Weltjugendtag
Abitur bestanden
Bei der gestrigen Abschlußpressekonferenz zeigten sich die Verantwortlichen vom Weltjugendtag und dem „sympathischen Chaos“ zufrieden: „Die Klischees über den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation sind nicht bestätigt worden.“
(kreuz.net, Köln) Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, erklärte am Sonntag abend bei der Abschlußpressekonferenz, daß die Stadt Köln in den letzten Tagen „von einem symphatischem Chaos“ geprägt gewesen sei.

Er stelle sich nun die Frage, was er jetzt „mit seiner vielen Freizeit“ machen soll.

Für ihn persönlich sei der Weltjugendtag ein „unverdientes Geschenk“: „Wir alle fühlen uns wie ein Kurs, der das Abitur bestanden hat“.

Jetzt dürfe nicht alles beim Alten bleiben, vielmehr gehe es nun erst richtig los.

Papst Benedikt XVI. hat nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, einen „hervorragenden Eindruck“ hinterlassen. Es sei dem Papst gelungen, Medienvorurteile gegen seine Person abzubauen:

„Die Klischees über den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, etwa das vom ‘Panzerkardinal’, sind nicht bestätigt worden und haben auch schon früher nicht gestimmt.“

Der Papst habe nicht nur durch seine Ansprachen, sondern auch durch seine herzliche Zuneigung für die Einzelnen und seine Begegnungen mit der großen Masse der Pilger überzeugt.

Kardinal Lehmann äußertes sich auch zufrieden über die „bewegende Feierstunde in der Synagoge der jüdischen Gemeinde“, über das Treffen mit Vertretern des Islam und über das ökumenische Gespräch.

Der Kardinal zeigte sich darüber beeindruckt, daß sich die oft überschäumende Fröhlichkeit der Jugendlichen immer wieder in Stille und Sammlung gewandelt habe: „Das waren große und unvergessliche Tagen.“

Der Bischof von Osnabrück und Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Mons. Franz-Josef Bode, erklärte, daß die vergangenen Tage „für die Jugendpastoral nicht unwirksam bleiben dürfen“.

Die Erlebnisse von Köln müßten jetzt in die Pfarreien getragen werden. Der Weltjugendtag habe eines klar gemacht:

„Jugend gewinnt Raum in der Kirche, Kirche gewinnt Raum bei der Jugend.“

Der Generalsekretär des Weltjugendtags, Heiner Koch, räumte Mängel bei der Sicherheit ein.

Die Verkehrsleitung habe auf dem Marienfeld „zu wenig direktiv“ agiert. Koch äußerte darüber Unverständnis, daß zwei Jugendliche ungehindert auf den Papsthügel haben gelangen können und weder von den anwesenden Sicherheitsdiensten noch von den Beamten der Polizei oder des Bundeskriminalamts zurückgehalten worden seien.

Prälat Koch bezifferte die Teilnehmerzahl am Abschlußgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. auf 1,1 Millionen.

Nach Angaben der Organisatoren verfolgten weitere 250 Millionen Menschen die Messe im Fernsehen.
      
