Historische Falschinterpretation?
Ende August versammelt sich in Oberösterreich die ‘Internationale Theologische Sommerakademie’. Die Veranstaltung versammelt sei Jahren Teilnehmer aus Mittel- und Osteuropa. Besonders einer der Vorträge könnte brisant werden.

In Schlägl gibt es auch ein bekanntes Prämonstratenserstift.
Unweit von Aigen/Schlägl befindet sich die Gemeinde Oberkappel, wo der ehemalige Bischof von St. Pölten, Mons. Kurt Krenn geboren wurde. Mons. Krenn gehört auch zu den Initianten der ‘Sommerakademie’.
Diese wird vom ‘Linzer Priesterkreis’ veranstaltet.
Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluß von Geistlichen der Diözese, die sich für die Erneuerung des Glaubens und eine Stärkung der Kirche einsetzen.
Ihr gegenwärtiger Vorsitzender ist der oberösterreichische Pfarrer und Linzer Diözesanpriester Dr. Franz Breid.
Die Sommerakademie wird heuer zum 17. Mal organisiert. Das diesjährige Thema entspricht dem von Papst Johannes Paul II. ausgerufenen Jahr der Eucharistie.
Die ‘Sommerakademie’ wird vom 29. bis zum 31. August stattfinden.
Unter den Teilnehmern werden auch ein Kardinal und zwei Bischöfe erwartet.
Die Eröffnungsmesse am Montag wird der Weihbischof von Salzburg, Mons. Andreas Laun, zelebrieren. Am Dienstag ist der Bischof von Klagenfurt, Mons. Alois Schwarz, und am Mittwoch der Münchner Dogmatiker, Leo Kardinal Scheffczyk, Hauptzelebrant der Heiligen Messe.
Kardinal Scheffczyk wird auch einen Vortrag zum Thema: „Die Eucharistie im heutigen katholisch-lutherischen Gespräch“ halten.
Kardinal Scheffczyk hat sich 1999 sehr kritisch über die damals in Augsburg angeblich erreichte katholisch-lutherische Übereinstimmung in der Frage der Rechtfertigung geäußert.
„Zur gültigen und würdigen Feier der Eucharistie“ wird der ehemalige Augsburger Dogmatiker, Prof. Dr. Anton Ziegenaus, sprechen.
Aus Österreich werden die St. Pöltner Professoren Dr. Michael Stickelbroeck und Dr. Josef Kreiml erwartet. Beide haben sich beim damaligen Dogmatiker von München und jetzigen Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, habilitiert.
Kanonikus Christoph Casetti aus der Diözese Chur in der Südostschweiz wird über „Formen eucharistischer Frömmigkeit“ referieren.
Mons. Antony Ward von der vatikanischen Gottedienstkongregation spricht über „Amt und Eucharistie“.
In der katholischen Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’ wird ein Referent besonders hervorgehoben: der Oratorianerpater Uwe Michael Lang.
Er wird am Mittwoch früh zum Thema „Liturgie – Sprache – Glaube“ referieren.
Pater Lang ist ein deutscher Konvertit und Mitglied des Oratoriums in London.
Der Oratorianer verfaßte im Jahr 2003 ein Buch mit dem Titel: ‘Conversi ad Dominum: Zu Geschichte und Theologie der christlichen Gebetsrichtung’. Dazu steuerte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation das Vorwort bei.
Lang kommt in seinem Werk zum Schluß, daß die kirchlich nie angeordnete Einführung von sogenannten Volksaltären auf einer historischen Falschinterpretation beruht.
„Allein der angekündigte Vortrag von Pater Lang lohnt dem theologisch Interessierten die Anfahrt zur ‘Sommerakademie’“, bemerkt die ‘Kirchliche Umschau’.
Bilder bisheriger Sommerakademien unter priesterkreis.cdaweb.at
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Donnerstag, 25. August 2005 11:59
Benedikt: @ Zwobbel
Das war 2003. Und bislang ist nichts in der Hinsicht passiert, oder?
