Requiem-Messe von einem Kardinal der Hlg. Römischen Kirche gelesen…
verkehrte Welt, oder ?
FSSPX und Kirchenkrise @Athanasius Zunächst danke für die Aufklärung, dass man offiziell in einer hl.
Messe nicht für Nichtkatholiken beten darf. Das ist mir neu, hatte ich noch nie gehört. Ich möchte
auch sagen, dass ich es unmöglichfinde, dass neuerdings Katholiken, die ihre Taufe durch Priester der
FSSPX erhielten, von der röm.-kath. Kirche wie Andersgläubige behandelt werden. Andererseits will man
eins werden mit den protestantischen Kirchen. So langsam werden wir doch wach. Ich kenne auch noch die
vorkonziliare Kirche und bin sehr traurig, zu sehen, was aus unserer hl. Mutter Kirche geworden ist. Im
Fernsehen sah ich eine Zusammenfassung des gestrigen Tages in Köln, dabei auch die Pressekonferenz mit
Bischof Huber und Kardinal Lehmann usw. Ich habe einen Riesenschreck bekommen: Einheit in der Vielfalt
und Vielfalt in der Einheit, keine Rückkehr-Ökumene, das wurde anscheinend ausdrücklich versprochen
und soll demnächst so langsam in die Tat umgesetzt werden. Bischof Huber war sehr erfreut über die Worte
des Papstes. Wer weiss, was da noch auf uns zukommt. Nein danke. Ich möchte gern katholisch bleiben und
nicht nur zu einer Gruppe der christlichen Kirchen später gehören… Ich meine, das ist falsche Ökumene.
Sarah
Osteuropa Denn ja, die „schismatische“ FSSPX bekehrt in der Ukraine und Weißrußland jetzt „Orthodoxen“
zum Papsttum und der römisch-katholischen Kirche! Ja, das las ich auch und fand das sehr beglückend.
In Osteuropa schreiten die Gründungen der FSSPX und Kooperationen mit katholischen Traditionsgruppen
gut voran, trotz der kurzen Zeit. Mögen diese Unternehmungen mithelfen bei dem Anliegen der Muttergottes
in Fatima, daß Rußland explizit der Jungfrau Maria geweiht wird vom Papst und seinen Bischöfen weltweit.
Der Himmel wird uns retten. Nicht menschliches Treiben, wie die irrende Konzilskirche meint. Bischof Fellay
(FSSPX), 2004: ‘Things have gotten to the point that a schismatic bishop who wanted to convert came to
us. We told him that, out of respect for the Roman authorities, he should regulate the matter with Rome.
The Prefect of Bishops told him: „Your Excellency, things have changed; since the Council, you no longer
have to convert.“ So this simple bishop asked him: „What would you think if I joined the Society of Saint
Pius X?“ „Don’t do that! They’re fossils!“ The next day he spoke with Cardinal Kasper, who invited him
to join another schismatic group, the Old Catholics, but especially not the Catholic Church. A second
time he went to Rome, saying he wanted to convert. This time Cardinal Kasper told him in the name of ecumenism:
„I cannot receive you into the Catholic Church.“ That’s ecumenism today.’
#37 Athanasius 11:29:39 | Samstag, 20. August 2005
_________ Ich kenne „Dominus Iesus“ ja, aber „Humani Generis“ (1950) von Pius XII. sagt es mir alles etwas
klarer und besser und deutlicher: Pope Pius XII, Humani Generis (#27), 1950: „Some say they are not bound
by the doctrine, explained in Our Encyclical Letter of a few years ago, and based on the sources of revelation,
which teaches that the Mystical Body of Christ and the Roman Catholic Church are one and the same. Some
reduce to a meaningless formula the necessity of belonging to the true Church in order to gain eternal
salvation.“ Aber zu dieser katholischen Lehre bekennen sich die Neo-Modernisten nicht. Und das erklärt
die militante und inhumane Behandlung von der FSSPX von dem heutigen Vatikan. „Dominus Iesus“ nach sollen
die FSSPX’er sich ja gar nicht kümmern um Exkommunikation und Schisma. Denn die „orthodoxen“ (häretischen
únd schismatischen) Kirchen seien ja „wahre Schwesterkirchen“. Nochmal ein Stoß in den Rücken der unierten
Ostkatholiken. Kein Wunder, daß die die FSSPX jetzt massal fragen und bereits ein eignes traditionalistisches
Seminar errichtet haben. Denn ja, die „schismatische“ FSSPX bekehrt in der Ukraine und Weißrußland jetzt
„Orthodoxen“ zum Papsttum und der römisch-katholischen Kirche!
