Eine neue Epoche + Kritik unter Kirchenfürsten + Rockende Schwester + Bischöfe am Ball + Maßstab der Ökumene
Eine neue Epoche
Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Generalaudienz am gestrigen Mittwoch die
Ereignisse des Weltjugendtags noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Im „Kontext der Hoffnung des Kölner
Weltjugendtags“ erinnerte er an das ökumenische Treffen mit Vertretern anderer Kirchen und kirchlichen
Gemeinschaften. Deutschlands Rolle im ökumenischen Dialog sei einerseits aufgrund seiner traurigen Geschichte
der Spaltung und andererseits wegen seines wichtigen Anteils am Weg der Versöhnung bedeutend. In der
Kölner Synagoge sei er auch den „jüdischen Brüdern“ begegnet: Vierzig Jahre nach der Konzilserklärung
‘Nostra Aetate’ lebe die Kirche heute in einer neuen Epoche des Dialogs und der Solidarität mit den Juden.
‘Nostra Aetate’ habe auch zu mehr Achtung vor anderen Religionen geführt: „Darunter kommt dem Islam ein
besonderer Platz zu, deren Anhänger den einen Gott verehren“ – so der Papst. In Köln habe er sich mit
islamischen Vertretern getroffen und sie zur Ausrottung von Fanatismus und Gewalt aufgefordert.
Kritik
unter Kirchenfürsten
Deutschland. Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, wirft dem Vorsitzenden
der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, vor, die Gefühle Jugendlicher verletzt zu haben.
Mit einer Bemerkung, daß auch Jugendliche, die auf dem Petersplatz in Rom dem Papst zujubelten, Verhütungsmittel
in der Tasche hätten, habe Lehmann „viele Jugendliche tief getroffen“, so Kardinal Meisner im Gespräch
mit dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ von heute Donnerstag. „Tief verletzte Jugendliche“ hätten ihn über
Kardinal Lehmanns Äußerung informiert, erklärte Meisner weiter.
Rockende Schwester
Deutschland. Eine
junge Novizin aus Belgien ist von ihrer Oberin gemaßregelt worden, weil sie auf dem Weltjugendtag sehr
leichtfüßig getanzt hat. „Ein Missionar schleuderte sie beim Tanz in die Luft, dann sprang sie in seine
Arme und klammerte ihre Beine um seinen Körper“, berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’. Ihre Mutter
Oberin habe sie deswegen getadelt und daran erinnert, daß sie einen Orden repräsentiere. Die Novizin
selbst rechtfertigte sich: „Ich würde so etwas auch nicht zu Hause machen, aber bei solchen Ereignissen
werde ich einfach von der Begeisterung der Gruppe mitgerissen.“
Bischöfe am Ball
Deutschland. Anläßlich
des Weltjugendtages besuchten drei US-Bischöfe das Baseballfeld von Berzdorf. Berzdorf liegt 10 Kilometer
südlich von Köln. Der byzantinisch-katholische Erzbischof von Philadelphia, Mons. Stefan Soroka (rechts),
bekam gar nicht genug vom Spielen, bemerkt die Lokalzeitung ‘Bergisches Handelsblatt’. Neben Mons. Soroka
waren auch der Weihbischof von San Francisco, Mons. Ignatius Wang (mitte) und dessen scheidender Erzbischof
und ernannter Präfekt der Glaubenskongregation, Mons. William Levada (links), auf den Baseballplatz gekommen.
Beim gemeinsamen Abendessen – alle drei Prälaten aßen ‘Schnitzel mit Pfifferlingen’ – hätten sie über
den Nachmittag geschwärmt.
Maßstab der Ökumene
„Trient ist und bleibt der Maßstab für römisch-katholische
Ökumene. Deshalb ist es albern, Hoffnungen auf baldige Annäherungen zu nähren. Das sollte auch die
evangelische Seite unterlassen, die gut daran tut, keine faulen Kompromisse einzugehen.“
Aus der ‘Frankfurter
Allgemeine Zeitung’ vom 22. August 2005. Das Konzil von Trient (1545-1563) war die katholische Antwort
auf die Reformatoren.
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66 Lesermeinungen
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@ Toby Vergiss es einfach: Einige verschließen sich hier absichtlich der Realität und meinen, dass sie
dadurch nicht wahr wäre. Sie verkehren lediglich in bestimmten Kreisen, in denen die Aussage von Lehmann
nicht stimmen mag, im großen und ganzen ist sie aber wahr. Vielleicht suchen auch einige wieder nur einen
Weg, Lehmann eins auf den Deckel zu geben. Wewr weiß, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn Kard. Meisner
(das ist der mit der Narrenkappe während einer Messe) den Satz gebracht hätte. Müßige Spekulation.
Hier gibts Leute, die nach eigener Angabe über 40 sind und meinen, sie würden die Jugend besser kennen.
Nun denn… sollen sie ihren Glauben behalten. Ich SEHE jeden Tag, dass es anders ist.
@ Konrad Du tust mir leid mit deinem „Realismus“. Du siehst die deutschen Jugendlichen, die weitgehend
verkommen sind und spirituell durch Leute wie Lehmann, die ihre Karriere besser in der Politik oder Wissenschaft
gemacht hätten, auf dem Nullpunkt. Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen (auch
deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert
von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten. Toby, ich schlage dir vor, Spiritual von „Wir
sind Kirche“ zu werden! Oder bist du schon auf dem Weg dorthin? Ansonsten viel Spaß bei Lehmann! Lieber
Konrad, ich glaube, Du hast mich gründlich missverstanden. Wo soll ich jetzt den Leuten von „Wir sind
Kirche“ das Wort geredet haben? Ich trete keineswegs für künstliche Verhütung ein, im Gegenteil. Ich
weiß mich vollkommen konform mit der Lehre von Humanae vitae. Aber gerade wenn man noch Ideale vor Augen
hat wie auch Kardinal Meisner, sollte man die Realitäten zur Kenntnis nehmen und nicht beisielsweise
die Existenz der Pille und des Bösen in der Welt leugnen nach dem Motto: Auf der Alm (bzw. auf dem Weltjugentag)
gibts kei’ Sünd’ … als befände man sich auf einer Insel der Seligen.