Außerdem werden sich die Bistümer unter Verweis auf ihre angespannte Finanzsituation dem sowieso wiedersetzen. In der Pfarrkirche am Heimatort meiner Ältern wurde der Volksaltar während des Konzils eingebaut, d.h. er steht noch erhöht auf auf Steintreppen. Die müsste man nach Entfernung wegshreddern. Wer das heute noch bezahlen soll… ich weiß es nicht. Wahrscheinlicher ist, dass selbst nach einem Dekret zu Änderung der Zelebrationsrichtung weiterhin am sog. Volksaltar die Messe gefeiert wird, wie das schon während dem Konzil getan wurde. Der Priester stellt sich einfach an die andere Seite. Fertig. Dagegen währe nicht mal etwas einzuwenden, denn Altäre in der Vierung haben die ältere Tradition.
Außerdem werden sich die Bistümer unter Verweis auf ihre angespannte Finanzsituation dem sowieso wiedersetzen. In der Pfarrkirche am Heimatort meiner Ältern wurde der Volksaltar während des Konzils eingebaut, d.h. er steht noch erhöht auf auf Steintreppen. Die müsste man nach Entfernung wegshreddern. Wer das heute noch bezahlen soll… ich weiß es nicht. Wahrscheinlicher ist, dass selbst nach einem Dekret zu Änderung der Zelebrationsrichtung weiterhin am sog. Volksaltar die Messe gefeiert wird, wie das schon während dem Konzil getan wurde. Der Priester stellt sich einfach an die andere Seite. Fertig. Dagegen währe nicht mal etwas einzuwenden, denn Altäre in der Vierung haben die ältere Tradition.
Donnerstag, 25. August 2005 09:46
Evelin: Schönenberger Sommerakademie
@ Irenäus: Weil kreuz.net offenkundig doch keine getarnte FSSPX-Seite ist. Inhaltlich haben Sie natürlich
Recht.
Der Gatte der Evelin
Der Gatte der Evelin
Donnerstag, 25. August 2005 07:34
Toby: Vorwort
Dazu steuerte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation das Vorwort bei.
Lang kommt in seinem Werk zu Schluß, daß die kirchlich nie angeordnete Einführung von sogenannten Volksaltären auf einer historischen Falschinterpretation beruht.
Möge der „damalige Präfekt der Glaubenskongregation“ seinem (Vor-)Wort auch Taten folgen lassen. Unklar scheint mir nach wie vor die Frage zu sein, ob nach der „Allgemeinen Einführung in das Römische Messbuch“ eine Zelebration am Hochaltar nicht sogar als verboten betrachtet werden kann, wie hier schon an anderer Stelle diskutiert wurde. Hier wäre eine Klarstellung dringend geboten und vielleicht auch einmal eine Ermunterung zur Zelebration versus orientem – nicht nur theoretisch in schlauen Büchern, sondern auch praktisch.
Lang kommt in seinem Werk zu Schluß, daß die kirchlich nie angeordnete Einführung von sogenannten Volksaltären auf einer historischen Falschinterpretation beruht.
Möge der „damalige Präfekt der Glaubenskongregation“ seinem (Vor-)Wort auch Taten folgen lassen. Unklar scheint mir nach wie vor die Frage zu sein, ob nach der „Allgemeinen Einführung in das Römische Messbuch“ eine Zelebration am Hochaltar nicht sogar als verboten betrachtet werden kann, wie hier schon an anderer Stelle diskutiert wurde. Hier wäre eine Klarstellung dringend geboten und vielleicht auch einmal eine Ermunterung zur Zelebration versus orientem – nicht nur theoretisch in schlauen Büchern, sondern auch praktisch.
Donnerstag, 25. August 2005 07:29
zwobbel: Die Tage des „Volksaltars“ scheinen gezählt zu sein
Unter folgendem Verweis eine interessante Besprechung des erwähnten Buches von August 2003. Das Fazit
am Ende dort lautet: „
Die Tage des „Volksaltars“ scheinen gezählt zu sein.“
Verfasser der Buchbesprechung ist David Berger
http://www.die-tagespost.com/archiv/titel_anzeige.asp?ID=5041
Die Tage des „Volksaltars“ scheinen gezählt zu sein.“
Verfasser der Buchbesprechung ist David Berger
http://www.die-tagespost.com/archiv/titel_anzeige.asp?ID=5041
Mittwoch, 24. August 2005 20:16
Irenäus: ?
Das mag zwar alles wunderbar sein; aber warum berichtet kreuz.net nicht von der Schönenberger-Sommerakademie? Dieses Jahr wurde ja auch immerhin ein wichtiges Thema behandelt.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





