Der aus Niederösterreich stammende langjährige Leiter der Vatikanischen Bibliothek, Kardinal Alfons Maria Stickler, vollendet heute sein 95. Lebensjahr.
(kreuz.net) Kardinal Stickler wurde am 23. August 1910 in Neunkirchen geboren. Die Ortschaft Neunkirchen
befindet sich 50 Kilometer südlich von Wien, in Niederösterreich.
Alfons Stickler trat nach der Matura
in das Noviziat der Salesianer Don Boscos ein. Nach dem römischen Studium der Philosophie und Theologie
wurde er am 27. März 1937 in der römischen Lateranbasilika zum Priester geweiht.
Anschließend studierte
der junge Pater kirchliches und weltliches Recht an der Lateran-Universität, die von der Diözese Rom
geführt wird und sich in unmittelbarer Nähe der Basilika San Giovanni in Laterano befindet.
Nach Studienabschluß
lehrte Pater Stickler an der kirchenrechtlichen Fakultät der römischen Salesianer-Universität. Später
wurde er Dekan dieser Fakultät und schließlich Rektor der Hochschule.
Den nach eigener Aussage bedeutendsten
„Wechsel seines Lebensgleises“ erlebte Kardinal Stickler am Aschermittwoch 1971, als er von seiner Bestellung
zum Leiter der Vatikanischen Bibliothek durch Papst Paul VI. erfuhr.
Am 8. September 1983 ernannte ihn
Papst Johannes Paul II. gleichzeitig zum „Pro-Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche“ zum Erzbischof
mit dem Titularsitz Bolsena. Im November desselben Jahres wurde er zum Bischof geweiht.
Am 7. Juli 1984
übertrug ihm der Papst außerdem die Leitung des vatikanischen Geheimarchivs.
Im April 1985 wurde Erzbischof
Stickler ins Kardinalskollegium berufen.
Während seiner Amtszeit setzte sich der Kardinal für die Erhaltung
und Modernisierung der vatikanischen Bibliothek ein. Diese gilt als Aufbewahrungsort der „weltweit reichsten
Sammlung an Handschriften“ – rund 70.000.
Daneben finden sich dort auch eine Million gedruckter Bücher,
rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung.
Unter anderem wurde unter der Leitung
von Kardinal Stickler ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek – unter
anderem der „Codex Vaticanus“ – atombombensicher untergebracht sind.
Der ‘Codex Vaticanus’ ist eine sehr
berühmte griechische Bibelhandschrift aus dem 4. Jahrhundert, die sich seit dem Jahre 1481 im Vatikan
befindet.
Im Sommer 1988 trat Kardinal Stickler aus Altersgründen von seinem Amt als Leiter der Vatikanbibliothek
und des Geheimarchivs zurück.
Er lebt im römischen Ruhestand.
Während vieler Jahre war Kardinal Stickler
Gast bei der Sommerakademie in Aigen/Schlägl und ein international bekannter Verteidiger der alten Lateinischen
Messe.
Kardinal Stickler hat auch zahlreiche Bücher publiziert. Besonders lesenswert ist sein Buch über
den Weltpriesterzölibat.
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71 Lesermeinungen
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@Benedikt So habe ich das auch immer verstanden und war deswegen davon ausgegangen, dass kein Schisma
vorliegt. Nach und nach nimmt die FSSPX (also doch wohl die Bischöfe?) in drei Bereichen für sich Jurisdiktionsgewalt
(„supplied jurisdiction“) für sich in Anspruch. Bei der „Erteilung“ der Beicht-Fakultas, der Delegation
für die Eheschließung und – das ist mein Punkt – bei der Zuständigkeit zur Feststellung der Ehenichtigkeit.
Ins Feld geführt wird jeweils ein „geistlicher Notstand“. Im Ergebnis wird aber auf diese Weise Stück
für Stück eine „Gegenhierarchie“ aufgebaut. Im Hinblick auf die Gerichtsbarkeit lässt sich das aber
nicht mit der dringenden Notwendigkeit einer Sakramentenspendung begründen. Man könnte sich nämlich
gut darauf beschränken, einem FSSPX-Anhänger nach Anrufung eines kirchlichen Gerichts und Feststellung
der Nichtigkeit zu sagen: besser nicht noch einmal heiraten. Man rät den eigenen Leuten aber sogar von
der Anrufung der kirchlichen Gerichte ab (zugunsten einer eigenen Überprüfung). Das ist Aufbau einer
eigenen Hierarchie und möglicherweise nicht einmal im Sinne von S.E. M.L. Vielleicht ist auch Bischof
Fellay nicht damit einverstanden. Aber ich habe keine konkrete Vorstellung, wie die Machtverhältnisse
in der FSSPX (insbesondere zwischen Fellay und dem mit dem Gedanken des Sedisvakantismus spielenden Williamson)
sind. Es wird sicher spannend. Eine Spaltung der FSSPX halte ich nicht für ausgeschlossen.
Der Status der FSSPX-Bischöfe Mir scheint, der Streit hier ergibt sich daraus, dass die Bischöfe der
FSSPX einen in der Kirche beispiellosen Sonderstatus haben. Um dem Papst nicht vorzugreifen, bzw um nicht
gegen weitere (strittig) Vorschriften des CIC zu verstoßen, konnte Lefebvre die von ihm geweihten Bischöfe
nicht – wie das sonst bei jedem Weihbischof, Titular(erz-)bischof der röm. Kirche der Fall ist – auf
einen Titularbischofssitz heben, ihnen also – wenn auch nur pro forma – eine Diözese geben. Die Bischöfe
der FSSPX sind – so habe ich die Selbstdarstellung der FSSPX jedenfalls verstanden – reine Weihbischöfe
ohne jede Jurisdiktionsgewalt, es sei denn diese ergibt sich – wie bei Bischof Fellay – aus einer anderen
Position, im Beispiel der des Generaloberen. Das unterscheidet sie von allen Diözesanbischöfen und auch
von Weihbischöfen, die diesen zugeordnet sind und die zwingend Bischofsvikar (=stellv. Jurisdiktion f.
einen bestimmten Bereich) werden müssen. Es hat daher wenig Sinn, sich um die Bezeichnung dieser Bischöfe
den Kopf zu zerbrechen, da sie ohne Beispiel sind. Selbst die Missionsbischöfe früherer Tage hatten
zwar keine Diözese, dafür aber einen päpstlichen Auftrag – der immer auch Jurisdiktionsgewalt bedeutete –
s. Hl. Bonifatius, der in Deutschland papstgleiche Rechte (Errichtung von Diözesen, Ernennung und Absetzung
von Bischöfen) hatte.
Allg. innerkirchl. Notstand sowie bei der kirchlichen Ehegerichtsbarkeit (mindestens in den USA) Die FSSPX
muß diesbezüglich nicht das Licht des Tages scheuen. Dazu nur ein paar Zahlen. 75 % aller Eheannullierungen
erfolgen in den USA, obwohl dort nur 5 % der Katholiken leben. Die Anzahl der Eheannullierungen hat sich
zwischen 1968 und 1992 mehr als um den Faktor 175 vervielfacht. In den neuen CIC von 1983 wurden zusätzliche
Eheauflösungsbestimmungen übernommen, die der traditionellen Auffassung vom Ehesakrament und seiner
Unauflöslichkeit wiedersprechen. Die FSSPX handelt gerechtfertigt. Ganz generell ist es ein Unterschied,
ob die Sakramente im alten Ritus gespendet werden oder im neuen. Gleiches gilt für die Sakramentalien:
Taufwasser: Im alten Ritus mit eigenem Exorzismus, im neuen niente; Exorzismus: Im alten Rituale wirksam,
im neuen völlig unwirksam. Eucharistie: „Pro multis“ – „für alle“: Widerspricht fundamental den diesbezüglichen
Herrenworten. Priester- und Bischofsweihen: Formeln geändert (wozu?). Krankensalbung: Spendepraxis katastrophal:
Während Kranke, die nicht sterbenskrank sind, damit bedacht werden, werden die wirklich Sterbenden vernachlässigt.
Dass sogar nach dem Kreislaufstillstand dieses Sakrament gespendet werden (weil der Mensch theologisch
noch nicht tot ist): Unbekannt bei den V2-NOM-Priestern. Es geht um das Seelenheil und die Sakramentenspendung
von vielen Gläubigen!
@Marcel … das kann der gläubige Katholik in „seiner“ modernistischen und von Gott abgefallenen Gemeinde
eben nicht, genausowenig wie er in die dortige NOM-Messe gehen kann. (1) Wie will man, bitteschön, begründen,
dass ein katholischer Priester mit Beichtfakultas nicht gültig absolvieren kann? Das ist doch Unfug.
Warum sollte eine unter Einhaltung der Formvorschriften von zwei Brautleuten geschlossene Ehe ungültig
sein? Wie kann man auf der einen Seite die in der römischen Kirche gefeierte Eucharistie für ungültig
halten und sich gleichzeitig über drohenden Sakrilege beim WJT aufregen? Vor allem: wie kann man behaupten,
zu einer Kirche zu gehören, die ihre Sakramente nicht gültig feiert? (2) Um all diese Fragen geht es
bei der Annullierung von Ehen aber überhaupt nicht. Hier ist allein die Frage, wer verbindlich feststellen
darf, ob eine kirchliche Ehe zustande gekommen ist oder nicht. Sich dieses Recht eigenmächtig zu nehmen,
ist der Aufbau einer Gegenhierarchie, ohne dass (in Todesgefahr) die Notwendigkeit der Spendung eines
Sakraments bestehen kann.