Nochmals: Es gibt keine homosexuelle Veranlagung! @ Sebatijonas: Gott hat die Menschen als Mann und Frau
geschaffen, mit dem Auftrag, sich zu vermehren. Was es gibt, ist die Neigung zur Sünde, auch zum homosexuellen
Verkehr. Der Anfang der Pastoral ist die wahrhafte Katechese nach der katholischen Lehre! Irgendein Herumgetue
ohne die Sünde zu bezeichnen, hat keinen Sinn. Der Gatte der Evelin
Papalistische Traumwelt ohne Hierarchie Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen
(auch deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert
von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten. Wer für seine angeblichen Ideale nicht einsteht,
sondern bei Gegenwind umkippt, braucht sich nicht zu wundern, daß niemand der Unglaubwürdigkeit folgt.
Erinnern wir uns an die gute Predigt des Kardinals, in welcher er die Massenmorde auflistete: als danach
die zionistische Hetze losging, kippte er um und ließ die Passage aus seinem kirchlichen Predigtarchiv
tilgen. Ohne Weltpresse wüßte die Kirche in 100 Jahren nicht mehr, was der Kardinal gesagt hat… Dieses
Verhalten war feige und eines Kardinals unwürdig, der im Notfall sein Leben für Christus einsetzen sollte.
Die angeblich „hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen“ ist eine Illusion. Nicht blenden
lassen vom Nullniveau der deutschen: fünf mal „besser“ als Null ist immer noch Null. Die Kondomkampagne
in den Kölner U-Bahnen wurde von einer US-amerikanischen Organisation durchgeführt, nicht von einer
deutschen. Es ist unwahrhaftig, wenn Papalisten den katastrophalen Zustand der V.II-Kirche auf deutsche
Würdenträgern reduzieren, so schlimm diese auch sind: die Kirche ist eine Hierarchie, der Papst der
oberste Bischof. Er hatte das verheerende V.II in den Händen. Er setzte Häretiker wie Lehmann, Kasper,
uvm. in die höchsten Ämter, nicht Bischof Lefebvre oder wir Laien.
#62 Sebastijonas 10:22:04 | Samstag, 27. August 2005
Nicht das Kind mit dem Bade … josefmaria: in jedem fall ist homosexualität eine sündhafte perversion
des sexuellen, die die seele vergiftet. Ich denke, hier ist es tatsächlich einmal sinnvoll, zwischen
Veranlagung und tatsächlicher Ausübung zu scheiden. Wer homosexuell veranlagt ist, hat damit keinerlei
Sünde begangen und allein aus dieser Veranlagung ist ihm nichts vorzuwerfen. Jeder Mensch neigt auch
zur Sünde. Zu welcher im speziellen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wer homosexuelle Handlungen
praktiziert, hat Anspruch auf pastorale Hilfe und Unterstützung, um zu Erkennen, dass und warum er falsch
handelt.
Wiederholung eines Tradiland-Postings vom 25. August 2005 @ Toby: Nochmals das Zitat von Cardinal Lehmann
(Fundstellen bei FAZ und Kölner Stadtanzeiger siehe unten von „hcr“): Es geht offensichtlich im faktischen
Leben zusammen. Die Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche:
Das wissen wir schon lange. Eindeutig verwendet er den bestimmten Artikel – ob absichtlich oder weil er
lässig herumlallt – meint also alle Mädchen, die auf dem Petersplatz dem Papst zujubeln. Dieses ist
perfid von dem glaubenslosen Würdenträger. Die eigentliche Sauerei liegt darin, dass Cardinal Lehmann
keineswegs etwas dagegen zu tun gedenkt. Die Bosheit des Cardinals liegt also darin, dass er 1. nach der
Methode Spiegel & Co pauschalierend diffamiert, 2. für den Zustand, den er als mit der kathl. Lehre nicht
vereinbar deklariert (aber persönlich f. vereinbar hält), mitverursacht und 3. solcher Art sogar Werbung
dafür macht: „Ich bin nicht die einzige Katholikin mit der „Pille“!“ Einfach nur den Realitätssinn des
Cardinals hinsichtlich seiner Bemerkung zu bemühen, ist zu kurz gegriffen, denn sie liegt auf gleicher
Ebene wie der vermaledeite gefälschte Kinsey-Report, mit welchem via Bravo und anderen Gazetten den Jugendlichen
eingeredet wurde, sie seien schon mit 16 in der Minderheit, wenn sie es nicht schon einmal getrieben hätten.
Derartige Bemerkungen sind also sehr wohl auch bewußtseinsbildend und das weiß der unwürdige Herr Cardinal
auch ganz genau! Der Gatte der Evelin
@ Toby Du tust mir leid mit deinem „Realismus“. Du siehst die deutschen Jugendlichen, die weitgehend verkommen
sind und spirituell durch Leute wie Lehmann, die ihre Karriere besser in der Politik oder Wissenschaft
gemacht hätten, auf dem Nullpunkt. Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen (auch
deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert
von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten. Toby, ich schlage dir vor, Spiritual von „Wir
sind Kirche“ zu werden! Oder bist du schon auf dem Weg dorthin? Ansonsten viel Spaß bei Lehmann!
Noch einmal zurück zum hier andiskutierten Thema: Glaubt Kardinal Meisner wirklich, die Mädchen, die
dem Papst zujubeln, hätten KEINE Pille in der Tasche??? Mit Verlaub und bei allem Respekt des ansonsten
von mir durchaus geschötzten Kardinals: Wenn er in dieser Frage wirklich so naiv sein sollte, frage ich
mich schon, auf welchem Stern er eigentlich lebt …
#58 josefmaria † 05:20:46 | Samstag, 27. August 2005
@ cairochon: bodenlose unverschämtheit! ungeachtet der publizierten inhalte: die stimme als „ungezogenes
kind“ usw. zu beschimpfen, ist angesichts deiner widerlichen ausfälle unter dem kardinal-pujats-artikel
eine dreistigkeit ohne gleichen. es gibt nämlich einen himmelweiten unterschied zwischen polarisierung/provokation
und infamer lüge! deine haßausfälle gegen die kirche und ihre kinder veranlaßt mich, dir jegliches
recht abzusprechen, hier einen kommentar loszuwerden ohne den verweis auf deine antikirchliche gesinnung
folgen zu lassen! was das thema betrifft, so ist es schwer, eine definitive antwort zu finden, wenn man –
wie ich – die medizinischen hintergründe nicht studiert hat. in jedem fall ist homosexualität eine sündhafte
perversion des sexuellen, die die seele vergiftet. aber ich denke, für medizinische spitzfindigkeiten
fehlt hier einfach der rahmen und die fachkompetenz (jedenfalls bei naturwissenschaftlichen laien wie
mir)!