Dominus Jesus Gemessen an der hl. Überlieferung ist das Dokument nichts anderes als ein V.II-Aufguß,
d.h. erneut Wahres mit Falschem vermischt und daher insgesamt inakzeptabel. Kein Anzeichen einer Wende
in Rom. Trotz einiger sehr schöner und klarer Passagen verbreitet es wieder nur einen gemäßigten Modernismus.
Zwar versuchte Mgr. Ratzinger mit dem Dokument, die Notbremse zu ziehen, aber an den Vorgängen um dieses
Dokument sieht man, wie schlimm die Krise der Kirche ist. Selbst JP2 hat das Dokument relativiert. In
dem Dokument finden sich wieder die grundsätzlich positive Beurteilung der falschen Religionen und wieder
wird der antikatholische Irrtum vertreten: „Der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie {die schismatischen
Kirchen und häretischen Sekten} als Mittel des Heiles zu gebrauchen“, usw. Es wird wieder die protestantische
Irrlehre „subsistit in“ des V.II verteidigt, die unvereinbar mit der überlieferten Lehre ist, die sagt:
Die römisch-katholische Kirche ist die Kirche Christi. Der „subsistit it“-Passus wurde dem V.II von einem
protestantischen Pastor vorgeschlagen. In einem Brief bestätigt er, daß er auf dem V.II als Beobachter
eingeladen war und daß er diese Formulierung schriftlich dem theologischen Berater von Kardinal Frings,
Ratzinger, überreichte, der sie dem Kardinal weitergab. Daß das Konzil sich die entscheidende Formulierung,
mit der das Selbstverständnis der katholischen Kirche ausgedrückt werden sollte, von einem Protestanten
diktieren ließ, ist allerhand.
@Athanasius während man andererseits ausspricht in einer gleichen „Kirche“ und „Communio“ wie Lutheranern,
Calvinisten, Monophysiten usw. zu sein. Haben Sie schon einmal „Dominus Jesus“ gelesen?
#34 Athanasius 23:47:21 | Freitag, 19. August 2005
____ Es ist auch eigentlich lächerlich zu sehen, daß man sich so viel Mühe gibt um die Piusbruderschaft
(FSSPX) zu diskreditieren und zu exkommunizieren, während man andererseits ausspricht in einer gleichen
„Kirche“ und „Communio“ wie Lutheranern, Calvinisten, Monophysiten usw. zu sein. Und zudem noch zu behaupten,
daß etwa das Heil auch in anderen „großen Religionen“ zu erlangen sei. Traditionalisten sollten sich
also gar nicht Sorge machen müssen um Regularisierung…wenn sie modernistisch dächten. Aber traditionelle
Katholiken sind keine Apostaten und betrachten die Einheit mit dem römischen Papst, als einzige, als
verpflichtet und notwendig zum ewigen Heil. Und weil Modernisten wissen das die treuen Katholiken das
glauben, versucht man sie untereinanders auszuspielen. Denn selber sind sie schon lange vom Glauben weg.
Nur noch die FSSPX und die Tradis (auch die im Geiste) unterstützen die verpflichtete Lehre: Papst Pius
XII., Humani Generis, P. 27, 1950: „Manche sagen, daß sie nicht gebunden seien von der Lehre die in unserer
Enzyklika von einigen Jahren her ausgelegt wurde, und basiert ist auf die Quellen der Offenbarung, die
lernt, daß das Mystische Leib Christi und die Römisch-Katholische Kirche eins und dasselbe sind. Manche
reduzieren die Notwendigkeit zur wahren Kirche zu gehören um das ewige Heil zu erlangen, zu einer bedeutungslosen
Formulierung.“
Sauerteig will einheitlich gerührt werden; in die Ecke gestellt vertrocknet er Natürlich gäbe es ohne
das Wirken des Erzbischofs überhaupt keine Tradition mehr innerhalb der Kirche. Doch es kommt nicht darauf
an, sich dessen zu rühmen, sondern den ganzen Teig zu durchsäuern. Nun, die Hauptaufgabe der FSSPX –
sowohl der Priester, Ordensleute und Laien – ist es auch nicht, den Erzbischof zu rühmen – obwohl ihm
Ehre gebührt –, sondern dafür Sorge zu tragen, daß sein Werk in seinem Geist weiterlebt, bis die Kirche
restauriert sein wird. Dazu tragen die FSSPX’ler in aller Regel gut und viel bei, was ich bisher sehen
konnte. Es ist klar, daß kein Mensch perfekt ist, außer Maria, aber ganz eindeutig erkenne ich den Geist
Lefebvres in Wort und Tat seiner Weihbischöfe, womit die Fortführung des Werkes durch die Spitze grundsätzlich
gesichert ist; von den guten Priestern und Ordensleuten, die ich bisher zu treffen die Ehre hatte, gar
nicht zu reden. An den Bischofsweihen durch Erzbischof Lefebvre schieden sich sprichwörtlich die Geister.