Der geistliche Notstand der ratlosen Katholiken Jede Internetquelle birgt ein großes Risiko, dass dort
Unrichtigkeiten oder Halbwahrheiten stehen. In diesem Fall habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen Nein,
das haben Sie eben nicht. Sie haben darauf hingewiesen, daß Ihre W3-Seite einseitig sei. Ihre W3-Seite
war aber nicht nur einseitig, sondern voller Lügen und „Halbwahrheiten“. Eine wahre Ausnahme bestätigt
die Regel. Um Ihre unsaubere Logik und Argumentation geht es mir. In der Sache geht es einzig und allein
darum, dass sich die FSSPX unter dem Deckmantel einer behaupteten „supplied jurisdiction“ nicht nur anmaßt,
sich selbst die Beicht-Fakultas erteilen und die Formvorschriften des Trienter Konzils über die Eheschließung
zu umgehen; das mag man mit einem – in der Sache so nicht bestehenden – „geistigen Notstand“ erklären,
obwohl jeder Katholik gültig in seiner Gemeinde beichten und heiraten kann. … das kann der gläubige
Katholik in „seiner“ modernistischen und von Gott abgefallenen Gemeinde eben nicht, genausowenig wie er
in die dortige NOM-Messe gehen kann. Sie mögen sich weiterhin hartnäckig dem real existierenden geistlichen
Notstand in der V.II-Kirche verschließen. Aber es macht Ihre Rede mit jenen unmöglich, die diesen Notstand
erkennen und ihr Handeln darauf gründen. Diese werden von der FSSPX mit den katholischen Sakramenten
versorgt, weil ihr Seelenheil auf dem Spiel steht. Unter diesen höchsten Zweck der katholischen Kirche
unterordnen sich alle ihre Gesetze.
Mischmasch @ sacerdos helveticu: Ihr Vorschlag ist so gut wie katholisch @ Gotthard, 0.05 Uhr: Ja gut,
aber das steht doch jetzt in Widerspruch zu Ihren vorherigen Äusserungen oder nicht? @ Romano: 1. Zu
den Episcopes Vagantes: Ich habe nachgesehen und mehrere Belegstellen, dafür gefunden, dass die FSSPX-Priester
nach modernistischen V2-Quellen tatsächlich so bezeichnet werden könnten. Völlig ignoriert wird – wie
in der V2-Kirche typisch – das Notstandsrecht. Weiters werden mit dieser willkürlichen Definition die
FSSPX-Bischöfe mit seltsamen Häretikern wie Romulo Braschi, der Frauen zu „Priesterinnen“ und „Bischöfinnen“
weiht, in einen Topf geworfen. Resümee: Diese Bezeichnung für die FSSPX-Priester ist eine gezielte Beleidigung
und Diffamierung, sollte daher niemand gebrauchen. 2. Zur FSSPX-Ehegerichtsbarkeit: Es gibt eine solche,
auch das sei zugestanden. Mir wurden zwei interessante Fundstellen zugetragen, die ich zu verheimlichen,
keinen Anlaß sehe. A) Regeln des Bischofs Tissier de Mallerais vom 28. August 1998 zur Eheannullierung
www.sspx.org/…tions_of_nullity.htm B) Schreiben des Fr. Peter R. Scott an die Freunde und Förderer
vom August 1995 www.sspx.org/…/august_1995_ltr.htm (Fortsetzung geplant)
Unsinn? (1) Jede Internetquelle birgt ein großes Risiko, dass dort Unrichtigkeiten oder Halbwahrheiten
stehen. In diesem Fall habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen und konnte kurz danach den Text, um den
es mir ging, als authentisch verifizieren. Zumindest insoweit befand sich also auf dieser – sicherlich
einseitigen – Seite keine „Lügenpropaganda“. Machen Sie sich nicht lächerlich. (2) In der Sache geht
es einzig und allein darum, dass sich die FSSPX unter dem Deckmantel einer behaupteten „supplied jurisdiction“
nicht nur anmaßt, sich selbst die Beicht-Fakultas erteilen und die Formvorschriften des Trienter Konzils
über die Eheschließung zu umgehen; das mag man mit einem – in der Sache so nicht bestehenden – „geistigen
Notstand“ erklären, obwohl jeder Katholik gültig in seiner Gemeinde beichten und heiraten kann. Auf
einem völlig anderen Blatt steht die Inanspruchnahme der kirchlichen Ehegerichtsbarkeit. Das ist Aufbau
einer Hierarchie und geht nicht. Ich kann bis zu einem gewissen Punkt verstehen, dass Sie nicht in der
Lage sind, sich zu dieser Frage sachlich zu äußern. Möglicherweise ist Ihr eigener Standpunkt einfach
nicht gefestigt genug, um die FSSPX auch einmal kritisieren zu können. In einem solchen Fall darf man
nichts Problematisches an sich heranlassen. Ein gutes Zeichen ist das nach meiner bescheidenen Einschätzung
aber leider nicht.
„Clear“ II Ausdrücklich hatte ich die Seite als einseitig bezeichnet. Sie verkennen das Problem, wie
so oft: Ihre genannte Seite ist nicht „nur“ einseitig, sondern eine antikatholische Lügenpropagandaseite.
Daß sie unter dem Deckmäntelchen der Aufklärung vor der „FSSPX-Sekte“ agiert, täuscht Einfaltspinsel,
denen die Stoßrichtung ins billige Konzept paßt. Der Zweck heiligt die Mittel? Ich hatte klargestellt,
daß es mir nicht um den Brief Mgr. Williamsons geht, sondern um Ihre Quellen“wahl“. Sie arbeiten mit
Internet-Yunkie-Methoden: aus unseriösen Quellen schöpfen, nur weil sie im Internet stehen. Aus solchen
Quellen schöpft man nicht, selbst wenn sie ausnahmweise ein richtiges Dokument abdrucken – was Sie aber
zum Zeitpunkt Ihres Schreibens nicht wissen konnten. Daß Ihnen Ihre eigene Revolvermethoden ungeheuer
sind, zumindestens unbewußt, zeigt die Wortwahl beim ersten Nennen der Sudelquelle: „der Inhalt _dürfte_
trotzdem stimmen“; eine Stunde später sahen Sie sich gezwungen, das Dokument erneut zu referenzieren –
diesesmal aus einer Originalquelle. Wenn Sie Ihren Ameisenfeldzug gegen die FSSPX führen müssen, dann
sauber – und in jedem Fall ohne meine Mithilfe, die ich Ihnen gewährte, wenn ich auf Ihren Unsinn einginge.
Zu Ihrem Thema hat die Traditionsstimme und Mileschristi alles nötige gesagt. Täuschen Sie sich nicht:
Sie haben keinen Anspruch darauf, daß jeder Freund der FSSPX auf Ihre Anwürfe antworten müßte („wenn …
der Skandal … kein Anlass für Sie ist“).
@Marcel (1) Ich interessiere mich nicht für irgendwelche Kinderschänder innerhalb oder außerhalb der
FSSPX. Ich habe den Williamson-Brief zufällig gefunden, weil ich nach einer offiziellen Stellungnahme
der FSSPX zum Treffen am nächsten Montag gesucht hatte. Ausdrücklich hatte ich die Seite als einseitig
bezeichnet. (2) Es hat sich herausgestellt, dass der Brief echt ist. Werter Marcel, wenn der Skandal einer
angemaßten FSSPX-Gerichtsbarkeit für die Feststellung der Ehenichtigkeit kein Anlass für Sie ist, ein
kritisches Wort über die FSSPX zu sagen, dann frage ich mich, wessen Gehirn gewaschen worden ist. Ich
bin grundsätzlich bereit, manches Positive an der FSSPX zu konzedieren. Langsam läuft das Fass allerdings
über. Wenn ich gleichzeitig sehe, mit welcher Einseitigkeit Fehler bei der FSSPX schöngeredet/ignoriert
und in der katholischen Kirche heißgeredet werden, ärgert mich das. Ich wiederhole: das passt alles
nicht zusammen. Wer unkritisch Unfug mitmacht und ihn dazu noch mit persönlichen Angriffen verteidigt,
der weckt Zweifel an seiner Seriösität.
Vorschlag zur Güte Vielleicht sollten angesichts der bevorstehenden Audienz des Generaloberen der FSSPX
beim Heiligen Vater am kommenden Montag zumindest bis dahin die gegenseitigen Unterstellungen und Beleidigungen
hintangestellt werden und jeder Teilnehmer an der Diskussion am Sonntag oder Montag eine Heilige Messe
aufopfern in dem Anliegen eines fruchtbaren Gesprächs und auch in diesen Tagen das Veni Creator Spiritus
oder andere Gebete (z.B. Rosenkranz) in dieser Meinung verrichten. Mir scheint damit der Kirche sicherlich
besser gedient zu sein!
Evelin: Seltsamkeiten von Gotthard also ich erkläre dem GATTEN der Evelin gerne: 1. die Ehe zwischen
zwei Menschen ist immer dann gültig, wenn sie im folgenden Sinne geschlossen wird: „Ich verspreche dir
die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich
lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.“ 2. Daher sind Ehen zwischen Juden, Moslems, Hindus,
Atheisten usw gültige Ehen. 2. Ehen zwischen Christen sind ein Sakrament. Sie müssen nur öffentlich
geschlossen werden. 3. Katholiken sind seit dem Trienter Konzil zu einer bestimmten Eheschließungsform
verpflichtet: „vor einem Priester (Diakon) und 2 Zeugen“. Von dieser Formpflicht kann befreit werden.
Dann ist jede öffentliche Eheschließungsform möglich.
„Clear“ Romano fabulierte: Die Quelle {www.sspx-schism.com} ist zwar einseitig „Einseitig“… Sagenhaft!
Ich habe bereits darauf gewartet, _daß_ jemand diese ulkige Lügnerseite auftischt! Romano also hat den
Narrenpreis gewonnen. „What Happens to Priests who Criticize the SSPX?“ gehört sicher zum besten, was
die aus der FSSPX Geworfenen dort im W3 bieten. Nehmen wir einmal als Exempel die überaus rührige Geschichte
des „armen“ Pater Benedict Van der Putten, der angeblich wegen seines Dafürhaltens zu Rom vom FSSPX-Generaloberen
persönlich geschasst worden sei. Oh Du böse FSSPX – wir Romanos wußten es doch alle! Des Paters Groschenroman
wurde sogar von einer US-Printzeitung als Interview gebracht. Der wahre Grund, warum P. Benedict Van der
Putten aus der FSSPX USA flog, ist ganz untheologisch und widerlich: Er ist ein ekelhafter Kinderschänder.