21 Lesermeinungen
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#21   christfidel †   00:24:10 | Mittwoch, 24. August 2005
frage zu kath.net
ich lese die seite ab und zu.
auf kreuz.net wird kath.net oft als häretisch oder auch etwas milder beschrieben. es gibt sicherlich einige fragwürdige artikel, aber ist kath.net nicht eigentlich lesenswerter als katholisch.de oder kath.de? ich kenne wie sie merken die seiten nicht allzu gut…
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#20   methusalix †   02:07:51 | Dienstag, 23. August 2005
@alle
Vor lauter Priestergezänk merkt ihr gar nicht mehr, wie sich eure Herde weiter zerstreut!
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#19   Athanasius   20:59:14 | Montag, 22. August 2005
_______
Seht ihr im Logo nicht auch ein Muslimisches Schwert („Kreuz“), eine halbe Mond mit gelbem Stern (vgl. Fahne der Türkei). Ob der Stern ein Davidsstern ist, kann ich nicht sehen.
Es kam mir als ein syncretistisches Logo vor.
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#18   Marcel   20:02:49 | Montag, 22. August 2005
Apostel korrigieren irrende Päpste
Der heutige Athanasius, Mgr. Lefebvre, in einem Vortrag 1983:
… Es gibt Leute, die sagen: „Es gibt keinen Papst, denn ein Papst, der ökumenistisch ist, der ist nicht mehr Papst.“ Ich für meine Person bin mit einem derartigen Standpunkt nicht einverstanden. Ich bin der Ansicht, daß der Papst irrt. Das sagen seine Vorgänger, Papst Pius X., Papst Pius XI., nicht ich. Ich vergleiche nur die Texte und die Lehren, das ist alles, nicht ich richte den Papst, die Überlieferung richtet ihn. Ebenso war es zur Zeit des Honorius. {…}
Ich glaube, daß wir das Unglück haben, eine ganz entsetzliche Zeit zu erleben. Ich habe Ihnen das Aufkommen des teuflischen Planes beschrieben, der mit seinem Liberalismus und seiner Revolte gegen Gott die Welt überfällt und der nun auch in der Kirche Erfolg hat, bis zu den allerhöchsten Spitzen, wie es die allerseligste Jungfrau Maria in Fatima und schon in La Salette gesagt hat:
„Eines Tages wird Rom den Glauben verlieren.“
Sie hat nicht gesagt, daß der Papst früher oder später den Glauben verlieren wird, sondern daß Rom den Glauben verlieren wird. {…}
Es gibt zwei Rom. Selbst im inneren Bereich streiten die beiden Rom. {Es} besteht da eine tiefgehende Spaltung. Man muß viel beten, denn der Papst ist in diesem Widerstreit von Leuten, die ihn umgeben, gefangen und er ist nicht mehr in der Lage zu regieren. Das ist sehr ernst. Die einen Kongregationen ordnen das eine an, die anderen ordnen das Gegenteil an. Wir sind in einer furchtbaren Situation! …
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#17   Irenäus   19:51:30 | Montag, 22. August 2005
@Stimme aus dem Tradiland
Ich habe zugegebenermaßen scharf geschossen; aber die schäbige Art, in regelmäßigen die FSSPX als schismatische Vereinigung Pius X zu beschimpfen…nein dieses Niveau ist eine Schande. Auch kann ich mich erinnern, einen Beitrag da gelesen zu haben, wo ganz unverblümt Häresien verkündet wurden. Ich konnte ihn leider nicht wiederfinden.
Und dieses Propagieren von Medjugorje, dieser gottlosen und häretischen „Erscheinung“, begründet sehr wohl den dringenden Verdacht, daß diese Leute vom Glauben abgefallen sind.
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#16   Stimme aus dem Tradiland   18:19:27 | Montag, 22. August 2005
Vermischtes
@ Irenäus: mehr oder weniger der Häresie verfallenen Gruppierung kath.net zu schreiben Diese Einschätzung ist jedenfalls zu streng. kath.net ist im Durchschnitt katholischer als die V2-Kirche. Ihr Manko sind 1. Papalismus, 2. Erscheinungsgläubigkeit und 3. wenig Ahnung von und Interesse für die Tradition. Daraus lassen sich diverse Fehler in Auswahl und Diktion der kath.net Beiträge erklären. Manche der Redakteure sowie der typischen Forumsteilnehmer haben eine Neigung bzw. Verständnis für die Tradition, sind aber gem. 1.-3. beeinträchtigt.
