07:55:16 | Montag, 22. August 2005
Benediktus-Hymne + Weltjugendtag in Münster? + Tote Pilgerin + Viel Positives + Bilanz der Protestanten
Benediktus-HymneDeutschland. Das
Papst-Benedikt-Lied ist jetzt auf CD aufgenommen und sollte bereits
beim Heiligen Vater in Rom angekommen sein. Vielleicht wurde es ihm sogar während seines Urlaubes in
Castelgandolfo vorgespielt. Der Text des Liedes ist an einer Predigt inspiriert, die der damalige Kardinal
Ratzinger gehalten hat. Das Deckblatt der CD kann im übrigen
auch im Internet angeschaut werden.
Weltjugendtag
in Münster?Deutschland. Mehrere Streifenwagen verfolgten am frühen Sonntagmorgen in Münster einen
Geländewagen mit spanischem Kennzeichen. Die Stadt Münster befindet sich rund 50 Kilometer von der niederländischen
Grenze entfernt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Wagen war einer Zivilstreife aufgrund einer unsicheren
Fahrweise aufgefallen. Zudem passierte der Fahrer mindestens zwei rote Ampeln. Als der verdächtige Wagen
erneut eine Kreuzung bei Rotlicht durchfuhr, wurde er gleich von mehreren Polizeifahrzeugen verfolgt und
gestellt. Im Wagen sassen drei spanische Priester. Sie hatten sich auf dem Weg zum Weltjugendtag verirrt.
Münster liegt 120 km nördlich von Köln. Die Polizeibeamten brachten die verlorenen Priester auf den
rechten Weg zurück. Eine Geldbuße bleibt ihnen auch nicht erspart.
Tote PilgerinFrankreich. Bereits
am 5. August brachen 120 Jugendliche von Paris aus zum Weltjugendtag auf. Die Pilger wollten Köln mit
dem Fahrrad erreichen. Am vierten Tag ihrer Radtour, kurz vor den Ardennen, stürzte ein Gruppenmitglied –
eine 20jährige Studentin der Politikwissenschaften – mit ihrem Fahrrad. Anschließend wurde sie von einem
direkt hinter ihr fahrenden Traktor überrollt. Das Mädchen war sofort tot. Die Radfahrergruppe kehrte
für die Beerdigung des Mädchens nach Hause zurück. Später erschienen sie – diesmal per Bus – zum Weltjugendtag.
Viel PositivesÖsterreich. Die im letzten Jahr heftig geführte Diskussion über die Einführung von
Abtreibungen an den österreichischen Landeskliniken habe auch viel Positives bewirkt. Das erklärte Doraja
Eberle, eine christdemokratische Landesrätin aus Salzburg, im Gespräch mit der Wiener Tageszeitung ‘Presse’.
Es gebe viele neue Angebote für Frauen in Notsituationen und neue Beratungsstellen. Ihre Haltung zur
Abtreibung sei unverändert: „Ich bin eine
fanatische Befürworterin des Lebens.“ Da tue jede einzelne
Abtreibung weh. Seit der Einführung der vorgeburtlichen Kindstötung im Landeskrankenhaus von Salzburg
Anfang April sind dort rund 300 gesunde Kinder der Abtreibung zum Opfer gefallen.
Bilanz der Protestanten
Deutschland. „Von evangelikaler Seite wurden [am Weltjugendtag] keine nennenswerten Akzente gesetzt.
Die Bibelverse, die der Christliche Allianz-Plakatdienst (Köln) in U- und S-Bahnen aushängen ließ,
um den biblischen Heilsweg zu zeigen, blieben eher unauffällig und wurden höchstwahrscheinlich von keinem
Weltjugendtagsbesucher als Korrektur zu römischer Ablaßlehre oder übertriebener Marienverehrung verstanden.
Der CVJM [Christliche Verein Junger Menschen – überkonfessionell] bot in einem Hinterhof ein Begegnungscafé,
das allerdings inhaltlich keine Akzente setzte. Evangelische Freikirchen am Rhein ließen sich vom katholischen
Großereignis nicht zu eigenen Initiativen herauslocken.“
Aus einem Kommentar der protestantischen Nachrichtenagentur
‘idea’.
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covadonga 09:42:16 | Montag, 22. August 2005