Gegen ihn lag bei der FSSPX ein Stapel schriflichter Zeugenaussagen von Opfern und deren Angehörigen
vor. Deswegen wurde der Kerl hochkant aus der FSSPX geworfen, und zwar, wie üblich, ohne Medienrummel,
aber mit Anzeige bei der Diözese vor Ort zur Vorbeugung weiterer Untaten. (Was angesichts des Hasses
mancher Diözese auf die FSSPX nicht immer etwas bringt, siehe aufgelöste Johannes-Bruderschaft.) Es
geht mir nicht um den richtigen Brief Mgr. Williamsons, sondern um die Tatsache, _was_ Romano liest. Das
sagt mehr aus als alles andere. Danach erübrigt sich sich _jede_ Erwiderung an Romano. Gehirnwäsche
irreversibel. „Clear“!
@Evelin Wirklich grober Unfug. Wenn das stimmte, bräuchte es keine Beicht-Fakultas und keine Formvorschriften.
Jeder Katholik kann jederzeit zum Pfarrer um die Ecke gehen und sich vollgültig absolvieren lassen. Das
ist wirklich Quatsch, was hier behauptet wird, um unhaltbare Standpunkte der FSSPX zu rechtfertigen.
Der Notfall besteht für jeden Menschen jeden Tag … denn Ihr kennt weder den Tag noch die Stunde. Ob
jemand in schwerer Sünde stirbt oder nicht, macht den Unterschied zwischen Hölle und Himmel (häufig
davor Fegefeuer) Der Gatte der Evelin
@Evelin Natürlich können sie gültig in jeder katholischen beichten und heiraten. Wer das nicht annimmt,
der lebt auf dem Mond. Wer aber die Gültigkeit der Sakramente in der realen katholischen Kirche bestreitet,
kann das gern tun, muss sich aber nicht wundern, wenn ich bezweifle, dass er noch dazu gehört. Bei Nichtigerklärung
der Ehe, geht es aber überhaupt nicht darum, in einem Notfall ein Sakrament zu spenden, sondern die Nichtigkeit
einer bereits geschlossenen Ehe feststzustellen. Wer das nicht für die Aufgabe des Diözesanbischofs
und Roms hält und sich einen „Notfall“ konstruiert, um trotzdem machen zu können, was er will, der hat
mein Verständnis nicht.
Seltsamkeiten von Gotthard und Romano @ Gotthard: Das müssen Sie erläutern: Sie meinen – um es auf den
Punkt zu bringen – das Tridentinische Konzil hat die Ehe, die Protestanten, Moslems, Juden untereinander
schließen (die alle die Scheidung kennen), als formgültig angesehen, die vor katholischen Priestern –
allenfalls verbotenerweise – geschlossenen Ehen hingegen nicht??? @ Romano: Ungültigkeit der Sakramente
nichts ändert, da sie problemlos in der römischen Kirche gespendet werden können Möglicherweise leben
Sie auf dem Mond? Aufgrund dieses Unfugs halte ich die weitere Auseindersetzung mit Ihnen für entbehrlich.
Ich füge nur hinzu, dass es bei der Ehegerichtsbarkeit sehr wohl um die Sakramentenspendung geht (ob
das Ehesakrament, aber auch das Bußsakrament, die Eucharistie gespendet werden kann). Der Gatte der Evelin
@MilesChristi @Gatten (1) Nach der von mir zitierten üblichen Definition sind die Bischöfe der FSSPX
episcopi vagentes. Sie mögen seröser sein als der, der die ominösen „Weihen“ vorgenommen hat; am Status
ändert das nichts. Natürlich kann der Papst, wenn er das für tunlich hält, auch einen episcopus vagans
empfangen. (2) Die FSSPX nimmt – das sagt Bischof Williamson ausdrücklich – für die Feststellung der
Ehenichtigkeit eine „supplied juridiction“ für sich in Anspruch. Man mag das bei der Sakramentenspendung
für nicht schismatisch halten (obwohl es m.E. Unfug ist und an der Ungültigkeit der Sakramente nichts
ändert, da sie problemlos in der römischen Kirche gespendet werden können). Wenn es um die den Gerichten
vorbehaltene Feststellung der Ehenichtigkeit geht, liegt der Fall aber völlig anders. Hier bedeutet die
Inanspruchnahme von „jurisdiction“ Spaltung. Denn es geht nicht um die Spendung von Sakramenten, sondern
um eine den kirchlichen Autoritäten vorbehaltene (extrem sensible) Feststellung.
#54 MilesChristi 22:02:23 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Romano Wenn du austeilst, mußt du bereit sein selber was ausgeteilt zu bekommen. Mein lieber Romano,
„episcopi vagantes“ wie derjenige, der eine Weihe bei den verwirrten Donau-Frauen versucht hat zu simulieren,
werden in der Regel von Päpsten nicht empfangen; die verschiedenen römischen Kongregationen verlieren
keine Zeit damit, mit ihnen ausführliche Korrespondenzen zu führen. Nochmals, Romano: mach deine Augen
auf. Wenn du erkennst, wie fortgeschritten die Apostasie in weiten Teilen der Kirche ist, wirst du verstehen,
warum Gläubige, die aufgrund eigener schlechten Erfahrung nicht so viel Vertrauen auf die „Amtskirche“
haben („Sünde ? Gibt’s nicht, Gott ist doch Liebe“, „Jungfrauengeburt ? Übernommene Vorstellung aus
kleinasiatischen Religion“, „Auferstehung ? Wir wissen nicht, ob das Grab leer war“), traditionstreue
Priester nach ihrer Meinung zu einer Anullierungsurkunde befragen. ABer du mußt zuerst die Augen öffnen
wollen. Das geht. Das ging bei mir auch. Miles Christi
#53 Gotthard 22:01:05 | Donnerstag, 25. August 2005
wie es gerade passt!!!!!!! dass das Wesen der sakramentalen Ehe über den Formvorschriften des kirchlichen
Rechts stehen, die ja nur zum Schutze des Ehesakraments überhaupt geschaffen wurden. Das Trienter Konzil
hat – um das sakramentale Wesen der Ehe zu schützen und zu stärken, die FORM-Vorschriften erlassen.
Niemand kann sich also über die bis heute fortbestehenden FORM-Vorschriften des Tridentimus hinwegsetzen.
Niemand geht eine gültige sakramentale Ehe ein, der sich nur auf das „Wesen der Ehe“ beruft, sich aber
über die Eheschließungsform hinwegsetzt!!!! Die Pius-Sekte wählt aus dem Tridentinum sehr sehr selektiv
aus…
@MilesChristi Du solltest Dich nicht so aufregen. Ich nenne ihn so, weil er einer ist. Ich denke, die
folgende Definition aus der „Britannica“ ist ebenso unverdächtig wie richtig: „Episcopi Vagantes, in
Christianity, a bishop without authority or without recognition in any major Christian church. Such bishops
may have been properly consecrated but were not assigned to a diocese or were deprived of their diocese
for some reason or were excommunicated by their church; or they may have received an irregular consecration
by another bishop.“ Darunter fallen die ehrwürdigen Herrn der FSSPX. Der Skandal ist nicht, dass ich
ihn völlig korrekt auch so benenne, sondern dass ich dafür auch noch beschimpft werde. Zu dem Skandal
der Ehenichtigkeitsverfahren kommt aber in der Sache keinerlei Distanzierung, während ich Euch an jeder
zu kritisierenden Kleinigkeit in der Katholischen genüßlich hochzieht. Das passt doch alles nicht.
Im Williamsonbrief steht nichts von FSSPX-Ehegerichtsbarkeit, im Gegenteil, Bischof Williamson schreibt
ausdrücklich, dass die FSSPX keine territoriale Jurisdiktion hat (ergo sich auch keine anmaßt). „Allerdings
muß die FSSPX den Gläubigen Hilfestellung leisten, so gut sie eben kann“ (Williamson fast wörtlich).
Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass das Wesen der sakramentalen Ehe über den Formvorschriften
des kirchlichen Rechts stehen, die ja nur zum Schutze des Ehesakraments überhaupt geschaffen wurden.
Es kann auch ein Feind der FSSPX nicht davon ausgehen, dass die FSSPX die Intention hat, das Ehesakrament
und die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage zu stellen. Die Gläubigen in den USA – nur um diese Region
geht es (was schon wieder Romanos Schisma-Theorien widerspricht) – stehen vor einigen Problemen, die in
Summe als Notstand des Ehesakraments zu bezeichnen sind: 1. Gibt es dort inhaltlich nur noch Scheidungsgerichte,
die mit der Bewahrung des Ehebandes nichts am Hut haben (sogar Zwangsannulierungen gegen die ausdrückl.
Gültigkeitserklärung eines Ehepartners!); 2. werden die FSSPX geschlossenen Ehen mutwillig nicht anerkannt
(s.o.: Inhalt über Form); 3. geht es um das Seelenheil der Gläubigen, die wissen wollen, ob sie verheiratet
sind, noch einmal heiraten dürfen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie eine verbotene weitere Ehe
eingegangen sind (bevor sie sich bekehrt haben). Auf weitere Aspekte haben Irenäus und MilesChristi ohnedies
schon hingewiesen. Der Gatte der Evelin
#50 MilesChristi 20:57:00 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Romano Nur weil du diesen Nick hast, mußt du nicht unbedingt römischer sein als der Papst. Es kann
sein, daß Rom Bischof Fellay nicht als „Vagantenbischof“ bezeichnet, weil er für Rom eben keinen ist ?