@ Benedikt, Posting um 16.01 Uhr: Kann man so stehen lassen. Posting um 17.37 Uhr: Levada-Besetzung: Ein guter Chef kann sich auch gute Mitarbeiter leisten, ohne um seine Position zu fürchten (das Gegenteil ist implizit Führungsschwäche).
Zitat: Deshalb hat sich unsere Gruppe auch öfter zu Privatmessen oder Messen im byzantinischen Ritus zurückgezogen. Deshalb sind die meisten Traditionalisten dort gar nicht hingegangen und sich an dem erfreut, was sie auch sonst haben und nicht mit WJT-V2-Ärgernissen behaftet ist.
Der Ausdruck „Privatmessen“ ist problematisch, den die Hl. Messe ist von ihrer Natur her öffentlicher Kult und gibt es grundsätzlich keine Teilnahmebeschränkungen. Es gibt Gruppierungen, die bei Messen andere Katholiken gezielt aussperren wie das Neokatechumenat: Das ist nicht katholisch – sondern sektenhaft wie auch manche der dort praktizierten „Initiationsriten“.
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#15   Gotthard   17:42:59 | Montag, 22. August 2005
Kamel
wer geistlich anspruchslos ist wie ein Kamel in der Wüste, und das ist beim typischen V.II-Kirchbesucher die Regel ein Kamel sagt DANKE!
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#14   Benedikt   17:37:02 | Montag, 22. August 2005
@ Stimme aus dem Tradiland
Ich würde mir über die Berufung Levadas keinen so großen Kopf zerbrechen. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand absichtlich einen Posten mit jemandem Schwachen besetzt, um selber die Fäden in der Hand zu behalten. Dies kommt vor allem häufig vor, wenn es sich um machtvolle Positionen handelt, die der Betreffende vor selber inne gehabt hat. Ratzinger weiß am besten, wie groß der Einfluss des Präfekten der Glaubenkongregation ist, vielleicht will er keinen „zweiten Mann“ schaffen, der er vorher selber gewesen ist.
Man betrachte sich das einmal parallel in der deutschen Parteienlandschaft. Die Vorsitzenden von CDU, FDP und SPD waren zuvor allesamt Generalsekretäre ihrer Partei und somit für das Herzstück – die Programmatik – zuständig. Nachdem sie Parteichefs wurden, hatte keiner (!) Lust auf einen starken Generalsekretär und besetzten diese Posten mit farblosen Wasserträgern. So könnte es auch im Vatikan laufen. Auch dort menschelt es ja bisweilen ;-)
@ Romulus
Ja, das ist mir auch negativ aufgefallen. In der Messe ging es sogar noch…beim Sakramentalen Segen (!!!) in der Vigil war es noch viel schlimmer.
Man konnte auf dem WJT etwas von der Universalität der Kirche spüren, die Andacht dagegen kam etwas zu kurz. Deshalb hat sich unsere Gruppe auch öfter zu Privatmessen oder Messen im byzantinischen Ritus zurückgezogen.
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#13   Marcel   17:33:22 | Montag, 22. August 2005
In den Himmel hinaufkanzeln
Denke ich an manche Predigt, die ich bei der FSSPX gehört habe, müssten deren Anhänger hier mit Kritik stumm schweigen.
„Denke _ich_ an _manche_ Predigt“ bei Xyz…
Wie gut doch die Liberalen im Relativieren geübt sind. :-)
Die Traditionsstimme hat richtig vermutet, schlußfolgere ich: daß Sie nicht viele Predigen bei der FSSPX gehört haben können.
Die Predigen, die ich bisher bei der FSSPX von verschiedenen Würdenträgern gehört habe, zählen zum besten Gehörten insgesamt. Vollkatholischer Katechismus vom feinsten; Bilderbuchkirche.
Ich vergleiche das gerne in ersten Hochrechnungen mit den wirklich unzähligen Predigen bei unzähligen Priestern während meiner (viel zu) langen Jahre in der V.II-Kirche…
Andererseits kommt es auch auf die Besucher an: wer geistlich anspruchslos ist wie ein Kamel in der Wüste, und das ist beim typischen V.II-Kirchbesucher die Regel, der ist mit dürfigstem Predigtinhalt sehr zufrieden und bei dicht gepacktem katholischen Predigtinhalt sogar überfordert oder beleidigt. Keine Polemik, sondern bittere Realität:
Erst gestern nahm meine Familie einen V.II-Taufscheinkatholiken-Freund mit zur FSSPX-Messe und – wie der Himmel will – war die Predigt inhaltlich ein katholisches Feuerwerk wie selten: als ob der gute Pater es gewußt hätte… ;-)