@Stimme aus dem Tradiland […] Und wenn du es bis zum Geht-nicht-mehr wiederholst…Homosexualität bleibt
eine Veranlagung an der nichts zu ändern ist. Auch wenn du es nicht wahrhaben willst. Cairochon
Mal was zum Thema Ich finde es mehr als schade, dass von der Redaktion im Abschnitt Lehmann – Meisner
nicht erwähnt wurde, dass Meisner im selben Gespräch bekannt gab, dass es von nun an eine jährliche
Domwallfahrt geben soll. Diese Nebensächlichkeit musste ich aus der Süddeutschen Zeitung (!) erfahren.
#53 Sebastijonas 09:56:14 | Freitag, 26. August 2005
Homosexuelle und Dienst in der Kirche Ich habe im Prinzip keine Schwierigkeiten, wenn Lesben oder Schwule
Dienste in der Kirche ausüben. Ich bin auch nicht der Meinung, es gebe keine „homosexuelle Veranlagung“.
@Lilith Meine Absicht ist nicht, oberflächlichen Frieden „zu stiften“, sondern bei der Diskussion der
offensichtlich bestehenden Meinungsverschiedenheiten in ruhigeres Fahrwasser zurückzufinden. Da ich mich
auf einer der beiden Seiten wähne, kann ich auch nicht Moderatorenfunktionen übernehmen. Aber ich versuche
mich mit überzogenen Pauschalisierungen zurückzuhalten (auch wenn mir das vielleicht nicht immer gelingt).
Zum Thema „Provokation“: Warum denn hast du den Forennamen „Lilith“ gewählt? Ein bisschen Provokation
wird wohl auch dahintergesteckt haben. :)
@ Mimi und ich denke mir dann, man hätte die niederen Weihestufen besser nicht abgeschafft und diese
Laiendienste besser nicht eingeführt… Wie seht Ihr das? Mimi, was die Kirche getan hat, das hat sie
getan und man kann es (wahrscheinlich) nicht ändern. Man kann z.B. die Handkommunion nicht mit V2 in
Verbindung bringen. Die Handkommunion führte man selbstgefällig im Westen Europa bald nach dem V2 ein,
aber wenn sie vom V2 eingeführt worden wäre, dann gäbe es diese auch z.B. in Polen (u.a. slawischen
Ländern), wo erst 40 Jahre nach dem V2 die Erlaubnis für das praktizieren der Handkommunion gegeben
wurde. In Polen kannte man bis vor kurzem keine Handkommunion, keine Kommunionhelfer, keine Katechetinnen
(wenn, dann nur für Kleinkinder), nicht einmal ständigen Diakone werden dort geweiht, weil es – laut
aussage eines Prälaten – zu viele Priester gibt. Der einzige Weg in der Kirche Westeuropas etwas zu verändern,
ist diese zu „reinigen“. Homosexuelle, Pastoralreferenten, Gemeindereferenten, Kommunionhelfer …u.a.
rausschmeißen, genau wie Christus die Händler aus dem Tempel rausgeschmissen hat.
@ Mimi Ganz richtig. Bekennende Homosexuelle sollen kein Amt in der Kirche ausüben und auch in keinem
Angestelltenverhältnis zur Kirche stehen. Hinzuweisen ist immer darauf, dass es keine homosexuelle Veranlagung
gibt. Es gibt die Neigung hiezu, wie es sie zu jeder Sünde gibt. Jemand mit Neigungen kann sich – allerdings
nur bei sehr wenigen Psychologen/Psychiatern – psychoterapeutisch behandeln lassen. Geistliche Betreuung
und Katechese im katholischen Sinne wären in solchen Fällen sehr anzuraten.
Zum Thema Homosexualität und Diskriminierung Was sagt Ihr dazu, wenn Homosexuelle Dienste in der Kirche
ausüben? Da sie laut KKK 2358 ja nicht zurückgesetzt werden sollen, spräche ja an für sich nichts
dagegen, wenn sie Lektor oder Kommunionhelfer sind, sofern sie denn die Keuschheit leben… Aber als ich
in einem Liturgiekurs (vor meiner Hinwendung zum Traditionalismus) mal auf einen traf, der sich ganz offen
zu seiner Homosexualität bekannte (ja, fast stolz darauf war, wie es schien… so wie er sich darstellte…)
und dann eben Lektor war (und überhaupt sehr moderne Einstellungen hatte), da wurde mir doch irgendwo
anders… und ich denke mir dann, man hätte die niederen Weihestufen besser nicht abgeschafft und diese
Laiendienste besser nicht eingeführt… Wie seht Ihr das?
ach? Der angebliche Friedenststifter macht doch nur mit… Ich finde es falsch zu sagen, dass alle Homosexuellen
über die Kirche lachen. Deswegen habe ich überhaupt etwas dazu gesagt, denn sonst hätte ich einfach
weiter mitgelesen, wie ich das seit mehr als einer Woche tue… deswegen habe ich mich wieder eingemischt,
weil ich nicht begreife, wie jemand daherkommen kann und alle über einen Kamm scheren kann. Ich provoziere
doch nicht, ich werde provoziert und alles was ich möchte ist doch nur eine Erkärung oder eine Gegenerklärung
zu dieser Verallgemeinerung.
#48 Sebastijonas 01:26:47 | Freitag, 26. August 2005
Das Gekeife verselbständigt sich… Ihr schaukelt euch gegenseitig hoch, darunter leidet die Sache, und
es bringt keinem etwas: nicht den Konservativen, nicht den Progressisten, nicht der Kirche. Beiträge
von Benutzern wie Lilith oder Benedikt sind auch für mich nur schwer erträglich, und auch ich ärgere
mich sehr darüber und kann einfach nicht verstehen, wie man so denken kann. Sie aber ohnmächtig zu beschimpfen
bringt genausowenig wie von ihnen beschimpft zu werden. Am besten ist es wohl, ihren Provokationen mit
Langmut zu begegnen und, wenn man diesen Langmut einmal nicht aufbringen kann, vielleicht einen Rosenkranz
zu beten und dann etwas sinnvolleres zu tun.
