In einem Gespräch mit einer französischen Tageszeitung bezeichnete der ehemalige Erzbischof von Paris,
Jean-Marie Kardinal Lustiger, den gegenwärtigen Papstbesuch in Deutschland als ein historisches Ereignis.
(kreuz.net, Paris) In einem Interview mit der linksorientierten französischen Tageszeitung ‘Le Monde’
bezeichnete Kardinal Lustiger den gegenwärtigen Papstbesuch in Deutschland als „ein Ereignis, das eine
historische Bedeutung besitzt“:
„Das ist mehr als das Ende des Krieges. Das ist das Ende der Trauer Deutschlands.“
Ein Ereignis dieser Art, welches die göttliche Vorsehung durch die Wahl eines deutschen Kardinals als
Nachfolger des Apostels Petrus eingerichtet hat, ist ein ergreifendes Zeichen. Das haben alle Deutschen
verstanden“, erklärte der Kardinal.
„Der beste Beweis: Während die Spannungen in Deutschland oft sehr
stark sind, hat die Wahl von Benedikt XVI. die Streitereien über seine Person sofort zum Schweigen gebracht.“
Dabei bezog sich Kardinal Lustiger vor allem auf die Widerstände, die sich innerhalb der Deutschen Kirche
im Laufe der Jahre gegen Kardinal Joseph Ratzinger formiert hatten, als dieser der Präfekt der Glaubenskongregation
war.
„Die Ankunft von Jugendlichen aus der ganzen Welt für den Weltjugendtag führt Deutschland ebenfalls
wieder ins das internationale Konzert der Nationen zurück“, erklärte Kardinal Lustiger weiter:
„Dieses
religiöse Ereignis besitzt eine sehr wichtige Bedeutung für Deutschland. Sie ist etwas anderes und umfassender
als die ökonomischen Erfolge des Landes.“
„Deutschland kehrt zu seiner Legitimität und Ehre zurück.“
Gestern hat Kardinal Lustiger den Papst bei seinem Besuch in der Synagoge in der Roonstraße in Köln
begleitet.
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