Leider zuviel für unseren V.II-Katholiken. Ich fürchte, der geht so schnell nicht mehr mit. Nach der Kirche sagte er etwas verstimmt: „In den ‘normalen’ Kirchen muß man aber nicht so lange knien!“
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#12   Stimme aus dem Tradiland   17:22:39 | Montag, 22. August 2005
Nochmals zu Catholicus, Benedikt XVI. und WJT
Allgemein: Ich habe mich über eine ganze Reihe früherer Äusserungen des seinerzeitigen Präfekten der Glaubenskongregation gefreut, zuletzt vor allem über seine Äusserung zur Musik in der Liturgie.
In Relation zu seinen Worten sind seine Taten als Papst bisher (hier insb. die Wiederbestellung aller Dikasterien, die Neubestellung des Leiters der Glaubenskongregation mit einem charakterlichen Schwachmatikus) im allgemeinen und speziell am WJT eine einzige Enttäuschung. Diese war zwar vorherzusehen, ist aber deswegen nicht weniger bitter!
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#11   Romulus   17:16:15 | Montag, 22. August 2005
Stereotypen
Der Kardinal (Lehrmann!) zeigte sich darüber beeindruckt, daß sich die oft überschäumende Fröhlichkeit der Jugendlichen immer wieder in Stille und Sammlung gewandelt habe…
Das haben Sie schon VOR dem WJT erzählt, Herr Kardinal. Außerdem halte ich das für eine Wanderlegende. So viele Rumgelatsche während einer Messe habe ich selten erlebt.
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#10   Stimme aus dem Tradiland   16:33:35 | Montag, 22. August 2005
Fundamentalverteidigung des Papstes ist schon gar nicht katholisch!
@ Catholicus: Welche Fundamentalkritik hat wer wie geäußert? Zitat: Mir scheint, gewisse Herrschaften werden nie mit dem zufrieden sein, was der Heilige Vater sagt oder tut, so lange sie nicht selber auf dem Stuhl Petri sitzen können! Da bin ich aber froh, dass ich frei von dem genannten Verdacht bin mangels Erfüllung der Voraussetzungen… Im übrigen ist das eine ungerechte und unbegründete Fundamentalanschuldigung.
Aber die Verwirklichung dieses (unmöglichen) Ansinnens wird zumindest teilweise dadurch erreicht, dass man sich in mehr oder minder schismatischen Bewegungen wie der FSSPX ein Richteramt über die höchste geistliche Gewalt auf Erden anmaßt, das nur Gott allein zusteht.
Immerhin, Catholicus hat schon so viel dazugelernt, dass er nicht mehr generell von „außerhalb der Kirche“ spricht, sondern einen Gang zurückgeschalten hat auf „mehr oder weniger schismatisch“. Diese Anschuldigung wird aber hier unbegründet gebracht, in früheren Postings irrig begründet mit Ungehorsam. Inwiefern wurde der Papst durch FSSPX oder andere „schismatische“ Bewegungen gerichtet? Die bisher einzige offizielle Äusserung der FSSPX war eine positive.
Katholisch ist eine solche Haltung schon lange nicht mehr! Papalismus ist jedenfalls gar nicht katholisch, weil er das Antlitz der Kirche und Wesen und Wert ihres Lehramtes zur Unkenntlichkeit entstellt.
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#9   Irenäus   16:18:39 | Montag, 22. August 2005
@Catholicus
Bevor Sie hier so selbstgerecht den Finger erheben, möchte ich Ihnen die kritische Frage stellen, wie Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, für die mehr oder weniger der Häresie verfallenen Gruppierung kath.net zu schreiben!?
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#8   Catholicus   16:09:49 | Montag, 22. August 2005
Fundamentalkritik am Papst ist nicht katholisch
Mir scheint, gewisse Herrschaften werden nie mit dem zufrieden sein, was der Heilige Vater sagt oder tut, so lange sie nicht selber auf dem Stuhl Petri sitzen können! Aber die Verwirklichung dieses (unmöglichen) Ansinnens wird zumindest teilweise dadurch erreicht, dass man sich in mehr oder minder schismatischen Bewegungen wie der FSSPX ein Richteramt über die höchste geistliche Gewalt auf Erden anmaßt, das nur Gott allein zusteht. Katholisch ist eine solche Haltung schon lange nicht mehr!
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#7   Benedikt   16:01:28 | Montag, 22. August 2005
@ Tradiland