@Apex Warum muss ich denn allwissend sein um dir zu sagen, dass nicht alle, die homosexuell sind zwangsweise
über die Kirche lachen? Meinst du nicht, dass du ein bischen zu allgemein wirst? Das ist doch schon eine
Diskriminierung… Ich könnte dir genausogut sagen, dass alle Christen rechts sind und du würdest mir
10 Gegenbeispiele liefern ohne dabei allwissend zu sein und ich müsste meine Aussage zurücknehmen…
das nur als Beispiel…
@ Lilith Lieber Apex, was hälst du mal davon ein wenig Toleranz zu übern? … Homosexualität würde
der Kirche nur dann zum Verhängnis, wenn nicht irgendwann etwas Toleranz aufkommt… Kalter Kaffee, alte
Sprüche. Die Homosexualität nicht zu diskriminieren, bedeutet im deutschen Christentum automatisch sie
zu einer Art „Heiligen Kuh“ zu erklären. Dazu wird das Gebot der Nächstenliebe und die berühmte Aussage
„Hasse die Sünde aber liebe den Sünder“ von der Kirche so interpretiert und verkündet, damit die Welt
an der Philosophie der Kirche keinen Anstoß nehmen könnte. Dass man dadurch der Sünde im Raum der heiligen
Kirche einen legalen Status schenkte, davon hat nicht mal Satan selbst geträumt. Homosexuelle, die offen
dazu stehen wer und was sie sind lachen nicht zwangsweise über die Kirche, da bist du im Irrtum. Wer
sagt, dass ich im Irrtum bin? – Du? – bist du Gott oder der unfehlbarer Papst? – wenn nicht, dann kannst
du solche „Prophezeiungen“ für dich behalten, derartige Feststellungen der deutschen Christen interessieren
mich nicht.
@Irenäus Belege doch bitte mal mit Dominus Jesus, dass der Kardinal unserer heiligen Kirche, Karl Lehmann,
von Dir zu recht als Apostat bezeichnet werden darf – und ich also im Unrecht bin. Ein kirchliches Dokument
in den Ring zu werden, gilt nicht… bitte eindeutig nach- und beweisen. So lange das nicht geschieht,
werde ich Dich weiterhin als Verleumder bezeichnen.
@Lilith …aber die Diskriminierungen unterlassen und die Sanktionierung beenden… Was meinst Du denn
damit? KKK 2358 spricht ganz klar gegen eine Diskriminierung.
@apex Lieber Apex, was hälst du mal davon ein wenig Toleranz zu übern? Ich meine Toleranz, nicht Akzeptanz.
Toleranz zeichnet sich dadurch aus, dass man gegebene Umstände duldet, das heißt nicht dass du sie akzeptieren
(d.h. annehmen) musst oder sie gutheißen musst. Toleranz heißt von der gegebenen Möglichkeit der Sanktionierung
zurückzutreten um so verbale und physische Gewalt zu vermeiden. Homosexuelle, die offen dazu stehen wer
und was sie sind lachen nicht zwangsweise über die Kirche, da bist du im Irrtum. Ich würde sagen, dass
hier ein einziges Gegenbeispiel diese Theorie über den Haufen werfen würde und in der Gemeinde von HuK
in Aachen gibt es genügend solcher Gegenbeispiele. Homosexualität würde der Kirche nur dann zum Verhängnis,
wenn nicht irgendwann etwas Toleranz aufkommt… sie muss Homosexualität ja nicht gutheißen, aber die
Diskriminierungen unterlassen und die Sanktionierung beenden um der psychischen Gewalt ein Ende zu setzen,
der homosexuell Veranlagte durch sie ausgesetzt werden.
#39 Irenäus 20:00:27 | Donnerstag, 25. August 2005
@Gotthard So, so. Laut Superpäpsten wie Gotthard oder Lehmann darf man also Dominus Jesus als Betriebsunfall
bezeichnen. Es ist ja schließlich „nur“ ein lehramtliches Dokument. Das dürft ihr ja. Wenn ich Lehmann
als Betriebsunfall bezeichne, ist das natürlich infam.
#38 Gotthard 19:54:24 | Donnerstag, 25. August 2005
Irenäus: Betriebsunfall deine Sprache – und bestimmt deine Denke – sind derart infam, dass Du den ganzen
Tag mit einem feuerroten Kopf in Gottes Landschaft herumlaufen solltest.
#37 Irenäus 19:44:42 | Donnerstag, 25. August 2005
Betriebsunfall Wie es scheint, muß Betriebsunfall Karl Lehmann mal wieder loslegen. Am besten sollte
der Papst ohne großes Aufsehen diesen Apostaten auf einen Titularposten „hochheben“, damit er möglichst
wenig Schaden anrichten kann.
@ Benedikt Im übrigen finde ich deine Ausfälle gegen Schwule einfach ekelhaft. Pfui. Du kannst dich
gerne übergeben, mir wird auch schlecht. Nicht meine Äußerungen sind ekelhaft, sondern die Realität
der homosexuellen Welt, die ich einfach entsprechend nenne. Du aber, wirst nie etwas gegen dieses perverse
Dasein schreiben, nicht, weil du Homosexualität normal findest, sondern weil du von den Homosexuellen
in Ruhe gelassen werden willst.
#33 Benedikt 18:31:25 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex Ach ja? Dann würde mich mal deine wunderbar „alternative“ Realitätsauffassung interessieren.
Nur zu! Im übrigen finde ich deine Ausfälle gegen Schwule einfach ekelhaft. Pfui.
