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Samstag, 20. August 2005 09:20
kreuzmeldungen
Enttäuschung verflogen + Aufgekocht + Sieben Angeklagte + „Eine alternative Methode“ + Päpstliche Redetechnik
Der Erzbischof von Mechelen-Bruxelles, Godfried Kardinal Danneels
Der Erzbischof von Mechelen-Bruxelles, Godfried Kardinal Danneels
Enttäuschung verflogen

Belgien. Am Vorabend des Weltjugendtages haben sich der Erzbischof von Mechelen-Bruxelles, Godfried Kardinal Danneels, und Papst Benedikt XVI. ausgesöhnt. Das berichtete die private Flämische Fernsehanstalt VTM. Kardinal Danneels machte aus seiner Enttäuschung über die Wahl des neuen Papstes kein Geheimnis. Am Abend nach der Wahl nahm er nicht am gemeinsamen Essen der Kardinäle mit dem neuen Papst teil. Zuhause erklärte er an einer Pressekonferenz, daß der neue Papst nicht „hinter das Zweite Vatikanum“ zurückkehren könne. Doch jetzt sind die Töne gemildert. Neue Version: Das seien alles Mißverständnisse und falsche Interpretationen gewesen.

Aufgekocht

Österreich. Die Wiener ‘Grünen’ haben gestern Freitag ein altes Homo-Märchen des homosexuellen Sexualforschers Alfred Kinsey aufgekocht. Demnach würden zehn Prozent der Bevölkerung ein homosexuelles Verhalten zeigen. Die Grünen ließen unter dem Motto ‘Pink Sheep of the family’ – das rosa Schaf der Familie – zehn Schafe vor der ÖVP-Zentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse aufmarschieren. Eines der Tiere war rosa eingefärbt. „Wir sind nicht die schwarzen Schafe, wir sind die rosa Schafe der Gesellschaft“, betonte Marco Schreuder, Sprecher der ‘Grünen Andersrum’ und Kandidat für die Wiener Landtagswahlen im Herbst. Es wurde nicht bekannt, ob die von den ‘Grünen’ herbeigetriebenen Schafe Parteimitglieder sind.

Sieben Angeklagte

Kenia. Sieben Angeklagte erschienen am Freitag vor dem Obersten Gericht in Nairobi. Sie werden der Ermordung des Missionsbischofs Luigi Locati beschuldigt. Das berichtete die kenianische Tageszeitung ‘The Nation’. Die Angeklagten werden gegenwärtig in Polizeistationen in Nairobi festgehalten. Bischof Locati wurde am Abend des 14. Juli erschossen, als er in seine Wohnung zurückkehren wollte.

„Eine alternative Methode“

Österreich. Es sei „befremdlich“, daß die Österreichische Gesundheitsministerin ein so wichtiges Gesetz wie die Präimplantationsdiagnostik – das die Aussiebung behinderter Kinder im Reagenzglas einführen will – mitten im Sommer zur Begutachtung aussendet. Das erklärte der Präsident der Behindertenorganisation ‘Lebenshilfe Österreich’: „Man setzt offenbar darauf, daß sich die wachsamen Beobachter derzeit auf Urlaub befinden.“ Die Lebenshilfe Österreich lehne die Präimplantationsdiagnostik aufs Schärfste ab: „Diese hat eine Selektion und damit letztlich die Vernichtung menschlichen Lebens mit Behinderung zum Ziel.“ In den Erläuterungen zur Einführung der Kinderselektion heißt es, daß das Testverfahren „eine alternative Methode zu (Spät-)Abtreibungen wie auch zur freiwilligen Kinderlosigkeit sogenannter Hochrisikopaare“ darstelle. Die Begutachtungsfrist läuft heute aus.

Päpstliche Redetechnik

„Wie es seine Art ist, wird er erst einmal bescheiden zuhören, dann jedoch freundlich und durchaus bestimmt zur Sache kommen“, sagt ein Vertrauter, der den Pontifex bereits aus politischen Gesprächen kennt. „Er geht tastend in den Gedankenaustausch und schaut, wie weit er bei seinem Gesprächspartner gehen kann.“