Stephanus lebte in einer anderen Zeit. Über seine Sprachgewalt verfügt heute vermutlich sowieso niemand mehr, der Versuch, es ihm gleichzutun wäre vermutlich nur eine jämmerliche Kopie.
Es kann glaube ich leichterdings behauptet werden, dass jede Zeit ihren EIGENEN Stil braucht um DIESELBE Botschaft herüberzubringen. So hatte Augustinus einen anderen Stil als Thomas von Aquin, obwohl beide die wahre Lehre der Kirche verbreitet haben, so ist es doch, oder?
Heute ist es glaube ich so, dass ein Wirken im Ruhigen erfolgreicher ist. Die meisten der zuletzt heiliggesprochenen waren keine gewaltigen Prediger wie noch Pius X., sondern eher ruhigere Charaktere, die mehr durch ihre persönliche Einstellung überzeugt haben. Zwar gefallen mir auch wortgewaltige Predigten, aber das persönliche Zeugnis und das Vorleben erscheint mir sehr wichtig.
Dialog setzt voraus, seine eigene Position darzustellen.
Sehr richtig, aber natürlich muss der Dialog dann auch noch führbar sein.
Was sonst, mehr Charismatik, mehr „Viva el Papa-Rufen“ bzw. „Benedetto-Geschrei“ in der Liturgie?
Hoffentlich auch nicht. Ich hoffe einfach, dass wenigstens einige tausend, die vielleicht aus flapsigen Motiven nach Köln gefahren sind, nun wieder einen Weg sehen, der sie ganz in die Kirche führt. Das wär doch was.
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#6   Stimme aus dem Tradiland   15:38:18 | Montag, 22. August 2005
Die Möglichkeiten des Papstes beim WJT
@ nochmals Benedikt: Fehlen entsprechend kantiger Hinweise auf die Sexualmoral…fehlte glücklicherweise. Wie „gut“, dass wenigstens die „Condoms4Life“ und die – löblichen Plakatüberkleber damit befaßt haben. Dass dies Probleme für die Zeitgeistkatholiken in Deutschland darstellen, kann man nicht bestreiten. Katechese besteht auch in der Wiederholung.
@ Romano: Zu den bösen „interreligiösen, ökumenischen Aktivitäten“ etwas zu sagen, ist sinnlos. Vielleicht nur meine Frage: was hätte der Papst denn in dieser Hinsicht ganz konkret anders und besser machen sollen. Keine derartigen Treffen oder Verkündung der ungeteilten Wahrheit. „Wer sich zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen…“
Predigt in der Abschlussmesse war hingegen großartig Toll, wie man mit vielen Worten an den zentralen Punkten (Transsubstantiation, unblutige Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfer) vorbeireden kann, um die tatsächlichen Probleme unaufgeabeitet und unerwähnt zu lassen („Pro multis“, „Wandlung ohne Wandlungsworte, Handkommunion, Stand der Gnade als Voraussetzung des Kommunionempfanges etc.). Viele Predigten von FSSPX-Priestern können sie noch nicht gehört haben.
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#5   Sulpicius   15:32:49 | Montag, 22. August 2005
Barbara Coudenhove-Kalergi…
…entstammt einer alten Freimaurer-Familie…
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#4   Stimme aus dem Tradiland   15:32:43 | Montag, 22. August 2005
Das Lehramt und der Zeitgeist
@ Benedikt: Man kann sich aus der Lehre der Kirche nicht heraussuchen, was einem am besten passt. Es zählt, was gültig ist. Genau, die alten Katechismen enthalten die Lehre übersichtlich, klar und vollständig, die neuen nicht.
Ich habe fast schon Mitleid mit Leuten, die meinen, ein Papst müsse in die Synagoge gehen, um dort praktisch herumzuschreien, dass jeder in die Hölle komme, der Jesus nicht folge. D.h., Sie haben auch mit den Hl. Aposteln Mitleid und mit Stephanus. Wirklich seltsam, sich zu Christus zu bekennen als Papst…
Mit einer solchen Suada würde man eine Mauer zwischen Christentum und Judentum legen, die höchstwahrscheinlich konversionsbereite Juden vom Übertritt abhalten würde. Die meisten Konversionen gab es in Zeiten starker „Suadas“. Verschweigt man die Wahrheit, bestärkt man die Irrgläubigen in ihrem Irrtum. Dialog setzt voraus, seine eigene Position darzustellen.
Also noch mehr Pop, Rock, HipHop, Lichtorgeln etc. in kath. Kirchen. Das war hoffentlich nicht gemeint. Was sonst, mehr Charismatik, mehr „Viva el Papa-Rufen“ bzw. „Benedetto-Geschrei“ in der Liturgie?
