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Eine neue Epoche + Kritik unter Kirchenfürsten + Rockende Schwester + Bischöfe am Ball + Maßstab der Ökumene
Eine neue Epoche

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Generalaudienz am gestrigen Mittwoch die Ereignisse des Weltjugendtags noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Im „Kontext der Hoffnung des Kölner Weltjugendtags“ erinnerte er an das ökumenische Treffen mit Vertretern anderer Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Deutschlands Rolle im ökumenischen Dialog sei einerseits aufgrund seiner traurigen Geschichte der Spaltung und andererseits wegen seines wichtigen Anteils am Weg der Versöhnung bedeutend. In der Kölner Synagoge sei er auch den „jüdischen Brüdern“ begegnet: Vierzig Jahre nach der Konzilserklärung ‘Nostra Aetate’ lebe die Kirche heute in einer neuen Epoche des Dialogs und der Solidarität mit den Juden. ‘Nostra Aetate’ habe auch zu mehr Achtung vor anderen Religionen geführt: „Darunter kommt dem Islam ein besonderer Platz zu, deren Anhänger den einen Gott verehren“ – so der Papst. In Köln habe er sich mit islamischen Vertretern getroffen und sie zur Ausrottung von Fanatismus und Gewalt aufgefordert.

Kritik unter Kirchenfürsten

Deutschland. Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, wirft dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, vor, die Gefühle Jugendlicher verletzt zu haben. Mit einer Bemerkung, daß auch Jugendliche, die auf dem Petersplatz in Rom dem Papst zujubelten, Verhütungsmittel in der Tasche hätten, habe Lehmann „viele Jugendliche tief getroffen“, so Kardinal Meisner im Gespräch mit dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ von heute Donnerstag. „Tief verletzte Jugendliche“ hätten ihn über Kardinal Lehmanns Äußerung informiert, erklärte Meisner weiter.

Rockende Schwester

Deutschland. Eine junge Novizin aus Belgien ist von ihrer Oberin gemaßregelt worden, weil sie auf dem Weltjugendtag sehr leichtfüßig getanzt hat. „Ein Missionar schleuderte sie beim Tanz in die Luft, dann sprang sie in seine Arme und klammerte ihre Beine um seinen Körper“, berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’. Ihre Mutter Oberin habe sie deswegen getadelt und daran erinnert, daß sie einen Orden repräsentiere. Die Novizin selbst rechtfertigte sich: „Ich würde so etwas auch nicht zu Hause machen, aber bei solchen Ereignissen werde ich einfach von der Begeisterung der Gruppe mitgerissen.“

Bischöfe am Ball

Deutschland. Anläßlich des Weltjugendtages besuchten drei US-Bischöfe das Baseballfeld von Berzdorf. Berzdorf liegt 10 Kilometer südlich von Köln. Der byzantinisch-katholische Erzbischof von Philadelphia, Mons. Stefan Soroka (rechts), bekam gar nicht genug vom Spielen, bemerkt die Lokalzeitung ‘Bergisches Handelsblatt’. Neben Mons. Soroka waren auch der Weihbischof von San Francisco, Mons. Ignatius Wang (mitte) und dessen scheidender Erzbischof und ernannter Präfekt der Glaubenskongregation, Mons. William Levada (links), auf den Baseballplatz gekommen. Beim gemeinsamen Abendessen – alle drei Prälaten aßen ‘Schnitzel mit Pfifferlingen’ – hätten sie über den Nachmittag geschwärmt.

Maßstab der Ökumene

„Trient ist und bleibt der Maßstab für römisch-katholische Ökumene. Deshalb ist es albern, Hoffnungen auf baldige Annäherungen zu nähren. Das sollte auch die evangelische Seite unterlassen, die gut daran tut, keine faulen Kompromisse einzugehen.“

Aus der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ vom 22. August 2005. Das Konzil von Trient (1545-1563) war die katholische Antwort auf die Reformatoren.