Kann dies deine beschränkte Weltsicht für eine Minute gelten lassen ? Interessanterweise kommt diese
Bezeichnung nur von Leuten wie du, die Haß auf die Tradition der Kirche hegen – sei diese Tradition durch
die FSSPX, FSSP, Christuskönig-Institut oder wen auch immer verkörpert. Haß oder vielmehr Angst ? Nein,
MOment – ich habe schon viele Beschimpfungen auf die FSSPX gehört, aber das mit dem Vagantenbischof ist
mit zu den unverschämtesten, die ich je gehört habe. Aber: es kann sein, daß dies einfach ein Zeichen
deiner Ignoranz ist, da du ja von den wahren „episcopi vagantes“ nichts weißt. In diesem Sinne kann ich
dich entschuldigen. Unwissende Leute sollte man nicht sehr hart urteilen. Lies mal den Brief richtig durch,
lies die anderen Artikeln auf der Website und vor allem: öffne deine Augen für die Wirklichkeit in der
Kirche nach 40 Jahren dieses ach-so-wunderbaren Frühlings, der uns vom II. Vatikanum beschert wurde !
Wenn du mal in München bist, nenne ich dir gerne einige Pfarreien, wo du das mit deinen eigenen Augen
beobachten kannst (aber vorher schicke ich dich nach St. Peter damit du deine Sonntagspflicht erfüllst,
wenn es unbedingt eine NO-Messe sein muß). Die Frühlingsblumen in diesen Pfarreien sind so reif, daß
sie stinken. Miles Christi
@MilesChristi Aus dem Brief ergibt sich, dass die FSSPX in mindestens einem Dutzend Fälle eine Ehenichtigkeitsverfahren
simuliert hat. Das halte ich für ziemlich skandalös, wenn man nicht gleichzeitig die kirchlichen Autoritäten
für nichtig hält. Genau dies rechtfertigt es auch, dass die Bischöfe der FSSPX aus Sicht der römischen
Kirche „Vagentenbischöfe“ ohne Oberhaupt sind – auch wenn die römischen Autoritäten dies aus Freundlichkeit
nicht so sagen. Man kann eben nicht immer jeden Unfug der FSSPX rechtfertigen, ohne sich selbst unglaubwürdig
zu machen. Und die Rede vom „Schisma“, die ich bis jetzt für unrichtig hält, stellt sich nun für mich
in einem neuen Licht dar. Denn bislang wurde das fehlende Schisma immer damit begründet, dass keine „Parallel-Hierarchie“
durch die FSSPX begründet worden sei. „Eheannullierungen“ (der Begriff ist ungenau, ich weiß) sind aber
Sache der kirchlichen Gerichte. Akzeptiert man ihre Zuständigkeit nicht mehr, dann mag man das für gut
halten oder nicht: das begründet ein Schisma. Mögen sich die FSSPX-Anhänger doch einfach davon distanzieren
und sagen: das halte ich auch nicht für richtig!
#48 Irenäus 20:17:10 | Donnerstag, 25. August 2005
???!!?? Wer soll dieser wirren Diskussion der vorhegehenden Beiträgen noch mitverfolgen? Es hat hier
schon einmal einen Hinweis auf die Ehen von Campos gegeben, wo darauf hingewiesen wurde, daß sie von
Rom anerkennt werden. Wenn die FSSPX wirklich schismatisch ist, sind selbstverstädlich auch ihre Ehen
nach dem CIC gültig. Sind ihre Ehen ungültig, ist sie aber nicht schismatisch. Aber Logik war ja noch
nie eine Stärke der „Konzilskirche“.
#47 MilesChristi 20:13:46 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Romano Dann lies den Brief genau, OK ? Lies die anderen Artikel auf der Website auch, OK ? Mach die
Augen auch auf, und falls du noch katholisch denkst, stell dir die Frage nach dem wahren Zustand der Kirche
nach 40 Jahre „zweitvatikanischen Frühlings“. Und beantworte mir die Frage, warum du nicht unterlassen
kannst, einen katholischen Bischof ohne JEGLICHEN Grund als Vagantenbischof zu beleidigen.
@Eheannullierung Das entspricht doch genau den Beschlüssen des Trienter Konzils zur Eheschließung!!!!!!!!! Auch der Gehorsam der Traditionalisten ist eben selektiv… Der von mir „gelinkte“ Brief ist übrigens
echt. Hier sspx.co.uk/articles.php?articleid=232 ist die offizielle Quelle.
#45 Gotthard 19:57:45 | Donnerstag, 25. August 2005
Traditionsgemäß Des weiteren erkennt die V2-Kirche Ehen, die vor FSSPX-Priestern geschlossen wurden
wegen Verletzung der Formvorschriften (keine Erlaubnis für den FSSPX-Priester, die Eheschließung entgegen
zu nehmen) nicht als gültige Ehen an (!). dsa entspricht doch genau den Beschlüssen des Trienter Konzils
zur Eheschließung!!!!!!!!!
@Tradiland Die Quelle ist zwar einseitig – der Inhalt www.sspx-schism.com/Williamson0398.htm dürfte trotzdem
stimmen. Es geht nicht um die „Überprüfung“ kirchlicher Annullierungen, sondern um eigene! Das ist der
Aufbau einer selbständigen Gerichtsbarkeit! Wie will man das rechtfertigen, wenn es nicht um die Erteilung,
sondern nur um die mögliche Nichtigkeit eines Sakraments geht. Tut mir leid, bei allem Verständnis,
das geht nicht und ist Spaltung.
FSSPX-Ehegerichtsbarkeit gibt es in Wahrheit nicht @ Romano: Wo haben Sie die Belege – bringen Sie Beweise!
Ich weiß vielmehr, dass es ganz umgekehrt läuft. Dass Personen aus annullierten Ehen bei FSSPX informell
überprüfen ließen, ob die Annullierung überhaupt kirchenrechtlich in Ordnung war. Das ist für sie
wichtig für eine weitere Eheschließung. Denn vor Gott nützt es ihnen nichts, wenn eine Annullierung
willkürlich (für sie aber erkennbar) aufgrund falscher Beweise etc. durchgeführt wurde. Wie absurd
die kirchliche Ehegerichtsbarkeit der V2-Kirche ist, zeigt sich an zwei Beispielen. Bei „aus der Kirche
ausgetretenen“ gilt eine nach dem Austritt vor einem Wiedereintritt geschlossene standesamtliche Ehe als
gültig. Obwohl man mit der Erklärung vor der Behörde (häufig wegen des Kirchenbeitrages) gar nicht
aus der Kirche (dem Corpus Chrisit Mysticum) austreten kann (sondern nur aus Kirchenbeitragsgemeinschaft
als Körperschaft öff. Rechts). In diese tritt man nämlich mit der Taufe ein, einen contrarius actus
gibt es in Wahrheit nicht (auch bei schwerer Sünde genügt das Bußsakrament zur Aufhebung der Exkommunikation).
Des weiteren erkennt die V2-Kirche Ehen, die vor FSSPX-Priestern geschlossen wurden wegen Verletzung der
Formvorschriften (keine Erlaubnis für den FSSPX-Priester, die Eheschließung entgegen zu nehmen) nicht
als gültige Ehen an (!).
#42 MilesChristi 18:47:37 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Romano 1. Soweit ich weiß, sind sie nicht drin. Drin sind aber einige häretische, und einige bewiesenermaßen
schwule Bischöfe. 2. Ich wiederhole: das Thema Eheanullierungen und -gerichte ist wirklich zu komplex
und FÜR DIE BETROFFENEN zu schmerzhaft daß es hier behandelt wird !! Ich kann mich mit dir gerne per
mail auseinandersetzen, aber ich möchte das nicht in der Öffentlichkeit tun. Doch, Bischof Fellay akzeptiert
die Autorität des Papstes. Diejenigen, die zu den Messen der FSSPX gehen auch (im Gegensatz zur überwältigenden
Mehrheit der Katholiken in Deutschland). SIE sind diejenigen, die am Papst, an einem wahrhaftig katholischen
Papst halten. Komisch, oder ?? Meine Frage: wenn nicht mal die Modernisten im Vatikan so eine Beleidigung
(„Vagantenbischof“) in den Mund nahmen, warum benutzt du sie ? Was bezweckst du damit ?
@MilesChristi (1) Werden die Bischöfe der FSSPX im römischen „Schematismus“ als Bischöfe geführt?
(Natürlich nicht.) (2) Akzeptiert Bischof Fellay die Autorität des Papstes? Wenn ja, warum verhindert
er nicht den Aufbau einer FSSPX-Ehegerichtsbarkeit? Die Anhängerschar ist also kein Maßstab für das
Vagantentum; ebensowenig die unbestritten gültige Bischofsweihe. Die „abstrakte“ Akzeptanz des Papstes
ebenfalls nicht, wenn sie nicht durch konkrete Unterordnung unter seine Gewalt (zumindest zum Teil) sichtbar
wird.
#40 MilesChristi 18:10:59 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Romano Nein, das sind keine Vagantenbischöfe. Siehe meine Erklärung unten, was sie sind. Diese „Bischöfe“
erkennen KEINE AUTORITÄT vom Papst an. Ihre „Sukzessionslinien“ sind in den meisten Fällen sehr zweifelhaft.
Die Bischöfe der FSSPX erkennen aber den Papst als Oberhaupt der Kirche an , auch wenn sie ihn kritisieren
(müssen). Die Korrespondenz zwischen dem Vatikan und den Bischöfen der FSSPX wird an Bischöfe adressiert,
die vom Vatikan als Bischöfe anerkannt werden. Es sind keine „episcopi vagantes“. Du weißt genau daß
dies eine Beleidigung ist, und trotzdem benutzt du sie. Wie gesagt: das ist die Verzweiflung des Neokatholiken,
wenn er sieht, daß der Papst Vertreter der Tradition empfängt.