Warum sollte der Papst sich ausgerechnet zu Juventutem äußern? Hier waren die Bischöfe gemeint, die durchaus Anlaß hätten, sich zur erstmaligen Beteiligung der Tradition am WJT zu äußern.
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#3   Romano   15:16:54 | Montag, 22. August 2005
@Tradiland
Seine interreligiösen, ökumenischen Aktivitäten sowie seine schwache Predigt am Marienfeld belegen das.
Zu den bösen „interreligiösen, ökumenischen Aktivitäten“ etwas zu sagen, ist sinnlos. Vielleicht nur meine Frage: was hätte der Papst denn in dieser Hinsicht ganz konkret anders und besser machen sollen.
Die Predigt in der Abschlussmesse war hingegen großartig. In dieser Tiefgründigkeit und Klarheit habe ich seit langer Zeit keinen Priester mehr über die Eucharistie predigen hören. Denke ich an manche Predigt, die ich bei der FSSPX gehört habe, müssten deren Anhänger hier mit Kritik stumm schweigen.
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#2   Benedikt   15:10:25 | Montag, 22. August 2005
@ Stimme aus dem Tradiland
alte Messe
dafür.
alter Katechismus
Man kann sich aus der Lehre der Kirche nicht heraussuchen, was einem am besten passt. Es zählt, was gültig ist.
interreligiöse und ökumenische Aktivitäten
Ich habe fast schon Mitleid mit Leuten, die meinen, ein Papst müsse in die Synagoge gehen, um dort praktisch herumzuschreien, dass jeder in die Hölle komme, der Jesus nicht folge. Mit einer solchen Suada würde man eine Mauer zwischen Christentum und Judentum legen, die höchstwahrscheinlich konversionsbereite Juden vom Übertritt abhalten würde. Gegen einen Dialog ist niemals etwas einzuwenden, wenn man nicht sich selbst aufgibt, wovon hier konkret nichts zu spüren war.
Also noch mehr Pop, Rock, HipHop, Lichtorgeln etc. in kath. Kirchen.
Das war hoffentlich nicht gemeint.
Übrigens kein Wort zu Pro Juventutem von den hwst. Herrschaften
Warum sollte der Papst sich ausgerechnet zu Juventutem äußern? Warum nicht zu den 100 anderen Delegationen? Es ist eine grandiose Selbstüberschätzung, wenn man sich selbst so wichtig nimmt. Es wurde gar keine Delegation erwähnt und das war gut so.
Fehlen entsprechend kantiger Hinweise auf die Sexualmoral
Das fehlte glücklicherweise. Die Haltung der Kirche ist bekannt, durch eine Predigt hierüber hätte der Papst höchstens die ohnehin vorherrschende Meinung, die Kirche beschäftige sich vor allem mit der Gürtellinie, bestätigt.
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#1   Stimme aus dem Tradiland   14:59:19 | Montag, 22. August 2005
Was der deutsche Episkopat aus dem WJT gelernt hat, klingt gar nicht gut
Zitat Cardinal Meisner: Er stelle sich nun die Frage, was er jetzt „mit seiner vielen Freizeit“ machen soll. Vielleicht sich einmal mit Liturgie (insb. alte Messe), Katechese (alter Katechimus, der Ausrichtung seines Priesterseminars etc. zu befassen. Dumme Sprüche wirklich!
Zitat Cardinal Lehmann:Es sei dem Papst gelungen, Medienvorurteile gegen seine Person abzubauen: „Die Klischees über den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, etwa das vom ‘Panzerkardinal’, sind nicht bestätigt worden und haben auch schon früher nicht gestimmt.“
D.h, der Hl. Vater hat sich ins Zeitgeistgetriebe der V2-Kirche eingeklinkt. Seine interreligiösen, ökumenischen Aktivitäten sowie seine schwache Predigt am Marienfeld belegen das.
Die linke Kommentatorin von „Der Standard“, Barbara Coudenhove-Kalergi, lobt den Hl. Vater dafür, dass er nicht moralisiert habe. D.h., im Fehlen entsprechend kantiger Hinweise auf die Sexualmoral etc. muß man ein weiteres Manko konstatieren.
Zitat Mgr. Franz-Josef Bode: erklärte, daß die vergangenen Tage „für die Jugendpastoral nicht unwirksam bleiben dürfen“.Die Erlebnisse von Köln müßten jetzt in die Pfarreien getragen werden. Der Weltjugendtag habe eines klar gemacht: „Jugend gewinnt Raum in der Kirche, Kirche gewinnt Raum bei der Jugend.“ Also noch mehr Pop, Rock, HipHop, Lichtorgeln etc. in kath. Kirchen.
Übrigens kein Wort zu Pro Juventutem von den hwst. Herrschaften…
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