@ Bendikt & Toby Toby: Es geht aber auch darum, dass offenbar Kardinal Meisner und manch fromme katholische
Jugendgruppen diese „gottlose Mentalität“ gar nicht wahrhaben wollen. Wenn sie sie nicht war genommen
hätten, hätte Kardinal Maisner und die Jugendlichen die Aussage Kardinals Lehmanns nicht erwähnt. Aus
euren Beiträgen kann man deutlich erkennen, das ihr bereit seid jede Realität zu tolerieren, wenn diese
von der Mehrheit akzeptiert wird. Also muss diese Realität deutlich erwähnt werden, nicht, damit Wege
gesucht werden, dieser gottlosen Wirklichkeit entgegenzuwirken (sonst hätte die Kirche in Deutschland
schon etwas unternommen), sondern damit wir auf unsere „geistige Fähigkeit“ – diese Realität zu erkennen
und zur Sprache zu bringen – stolz sein können. Vor 30-40 Jahren hat man Homosexuelle für bescheuert,
oder geisteskrank gehalten. Es hat gereicht, dass diese Perversion oft genug in den Medien erwähnt wurde
und für „normal“ erklärt wurde – heute ist die Kirche im Westen Europa voll von Schwulen und die Meinung
der Kirche, dass nur Homosexuelle Handlungen Sünde sind, ist der Kirche zum Verhängnis geworden – die
Schwule, die sich noch dessen rühmen, dass sie schwul sind, lachen über die Kirche, der nichts besseres
übrig bleibt, als nur gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Dieses Christentum ist einfach zum Lachen.
…ator.homepage.t-online.de/
@ apex Es geht hier nicht nur um die Kondome und Antibabypillen. Zu dieser gottlosen Mentalität gehört
auch die leichtfertige Bereitschaft mancher Katholiken, diese Realität zu akzeptieren und sich mit dieser
abzufinden. Das ist richtig. Es geht aber auch darum, dass offenbar Kardinal Meisner und manch fromme
katholische Jugendgruppen diese „gottlose Mentalität“ gar nicht wahrhaben wollen.
#30 Benedikt 16:29:36 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Hans Mohrmann Wen interessiert denn, was die Protestanten machen? Warum sollte ein r.-k. Bischof alles
das kommentieren? Bei dem Unsinn, der aus dieser Ecke kommt, käme man aus dem kritisieren ja nicht mehr
heraus. Mit rheinischen anstatt katholischen Bischöfen… naja… Sigmaringen liegt ja nicht gerade am
Rhein ) Aber du hast schon teilweise recht, nur lassen sich keine Rückschlüsse ziehen. Erzbischof Johann
Philipp von Schönborn etwa holte sich protestantische Wissenschaftler an seinen Hof, was damals nicht
üblich war. Außerdem trat er wohl für eine deutsche Nationalkirche ein. War er nicht katholisch? Nebenbei
führte er auch die tridentinische Messe in Mainz ein (=soll heißen das Messbuch Pius’ V.). Nicht katholisch?
Bischof Karl Ich erinnere mich daran, daß unser Bischof Karl zwar das Lebenspartnerschaftsgesetzt kritisiert
hat, sich aber mitnichten ein Wort zur in der Evangelischen Kirche teilweise üblichen Praxis der Einsegnung
homosexueller Lebenspartnerschaften abgemüht hat. Präses Wolfgang Huber hat diese Praxis in seiner Funktion
als „Landesbischof“ legitimiert und durchgesetzt. Ob man wohl wenigstens amtsintern darüber ein Wort
verliert? Etwas zu viel Ökumene für meinen Geschmack. Es darf doch wohl nicht sein, daß unter Christenmenschen
Kritik nicht mehr sein darf. Daß man später „ökumenisch“ vom Besuch von Mel Gibsons Passion abgeraten
hat, paßt ins Bild. Es paßt noch so manches andere ins Bild, wie die von Karl Lehmann unmittelbar nach
der Wahl Benedikts übersandte „Wunschliste“, deren Ziel vor allem die Lockerung der – wie ein 68er sagen
würde – repressiven katholischen Sexualmoral ist. Aber da gibt es ja eine lange Tradition. Schon immer
waren die Määnzer Bischöfe eher rheinisch als katholisch.
#28 Benedikt 15:17:31 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex: Immer weiter, es wird lustiger Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und
schon ist es eine Beleidigung. Du jedoch kritisiertst Kardinal Meisner für seine Aussagen. Wie geistig
blind bist du eigentlich? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wo ist der Zusammenhang? genau das,
könnte man auch Kardinal Lehmann vorwerfen, aber dazu bist zu befangen und zu feige. Genau. Die Beleidigung
eines Kardinals in einem kaum bekannten Forum ist schon eine unglaublich mutige Sache. tzzz Realität
akzeptieren Wer hat was von akzeptieren gesagt, es geht darum, die Realität zu erkennen und zu benennen.
Eine Bewertung ist dadurch noch nicht erfolgt.
@ Benedikt Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und schon ist es eine Beleidigung.
Du jedoch kritisiertst Kardinal Meisner für seine Aussagen. Wie geistig blind bist du eigentlich? Ihr
seid der Gipfel des Subjektivismus! genau das, könnte man auch Kardinal Lehmann vorwerfen, aber dazu
bist zu befangen und zu feige. Es geht hier nicht nur um die Kondome und Antibabypillen. Zu dieser gottlosen
Mentalität gehört auch die leichtfertige Bereitschaft mancher Katholiken, diese Realität zu akzeptieren
und sich mit dieser abzufinden. Wenn eben diese Denkweise die Haltung des Herrn geformt hätte, hätte
Jesus Christus die Händler aus dem Tempel nicht rausgeschmissen, sondern diese freundlich begrüßt.
#26 Benedikt 14:36:16 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex Ehrlich gesagt habe ich nicht die Bohne Lust dazu, ständig deine sinnfreien und aus der Luft gegriffenen
„Interpretationen“ richtig zu stellen. Du liest offenbar eh nur dies, was du lesen willst. Nur so viel:
>deine Augen und Ohren sollten dir nicht dazu dienen, die Realität als Maßstab für die Nachfolge Christi
zu betrachten. Das habe ich nicht getan. Deine Unterstellungen sind absurd und haben nichts mit der eigentlichen
Diskussion zu tun. >und eben diese Jugendlichen – mit Kondomen und Antibabypillen in den Taschen – wie
auch du offensichtlich Lehn dich mal nicht zu weit aus dem Fenster mein Bester. Was weißt du schon von
mir? Deine „Interpretationen“ (besser wäre Unterstellungen) haben wahnhafte Züge an sich. In der eigenen
Verblendung, die Kard. Lehmann offenbar für alles Übel der Kirche verantwortlich machen will, wird hier
von Tradis ein uraltes Motto aufgegriffen: „Töte den Überbringer der schlechten Nachricht!“ Dabei hat
Lehmann hier nichts anderes getan, als was viele von euch auf diesen Seiten ständig tun: Den dem Papst
zujubelnden Christen vorzuwerfen, Eventkatholiken zu sein. Auf diesen Seiten wurde von Forumsteilnehmern
vor dem WJT nicht nur einmal pauschal behauptet, WJT-Teilnehmer wäre Fun & Rockmusiksuchende Konsumjunkies.
Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und schon ist es eine Beleidigung. Ihr seid
der Gipfel des Subjektivismus!
#25 Gotthard 14:29:02 | Donnerstag, 25. August 2005
warum diese Aufregung? „Viele junge Leute bejubeln konservative Persönlichkeiten wie Johannes Paul II.
oder Benedikt XVI. – laufen zugleich aber bauchfrei, heftig tätowiert und, mit Pasolini zu reden, recht
konsumistisch herum. Ein Widerspruch? Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die Mädchen
auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon lange.
Johannes Paul II. hatte nun einmal ein großes Charisma, das gerade auch bei jungen Menschen wirkte. Ihm
gelang ein unvergleichlicher Funkkontakt. Ob das auch für Benedikt gelten wird, weiß ich nicht. Der
Kern des Erfolgs von Johannes Paul II. bei den Jungen bestand darin, daß er ohne Wenn und Aber sagte:
Wir vertrauen euch, daß auch ihr in der Lage seid, die Zukunft zu bauen. Er konnte Zuversicht verbreiten.
Das ist ein sehr hohes Gut.“ da stimmt alles … nur wer sich die Welt malt, kann sich über diesen Passus
aufregen.
@ Benedikt Ich bin 24 Jahre und habe Augen und Ohren im Kopf… Dein Alter interessiert mich nicht die
Bohne (wäre mir mein erstes Rendezvous gelungen, hätte ich einen Sohn in deinem Alter) und deine Augen
und Ohren sollten dir nicht dazu dienen, die Realität als Maßstab für die Nachfolge Christi zu betrachten.
Ich kann sehen, wie viele Jugendliche in der Kirche sitzen, wenn ich dort bin und höre, was sie über
die Kirche sagen, wenn ich sie anderswo treffe. und eben diese Jugendlichen – mit Kondomen und Antibabypillen
in den Taschen – wie auch du offensichtlich, sind die Früchte der deutschen Laienkatechese und des deutschen
Religionsunterrichtes der letzten 35 Jahre. Um das jedoch nicht bekennen zu müssen, ist es vielen deutschen
Bischöfen und Priestern bequemer den Zeitgeist zu beschuldigen, als selbst die Hand anzulegen und, durch
intensive Katechese und kirchlichen Religionsunterricht, dieser frevlerischen Realität entgegenzuwirken.
Die Bosheit des unwürdigen Cardinals Nochmals das Zitat von Cardinal Lehmann (Fundstellen bei FAZ und
Kölner Stadtanzeiger siehe unten von „hcr“): Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die
Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon
lange. Eindeutig verwendet er den bestimmten Artikel – ob absichtlich oder weil er lässig herumlallt –
meint also alle Mädchen, die auf dem Petersplatz dem Papst zujubeln. Dieses ist perfid von dem glaubenslosen
Würdenträger. Die eigentliche Sauerei liegt darin, dass Cardinal Lehmann keineswegs etwas dagegen zu
tun gedenkt. Die Bosheit des Cardinals liegt also darin, dass er 1. nach der Methode Spiegel-Stern & Co
pauschalierend diffamiert, 2. für den Zustand, den er als mit der kathl. Lehre nicht vereinbar deklariert
(aber persönlich f. vereinbar hält), mitverursacht und 3. solcher Art sogar Werbung dafür macht: „Ich
bin nicht die einzige Katholikin mit der „Pille“!“ Einfach nur den Realitätssinn des Cardinals hinsichtlich
seiner Bemerkung zu bemühen, ist zu kurz gegriffen, denn sie liegt auf gleicher Ebene wie der vermaledeite
gefälschte Kinsey-Report, mit welchem via Bravo und anderen Gazetten den Jugendlichen eingeredet wurde,
sie seien schon mit 16 in der Minderheit, wenn sie es nicht schon einmal getrieben hätten. Derartige
Bemerkungen sind also sehr wohl auch bewußtseinsbildend und das weiß der unwürdige Herr Cardinal auch
ganz genau!
@ Sebastijonas Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie du es mit den Pauschalurteilen
„Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend, deine aber auch. hast du ähnliches
Beitragsschreiben auch an Kardinal Lehmann gesendet? Ich habe nicht vor das deutsche Christentum für
irgendetwas zu loben. 40 Jahre nach dem Konzil hat der schwulenfreundliche, deutsche Klerus (mit wenigen
Ausnahmen – wie z.B. verstorbener Bischof Dyba) die Kirche in Deutschland ruiniert. In seinen Aussagen
betont zwar dieser Klerus immer wieder die Notwendigkeit des Glaubens und der Kirche, nie aber negiert
er die Daseinsberechtigung abtrünniger Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“, „Kirche von Unten“… u.a.
Unter dem Druck der gottlosen Welt, vor der Kamera und dem Mikrophon kneifen sie irgendwann alle und versuchen
versöhnlich das zu akzeptieren und zu tolerieren, was logischerweise exkommuniziert werden müsste.
#21 Rosa von Lima 12:57:02 | Donnerstag, 25. August 2005
Bischöfe am Ball Ich mag den Dreien ihren Spass von Herzen gönnen. Auch Bischöfe sollen mitunter etwas
Abwechslung in ihrem manchmal so tristen Leben haben.
#20 Benedikt 12:54:43 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Apex >Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch. >>und woher hast du diese Infos? – vom Kardinal
Lehmann? Ich bin 24 Jahre und habe Augen und Ohren im Kopf, verehrter apex. Ich kann sehen, wie viele
Jugendliche in der Kirche sitzen, wenn ich dort bin und höre, was sie über die Kirche sagen, wenn ich
sie anderswo treffe. >Toby: @ apexIch glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche
ist (leider) durchaus zutreffend, auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen,
muss man kein ausgesprochener Prophet sein … >>ja und? – geht es im Leben der Kirche um die Nachfolge
Christi oder um die Anpassung der kirchlichen Morallehre an die gottlose Realität der Welt? Zum Geier,
was hat das mit Anpassung an die gottlose Realität zu tun, wenn ein Kardinal zutreffenderweise sagt,
dass viele Jugendliche, die dem Papst zujubeln, die Pille in der Tasche haben? Das ist eine Feststellung,
und keine Aufforderung, es gleich zu tun, auch wenn du gerne hättest, dass Lehmann dies fordern würde.