Sein Gesamtanliegen ist jedoch untrennbar mit diesen Weihen verbunden, weswegen es logischerweise unvereinbar
ist mit dem Gesamtkurs der Gemeinschaften Campos, FSSP oder Xyz. Es geht um die Führung dieser Gemeinschaften,
nicht notwendigerweise um die Mehrheit ihrer Priester. Dies klargestellt habend, ist es genauso logisch,
feszustellen, daß wir alle dankbar sind für jene „Priester dort {und anderswo in der Tradition}, die
eine gute Arbeit im Rahmen ihrer Möglichkeit verrichten“, wie Miles es gut gesagt hat.
#32 virOblationis 13:14:09 | Freitag, 19. August 2005
eine Handvoll Sauerteig Natürlich gäbe es ohne das Wirken des Erzbischofs überhaupt keine Tradition
mehr innerhalb der Kirche. Doch es kommt nicht darauf an, sich dessen zu rühmen, sondern den ganzen Teig
zu durchsäuern. Auch die Cluniazenser haben lange gebraucht, bis einer der Ihren als Papst die Erneuerung
der Kirche vorangetrieben hat.
#31 Athanasius 12:37:47 | Freitag, 19. August 2005
Das… wie viele dort (und in Campos) keine Gelegenheit verlieren, die FSSPX und Erzbischof Lefebvre als
Schismatiker zu definieren. Das ist nun exakt was ich immer wieder erfahre von vielen Indult-Traditionalisten.
Man sagt dann: „Die FSSPX bestreitet uns auch.“ Aber angeblich haben viele von diesen gar nicht zum Ziel
eine Regularisierung der FSSPX, da sie dann gestehen müssen falsch gewesen zu sein. Zudem ist es nichts
anderes als Horstverschmutzung.
#30 MilesChristi 12:16:38 | Freitag, 19. August 2005
Petrusbruderschaft Das ist was ich meine. Es gibt Priester dort, die eine gute Arbeit im Rahmen ihrer
Möglichkeit verrichten. Was mich aber immer wieder mit Abscheu erfüllt ist zu sehen, wie viele dort
(und in Campos) keine Gelegenheit verlieren, die FSSPX und Erzbischof Lefebvre als Schismatiker zu definieren.
Ohne Bischöfe geht nichts Wie es die „Stimme aus dem Tradiland“ schrieb! Die von Lefebvre geweihten vier
Weihbischöfe machen die FsspX zum Flaggschiff aller traditionellen „Syllabus-Katholiken“. Diese Bischöfe
sind die einzige Gewähr für das Weiterleben des insgesamten traditionellen Widerstandes gegen die postsynodale
Kirche, bis die Synodenkirche irgenwann wieder im überlieferten Glauben steht. Deswegen sind diese Bischofsweihen
der Prüfstein, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt(e). Als zB die Petrusbruderschaft sich abspaltete
und jetzt dafür als Belohnung V2-synodisiert wird, dh paralysiert! Dito in Campos. Muss ich daran erinnern,
dass die Fssp es war, die in ihrem deutschen Infoblatt Propaganda für die Satansliteratur Harry Potter
gemacht hat? Ausgerechnet auch noch als gehässige Breitseite auf die berechtigte & famose Kritik an Potter &
Rowling durch die FsspX in 2000? Muss ich daran erinnern, dass es ein führender Liturgiker der Fssp ist,
der – bisher unwidersprochen – im Namen der Fssp skandalöse Propaganda für einen Ritus macht und diesen
als „gültig“ verteidigt, der keine Wandlungsworte enthält? Fssp & Co. helfen wie andere Traditionalisten
am gemeinsamen Kampf mit! Aber ihr Verrat bleibt unlogisch und unhaltbar und die Folgen zeigen sich. Unterschied
zur FsspX! Damit genug meiner Kritik. Diese Gruppen sind nicht unsere Feinde, und im Gegensatz zum Infoblatt
der Fssp kommt das Mitteilungsblatt der FsspX ohne ständige Häme gegen die anderen Traditionalisten
aus.