Aus dem ‘Rheinischen Merkur’ vom 18. August 2005
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 13 Lesermeinungen:
Sonntag, 21. August 2005 18:50
Irenäus: @Yersinia
Was drängt Dich mich zu belehren? Was würdest Du dazu sagen, wenn ich von mir sagen würde, ich hätte ein vielfaches an Bildung als Du? Du kennst mich doch gar nicht! Und Du beschuldigst ständig andere der Selbstgerechtigkeit! Und Methusalix soll deswegen recht haben, nur weil er älter ist? Was für ein autoritäres Denken offenbarst Du damit! Es gibt ein Sprichwort: „Alter schützt vor Torheit nicht.“
Ich kenne die „historisch-kritische“ Methode gut genug, um zu wissen, daß sie sehr wenig wert ist. Natürlich habe ich nicht alles darin gelesen; aber muß ich deswegen Erich von Däniken auf eine Stufe mit ernsthaften Altertumsforschern stellen? Natürlich habe ich darin auch nicht alles gelesen, von Däniken sogar fasr gar nichts.
Beispiel:Im Januar habe ich einen Vertrer dieser Sorte kennen gelernt; er behauptete, es habe im Urchristentum kein Weihepriestertum gegeben. Da ich grundsätzlich für alternative Sichtweisen offen bin, habe ich ihn eine einfache Frage gestellt:„Haben Sie Belege für Diese Behauptung?“ „Sie müssen wissen, daß ich auf Kirchengeschichte spezialisiert bin; und das ist auch allgemeine Ansicht meiner Kollegen!“ Und das war die ganze Antwort! Ich war gespannt darauf, patrisitische Zitate oder irgendwelche handfesten Belege zu bekommen, die meine „fundamentalistische“ Sichtweise erschüttert könnte; kam aber nicht. Stattdessen kam nur ein „wissenschaftliches“ Argument in auctoritate.
Sonntag, 21. August 2005 17:11
Yersinia: @Irenäus: was drängt dich, Menschen
die nicht deiner Meinung sind – und nb ein Mehrfaches an Lebenserfahrung und Bildung haben – zu belehren? zu deiner Anmerkung bzgl „historisch-kritische Methode“: wie gut kennst du diese Methode wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Bibel? ein anderer Aspekt:der Verzicht auf wissenschaftlich fundierte Untersuchungen der Glaubensüberlieferung würde nicht nur der Beliebigkeit Tür und Tor öffnen, sondern der Theologie erst recht jegliche wissenschaftliche Dignität und Argumentationsbasis entziehen; vereinfacht: woher „weiß“ man, dass das, was in der Bibel steht, „wahr“ ist? wenn nun diese wissenschaftliche Forschung Ergebnisse zeitigt, die dir nicht genehm sind, kannst du damit unterschiedlich umgehen – eine Möglichkeit ist natürlich, die Methode und die Wissenschafter zu verdammen.
Sonntag, 21. August 2005 13:49
Irenäus: @Yersiniam atque Methusalicem
Wenn man über etwas zu sehr nachdenkt und alle Umstände reflektiert, kommt man zu einem Schluß, der dem eigenem Glauben nicht zu sehr bekommt.

Nun, Methusalix, mit meinen 23 Jahren Lebenserfahrung habe ich einen Tip für Sie: Tun Sie es einfach!
Das kann nicht schaden, ist nicht nur in Hinblick auf die Ewigkeit überaus nützlich, sondern bereits in diesem zeitlichen Leben.

Yersinia!
Ich habe Deine Beiträge sehr wohl gelesen; natürlich gibt es keine absolute Sicherheit im Sinne eines mathematischen Theorems. Dennoch kann man eine moralische Sicherheit im Lichte der menschlichen Vernunft erlangen. Z.B. erkennt ein seriöser Historiker, daß die Evangelien Augenzeugenberichte sind und daß die von Dir so gelobte historisch-kritische Methode eine Pseudowissenschaft. Ausgerechnet jemand, der den Darwinismus als „wissenschaftlich“ und Intelligentes-Design-Anhänger als „ideologisch-verbohrt“ bezeichnet, hat es nötig, Christen, die von der Wahrheit ihrer Religion überzeugt sind, als selbstgerecht zu erklären.
Sonntag, 21. August 2005 13:12
methusalix †: Hallo Yersinia
es ist aber immer wieder eigenartig, gerade in Glaubensdingen – bei allen „Fraktionen“, aber auch bei anderen Religionen oder diversen „Kulten“ diese simple Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit zu finden –

Diese Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit ist, psychologisch gesehen, eine Art Schutzmechanismus. Wenn man zu sehr über etwas nachdenkt und alle Umstände reflektiert, kommt man möglicherweise zu einem Schluss, der dem eignen Glauben nicht allzu gut bekommt. Wenn man aber das Nachdenken ganz aufgibt und sich nur an vorgefertigte Glaubensformeln hält, wird man manchmal vom Leben selbst sehr heftig auf den harten Boden der Tatsachen geholt.
Sonntag, 21. August 2005 00:25
Yersinia: eine differenzierte Sicht der Dinge und ein Nachfragen
als Relativismus abzutun? – wenns dich glücklich macht, wird’s wohl nicht anders gehen? – niemand sagt, alle Religionen wären „gleich“ – du hast meine Statements offenbar nie wirklich gelesen, sondern immer schon deine vorgefaßte Meinung gesehen? – ich sage, es gibt auf Erden keinen Schiedsrichter, der dies entscheiden könnte – es gehört zur Demut auch des christlichen Menschen, abseits von jeglicher Rechthaberei ganz einfach auf die Zuwendung Gottes zu vertrauen und darauf zu antworten; was du und deines gleichen gerne vertreten, wird übrigens auch mit einem Ismus bezeichnet: Triumphalismus; mir steht es nicht zu, dies so zu bezeichnen, es ist aber immer wieder eigenartig, gerade in Glaubensdingen – bei allen „Fraktionen“, aber auch bei anderen Religionen oder diversen „Kulten“ diese simple Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit zu finden – wenn für dich eine fragende, hörende und nachdenkliche Haltung „Relativismus“ ist, wird sich das wohl nicht ändern lassen.
Samstag, 20. August 2005 22:24
Lilith: Ich bitte euch…
… ihr wollt doch nicht ernsthaft wieder mit der Diskussion um die Krankhaftigkeit oder Nicht-Krankhaftigkeit von Homosexualität anfangen. Wir wissen doch alle, dass es im Bezug auf dieses Thema 2 verschidene Parteien auf dieser Seite gibt, die nie auf einen Punkt kommen können.
Die Gegner der Homosexualität werden sich hier nie mit der Homosexualität anfreunden und umgekehrt auch nicht, also fangt diesen Streit nicht schon wieder an. Bitte!
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