@MilesChristi (1) Vagantenbischöfe sind Bischöfe, die sich keiner kirchlichen Autorität unterordnen.
Dass ist bei Weihbischof Fellay der Fall. (2) Wenn von den kirchlichen Autoritäten ohnehin schon zu großzügiger
Gebrauch von der Eheanullierung gemacht wird, warum schafft man dann bei der FSSPX zusätzliche Anullierungsmöglichkeiten?
Doch nur, weil man (in diesem Fall ohne Not – ganz im Gegenteil!) an einer eigenen Hierarchie bastelt.
#38 MilesChristi 17:58:52 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Romano Sogar Papst JP II hat in seinen letzten Monaten die kirchlichen Gerichte moniert, nicht zu schnell
über die Ungültigkeit einer Ehe zu entscheiden ! Denn es besteht die Verdacht daß in einigen Ländern –
ich denke hier an die USA – die Annulierung nichts anderes als verdeckte Ehescheidung gehandhabt wird.
Es gab mal eine Statistik… 1964 gab’s ca. 300 Anullierungen in Amerika; 2000 oder 2002 waren es über
50.000. Eine Eheanullierung ist allerdings ein ziemlich komplexes und für die Betroffenen schmerzhaftes
Thema, und ich möchte sie nicht in diesem Forum besprechen, wo es so viele Kirchenfeinde sind, die vom
Kirchenrecht wenig Ahnung haben. Deine Beleidigung von Bischof Fellay als „Vagantenbischof“ zeigt nicht
nur von Unhöflichkeit sondern vor allem von Ignoranz, lieber Romano. Als „episcopi vagantes“ werden diejenigen
bezeichnet, die Bischöfe sich selber sind oder meistens sehr kleinen Gemeinden, die in der REgel nichtg
mal katholisch sind. Deren Weihen sind in den meisten Fällen ungültig. Das ist nicht der Fall bei Bischof
Fellay. Seine Weihen werden vom Vatikan als „gültig, aber unerlaubt“ angesehen. Die meisten dieser „vagantes“
entstammen aus dem altkatholischen Schisma. Ich kann dir ADressen vermitteln, wo du dich als Bischof weihen
lassen kann, falls dich das interessiert. Deine unnötige Beleidigung zeigt nur deine Verzweiflung.
@Marcel Die Legitimationsfrage ist an die Erkenntnis gebunden, daß wir uns in einer furchtbaren kirchlichen
Notsituation befinden. Selbst wenn diese Behauptung so pauschal zutreffen sollte: sie wird von der FSSPX
missbraucht, um eine „Parallel-Hierarche“ zur römischen Kirche zu errichten. Man mag ja die unerlaubten
Bischofsweihen noch als hinnehmbar (weil zur „Erhaltung“ des Nachwuchses geboten) entschuldigen. Inzwischen
geht der Aufbau einer echten Hierarchie aber sehr viel weiter. So hat sich – gegenüber der Öffentlichkeit
am liebsten verschwiegen – die FSSPX inzwischen eine „Gerichtsbarkeit“ für die Annulierung von Ehen geschaffen.
Hier besteht kein geistiger Notstand (die regulären kirchlichen Gerichte können ja wirksam entscheiden).
Da man aber die existierende Hierarchie letztlich nicht anerkennt, geht man inzwischen sogar so weit.
Warum ein solches Verhalten nicht die Begründung eines Schismas ist, wird mir immer rätselhafter. Ich
persönlich kann mir sogar vorstellen, dass der „Vagentenbischof“ Fellay gern eine Einigung mit Rom herbeiführen
will. Er wird aber an seinen Mitbrüdern scheitern, die sich mit ihrer Gegenhierarchie offenbar ganz gut
eingerichtet haben (und jeden echten Gehorsam unter Rückgriff auf den „Gehorsam gegenüber der Tradition“
verweigern können).
#36 christfidel † 14:23:49 | Donnerstag, 25. August 2005
@athanasius zum ratzinger-einwurf: das stimmt leider. ich habe das zum ersten mal in köln aus dem mund
von „bischof“ huber gehört. ich kann das bis heute nicht nachvollziehen, aber gott sei dank ist das letzte
wort darüber noch nicht gesprochen.
#35 Athanasius 09:04:47 | Donnerstag, 25. August 2005
@christfidel rückkehr-modell statt fusionsgedanke Wenn im Vatikan das wieder erklingt und verbreitet
wird, wird die kirchliche Krise ihr Ende nähern und die Kirche wieder aufstehen. (Der Modernismus wird
sich aber – sogar mit Gewalt – dagegen widersetzen.) Dann ist die Frage zur alten Liturgie und der FSSPX
gar nicht wichtig mehr. Das ist dann wohl aussortiert. Das Rückkehr-Modell entspricht aber nicht den
irrenden Ansichten des damaligen Professors Josef Ratzinger, nur zur Information!
#34 christfidel † 15:50:52 | Mittwoch, 24. August 2005
@MilesChristi so leid es mit tut, ihre einschätzung der umsetzung des konzils trifft tatsächlich zu.
ich gehöre auch zu denen, die mit dem konzil leben können, solang es wirklich umgesetzt wird, was nicht
der fall ist (vgl. liturgiechaos), aber welche konsequenz soll man nun daraus ziehen? wenn man das konzil
quasi offiziell für ungültig erklären würde, wäre das vermutlich der beginn einer zeit von krisen
und chaos. kann mich auch irren, aber diese befürchtung ist mir ernst. eine andere möglichkeit wäre
natürlich in einem weiteren konzil die aktuellen konflikte zu bearbeiten und so die delle, die das v2
mit sicherheit hinterlassen hat, zu glätten (z.b. ende der diskriminierung des alten ritus, neue definition
von ökumene: rückkehr-modell statt fusionsgedanke)… wie seht ihr das?
#33 Athanasius 10:55:32 | Mittwoch, 24. August 2005
– @Romano: Ihre Aussagen zum Traditionalismus stimmen gar nicht. Wenn das der Fall wäre, wäre die FSSPX
häretisch, und hätte der Vatikan nicht verzichtet sie als solche zu verurteilen! Faktum ist, dass ein
grosser Gegensatz zwischen dem II. Vatikanum, Modernismus und der vorkonziliaren Lehre besteht. Wenn Sie
das verneinen wollen, ist das Ihre Sache, aber sogar Kardinal Ratzinger hat damals gesagt „Gaudium et
Spes“ (und das Konzil in gewisser Weise) sei eine „Anti-Syllabus“. Ist man aber falsch, wenn man den Glauben
Pius IX., Leo XIII., St. Pius X., Pius XI., Pius XII. verteidigt und bewahrt. Papst Johannes-Paul II.
hat in „Ecclesia Dei“ auch gesagt, es werden in der „Konzilskirche“ (nach Paul VI., nicht nach Lefebvre)
neue Lehren verbreitet, die oft schwierig zu akzeptieren sind. Na, nun ist gerade das nicht die Fuktion
des Amtes Petri „neue Lehren“ zu offenbaren. Sieh dir mal „Pastor Aeternus“ (ex-cathedra, Vatikanum I.)
an. Und lies mal Humani Generis (Nr 27) und vergleiche es mit dem häretischen Schreiben ‘Ut unum Sint’.
Kann die Kirche sich irren oder entgegengestelltes lehren in dieser dogmatischen Sache? Wohl niemals.
Nicht einmal die Modernisten leugnen es gäbe gar keinen Widerspruch, viel wollen das ja auch öffentlich
(„Anti-Pius XII.-Kirche!“), manche deuten auf „Kontinuierung“ hin mit „Gegensprüchen“.
#32 MilesChristi 10:17:20 | Mittwoch, 24. August 2005
@ Romano Du kannst aber nichdt leugnen, daß zwischen gewisse Texte vom II Vatikanum und früheren Äußerungen
von Päpsten und Konzilien einen diametralen Gegensatz besteht! Es sind keine subjektive Faktoren, sonder
ganz objektive Äußerungen, die so eindeutig sind die nicht interpretiert werden müssen. Man sagt oft –
unter den konservativen Katholiken – daß das Problem eben die Interpretation und Anwendung des letzten
Konzils sei, nicht der Konzil an sich. Aber: es sind 40 Jahre vergangen, STrukturen haben sich entwickelt
und vor allem festgesetzt, und weder Päpste noch Bischöfe haben dezidiert eingegriffen, um diese zu
korrigieren (nur punktuell, in sehr wenigen Fällen, und auch das hat nichts genutzt – denke an Ecclesia
de Eucharistia, die weitestgehend ignoriert wird, sogar von einem Kardinal).
Legitimation Die Legitimationsfrage ist an die Erkenntnis gebunden, daß wir uns in einer furchtbaren
kirchlichen Notsituation befinden. Dann empfehle ich zwei „Start“-Briefe des Gründers der kanonisch errichteten
FSSPX, des Erzbischof Lefevbre, der Apostolischer Delegat für französisch Afrika war, Mitglied der päpstlichen
Vorbereitenden Zentralen Konzilskommission für das V.II, Päpstlicher Thronassistent, und Konzilsvater
auf dem V.II., uam. 1.) Grundsatzerklärung von Erzbischof Marcel Lefebvre vom 21.11.1974 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=211
(~ 4 KB) 2.) Offener Brief von Erzbischof Marcel Lefebvre und Bischof Antonio de Castro Mayer an Papst
Johannes Paul II. vom 21.11.1983 www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186 (~ 20 KB) Um die Not-Legitimation
zu verstehen, muß der katholische Gehorsam recht verstanden sein. Ich sage das als ehemaliger Papalist
nicht ohne Vorgeschichte. Bischof Fellay, heutiger Generaloberer der FSSPX erklärte dies 2002 so, neben
vielem anderen www.sspx.ca/…ishop_Fellay_Pt1.htm: „Nun sind alle in der Kirche notwendigen Gesetze (wie
in jeder anderen Gemeinschaft, um die Ordnung aufrechtzuerhalten) zu dem Zweck da, die Seelen zu retten.