      
66 Lesermeinungen
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#68   Benedikt   15:12:53 | Montag, 12. September 2005
Lehmanns Worte…
Schön, dass meine Auffassungen nun bestätigt wurden…von Herrn Pater Pfluger, Distriktsoberer der FSSPX!
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#67   Laurentius2   15:04:59 | Dienstag, 30. August 2005
zu Lehmann
dieser Herr ist einfach unsäglich:
LEHMANN, GEH endlich, MANN !!!
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#66   Benedikt   12:37:36 | Samstag, 27. August 2005
@ Toby
Vergiss es einfach: Einige verschließen sich hier absichtlich der Realität und meinen, dass sie dadurch nicht wahr wäre. Sie verkehren lediglich in bestimmten Kreisen, in denen die Aussage von Lehmann nicht stimmen mag, im großen und ganzen ist sie aber wahr.
Vielleicht suchen auch einige wieder nur einen Weg, Lehmann eins auf den Deckel zu geben. Wewr weiß, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn Kard. Meisner (das ist der mit der Narrenkappe während einer Messe) den Satz gebracht hätte. Müßige Spekulation. Hier gibts Leute, die nach eigener Angabe über 40 sind und meinen, sie würden die Jugend besser kennen.
Nun denn… sollen sie ihren Glauben behalten. Ich SEHE jeden Tag, dass es anders ist.
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#65   Toby   11:03:28 | Samstag, 27. August 2005
@ Konrad
Du tust mir leid mit deinem „Realismus“. Du siehst die deutschen Jugendlichen, die weitgehend verkommen sind und spirituell durch Leute wie Lehmann, die ihre Karriere besser in der Politik oder Wissenschaft gemacht hätten, auf dem Nullpunkt. Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen (auch deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten. Toby, ich schlage dir vor, Spiritual von „Wir sind Kirche“ zu werden! Oder bist du schon auf dem Weg dorthin? Ansonsten viel Spaß bei Lehmann!
Lieber Konrad,
ich glaube, Du hast mich gründlich missverstanden. Wo soll ich jetzt den Leuten von „Wir sind Kirche“ das Wort geredet haben? Ich trete keineswegs für künstliche Verhütung ein, im Gegenteil. Ich weiß mich vollkommen konform mit der Lehre von Humanae vitae.
Aber gerade wenn man noch Ideale vor Augen hat wie auch Kardinal Meisner, sollte man die Realitäten zur Kenntnis nehmen und nicht beisielsweise die Existenz der Pille und des Bösen in der Welt leugnen nach dem Motto: Auf der Alm (bzw. auf dem Weltjugentag) gibts kei’ Sünd’ … als befände man sich auf einer Insel der Seligen.
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#64   Evelin   10:30:37 | Samstag, 27. August 2005
Nochmals: Es gibt keine homosexuelle Veranlagung!
@ Sebatijonas: Gott hat die Menschen als Mann und Frau geschaffen, mit dem Auftrag, sich zu vermehren. Was es gibt, ist die Neigung zur Sünde, auch zum homosexuellen Verkehr. Der Anfang der Pastoral ist die wahrhafte Katechese nach der katholischen Lehre! Irgendein Herumgetue ohne die Sünde zu bezeichnen, hat keinen Sinn.
Der Gatte der Evelin
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#63   Marcel   10:22:14 | Samstag, 27. August 2005
Papalistische Traumwelt ohne Hierarchie
Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen (auch deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten.
Wer für seine angeblichen Ideale nicht einsteht, sondern bei Gegenwind umkippt, braucht sich nicht zu wundern, daß niemand der Unglaubwürdigkeit folgt.
Erinnern wir uns an die gute Predigt des Kardinals, in welcher er die Massenmorde auflistete: als danach die zionistische Hetze losging, kippte er um und ließ die Passage aus seinem kirchlichen Predigtarchiv tilgen. Ohne Weltpresse wüßte die Kirche in 100 Jahren nicht mehr, was der Kardinal gesagt hat…
Dieses Verhalten war feige und eines Kardinals unwürdig, der im Notfall sein Leben für Christus einsetzen sollte.