Liturgischer Zoo Dr. Barth sagte es perfekt. Die FSSPX ist die einzige Gemeinschaft weltweit, die ohne
Abstriche und mit aller Konsequenz an der authentischen ganzen katholischen Tradition der Kirche festhält:
dazu gehört entscheidend der Kampf gegen die Irrtümer des V.II. Das ist die Einzigartigkeit der FSSPX
und macht sie in der jetzigen Notsituation unentbehrlich. Es muß eine Gemeinschaft geben, die diesen
steinigen Weg geht: sie verhindert durch ihren gebündelten Widerstand die Zementierung der Irrtümer
des V.II. Dies ist überlebensnotwendig für die Kirche. Die Zukunft wird zeigen, daß die Überwindung
der Kirchenkrise untrennbar mit dem Namen Lefebvre verbunden ist. Es ist gleichzeitig klar, daß die FSSPX
nicht die Kirche ist und es viele weitere – wenn auch weniger gebündelte – Katholiken gibt, die an einer
Rückkehr Roms zur heiligen Überlieferung mitarbeiten. Gottes Wege sind bekanntlich unergründlich! Warum
die FSSP und Campos als Gemeinschaften versagt haben, erklärt Bischof Fellay in meiner referenzierten
Konferenz www.sspx.ca/…ishop_Fellay_Pt1.htm ausführlich; Stichwort „The Liturgical Zoo“. Der Abschuß
P. Bisigs durch Rom zeigt praktisch, was der Erzbischof Lefebvre prophezeite: daß die FSSP – und heute
Campos – in einer Illusion leben, denn sie haben keine traditionstreuen Bischöfe, sondern sind vom liberalistischen
Rom in einen Käfig gesperrt. Deswegen löste ich mich von der FSSP. Ich weiß, daß es dort noch viele
gute Priester gibt.
Ohne die FSSPX keine Tradition! Die FSSPX ist kausale Voraussetzung für jegliche Tradition in der Kirche!
Dies nicht bloß wegen Ihrer 1970 kirchenrechtliche legal begründeten Existenz, sondern gerade wegen
der Bischofsweihen! Denn es ist ganz eindeutig, dass Rom vor den Bischofsweihen auf die biologische Endlösung
der Tradition gesetzt hat. Bekanntlich sind sowohl Erzbischof Lefebvfe als auch Bischof Antonio de Castro-Mayer
bereits 1991 gestorben. Die Strategie Roms war unter Papst Johannes Paul II. (d.h. mit dessen Billigung!)
folgende: Haben „sie“ (die Traditionalisten) keine Bischöfe mehr, gibt es niemanden mehr, der ihre Priester –
d.h. Priester traditioneller Einstellung – weiht und müssen sie – auch wenn es weiterhin solche Gläubige
gibt – aussterben. Ohne die Bischofsweihen hätte der Papst der FSSPX wahrscheinlich entweder gar keinen
Bischof gegeben oder einen genehmen, also einen Scheintraditionalisten, der innerhalb der FSSPX das gleiche
Zerstörungswerk verrichtet hätte wie die meisten Diözesanbischöfe nach der Räubersynode V2. Diejenigen,
die dagegen aufbegehrt hätten, hätten dann keinen Bischof mehr gehabt, vor allem keinen solchen wie
Erzbischof Lefebvre. Weiterhin ist die Existenz der FSSPX die unumgängliche Voraussetzung für die Existenz
aller Ecclesia Dei Gruppen, denn das Damoklesschwert der V2-Zerstörung ist dort nur deswegen noch nicht
herabgefallen, weil die Priester und Gläubigen noch eine Alternative haben, wo sie hingehen können:
Die FSSPX!
#26 virOblationis 08:54:39 | Freitag, 19. August 2005
Exklusivität Wenn man der FSSPX einen Alleinvertretungsanspruch hinsichtlich der Tradition zuspräche,
stellte man sie losgelöst dar; gerade so sehen sie ja auch die Neuerer. – Natürlich wird jeder versucht
sein, sich eine Exklusivität zuzuschreiben, der von anderen immer wieder ausgegrenzt wird. Tatsächlich
kann man aber nicht übersehen, daß es jenseits der FSSPX natürlich weitere Vertreter der Tradition
gibt, und die Grenzen sind nicht starr, so daß ja die FSSPX beständig auch in die übrige Kirche hineinwirkt,
wozu auch die „Kirchliche Umschau“ beiträgt.