@ Sebastijonas Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie du es mit den Pauschalurteilen
„Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend, deine aber auch. Derartige
Beleidigungen bin ich von apex gewohnt.
Das Problem … scheint mir zu sein, dass manche fromme Jugendgruppen und manch frommer Kardinal in ihrer
euphorie die Augen vor der bitteren Realität verschließen. Wenn nicht sein kann, was nicht sein darf
(Pille in der Tasche) kann man die Betroffenen auch nicht zur Umkehr anmimieren …
#18 Sebastijonas 12:41:36 | Donnerstag, 25. August 2005
@apex Lieber Apex, inhaltlich stimme ich dir gerne zu. Der Anspruch der Kirche kann sich nicht am Durchschnitt
angenommener statistischer Erhebungen orientieren. Es wird in der Politik so viel von der Notwendigkeit
von Visionen und Zielen geredet, da ist die an manchen Stellen in der Kirche an den Tag gelegte Kleingläubigkeit
manchmal nur schwer zu ertragen. Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie
du es mit den Pauschalurteilen „Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend,
deine aber auch. Ut unum simus. Sebastijonas
@ Toby Toby: @ apexIch glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche ist (leider)
durchaus zutreffend, auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen, muss man kein
ausgesprochener Prophet sein … ja und? – geht es im Leben der Kirche um die Nachfolge Christi oder um
die Anpassung der kirchlichen Morallehre an die gottlose Realität der Welt?
Lehmanns Gummikatholiken Die Plakate der Truppe „condoms4life“, auf denen unter anderem turtelnde Schwule
empfand ich schon als Faustschlag ins Gesicht. Offenbar rechnen solche Provokateure mit der Friedfertigkeit
der meisten Katholiken – glücklicherweise zu recht. Ich frage mich allerdings, ob es dieselben fortschrittlichen
Menschen, die sich durch Gebrauch des „großen I“ (KatholIkinnen) als politisch korrekte Gutmenschen ausweisen,
wagen würden, in dieser Weise die religiösen Gefühle von MuslIminnen, JüdInnen (oder heißt es JudInnen),
HinduInnen (oder so), BuddhIstinnen zu verletzen . Daß in Wirklichkeit ja alle die Morallehre der katholischen
Kirche Moralllehre sein lassen, gehört ja zur Propagande unserer lieben Condomkatholen. Daß nun von
einem katholischen Bischof zu hören, kann ich nicht fassen. Was nun? Soll ich die Kirche verlassen, wenn
bei der Messe der Name unseres Bischofs Karl ausgesprochen wird? Ich bete dafür, daß da ein Dementi
erfolgt. Und wenn nicht, daß sich unser Bischof wenigstens entschuldigt.
@ apex Ich glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche ist (leider) durchaus zutreffend,
auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen, muss man kein ausgesprochener Prophet
sein …
#14 Benedikt 12:26:16 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Toby Eine seit 40 Jahren andauernde Entwicklung lässt sich nicht ohne weiteres durch bischöfliche
Kraftworte, Verbote usw. wieder aufheben. Da ist Durchhaltewillen gefragt. @ hcr: Mag sein, dass es pauschal
war. Die Jugendlichen, die es nicht betrifft wissen aber, dass sie nicht gerade die Mehrheit sind. Sie
müssten den Worten des Kardinals eigentlich zustimmen können und auch wissen, dass der Kardinal natürlich
nicht ALLE (denn wer kann schon etwas für ALLE sagen) gemeint hat. Ich wwürde mich in dem Fall nicht
angsprochen fühlen. Ich fühle mich auch nicht angesprochen, wenn die Medien schreiben, dass es der Jugend
heute nur noch um Fun geht. Ich weiß einfach, dass das oftmals der Fall ist, bei mir aber nicht zutrifft.
@ Benedikt und sein nachkonziliares Christentum Was Lehmann gesagt hat ist das, was durch statistische
Erhebungen als wahrscheinlich angenommen werden kann. Ja, und für dich ist das natürlich eine ausschlaggebende
Aussage, die die Realität der Kirche und die Intelligenz seiner Eminenz widerspiegelt. Also sollte man
den Lieblingskardinal der protestantischen „Bischöfinnen“, der Schwulen, der Zölibatgegner und der Frauenpriestertumsbefürworter
zum Papst wählen und nicht Joseph Ratzinger. Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch. und
woher hast du diese Infos? – vom Kardinal Lehmann? Auch wenn das die Realität wäre, zeigen eure (des
protestantisierten, deutschen, nachkonziliaren Katholizismus) ständigen Versuche, die Realität als maßgeblichen
Faktor zu berücksichtigen, an dem sich die Lehre der Kirche orientieren müsste, euren Glaubensmangel
und eure gottlose Verweltlichung. @ apex: Wodurch wollte sich Kard. Lehmann hier bitte beliebt machen?
Das Interview gleicht eher einer kritischen Einschätzung als einer Anbiederung. Für euch – das deutsche
Chaotenchristentum – ist jede Aussage Lehmanns besser als die des Kardinal Meisners. Seine Einschätzung
gleicht keineswegs nüchterner Kritik, sondern einer unüberlegten Unterstellung – denn als kluger Mann
der Kirche, müsste er solche Einschätzungen für sich behalten und den Anlässen für diese Einschätzung
entgegenzuwirken, statt seine eiligen Ansichten vor dem Mikrophon und vor der Kamera zu Äußern.
@ Benedikt Besten Dank für Deine Stellungnahme. Nur glaube ich nicht, dass Lehmann die papstbegeisterten
Mädels mit der Pille in der Tasche kritisch sieht. Er scheint ja ganz gut damit leben zu können, dass
die Mehrzahl der deutschen Katholiken im Gegensatz zur kirchlichen Lehre auf künstliche Verhütung setzt.