Die angeblich „hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen“ ist eine Illusion. Nicht blenden lassen vom Nullniveau der deutschen: fünf mal „besser“ als Null ist immer noch Null.
Die Kondomkampagne in den Kölner U-Bahnen wurde von einer US-amerikanischen Organisation durchgeführt, nicht von einer deutschen.
Es ist unwahrhaftig, wenn Papalisten den katastrophalen Zustand der V.II-Kirche auf deutsche Würdenträgern reduzieren, so schlimm diese auch sind: die Kirche ist eine Hierarchie, der Papst der oberste Bischof. Er hatte das verheerende V.II in den Händen. Er setzte Häretiker wie Lehmann, Kasper, uvm. in die höchsten Ämter, nicht Bischof Lefebvre oder wir Laien.
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#62   Sebastijonas   10:22:04 | Samstag, 27. August 2005
Nicht das Kind mit dem Bade …
josefmaria: in jedem fall ist homosexualität eine sündhafte perversion des sexuellen, die die seele vergiftet.
Ich denke, hier ist es tatsächlich einmal sinnvoll, zwischen Veranlagung und tatsächlicher Ausübung zu scheiden. Wer homosexuell veranlagt ist, hat damit keinerlei Sünde begangen und allein aus dieser Veranlagung ist ihm nichts vorzuwerfen. Jeder Mensch neigt auch zur Sünde. Zu welcher im speziellen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Wer homosexuelle Handlungen praktiziert, hat Anspruch auf pastorale Hilfe und Unterstützung, um zu Erkennen, dass und warum er falsch handelt.
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#61   Evelin   09:29:46 | Samstag, 27. August 2005
Wiederholung eines Tradiland-Postings vom 25. August 2005
@ Toby: Nochmals das Zitat von Cardinal Lehmann (Fundstellen bei FAZ und Kölner Stadtanzeiger siehe unten von „hcr“):
Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon lange.
Eindeutig verwendet er den bestimmten Artikel – ob absichtlich oder weil er lässig herumlallt – meint also alle Mädchen, die auf dem Petersplatz dem Papst zujubeln. Dieses ist perfid von dem glaubenslosen Würdenträger.
Die eigentliche Sauerei liegt darin, dass Cardinal Lehmann keineswegs etwas dagegen zu tun gedenkt.
Die Bosheit des Cardinals liegt also darin, dass er 1. nach der Methode Spiegel & Co pauschalierend diffamiert, 2. für den Zustand, den er als mit der kathl. Lehre nicht vereinbar deklariert (aber persönlich f. vereinbar hält), mitverursacht und 3. solcher Art sogar Werbung dafür macht: „Ich bin nicht die einzige Katholikin mit der „Pille“!“
Einfach nur den Realitätssinn des Cardinals hinsichtlich seiner Bemerkung zu bemühen, ist zu kurz gegriffen, denn sie liegt auf gleicher Ebene wie der vermaledeite gefälschte Kinsey-Report, mit welchem via Bravo und anderen Gazetten den Jugendlichen eingeredet wurde, sie seien schon mit 16 in der Minderheit, wenn sie es nicht schon einmal getrieben hätten. Derartige Bemerkungen sind also sehr wohl auch bewußtseinsbildend und das weiß der unwürdige Herr Cardinal auch ganz genau!
Der Gatte der Evelin
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#60   Konrad   07:59:27 | Samstag, 27. August 2005
@ Toby
Du tust mir leid mit deinem „Realismus“. Du siehst die deutschen Jugendlichen, die weitgehend verkommen sind und spirituell durch Leute wie Lehmann, die ihre Karriere besser in der Politik oder Wissenschaft gemacht hätten, auf dem Nullpunkt. Aber Meisner hat noch Ideale vor Augen. Er sieht die Einzelnen (auch deutsche) und kennt die hohe sittliche Qualität der ausländischen Jugendlichen, die sich angewidert von den deutschen Kondom- und Pillen-Kampagnen abwandten. Toby, ich schlage dir vor, Spiritual von „Wir sind Kirche“ zu werden! Oder bist du schon auf dem Weg dorthin? Ansonsten viel Spaß bei Lehmann!