#25 MilesChristi 07:50:41 | Freitag, 19. August 2005
Folklore Also, ich persönlich würde die FSSP etc. nicht als Folklore-Vereine bezeichnen. Auch wenn ich
sie (und gerade die FSSP) als ziemlich „gezähmt“ bezeichnen würde, darf man wirklich nicht vergessen,
daß die Mehrheit ihrer Priester einen unverzichtbaren Dienst verrichten, daß viele Menschen durch sie
die Möglichkeit erhalten haben, die Hlg. Messe aller Zeiten kennenzulernen und daß auch sie beitragen,
die Tradition der Kirche lebendig zu erhalten. Das heißt nicht, daß ich sie kritiklos anschaue. Ich
finde zB die Polemik, die von der FSSP (und neuerdings auch von Bischof Rifan) gegen die FSSPX getrieben
wird, als unwürdig und sehr schmerzhaft – sie „bespucken“ diejenigen, die ihnen geholfen haben (B. Rifan)
bzw. denen sie ihre Existenz letztendlich verdanken (FSSP). Aber sie als „Folklore-Vereine“ zu bezeichnen …
nein, das möchte ich nicht tun.
#24 Aurelius 22:44:26 | Donnerstag, 18. August 2005
@ Irenäus Diese Halbtraditionalisten mögen gute Katholiken sein; aber bloße Folklore-Vereinigungen
sind für die Rettung des Glaubens zu wenig. Was macht denn die FSSP, das Institut Christ König und Hoherpriester,
das Institut Philipp Neri, diverse Klöster und Laienvereinigungen wie die Una Voce und die Pro Missa
Tridentina bitte schön zu „Folklore-Vereinigungen“ und inwiefern ist dann die FSSPX keine „Folklore-Vereinigung“?
#23 Irenäus 22:32:14 | Donnerstag, 18. August 2005
@Aurelium Diese Halbtraditionalisten mögen gute Katholiken sein; aber bloße Folklore-Vereinigungen sind
für die Rettung des Glaubens zu wenig. Auch deren Beitrag zur Bewahrung des römischen Meßritus ist
eher gering, jedenfalls überschätzen sie selbst ihn erheblich. Ferner stellt die nunmehr 17-jährige
Entwicklung der Ecclesia Dei-Gruppierungen eher ein abschreckendes Beispiel dar (z.B. der Niedergang Rifans).
#22 Aurelius 22:20:56 | Donnerstag, 18. August 2005
extra Fraternitatem Sacerdotalem Sancti Pii X nulla traditio? @Marcel: es ist schon vermessen, die FSSPX
als alleinige Hüterin der katholischen Tradition darzustellen, egal ob Dr. Barth (den ich übrigens sehr
schätze, vor allem als Latinist) das schreibt oder sonst wer. Die FSSP sind ebenso wichtige Bewahrer
der Tradition wie das Institut Christus König und Hoherpriester, das Institut Phillipp Neri, die Benediktinerabtei
Sainte Madeleine in Le Barroux (um nur eine zu nennen) und, nicht zu vergessen, all diejenigen, die viel
Zeit (und Geld) opfern, um unter z.T. widrigen Bedingungen eine regelmäßige Indulmesse anzubieten. Es
sei denn, es ist Teil der Tradition [TM], mit Rom im Clinch zu liegen und schon allein die Kooperation
mit der Amtskirche ist ein Traditionsbruch…
Nachschlag Ich bin mir sicher, Marcel stuft nicht alle-nicht-FSSPX’ler als „Feinde der hl. Römischen
Kirche“ ein. Gar im Gegenteil. Er weist ja gerade auf die Nicht-FSSPX Mitkatholiken hin, die aber trotzdem
sich nicht verschliessen und nicht die traditionelle Lehre (depositum fidei) der katholischen Kirche verleumden.
Ja. Dr. Barth drückte es perfekt aus: „Da nach der sicheren Überzeugung des Verfassers vom unbedingten
Festhalten an der authentischen katholischen Tradition das Überleben der Kirche abhängt, andererseits
diese Tradition mit aller Konsequenz weltweit nur noch von einer einzigen Gemeinschaft, der Priesterbruderschaft
St. Pius X. und den mit ihr assoziierten Institutionen, theoretisch verteidigt und praktisch gelebt wird
(was natürlich nicht heißt, daß sich nicht noch viele Katholiken als „Einzelkämpfer“ um die Bewahrung
des überlieferten Glaubensgutes redlich und oft mit bewundernswertem Einsatz bemühen!), {wurden die
Bischofsweihen notwendig}“. (Aus: „Keine Einheit ohne Wahrheit“) Was ich in meinem Beitrag „Feinde Gottes“
sagte, war: Es erhöht sich jedes Jahr die Zahl der Priester und Bischöfe, die für das Anliegen der
FSSPX – Zurück zur ganzen heiligen Überlieferung! – ein Ohr hat. Mit dieser Rückbesinnung in der Kirche
auf die Tradition der Kirche, geht jedoch einher ein Verstärken des Widerstandes der Feinde Gottes. Deswegen
müssen alle gläubigen Katholiken, die für die Lösung der Kirchenkrise beten, mit verstärkten Angriffen
rechnen.