In dem Moment, wo eines dieser Gesetze diesem Zweck entgegensteht, ist etwas falsch, und in diesem Fall
kann man diesem Gesetz nicht folgen. Man kann dann nicht sagen: „OK, ich schließe die Augen und gehorche“.
@ Romano & Christfidel – Lehramt und FSSPX Da das objektive Lehramt paralysiert bzw. betäubt ist (teilweise
im Koma liegt) müssen sich die Freunde der Tradition an ihr subjektives Lehramt, mit welchem sie sich
auf objektive Grundlagen wie die Dogmen und Enzykliken des ordentlichen Lehramtes vor V2 stützen, halten.
Wie des öfteren ausgeführt: Wenn der Hirte untätig ist, während für alle Schafe sichtbar Wölfe in
die Herde eindringen, ja sogar freundschaftlichen Kontakte zu manchen Wölfen unterhält, die bereits
Schafe gefressen haben und die Vertilgung weiterer angekündigt haben, dann passiert das Gleiche, wie
wenn der Hirte erschlagen wäre: Die Schafe zerstreuen sich und das sehr schnell. Diesbezügliches Unbehagen
und Vorwürfe wären an die Adresse des Hirten und seiner Mitarbeiter zu richten. Im übrigen gibt es
in Wahrheit nur ein ewiges Lehramt, welches sich direkt auf Christus bezieht, welcher Petrus, die ersten
Bischöfe (Apostel) und die Kirche eingesetzt hat. Aktuell darf es nur insoferne sein, als es spezielle
Probleme der Gegenwart behandelt. Dies aber nur mit Blick auf die ewige und verpflichtende Tradition.
@christfidel In der „Legitimation“ liegt das Hauptproblem der FSSPX. Hierfür beruft man sich immer und
immer wieder auf (mit Bedacht ausgewählte) Texte, insbesondere auf das Konzil von Trient und eine Reihe
von Enzykliken aus dem 19. und der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus diesen Enzykliken wird dann eifrig
zitiert, um zu zeigen, dass die „Nachkonzilskirche“ auf einem schrecklichen Irrweg ist. Dass auch diese
vermeintlich eindeutigen Texte (wie jeder andere Text) einer Interpretation zugänglich sind und dass
diese Interpretation natürlich durch die FSSPX-Anhänger auch vorgenommen wird, wird dabei gern verschwiegen.
An die Stelle eines (von jedem Katholiken eigentlich zu akzeptierenden) „aktuellen“, heutigen Lehramtes
werden also von der FSSPX ausgewählte Texte gesetzt, die angeblich so „eindeutig“ sind, dass es keiner
weiteren Autorität mehr bedarf. Letztlich wird damit aber die subjektive Vorstellung einzelner, was denn
die „wahre“ Kirche sei, zum alleinigen Maßstab, der keinerlei äußere Korrektur (nicht einmal durch
den Papst!!!) mehr akzeptiert. Es geht also nicht um wohlbedachte, vorsichtige und respektvolle Kritik
am Lehramt. Vielmehr wird das heutige Lehramt unter Rückgriff auf frühere lehramtliche Äußerungen
im Grunde ignoriert (wenn es nicht passt). Daher ist eine Überwindung des „Schismas“ (das wohl noch keines
ist) so unwahrscheinlich.
#28 christfidel † 00:29:26 | Mittwoch, 24. August 2005
@athanasius: mißverständis nein, nein! die fsspx wird doch in diesem forum oft als eine art reformator
der nachkonziliaren kirche dargestellt (das war gemeint, zugegebenermaßen nicht eindeutig gesagt!). meine
anfrage daran ist die der legitimation. wenn es von der fsspx als wahrheit verstanden ist, ist das durchaus
ein edles motiv und ohne zweifel richtig, aber ich verstehe noch nicht, wodurch sie sich legitimiert sieht.
die wahrheit wird auf erden ja nicht durch orden und dergleichen definiert bzw. interpretiert, zumal nicht
von „suspendierten“. [Anm. Die Anfrage ist nicht aggressiv oder polemisch etc. gemeint, es geht mir ernsthaft
darum, den Standpunkt konkret nachvollziehen zu können!]
#27 Athanasius 23:11:35 | Dienstag, 23. August 2005
– @christfidel: Die FSSPX reformiert gerade gar nichts. Nichts an der Doktrin, nichts an der überlieferten
Liturgie. Es ist gerade die Konzilskirche die die Reformation teilweise übernimmt. Sie müssen besser
studieren auf die Sachen. O, nun, noch mal: Eure Eminenz, Alfons Maria Kardinal Stickler, wünsche ich
noch einen gesegneten alten Ruhestand und noch ein langes, verdienstliches Leben! Ad multissimos annos,
Eminentia!
#26 christfidel † 22:24:59 | Dienstag, 23. August 2005
fsspx katholisch? ja klar, allerdings… daß die fsspx katholisch ist und in einigen fragen angenehmer
als nicht suspendierte, das ist nicht ganz von der and zu weisen. sonst wäre ich ja auch nicht hier sondern
in so ner ökumenismusecke. aber das was athanasius bzgl. „anti-rom“ und „schismatiker“ sagt, finde ich
so unzutrefend eben auch nicht. reformation bleibt reformation, egal von wo sie kommt, und recht glaubt
sowieso immer jeder zu haben…
Kardinalsherebung (Auch ich war einmal fanatischer anti-FSSPX’ler. Ich habe sogar Briefe an die Distriktsoberen
hier geschrieben weshalb ich mich von der FSSPX nicht angezogen fühlte. „Schisma“, „Anti-Rom“ usw. Alles…
Und jetzt nach seriösem Studium der Tatsachen…) Nun, das ist interessant! Dann freut mich Ihre Positionsänderung
sehr. Interessant, daß einige heutige FSSPX’ler sich erst vom Gegner zum Freund wandelten… Übrigens:
Mgr. Stickler ist seit 1937 Priester und wurde 1985 zum Kardinal erhoben.
#24 Athanasius 19:32:35 | Dienstag, 23. August 2005
– Ich schliesse mich bei MilesChristi an. (Auch ich war einmal fanatischer anti-FSSPX’ler. Ich habe sogar
Briefe an die Distriktsoberen hier geschrieben weshalb ich mich von der FSSPX nicht angezogen fühlte.
„Schisma“, „Anti-Rom“ usw. Alles… Und jetzt nach seriösem Studium der Tatsachen…) Wurde übrigens
Kardinal Stickler noch von Pius XII. zum Kardinal erhoben, oder erst von Paul VI.? Übrigens ist die Haltung
des Kardinal Stickler zur Traditionsmesse mutig, aber zugleich ängstlich und inkonsequent.
#23 MilesChristi 18:05:30 | Dienstag, 23. August 2005
@ Christfidel Ich möchte die FSSP nicht angreifen; ich weiß, daß auch dort gute und sehr katholische
Priester wirken. Aber ich kann nicht darüber hinwegsehen, daß viele dieser Priester die neue Messe zelebrieren;
daß sie sich mit der modernistischen Theologie arrangiert haben; daß aus ihrem Mund kein Anprangern
der Mißstände zu hören ist (ich habe es zumindest nie gehört). Ich weiß auch, daß ihre Seminare
unter besonderen Beobachtung stehen (die modernistischen Seminare aber nicht!!) Deshalb ist eine Lösung
wie die FSSP (oder Campos!!) keine Lösung, die die FSSPX akzeptieren kann.
#22 christfidel † 17:50:45 | Dienstag, 23. August 2005
@marcel inhaltlich, was den ritus betrifft, sind wir nicht allzu weit auseinander, aber was die äußere
entwicklung angeht, wüßte ich nicht, wie es dazu kommen sollte, daß eine vollständige rückkehr zur
missa trid. eingeläutet werden sollte. anschließend kann ich ihnen aber aber 2 dinge deutlich sagen:
1. ich werde weiterhin für eine reform des neuen und ein ende des diskriminierung des alten ritus eintreten,
und 2. wünsche ich mir, daß die piusbruderschaft es auf lange sicht der fssp gleichtut. wollen wir im
interesse der einen kirche jesu christi das beste hoffen und alles dafür tun, ich glaube darum geht es!
Quo primum aber ich halte es für bedenklich, wenn die tridentina-anhänger denselben fehler machen, wie
die nom’s, nämlich ihre messe als die jeweils alleingültige zu betrachten Der von einem Freimauer-Bischof
unter Mithilfe von Protestanten am Reißbrett _konstruierte_ NOM ist überhaupt kein akzeptabler Ritus
der Kirche und wird sich somit nie neben traditionelle Riten einreihen: in einigen Jahrzehnten wird Gras
über ihn gewachsen sein. Dies gesagt, weise ich darauf hin, daß die FSSPX sehr wohl das Anliegen des
hl. Papst Piux V. versteht – im Gegensatz zu den meisten V.II-Katholiken: Pius V. stellte in seiner Bulle
„Quo primum“ für immer klar, daß kein Priester, wer er auch sei, jemals gemaßregelt werden kann, wenn
er diese „hl. Messe aller Zeiten“ liest (diese lateinische Messe war ja bereits ~1000 Jahre alt und im
Wesen gleichgeblieben, als er sie entgültig kanonisierte). Pius V. legte nicht fest (und konnte es auch
gar nicht), daß dies für immer der einzigste Ritus der Kirche zu sein habe. Sondern er führte ein absolutes
Recht auf diesen überlieferten Ritus ein. Also ein positives Recht, anstatt einem negativen. Das ist
ein gewichtiger Unterschied und auch im Hinblick auf die unierten katholischen Ostkirchen wichtig, die
durchaus ihren Ritus beibehalten. Doch diese Riten sind wesensverwandt, während mit dem NOM der Bruch
erfolgte. Rocky: Ihr erwähnter Indult besteht übrigens seit 1984, die FSSPX-Bischofsweihen erfolgten
aber erst 1988.