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#59   Toby   07:44:02 | Samstag, 27. August 2005
Noch einmal zurück zum hier andiskutierten Thema:
Glaubt Kardinal Meisner wirklich, die Mädchen, die dem Papst zujubeln, hätten KEINE Pille in der Tasche???
Mit Verlaub und bei allem Respekt des ansonsten von mir durchaus geschötzten Kardinals: Wenn er in dieser Frage wirklich so naiv sein sollte, frage ich mich schon, auf welchem Stern er eigentlich lebt …
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#58   josefmaria †   05:20:46 | Samstag, 27. August 2005
@ cairochon: bodenlose unverschämtheit!
ungeachtet der publizierten inhalte: die stimme als „ungezogenes kind“ usw. zu beschimpfen, ist angesichts deiner widerlichen ausfälle unter dem kardinal-pujats-artikel eine dreistigkeit ohne gleichen. es gibt nämlich einen himmelweiten unterschied zwischen polarisierung/provokation und infamer lüge!
deine haßausfälle gegen die kirche und ihre kinder veranlaßt mich, dir jegliches recht abzusprechen, hier einen kommentar loszuwerden ohne den verweis auf deine antikirchliche gesinnung folgen zu lassen!
was das thema betrifft, so ist es schwer, eine definitive antwort zu finden, wenn man – wie ich – die medizinischen hintergründe nicht studiert hat. in jedem fall ist homosexualität eine sündhafte perversion des sexuellen, die die seele vergiftet.
aber ich denke, für medizinische spitzfindigkeiten fehlt hier einfach der rahmen und die fachkompetenz (jedenfalls bei naturwissenschaftlichen laien wie mir)!
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#57   cairochon   04:22:42 | Samstag, 27. August 2005
@Stimme aus dem Tradiland
[…]
Und wenn du es bis zum Geht-nicht-mehr wiederholst…Homosexualität bleibt eine Veranlagung an der nichts zu ändern ist. Auch wenn du es nicht wahrhaben willst.
Cairochon
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#56   Benedikt   15:26:28 | Freitag, 26. August 2005
Mal was zum Thema
Ich finde es mehr als schade, dass von der Redaktion im Abschnitt Lehmann – Meisner nicht erwähnt wurde, dass Meisner im selben Gespräch bekannt gab, dass es von nun an eine jährliche Domwallfahrt geben soll. Diese Nebensächlichkeit musste ich aus der Süddeutschen Zeitung (!) erfahren.
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#55   Sebastijonas   12:41:40 | Freitag, 26. August 2005
Seltsame Frage…
@Elendester Sünder
Nein, wieso? Ich komme sogar mit Zöllnern gut aus, ohne selbst einer zu sein. :)
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#54   Elendester Sünder   10:19:20 | Freitag, 26. August 2005
An Basti
Bist Du etwa auch schwul?
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#53   Sebastijonas   09:56:14 | Freitag, 26. August 2005
Homosexuelle und Dienst in der Kirche
Ich habe im Prinzip keine Schwierigkeiten, wenn Lesben oder Schwule Dienste in der Kirche ausüben. Ich bin auch nicht der Meinung, es gebe keine „homosexuelle Veranlagung“.
@Lilith
Meine Absicht ist nicht, oberflächlichen Frieden „zu stiften“, sondern bei der Diskussion der offensichtlich bestehenden Meinungsverschiedenheiten in ruhigeres Fahrwasser zurückzufinden. Da ich mich auf einer der beiden Seiten wähne, kann ich auch nicht Moderatorenfunktionen übernehmen. Aber ich versuche mich mit überzogenen Pauschalisierungen zurückzuhalten (auch wenn mir das vielleicht nicht immer gelingt).