#20 Athanasius 20:16:04 | Donnerstag, 18. August 2005
??? Ich bin mir sicher, Marcel stuft nicht alle-nicht-FSSPX’ler als „Feinde der hl. Römischen Kirche“
ein. Gar im Gegenteil. Er weist ja gerade auf die Nicht-FSSPX Mitkatholiken hin, die aber trotzdem sich
nicht verschliessen und nicht die traditionelle Lehre (depositum fidei) der katholischen Kirche verleumden.
Am 15. Mai 2005 sprach Bischof Fellay in den Niederlanden, dass es in Rom einen Bischof ernannt werden
soll, der exklusiv die tridentinische hl. Messe feiere, weil diese für ihn, so habe er Fellay persönlich
gesagt: „Die einzige Liturgie für mich und mein Gewissen ist.“ Nota bene: das ist kein Bischof der für
Campos oder FSSP geweiht werden soll, aber ein Funktionär bzw. Diplomat des Apostolischen Stuhles.
Verständnisvolles Mißverständnis Miles versteht mein Wort, wie auch die Lage der (Konzils-) Kirche.
Gottard mißversteht mein Wort, wie auch die Lage der (Konzils-) Kirche. Wie erwartet also. Dafür habe
ich Verständnis. P.S. Solange nur Modernisten meine Art (welches ist diese? Die traditionelle, hoffentlich)
als arrogant einstufen, bleibe ich dabei.
#18 MilesChristi 16:10:48 | Donnerstag, 18. August 2005
Feinde Gottes… … sind letztendlich diejenigen, die gegen die Tradition der Kirche kämpfen und die
Messe für immer in einem Reservat behalten wollen, egal, ob diese von der FSSPX, FSSP u.a. verteidigt
wird.
#17 Gotthard 15:57:29 | Donnerstag, 18. August 2005
@Marcel Denn so wie sich jedes Jahr die Zahl der Priester und Bischöfe erhöht, die für die Anliegen
der FSSPX – besonders die bedingungslose weltweite Freigabe der überlieferten Messe – ein Ohr hat, so
werden auch die Widerstände der Feinde Gottes sich verstärken. Deine arrogante Art wird unerträglich.
Menschen, die die Anliegen dieser Bruderschaft nicht unterstützen, als Feinde Gottes zu diffamieren,
ist dumm und dreist.
#15 Aurelius 13:02:55 | Donnerstag, 18. August 2005
@ Miles Christi Die infantile Reaktion aus Salzburg (und die aus Bamberg) sind die letzten Versuche der
Alt-68er in der Kirche, sich zu behaupten. Es ist normal, daß diese Nomenklatura versucht, Gläubigen
vom wahren katholischen Gottesdienst abzuhalten, damit sie weiter in die Parodie gehen (ich meine hier
nicht den NO an sich, sondern das, was in den meisten NO-Pfarreien zu finden ist). Ich stimme Dir da voll
und ganz zu.
#14 Athanasius 11:28:08 | Donnerstag, 18. August 2005
–------------ sind die letzten Versuche der Alt-68er in der Kirche, sich zu behaupten Die letztenVersuche
werden es wohl nicht sein. In kommender Zeit wird eine weitere Attack lanciert werden gegen die FSSPX,
davon können wir sicher sein! Und wenn Beziehungen zum hl. Stuhl frequenter werden, wird auch die Gegenreaktion
von neo-Modernisten sehr heftig sein. Sehr stark. Darauf können wir uns vorbereiten.
#13 Irenäus 10:47:20 | Donnerstag, 18. August 2005
Ökumene Ich habe gerade einen interessanten Artikel bei idea gelesen; ich denke, er weist darauf hin,
daß der Papst den falschen Ökumenismus seines Vorgängers nicht fortsetzen wird: Ökumenische Verstimmung
www.idea.de/
#12 MilesChristi 10:41:04 | Donnerstag, 18. August 2005
@ Aurelius Eben. Und Erzbischof Lefebvre und die von ihm geweihten Bischöfe hatten nie vor, sich von
der Römisch-Katholischen Kirche zu trennen, daher kann kein Schisma bestehen. Eine schismatische Gemeinschaft
(zB die Orthodoxen, die Altkatholiken – die jetzt auch häretisch sind) würde wohl nie für den Heiligen
Vater und den katholischen Ortsbischof beten. Die infantile REaktion aus Salzburg (und die aus Bamberg)
sind die letzten Versuche der Alt-68er in der Kirche, sich zu behaupten. Es ist normal, daß diese Nomenklatura
versucht, Gläubigen vom wahren katholischen Gottesdienst abzuhalten, damit sie weiter in die Parodie
gehen (ich meine hier nicht den NO an sich, sondern das, was in den meisten NO-Pfarreien zu finden ist).