#20 christfidel † 17:02:12 | Dienstag, 23. August 2005
@ stimme natürlicn nicht, weil das der gesunde menschenverstand schon verbietet, aber es ist gleichwohl
bezeichnend, wie irrational sie gehorsam schlechtreden, kenne ich sonst eigentlich nur von den linken!!
ich meine lediglich, daß eine gewisse akzeptanz der gegenwart angesichts des päpstlichen primats vorrang
hat vor persönlichen einschätzungen dieser art, auch wenn es der piusbruderschaft schwer fällt, aber
ich kann mir nicht vorstellen, daß sie dieses zwittrige verhältnis zwischen „schismatischen akten“ und
gut katholisch sein ihr wunsch ist.
2. Fortsetzung zur gewaltsamen Einführung des NOM Diözese Linz: Ein Priester blieb unter Bischof Zauner
bei der alten Messe und las diese in der Minoritenkirche (diese ist keine Pfarrkirche) in Linz. Der Bischof
ließ ihn unangetastet. Nach 1970 war dies die einzige Kirche in einer Diözese mit mehr als 1 Million
Gläubigen. Als der genannte Priester starb, suchten sich die entschlossenen Gläubigen eigenständig
Priester, die aber rasch wechselten, bis die Kirche mit Bewilligung Bischof Aicherns von der Petrusbruderschaft
übernommen wurde. Noch schlimmer ging es in der Diözese Campos in Brasilien zu. Bischof Castro-Mayer
war der einzige amtierende Diözesanbischof, der es seinen Priestern freistellte, welchen Ritus sie lesen
wollten. Viele, auch junge, wählten den alten. 1981 ermeritierte Castro-Mayer und sein Nachfolger brauchte
nur fünf Jahre, bis er den letzten Altrituspriester mit Polizeigewalt aus seiner Pfarre bzw. Kirche geholt
hatte (1986, Hw. Rifan, nunmehr Bischof, war der letzte). @ christfidel Sie gehen also von bedingungslosem
Gehorsam aus: Wenn der Bischof die 10 Gebote für nicht – mehr – anwendbar erklärt, hat der Priester
das auch zu befolgen? Ist der Priester ein völlig willenloses Wesen, welches völlig unabhängig von
der Kirche und Ihrer Lehre (die wiederum losgelöst von den handelnden Personen zu betrachten ist) nur
nach den Vorgaben des Bischof (so es welche gibt) handeln darf? Lesen Sie die Enzyklika Humani Generis
www.stjosef.at/…e/humani_generis.htm
#18 christfidel † 16:23:01 | Dienstag, 23. August 2005
@athanasius natürlich, kadavergehorsam in dem sinne hat in der kirche keinen platz, das ist auch nicht
gemeint. die weiheversprechen haben aber vorrang vor persönlichen einschätzungen. wer interpretiert
denn ihrer meinung nach die tradition, wenn nicht der papst? im moment scheint es mir, als wollten sie
der fsspx dieses vorrecht einräumen. denn alles andere als ein interpretativer primat wäre ein schritt
in die anarchokirche, die sie immer mit verweis auf das v2 an die wand malen.
#17 Athanasius 16:16:52 | Dienstag, 23. August 2005
___________ Keinem Papst steht es zu jemals die Tradition selbst zu interpretieren oder einen neue Lehre
(etwa die des von „Mortalium Animos“/1928/Pius XI. verurteilten Ökumenismus) zu offenbaren. Daran bindet
kein Gelübde. Waren denn die treukatholischen Priester der Reformationszeit verpflichtet ihren Bischöfen
in den Lutheranismus zu folgen, oder mussten etwa die Pariser Priester in 1789 ihrem revolutionären Bischof
folgen, nur weil sie ihm die Treue geschworen hatten? Fides ante obedientiam. Der Glaube geht vor dem
Gehorsam. „Befehl ist Befehl“ ist ein neoheidnisches Prinzip, und kein katholisches.
@Marcel … weil ohne ihn die überlieferte Messe sich wie ein Lauffeuer weltweit verbreiten würde…
Nicht dass ich mir das nicht wünschen würde… ich wünsche mir sehnlichst die generelle Freigabe der
überlieferten Liturgie, ich denke, es wäre ein guter erster Schritt… ebenso wie ich mir wünsche,
dass Ratzinger als Papst Benedikt in diesem Ritus zelebrieren möge… (diese Hoffnung äußerte auch
Erzbischof Haas in seiner Predigt auf dem WJT)! Aber ich denke trotzdem nicht, dass wir dann ein Lauffeuer
hätten und sich so schnell so viel verändern würde… denn gerade z. B. die aktiven (PGR etc.) Gemeindemitglieder
in meiner NOM-Pfarrei sind allesamt HEILFROH, dass dieser Ritus „abgeschafft“ ist, und sie haben für
mich nur noch ein Kopfschütteln übrig, wenn ich erzähle, wohin ich jetzt meistens zu gehen pflege…
#15 christfidel † 16:12:48 | Dienstag, 23. August 2005
@stimme in der priesterweihe stört man die treue und den gehorsam gegenüber den aktuellen (erz-)bischof
und dem aktuellen papst und deren (reachtmäßigen) nachfolgern und nicht deren vorgängern. bei aller
liebe zur tradition: die weiheversprechen sind für einen priester bindender als seine meinung zur tradition,
denn deren auslegung ist vorrecht der oben genannten.
Gewaltsame Einführung des NOM 1969 ff. Erzdiözese Wien: Cardinal König arbeitete mit subtileren Mitteln.
Priester, die den NOM ablehnten, bestellte er zu sich ins erzbischöfl. Palais, um ihnen dort zu eröffnen,
dass sie von ihrer Pfarre wegversetzt seien und sich aussuchen könnten, welchen Posten im Innendienst
sie übernehmen wollten (ohne Seelsorge). Nur einer widersetzte sich, kam nicht, war also ungehorsam (?
gegenüber dem Hl. Pius V. und Quo Primum aber gehorsam!) gegenüber dem Cardinal und kam nicht nach Wien.
Er wußte, was sonst die Folge wäre. Er wußte auch, dass Cardinal König in solchen Fällen unangekündigt
heimlich kam und dasselbe procedere in der Pfarre durchführte. Kanonikus Brock – hier ein Artikel in
der Aula www.dieaula.at/Ausgaben/2004/ 04/beitraege/Artikel%209_text.htm, in welchem er erwähnt wird –
gelang es, seine Gemeindeangehörigen (polit. Gemeinderat, Pfarrgemeinderat) zu Verbündeten zu machen.
Als Cardinal König tatsächlich kam, ließ er in der Pfarre Sturm zu läuten, woraufhin die Pfarrangehörigen
von den Feldern und aus den Häusern herbeiströmten. Deren Frage nach seinem Begehr ließ der Cardinal
unbeantwortet… Kanonikus Brock ging erst nach der Emeritierung Cardinal Königs in Pension (1986). (noch
eine Fortsetzung geplant)
#13 christfidel † 15:59:36 | Dienstag, 23. August 2005
@marcel was sie schreiben, klingt recht stimmig, aber einen verweis erlaube ich mir: seit jeher sind eine
reihe von vatikanischen dokumenten mit zusätzen versehen wie „niemand solle wagen, etwas anderes anzuordnen“
und doch hat jeder andere papst das recht, zu novellieren, vgl. z.b. das motu proprio benedikts xvi. „die
altehrwürdige basilika“, weil diese dokumenttypen i.d.r. keinen endgültigen charakter haben. diese formeln
dienen als mahnung vor mißbrauch durch nicht autorisierte (historisch begründet)! ihre liebeserklärung
für den alten ritus respektiere ich sehr und auch ich wünsche mir das ende der diskriminierung, aber
ich halte es für bedenklich, wenn die tridentina-anhänger denselben fehler machen, wie die nom’s, nämlich
ihre messe als die jeweils alleingültige zu betrachten; das ist das, was ich dem 2.vat. vorwerfe, aber
mich macht es traurig, daß sie denselben rigorosen kurs einschlagen, wenn sie wörter wie perfekt oder
gottgewollt (hab den o-ton grad nimmer im ohr) verwenden. grade eine ritenpluralität läge im interesse
der tradition
@ Rocky – Ahnungslos Sie haben keine Ahnung von den tatsächlichen Vorgängen bei der Einführung des
NOM. Schon davor herrschte seit Ende von V2 (1965) liturgisches Chaos. Das Meßbuch 1965 (z.B. ohne Stufengebet)
wurde nach Laune des zelebrierenden Priesters umgesetzt, man behalf sich mit einem subjektiv ausgewählten
Zettelwerk und „experimentierte“. 1970 wurde – gegen die Mehrheit der Bischöfe (Synode in Rom 1967) und
der Gläubigen (bei besonderem Leid der Konvertiten aus dem Protestantismus, die wußten, was sie an der
„tridentinischen“ Messe hatten) – die neue Messe in den deutschsprachigen Ländern eingeführt (mit Beginn
der Fastenzeit). Drei Diözesen als Beispiele: St. Pölten: Bischof Zak (unter dem Vorsitzenden der österr.