Zum Thema „Provokation“: Warum denn hast du den Forennamen „Lilith“ gewählt? Ein bisschen Provokation wird wohl auch dahintergesteckt haben. :)
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#52   apex   09:51:52 | Freitag, 26. August 2005
@ Mimi
und ich denke mir dann, man hätte die niederen Weihestufen besser nicht abgeschafft und diese Laiendienste besser nicht eingeführt…
Wie seht Ihr das?
Mimi, was die Kirche getan hat, das hat sie getan und man kann es (wahrscheinlich) nicht ändern. Man kann z.B. die Handkommunion nicht mit V2 in Verbindung bringen. Die Handkommunion führte man selbstgefällig im Westen Europa bald nach dem V2 ein, aber wenn sie vom V2 eingeführt worden wäre, dann gäbe es diese auch z.B. in Polen (u.a. slawischen Ländern), wo erst 40 Jahre nach dem V2 die Erlaubnis für das praktizieren der Handkommunion gegeben wurde. In Polen kannte man bis vor kurzem keine Handkommunion, keine Kommunionhelfer, keine Katechetinnen (wenn, dann nur für Kleinkinder), nicht einmal ständigen Diakone werden dort geweiht, weil es – laut aussage eines Prälaten – zu viele Priester gibt.
Der einzige Weg in der Kirche Westeuropas etwas zu verändern, ist diese zu „reinigen“. Homosexuelle, Pastoralreferenten, Gemeindereferenten, Kommunionhelfer …u.a. rausschmeißen, genau wie Christus die Händler aus dem Tempel rausgeschmissen hat.
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#51   Stimme aus dem Tradiland   09:42:35 | Freitag, 26. August 2005
@ Mimi
Ganz richtig. Bekennende Homosexuelle sollen kein Amt in der Kirche ausüben und auch in keinem Angestelltenverhältnis zur Kirche stehen. Hinzuweisen ist immer darauf, dass es keine homosexuelle Veranlagung gibt. Es gibt die Neigung hiezu, wie es sie zu jeder Sünde gibt. Jemand mit Neigungen kann sich – allerdings nur bei sehr wenigen Psychologen/Psychiatern – psychoterapeutisch behandeln lassen. Geistliche Betreuung und Katechese im katholischen Sinne wären in solchen Fällen sehr anzuraten.
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#50   Mimi   09:26:13 | Freitag, 26. August 2005
Zum Thema Homosexualität und Diskriminierung
Was sagt Ihr dazu, wenn Homosexuelle Dienste in der Kirche ausüben? Da sie laut KKK 2358 ja nicht zurückgesetzt werden sollen, spräche ja an für sich nichts dagegen, wenn sie Lektor oder Kommunionhelfer sind, sofern sie denn die Keuschheit leben…
Aber als ich in einem Liturgiekurs (vor meiner Hinwendung zum Traditionalismus) mal auf einen traf, der sich ganz offen zu seiner Homosexualität bekannte (ja, fast stolz darauf war, wie es schien… so wie er sich darstellte…) und dann eben Lektor war (und überhaupt sehr moderne Einstellungen hatte), da wurde mir doch irgendwo anders… und ich denke mir dann, man hätte die niederen Weihestufen besser nicht abgeschafft und diese Laiendienste besser nicht eingeführt…
Wie seht Ihr das?
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#49   Lilith   01:37:12 | Freitag, 26. August 2005
ach?
Der angebliche Friedenststifter macht doch nur mit…
Ich finde es falsch zu sagen, dass alle Homosexuellen über die Kirche lachen. Deswegen habe ich überhaupt etwas dazu gesagt, denn sonst hätte ich einfach weiter mitgelesen, wie ich das seit mehr als einer Woche tue… deswegen habe ich mich wieder eingemischt, weil ich nicht begreife, wie jemand daherkommen kann und alle über einen Kamm scheren kann. Ich provoziere doch nicht, ich werde provoziert und alles was ich möchte ist doch nur eine Erkärung oder eine Gegenerklärung zu dieser Verallgemeinerung.