#11 Aurelius 10:28:34 | Donnerstag, 18. August 2005
@MilesChristi Die Exkommunikationen sind nach Ansicht von verschiedenen Kirchenrechtlern nach dem Kirchenrecht
ungültig. Man bedarf einer Erklärung von ROM, daß sie es sind. Ich habe auch schon verschiedentlich
gehört, auch und vor allem von Kirchenrechtlern, die Rom nahestehen, daß nicht genehmigte Bischofsweihen
kein „schismatischer Akt“ sind und somit kein Grund zur Exkommunikation ist, wie er in „Ecclesia Dei“
aufgrund can. 1364 festgestellt ist. Es gibt kein Schisma; das Wort Schisma in Bezug auf die FSSPX wird
von ROM seit Jahren nicht mehr in den Mund genommen. Das ausschlaggebende Dokument seitens Roms ist wohl
„Ecclesia Dei“ und da wird (zumindest in der deutschen Übersetzung nicht) kein einziges Mal das Wort
„Schisma“ auf die FSSPX bezogen. Es ist die Rede von einem „schismatischen Akt“ (die Bischofsweihen) und
davon, daß die formale Zustimmung zu einem Schisma eine schwere Beleidigung Gottes ist. [5.c] Es wird
jedoch nicht explizit gesagt, daß die FSSPX im Schisma seien. Ich frage mich nur wie die Mehrheit der
NO-Bischöfe auf eine vollständige Freigabe der Messe reagieren würde. Mit „Betroffenheit“, „Empörung“,
Hinweise auf die „Gefühle“ der Protestanten ?? So wird es sein… Es wird von „Rückschritt“ und „Mittelalter“
und „unzeitgemäß“ die Rede sein. Und nicht nur seitens der NO-Bischöfe… )
#10 Athanasius 18:33:08 | Mittwoch, 17. August 2005
… Man kann doktrinär nichts von der FSSPX fordern, da sie kein katholisches Glaubensgut oder ein einziges
Dogma leugnet. Gar im Gegenteil. Das wird gerade, eben auch von den hohen Prälaten im Vatikan getan.
Wenn etwa ein Kardinal Walter Kasper öffentlich sagt, dass die Evangelien nicht historisch se und Jean-Marie
Lustiger von Paris sagt, dass die Juden sich nicht bekehren müssten (Der hat offensichtlich Röm. XI.
nicht gelesen, aber macht ja nichts. Dafür hat man Dialogkommissionen), da liegt doch das Problem nicht
bei der FSSPX. Die FSSPX hält den römisch-katholischen Glauben integral und nicht „zum Teil“ oder „in
Dialog“ wie die protestantischen Sekten und viele konzilskatholiken. Bereits der verehrenswürdige Papst
Leo XIII. hat 1890 prophezeit in seinem Motu-Proprio zum Michaelsgebet, dass „die Feinde der Kirche ihre
Zelte an der heiligen Stätte wo der Stuhl Petri steht“ aufgesetzt haben um „wenn der Hirte geschlagen
ist, die Herde zu zerstreuen“. Das ist ihnen bereits sehr gut gelungen. Kein Weltjugendtagsschwärmen
vermag dieses Factum wegzumurmeln heutzutage. Und nur allzuwenige sind so mutig den Kampf anzutreten,
da die Treuen (wie St. Franz von Assisi sagte und prophezeite zur Endzeit) als „Rebellen und Schismatiker“
gebrandmarkt werden.
#9 MilesChristi 15:57:47 | Mittwoch, 17. August 2005
@ Aurelius Die Exkommunikationen sind nach Ansicht von verschiedenen Kirchenrechtlern nach dem Kirchenrecht
ungültig. Man bedarf einer Erklärung von ROM, daß sie es sind. Es gibt kein Schisma; das Wort Schisma
in Bezug auf die FSSPX wird von ROM seit Jahren nicht mehr in den Mund genommen. Es gibt Aussagen aus
den relevanten Kongregationen und Komissionen in Rom die das bestätigen (daß es kein Schisma besteht).
Womit ich nicht sagen will, daß die Situation nicht unkompliziert wäre. Ich frage mich nur wie die Mehrheit
der NO-Bischöfe auf eine vollständige Freigabe der Messe reagieren würde. Mit „Betroffenheit“, „Empörung“,
Hinweise auf die „Gefühle“ der Protestanten ??