Bischofskonferenz Cardinal König war er sogar der tatsächlich konservativste Diözesanbischof in Österreich)
gab einen Hirtenbrief heraus, in welchem er jedem Priester, der es wagen sollte, den NOM nicht zu lesen
(sondern den alten), die Suspendierung androhte. Zwar war das kirchenrechtlich höchst anfechtbar, wurde
aber von Rom nie aufgegriffen und von den Diözesanpriestern (damals gab es ja noch genug – das darf man
nicht vergessen) lückenlos befolgt (vielleicht ist der eine oder andere in Pension gegangen). (Fortsetzung
geplant)
Logos {Dispens} Diese brauchte man NICHT, solange es keine Pius-Bruderschaft gab!!! Nachdem diese sich
von der Kirche getrennt haben und die PETRUSBRUDERSCHAFT – als Zeichen der Kirchentrue zu PETRUS, DEM
FELS – entstand, entstand „Ecclesia Dei“ und l e i d e r auch die Dispenspflicht, um sicher zu gehen,
wohin man gehört! Unlogische und daher unhaltbare Behauptung. Die vom hl. Papst Pius V. kanonisierte
„hl. Messe aller Zeiten“ (seine Wortschöpfung übrigens, weil ihm klar war, daß diese Messe das Werk
Gottes ist und daher im wesentlichen perfekt) ist die offizielle hl. Messe der katholischen Kirche! Deswegen
kann sie nicht einmal ein liberaler Papst abschaffen, wie Kardinal Stickler argumentativ darlegte. Der
hl. Pius V. hat jene sehr deutlich betitelt, die es je wagen sollten, diese Messe abzuschaffen. Der Dispens
für die alte Messe ist eine Maßnahme der liberalistischen Kirchenfürsten, weil ohne ihn die überlieferte
Messe sich wie ein Lauffeuer weltweit verbreiten würde und somit auch der überlieferte Glaube gestärkt
und dem neuen V.II-Glauben global entgegenstehen würde. Der Dispens wird fallen und die alte Messe wieder
weltweit kommen. Niemand kann sich auf Dauer gegen Gott behaupten. Obwohl die V.II-Revolutionäre das
in ihrem Wahn meinen. Ihnen schwimmen seit 50 Jahren die Felle davon und sie leben schon lange nur noch
von der Substanz ihrer Vorgänger (wie unser Staat). Noch ignorieren sie alle hartnäckig die Wahrheit…
#10 christfidel † 15:42:01 | Dienstag, 23. August 2005
@rocky ich stimme zu! ich habe durchaus kritik an die fsspx und bevorzuge die fssp, ABER: ich halte es
ebenfalls ein problem damit, daß man mehr oder weniger versucht, den alten ritus zu verbieten (Ich denke
so kann man es sagen!). mir kann keiner erklären, warum das nötig ist, aber mich würde sehr interessieren,
ob die fsspx den dialog mit rom sucht, oder ihren sonderstatus auskostet. weiß da jemand mehr? eine annäherung
muß ja im interesse beider seiten liegen, damit man sich nicht immer gegenseitig (ob berechtigt oder
nicht) schisma vorwirft…
Dispenspflicht Warum? Diese brauchte man NICHT, solange es keine Pius-Bruderschaft gab!!! Nachdem diese
sich von der Kirche getrennt haben und die PETRUSBRUDERSCHAFT – als Zeichen der Kirchentrue zu PETRUS,
DEM FELS – entstand, entstand „Ecclesia Dei“ und l e i d e r auch die Dispenspflicht, um sicher zu gehen,
wohin man gehört! Es ist daher ärgerlich, von einer „Messe aller Zeiten“ an dieser Stelle zu lesen.
Welche hl. Messe ist damit gemeint: Die des hl. Chysostomus (in der griech. KATHOLISCHEN KIRCHE noch immer
unverändert), oder eine der vielen anderen RÖM. KATH. RITEN (bis zum II. Vatikanum waren es deren gute
zehn!? Wer hier von „Messe aller Zeiten“ spricht, muss schon die griechisch Liturgie mit einbeziehen!
Der Vortrag des Kardinal Stickler zu ihrem beitrag: kann man das dokument der o.g. kommission einsehen?
Das weiß ich leider nicht. Ich verweise auf die klaren Worte des Kardinal Stickler im Interview, in welchem
er meine erwähnte Aussage über diese Kardinalskommision tätigte. Das Interview finde ich nicht im Archiv
von „The Latin Mass“. Ein Auszug der betreffenden Stellen des Interviews ist jedoch hier auf deutsch verfügbar
img389.imageshack.us/…4415/panorama0iw.png. Der Vortrag selber findet sich in Englisch hier im Archiv
von „The Latin Mass“ www.latinmassmagazine.com/…995_SU_Stickler.html. Wenn jemand die deutsche Fassung
haben möchte, bitte melden. meines wissens nach ist für den alten ritus eine dispens des bischofs nötig,
jedenfalls in meiner diözese, was ja hieße, daß ein quasi-verbot bestehe und daß ein priester, der
diese ohne weiteres zelebrieren würde, schwer gerügt oder gar bestraft werden würde. So ist die Praxis,
die jedoch der Haltung der Kirche widerspricht. Nicht unüblich im Chaos der V.II-Kirche, wie die Traditionsstimme
ebenfalls sagte. Benedikt, Kardinal Ottaviani kritisierte den NOM heftig, ich weiß aber momentan nicht,
ob auch er – wie Kardinal Stickler und die FSSPX – soweit ging: „Wir können sagen, daß die theologische
Schönheit der tridentinischen Messe der theologischen Unkorrektheit der Messe vom Zweiten Vatikanischen
Konzil gegenübersteht.“
Cardinal Stickler und die „Dispens“ f. d. alte Messe Hinsichtlich Cardinal Stickler ist es wichtig, noch
auf sein Buch Alfons Maria Kardinal Stickler: Der Klerikerzölibat. Seine Entwicklungsgeschichte und seine
theologischen Grundlagen. Abensberg 1994, ISBN 3-930309-08-4, hinzuweisen. Zur Dispens (christfidel):
Diese ist – um es auf den Punkt zu bringen – nur ein Produkt der Willkür der V2-Bischöfe und -päpste.
Ecclesia Dei ist – so gesehen – eine Anmaßung, wobei in der durchschnittlichen diözesanen Praxis nicht
einmal Ecclesia Dei gewährleistet wird. Beschwerden hiezu sind selten erfolgreich. Rechtslage und deren
Umsetzung klaffen hier himmelweit auseinander.
„Alte Messe“ dass sie NIE verboten wurde, steht felsenfest! Dass einige Bischöfe sich dagegen wehrten –
wohl aus Angst vor den Modernisierern (leider!!!) – steht auch fest. Dass JEDER PRIESTER sie ohne Gewissensbissen
zelebrieren kann, ist absolut unbestritten! DIESES HL. MESSOPFER IST DAS MESSOPFER DER RÖMISCH-KATH.
KIRCHE. Wer etwas anderes behauptet, (es sei mir verziehen:) der lügt! Dass man deshalb den NOM verwerfen
MUSS, ist eine Dummheit. Nicht der NOM, sondern das,w as man aus ihr gemacht hat, ist schuld an dem liturgischen
Chaos, das wir heute in den Pfarreien haben! Bischöfe, die sich vor einer „Spaltung der Pfarrei“ wegen
der altehrwürdigen hl. Messe fürchteten, erhielten ihren Lohn dafür: Leer kirchen, Kirchenaustritte…
Der Haken liegt des Weiteren darin, dass die ALTE HL. MESSE überhaupt nicht mehr den Alumnen beigebracht
wurde.
#2 christfidel † 12:07:04 | Dienstag, 23. August 2005
@marcel daß die hl. Messe aller Zeiten nie verboten worden ist (weil man sie nicht verbieten kann), und
daß jeder Priester diese ohne jeden Gewissenskonflikt zelebrieren kann! Diese zwei Antworten waren das
Ergebnis einer 1986 vom Papst ernannten neunköpfigen Kardinalskommission. diese meinung kann ich sehr
gut nachvollziehen. ich selbst bin ein freund des alten ritus, aber ein anhänger des neuen. gleichwohl
empfinde ich den umgang mit dem alten als der tradition nicht angemessen. zu ihrem beitrag: kann man das
dokument der o.g. kommission einsehen? meines wissens nach ist für den alten ritus eine dispens des bischofs
nötig, jedenfalls in meiner diözese, was ja hieße, daß ein quasi-verbot bestehe und daß ein priester,
der diese ohne weiteres zelebrieren würde, schwer gerügt oder gar bestraft werden würde. ich kann mir
nicht vorstellen, daß die praxis derart stark von der „rechtsprechung“ abweicht, deswegen frage ich nach
den details des erwähnten dokumentes. lg
Geburtstagsgruß Meine besten Segenswünsche gehen an den Herrn Kardinal Stickler für sein neues Lebensjahr.
Kardinal Stickler hielt im 5. Mai 1995 in den USA einen Vortrag namens „Die Schönheit der tridentinischen
Messe und die Unkorrektheit der Neuen Messe“. Darin spricht er wesentliche theologische Gründe an, weshalb
die Neue Messe abzulehnen ist, und zieht eine Verbindung zwischen Meßritus und katholischem Glauben,
den dieser Ritus zum Ausdruck bringt. Das Novum ist, daß damit erstmals ein hoher Kardinal öffentlich
die neue Liturgie kritisierte. Im Anschluß an den Vortrag gab der Kardinal ein Interview, in welchem
er zwei Punkte klarstellte: daß die hl. Messe aller Zeiten nie verboten worden ist (weil man sie nicht
verbieten kann), und daß jeder Priester diese ohne jeden Gewissenskonflikt zelebrieren kann! Diese zwei
Antworten waren das Ergebnis einer 1986 vom Papst ernannten neunköpfigen Kardinalskommission. U.a. sagte
der Kardinal den bekannten Satz: „Diese Messe gehört so zum Wesen der Kirche, sie hat die Heiligkeit
der Kirche durch Jahrhunderte so geprägt, daß man sie nicht mehr aus der Kirche verbannen kann.“ Vortrag &
Interview wurden veröffentlicht in der Publikation „Latin Mass“. Falls sich jemand für den Vortrag interessiert
oder sogar einen URL hat, bitte melden. P.S. Der Kardinal war es auch, der zu einem FSSPX-Priester sagte,
daß das Konzil selbstverständlich eines Tages zu revidieren sei. Diese Aussage gibt es aber aus verständlichen
Gründen nicht offiziell nachzulesen…