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#48   Sebastijonas   01:26:47 | Freitag, 26. August 2005
Das Gekeife verselbständigt sich…
Ihr schaukelt euch gegenseitig hoch, darunter leidet die Sache, und es bringt keinem etwas: nicht den Konservativen, nicht den Progressisten, nicht der Kirche. Beiträge von Benutzern wie Lilith oder Benedikt sind auch für mich nur schwer erträglich, und auch ich ärgere mich sehr darüber und kann einfach nicht verstehen, wie man so denken kann.
Sie aber ohnmächtig zu beschimpfen bringt genausowenig wie von ihnen beschimpft zu werden. Am besten ist es wohl, ihren Provokationen mit Langmut zu begegnen und, wenn man diesen Langmut einmal nicht aufbringen kann, vielleicht einen Rosenkranz zu beten und dann etwas sinnvolleres zu tun.
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#47   Lilith   00:40:37 | Freitag, 26. August 2005
@Apex
Warum muss ich denn allwissend sein um dir zu sagen, dass nicht alle, die homosexuell sind zwangsweise über die Kirche lachen? Meinst du nicht, dass du ein bischen zu allgemein wirst? Das ist doch schon eine Diskriminierung… Ich könnte dir genausogut sagen, dass alle Christen rechts sind und du würdest mir 10 Gegenbeispiele liefern ohne dabei allwissend zu sein und ich müsste meine Aussage zurücknehmen… das nur als Beispiel…
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#46   Gotthard   00:36:15 | Freitag, 26. August 2005
@apex
in Dir haben wir also eine zweite Inkarnation Gottes anzuerkennen …
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#45   apex   00:27:30 | Freitag, 26. August 2005
@ Lilith
Lieber Apex, was hälst du mal davon ein wenig Toleranz zu übern?

Homosexualität würde der Kirche nur dann zum Verhängnis, wenn nicht irgendwann etwas Toleranz aufkommt…
Kalter Kaffee, alte Sprüche.
Die Homosexualität nicht zu diskriminieren, bedeutet im deutschen Christentum automatisch sie zu einer Art „Heiligen Kuh“ zu erklären. Dazu wird das Gebot der Nächstenliebe und die berühmte Aussage „Hasse die Sünde aber liebe den Sünder“ von der Kirche so interpretiert und verkündet, damit die Welt an der Philosophie der Kirche keinen Anstoß nehmen könnte. Dass man dadurch der Sünde im Raum der heiligen Kirche einen legalen Status schenkte, davon hat nicht mal Satan selbst geträumt.
Homosexuelle, die offen dazu stehen wer und was sie sind lachen nicht zwangsweise über die Kirche, da bist du im Irrtum.
Wer sagt, dass ich im Irrtum bin? – Du? – bist du Gott oder der unfehlbarer Papst? – wenn nicht, dann kannst du solche „Prophezeiungen“ für dich behalten, derartige Feststellungen der deutschen Christen interessieren mich nicht.
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#44   Gotthard   00:14:10 | Freitag, 26. August 2005
@Irenäus
Belege doch bitte mal mit Dominus Jesus, dass der Kardinal unserer heiligen Kirche, Karl Lehmann, von Dir zu recht als Apostat bezeichnet werden darf – und ich also im Unrecht bin.
Ein kirchliches Dokument in den Ring zu werden, gilt nicht… bitte eindeutig nach- und beweisen. So lange das nicht geschieht, werde ich Dich weiterhin als Verleumder bezeichnen.
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#43   Mimi   23:36:46 | Donnerstag, 25. August 2005
@Lilith
Werde doch mal konkret: Welche angebliche Diskriminierung meinst Du?