Wieso „Aufhebung der Exkommunikation“? Man liest und hört doch allenthalben daß die angebliche Exkommunikation
Lefebvres gar nicht bestünde und auch das angebliche Schisma gar keines sei. Also gint’s da doch nix
aufzuheben.
Liebe(r) FioreGraz Mit dem Hinweis auf Protestanten und andere Häresien ist hier nichts getan. Was notwendig
dafür ist, Katholik zu sein, ist die Anerkennung aller Dogmen und wichtigen Lehrentscheidungen der Kirche.
Dazu gehören selbstverständlich auch Lehren, die häufig wiederholt aber nicht dogmatisiert sind. Das
II. Vat. Konzil war pastoral und hat kein einziges Dogma verkündet. Zudem finden sich in vielen Texten
Aussagen, die den wiederholten Aussagen des Lehramtes früherer Zeiten eindeutig widersprechen. Also ist
es um katholisch zu sein (a) nicht notwendig das II. Vat. anzuerkennen und (b) dort wo es der traditionelle
Lehre widerspricht ist es zumindest erlaubt, Widerspruch einzulegen.
Der Haken 1. Aufhebung der Exkommunikation gegen Erzbischof M. Levebvre und die von ihm geweihten Bischöfe.
Ist sicher kein Problem 2. Völlige Freigabe der klassischen römischen Liturgie für alle Priester ohne
Beschränkungen. Warum nicht 3. Keine Forderung an die FSSPX zur Anerkennung des 2. Vatikanums. Jupedidu,
da ist der Haken, Nehmen wir doch gleich die Protestanten auch auf, müssen ja nicht alle Konzilien anerkennen,
wer will noch alles? Gefällt euch ein Konzil nicht kein Problem gründet ne Bruderschaft dann dürft
ihr es für euch streichen. LG Fiore
Hintergrund Danke Peccator für das Erinnern an diese elementaren Vorbedingungen. Wer Bischof Feally noch
nicht (gut) kennt, aber abschätzen möchte, was seine Audienz beim Papst bringen kann und was nicht,
könnte sich für seine Pressekonferenz vom 19. Dezember 2002 interessieren, in der er einiges sagte zu
den Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Kontakte zwischen Rom und der FSSPX. „The Angelus“ druckte
die Konferenz in diesem Zweiteiler hier ab. www.sspx.ca/…ishop_Fellay_Pt1.htm. P.S. Aurelius, wie Sie
wissen, ist Rom nicht von der FSSPX abgefallen, sondern vom apostolischen Glauben der Kirche, an dem die
FSSPX festhält, bis Rom sich wieder bekehrt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Lange gewartet Auf ein solches Zeichen aus Rom haben glaubenstreue, der traditionellen Lehre verbundene
Christen schon gewartet. Trotz vieler böser Worte in diesem Forum: Die Piusbruderschaft gehört unzweideutig
zur Hl. römisch-katholischen Kirche. Daher sollten wir alle dafür beten, daß die gegenwärtige Trennung
überwunden wird. Es gibt seit langem drei entscheidende Bedingungen von Seiten der Piusbruderschaft,
die aber eigentlich selbstverständlich sein sollten: 1. Aufhebung der Exkommunikation gegen Erzbischof
M. Levebvre und die von ihm geweihten Bischöfe. 2. Völlige Freigabe der klassischen römischen Liturgie
für alle Priester ohne Beschränkungen. 3. Keine Forderung an die FSSPX zur Anerkennung des 2. Vatikanums.
Nach diesen drei Bedingungen steht einer vollen Rückkehr der FSSPX in die Kirche nichts mehr im Wege.
Rom zurück zur FSSPX? Es liest sich schon fast so, als ob die FSSPX es nicht für wahrscheinlich halten
würde, daß Rom, das ja nun von der FSSPX abgefallen ist, sich wohl sich einsichtig zeigen werde und
so nicht zurück zur Piusbruderschaft kommen werde. Vielleicht kann man sich ja irgendwie auf eine priviligierte
Partnerschaft einlassen.
Danke … … für den Hinweis durch die Redaktion. Auf ein dazu passendes zünftiges Interview mit Bischof
Williamson (unmittelbar nach der Papstwahl) habe ich schon im Kommentarbereich des Kreuznet-Artikels Konfessionsverschieden
www.kreuz.net/article.1699.html hingewiesen. P.S. Schreibfehlerchen im obigen Artikel: „Die Aufnahme von
Kontakten bedeute allerdings nicht, daß eine Übereinstimmung möglich sei.“