11:31:44 | Samstag, 20. August 2005
Der Präsident der Italienischen Bischofskonferenz und dreißig weitere italienischer Kardinäle und Bischöfe versuchten am Donnerstag nachmittag vergeblich, in Köln zu stranden.
(kreuz.net, Köln) Das italienische Glücksgefühl über das deutsche Organisationstalent hält sich in
Grenzen. Das berichtete das italienische Boulevard-Magazin ‘Panorama’.
Der Zorn der italienischen Prälaten
kochte am Donnerstag nachmittag auf, als Papst Benedikt XVI. im Begriff war, auf einem Rheinschiff in
Köln anzureisen.
Die Italienische Bischofskonferenz hatte von den Organisatoren die Einladung erhalten,
mit einigen Kardinälen und Bischöfen an der
Schiffsreise des Papstes teilzunehmen.
Das Sekretariat
der Bischöfe ging davon aus, daß sich die Eingeladenen auf dem Schiff des Papstes befinden würden.
Darum nahmen die Prälaten die Einladung gerne an.
Als es bereits zu spät war, stellten die Bischöfe
fest, daß sie einem zweiten Schiff zugeteilt waren, das die Vertreter der europäischen Kirche aufnahm.
Nicht genug damit. Als der Papst bereits an Land war und sich auf den Weg zum Kölner Dom machte, saßen
die italienischen Kardinäle und Bischöfe eine weitere halbe Stunde in ihrem Boot und warteten, endlich
an Land gelassen zu werden.
Den Erzbischof von Genua, Tarcisio Kardinal Bertone, der jahrelang als zweiter
Mann in der Glaubenskongregation mit Kardinal Ratzinger zusammenarbeitete, ergriff der heilige Zorn. Er
zückte sein Mobiltelefon und telefonierte ins vatikanische Staatssekretariat.
Am Abend entschuldigten
sich die Verantwortlichen im Organisationskomitee bei den Italienischen Bischöfen.
Doch das war nicht
der einzige Vorfall.
Ein sizilianischer Priester aus der Stadt Catania und ein Pilger wurden – vielleicht
wegen ihres dunkleren Aussehens – von der Polizei zwölf Stunden festgehalten.
Der Apostolische Nuntius
in Deutschland mußte höchstpersönlich intervenieren, um das Mißverständnis aufzuklären.
Tausende
von italienischen Pilgern blieben außerdem ohne Essen, weil es bei der Verteilung Schwierigkeiten gab.
Zunächst entschied das Sekretariat der Italienischen Bischofskonferenz, für die Spesen aufzukommen.
Doch dann erklärten sich die Organisatoren des Weltjugendtages selbstverständlich bereit, das Geld
für die nicht erhaltenen Mahlzeiten zurückzubezahlen.
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#7
Romulus 23:43:27 | Samstag, 20. August 2005
#6
hcr 21:17:20 | Samstag, 20. August 2005
#5
Gotthard 21:04:22 | Samstag, 20. August 2005
#4
virOblationis 20:57:36 | Samstag, 20. August 2005
#3
daffi 20:46:43 | Samstag, 20. August 2005
#2
Fabianus 18:42:41 | Samstag, 20. August 2005
#1
Romulus 11:55:17 | Samstag, 20. August 2005