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#42   Lilith   23:05:45 | Donnerstag, 25. August 2005
Unterschied
Es gibt leider oft einen Unterschied zwischen dem, was man schreibt und dem, was man tut… Papier ist sehr geduldig…
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#41   Mimi   21:32:09 | Donnerstag, 25. August 2005
@Lilith
…aber die Diskriminierungen unterlassen und die Sanktionierung beenden…
Was meinst Du denn damit?
KKK 2358 spricht ganz klar gegen eine Diskriminierung.
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#40   Lilith   20:12:28 | Donnerstag, 25. August 2005
@apex
Lieber Apex, was hälst du mal davon ein wenig Toleranz zu übern? Ich meine Toleranz, nicht Akzeptanz. Toleranz zeichnet sich dadurch aus, dass man gegebene Umstände duldet, das heißt nicht dass du sie akzeptieren (d.h. annehmen) musst oder sie gutheißen musst. Toleranz heißt von der gegebenen Möglichkeit der Sanktionierung zurückzutreten um so verbale und physische Gewalt zu vermeiden. Homosexuelle, die offen dazu stehen wer und was sie sind lachen nicht zwangsweise über die Kirche, da bist du im Irrtum. Ich würde sagen, dass hier ein einziges Gegenbeispiel diese Theorie über den Haufen werfen würde und in der Gemeinde von HuK in Aachen gibt es genügend solcher Gegenbeispiele. Homosexualität würde der Kirche nur dann zum Verhängnis, wenn nicht irgendwann etwas Toleranz aufkommt… sie muss Homosexualität ja nicht gutheißen, aber die Diskriminierungen unterlassen und die Sanktionierung beenden um der psychischen Gewalt ein Ende zu setzen, der homosexuell Veranlagte durch sie ausgesetzt werden.
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#39   Irenäus   20:00:27 | Donnerstag, 25. August 2005
@Gotthard
So, so. Laut Superpäpsten wie Gotthard oder Lehmann darf man also Dominus Jesus als Betriebsunfall bezeichnen. Es ist ja schließlich „nur“ ein lehramtliches Dokument. Das dürft ihr ja. Wenn ich Lehmann als Betriebsunfall bezeichne, ist das natürlich infam.
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#38   Gotthard   19:54:24 | Donnerstag, 25. August 2005
Irenäus: Betriebsunfall
deine Sprache – und bestimmt deine Denke – sind derart infam, dass Du den ganzen Tag mit einem feuerroten Kopf in Gottes Landschaft herumlaufen solltest.
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#37   Irenäus   19:44:42 | Donnerstag, 25. August 2005
Betriebsunfall
Wie es scheint, muß Betriebsunfall Karl Lehmann mal wieder loslegen. Am besten sollte der Papst ohne großes Aufsehen diesen Apostaten auf einen Titularposten „hochheben“, damit er möglichst wenig Schaden anrichten kann.
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#36   apex   19:26:40 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Benedikt
Im übrigen finde ich deine Ausfälle gegen Schwule einfach ekelhaft. Pfui.
Du kannst dich gerne übergeben, mir wird auch schlecht.
Nicht meine Äußerungen sind ekelhaft, sondern die Realität der homosexuellen Welt, die ich einfach entsprechend nenne.
Du aber, wirst nie etwas gegen dieses perverse Dasein schreiben, nicht, weil du Homosexualität normal findest, sondern weil du von den Homosexuellen in Ruhe gelassen werden willst.
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#33   Benedikt   18:31:25 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex
Ach ja? Dann würde mich mal deine wunderbar „alternative“ Realitätsauffassung interessieren. Nur zu!
Im übrigen finde ich deine Ausfälle gegen Schwule einfach ekelhaft. Pfui.
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#32   apex   18:25:17 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Bendikt & Toby
Toby: Es geht aber auch darum, dass offenbar Kardinal Meisner und manch fromme katholische Jugendgruppen diese „gottlose Mentalität“ gar nicht wahrhaben wollen.