Zu einer Rücknahme der „Königsteiner Erklärung“ ist er jedenfalls nicht bereit … @hcr Ich denke,
hier ist Realismus gefragt. Und in diesem Fall hat Lehmann nun einmal die realistischere Diagnose als
Meisner, wenn auch die falsche Therapie …
– Ausgerechnet die taz schreibt am 20.8: … am schlimmsten natürlich wieder Lehmann. Der hatte Tags
zuvor die Hirnverbranntheit besessen, die kath. Sexualmoral hinterfragen zu wollen. Woraufhin ihn die
geistlosen Mainstream-Medien postwendend zum „liberalen Hoffnungsträger“ ausriefen. Was für eine Idiotie.
Die kath. Sexualmoral ist die einzige Trumpfkarte der Kirche, der einzige Widerstand gegen die vom Turbokapitalismus
gewollte Pornografisierung unserer Gesellschaft, besser gesagt seelenlose Warenwelt. Is’ schon interessant
oder?
@Benedikt Kardinal Meisner sollte doch bitteschön nicht immer so tun, als wären die Jugendlichen die
Säulenheiligen gegenüber einer verlotterten Generation Erwachsener. Nun mal langsam. Die „Säulenheiligen“
haben sich zurecht an Kardinal Meisner gewandt und gegen solche Pauschalmeinungen und Erhebungen von Lehmann
protestiert und ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht. Wenn Lehmann meint die Nachfahren einer verlotterten
Generation im Katholischen gesichtet zu haben, dann kennt er sein zukünftiges Missionsfeld.
#9 Benedikt 11:46:21 | Donnerstag, 25. August 2005
Meisner und Lehmann Kardinal Meisner (das ist der mit der Narrenkappe während einer Messe) tut gut daran,
sich nicht aufzuregen. Was Lehmann gesagt hat ist das, was durch statistische Erhebungen als wahrscheinlich
angenommen werden kann. Jeder der glaubt, dass bei 1 Mio Gläubiger (= statistisch dann etwa 520.000 Frauen)
weniger als die Mehrheit die Pille nimmt, hat keine Vorstellung von der flächendeckenden Versorgung mit
diesem Präparat. Ich habe noch nie von einem bewussten Verzicht auf die Pille in meiner Umgebung gehört,
die Zahl derer, die aus religiösen Motiven verzichten dürfte höchst gering sein. Kardinal Meisner sollte
doch bitteschön nicht immer so tun, als wären die Jugendlichen die Säulenheiligen gegenüber einer
verlotterten Generation Erwachsener. Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch @ apex: Wodurch
wollte sich Kard. Lehmann hier bitte beliebt machen? Das Interview gleicht eher einer kritischen Einschätzung
als einer Anbiederung.
Kardinal Lehmanns Interviews Wie bei den meisten Interviews mit Kardinal Lehmann, versucht seine Eminenz
vor der Kamera und vor dem Mikrophon, sich durch die Medien bei der Masse beliebt zu machen und passt
seine Aussagen dem Wunschdenken der antikirchlichen Propaganda an.
Brave New Church in a Brave New World? Also wenn ich mir die Meldungen anschaue, die uns kreuz.net heute
serviert, dann schwant mir nichts Gutes: + Epoche des Dialogs + Besonderer Platz des Islam, die den einen
Gott verehren + Kardinäle, die sich in der Öffentlichkeit gegenseitig zerfleischen + denunzierende Jugendliche
+ Scheinheiligkeit von Jugendgruppen + tanzende (rockende) Nonne, die sich unkeusch um einen Priester
windet Der WJT hat genau das hervorgebracht, was ich vermutet habe.
@Toby Aber – mit Verlaub – ist die „Lagebeurteilung“ von Kardinal Lehmann in diesem Fall nicht realistischer
als die Meisners? Nur stellt sich mir in aller Nüchternheit die Frage aufgrund welcher Erhebungen Kard.
Lehmann diese Behauptung, „ das wissen wird schon lange „ aufstellt. Ich denke mal, er mutmasst eher und
hätte da besser keinen Kommentar bzw. eine Antwort zu abgegeben, wenn er klug gewesen wäre. So wird
er wohl in Kürze einen Rückzieher machen. Solche Formulierungen, wie von Lehmann gebraucht, sind universell
verwendbar. Was glaubst du, was ich alles schon seit langem weiss )) !
Sehr interessant! Aber – mit Verlaub – ist die „Lagebeurteilung“ von Kardinal Lehmann in diesem Fall nicht
realistischer als die Meisners? Ein paar fromme Jugengruppen sind ja nicht unbedingt repräsentativ für
die für überwiegende Mehrheit – auch nicht bei den durchschnittlichen Weltjugentagsteilnehmern. Und
von einem nun zu erwartenden Umdenken der Kirche in Deutschland in puncto Sexualmoral kann doch bei nüchterner
Betrachtung der Dinge wirklich keine Rede sein. Die Bischofskonferenz hält nach wie vor an der „Königssteiner
Erklärung“ fest …
@Toby … hier ist das Interview ( 31.08. – FAZ ), auf welches sich die Jugendlichen wahrscheinlich beziehen …
Auszug aus dem Interview: Frage FAZ: Viele junge Leute bejubeln konservative Persönlichkeiten wie Johannes
Paul II. oder Benedikt XVI. – laufen zugleich aber bauchfrei, heftig tätowiert und, mit Pasolini zu reden,
recht konsumistisch herum. Ein Widerspruch? www.faz.net/…common~Scontent.html Antwort Kard. Lehmann:
Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln,
haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon lange. www.faz.net/…common~Scontent.html Interessant
wäre vielleicht die Nachfrage an Kard. Lehmann, wen er alles mit „wir“ meint !
Danke … aber auf welches Lehmann-Interview beziehen sich die „tief verletzten“ Jugendlichen? Und was
hat Lehmann mit seinen Aussagen, sollte er sie tatsächlich so getroffen haben, wirklich gemeint?
Etwas merkwürdig Mit einer Bemerkung, daß auch Jugendliche, die auf dem Petersplatz in Rom dem Papst
zujubelten, Verhütungsmittel in der Tasche hätten, habe Lehmann „viele Jugendliche tief getroffen“ …
Wann soll Lehmann das gesagt haben? Kann man das irgendwo nachlesen? Und welche Jugendlichen sind davon
„tief getroffen“ gewesen und haben sich an Kardinal Meisner gewandt?