Fatima: Der Rektor der Wallfahrtskirche relativiert
Mons. Luciano Guerra hat schon im Juni dieses Jahres die hinduistische Feier in der Erscheinungskirche von Fatima bestätigt. Bilder.
(kreuz.net, Fatima) In einer schon im Juni veröffentlichten Erklärung zum umstrittenen Interreligiösen
Kongreß in Fatima und zur Hindufeier am Volksaltar der Erscheinungskirche hat der Rektor des Heiligtums,
Mons. Luciano Guerra, die Ereignisse relativiert.
Mons. Guerra beschuldigt in einem Schreiben vom 29.
Juni 2004 „Strömungen“, die sich gegen den Interreligiösen Kongress im Oktober 2003 gewandt hatten,
jetzt gegen den Besuch der Hindugruppe im Heiligtum Sturm zu laufen. Der Rektor redet von einem „massiven
anti-ökumenischen Feldzug“, der sich auch gegen den interreligiösen Dialog wende.
Im wesentlichen bestätigt
Mons. Luciano Guerra die Berichte über den Auftritt der Hindus in der Erscheinungskapelle. Der Hindupriester
sei mit einem Dolmetscher bis zum Bild Unserer Lieben Frau hinaufgegangen, während die Gruppe der ihn
begleitenden Hindus in den Bänken geblieben sei. Vor dem Bild der Muttergottes habe der Hindupriester
während einiger Minuten ein [hinduistisches] Gebet gesungen.
Nach den Worten des anwesenden Dolmetschers
habe er die „Heiligste Mutter“ gebeten, sie möge allen Regierenden der Nationen Weisheit und Unterscheidungsvermögen
geben, damit in der Welt Friede, Friede, Friede möglich werde.
Der Rektor weist in seinem Brief weiters
darauf hin, daß das Heiligtum auch von anderen nichtkatholischen Persönlichkeiten besucht worden sei.
Er nennt den Dalai Lama, den Präsidenten der Republik der Indischen Union und die Gattinnen der Präsidenten
Clinton sowie des verstorbenen Präsidenten von Palästina, Jassir Arafat. Das Heiligtum sei jüngst auch
das Ziel von orthodoxen und anglikanischen Pilgerfahrten gewesen.
Die indischen „Pilger“ seien nach dem
Gebet in der Erscheinungskapelle durch den Herrn Bischof von Leiria-Fatima, Serafim de Sousa Ferreira
e Silva (74), und den Rektor des Heiligtums empfangen worden. Dort hätten sie bekundet, daß sie „aus
Verehrung der ‘Heiligsten Mutter’ gekommen seien“.
Mons. Guerra fügte hinzu, daß Bestrebungen anhalten,
die Dreifaltigkeitskirche „Ökumenische Kirche“ zu nennen. Eine solche Namensgebung würde einer „katholischen
Interpretation“ entsprechen, stamme aber nicht von der Leitung des Heiligtums selbst.
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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Ich möchte mich für diese Bilddokumentierung des schier unglaublichen
Vorfalles in Fátima herzlich bedanken. Durch systematische Fehlinformation der Gegenseite wußten die
interessierten Verehrer Unserer Lieben Frau nicht mehr, ob und was da jetzt wirklich in Fátima passiert
ist. Die Relativierungen dieses Rectors in Politikermanier sind ein blanker Hohn in das Gesicht der gläubigen
Katholiken. Es ist fürwahr ein „Greuel an heiliger Stätte, der Leser begreife“ – „seht, Ich habe es
euch vorhergesagt!“