Wenn sie sie nicht war genommen hätten, hätte Kardinal Maisner und die Jugendlichen die Aussage Kardinals Lehmanns nicht erwähnt.
Aus euren Beiträgen kann man deutlich erkennen, das ihr bereit seid jede Realität zu tolerieren, wenn diese von der Mehrheit akzeptiert wird. Also muss diese Realität deutlich erwähnt werden, nicht, damit Wege gesucht werden, dieser gottlosen Wirklichkeit entgegenzuwirken (sonst hätte die Kirche in Deutschland schon etwas unternommen), sondern damit wir auf unsere „geistige Fähigkeit“ – diese Realität zu erkennen und zur Sprache zu bringen – stolz sein können.
Vor 30-40 Jahren hat man Homosexuelle für bescheuert, oder geisteskrank gehalten. Es hat gereicht, dass diese Perversion oft genug in den Medien erwähnt wurde und für „normal“ erklärt wurde – heute ist die Kirche im Westen Europa voll von Schwulen und die Meinung der Kirche, dass nur Homosexuelle Handlungen Sünde sind, ist der Kirche zum Verhängnis geworden – die Schwule, die sich noch dessen rühmen, dass sie schwul sind, lachen über die Kirche, der nichts besseres übrig bleibt, als nur gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Dieses Christentum ist einfach zum Lachen. …ator.homepage.t-online.de/
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#31   Toby   17:52:54 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex
Es geht hier nicht nur um die Kondome und Antibabypillen. Zu dieser gottlosen Mentalität gehört auch die leichtfertige Bereitschaft mancher Katholiken, diese Realität zu akzeptieren und sich mit dieser abzufinden.
Das ist richtig. Es geht aber auch darum, dass offenbar Kardinal Meisner und manch fromme katholische Jugendgruppen diese „gottlose Mentalität“ gar nicht wahrhaben wollen.
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#30   Benedikt   16:29:36 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Hans Mohrmann
Wen interessiert denn, was die Protestanten machen? Warum sollte ein r.-k. Bischof alles das kommentieren? Bei dem Unsinn, der aus dieser Ecke kommt, käme man aus dem kritisieren ja nicht mehr heraus.
Mit rheinischen anstatt katholischen Bischöfen… naja… Sigmaringen liegt ja nicht gerade am Rhein ;-))
Aber du hast schon teilweise recht, nur lassen sich keine Rückschlüsse ziehen.
Erzbischof Johann Philipp von Schönborn etwa holte sich protestantische Wissenschaftler an seinen Hof, was damals nicht üblich war. Außerdem trat er wohl für eine deutsche Nationalkirche ein. War er nicht katholisch? Nebenbei führte er auch die tridentinische Messe in Mainz ein (=soll heißen das Messbuch Pius’ V.). Nicht katholisch?
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#29   miles immaculatae   16:12:59 | Donnerstag, 25. August 2005
Bischof Karl
Ich erinnere mich daran, daß unser Bischof Karl zwar das Lebenspartnerschaftsgesetzt kritisiert hat, sich aber mitnichten ein Wort zur in der Evangelischen Kirche teilweise üblichen Praxis der Einsegnung homosexueller Lebenspartnerschaften abgemüht hat. Präses Wolfgang Huber hat diese Praxis in seiner Funktion als „Landesbischof“ legitimiert und durchgesetzt. Ob man wohl wenigstens amtsintern darüber ein Wort verliert?
Etwas zu viel Ökumene für meinen Geschmack. Es darf doch wohl nicht sein, daß unter Christenmenschen Kritik nicht mehr sein darf. Daß man später „ökumenisch“ vom Besuch von Mel Gibsons Passion abgeraten hat, paßt ins Bild. Es paßt noch so manches andere ins Bild, wie die von Karl Lehmann unmittelbar nach der Wahl Benedikts übersandte „Wunschliste“, deren Ziel vor allem die Lockerung der – wie ein 68er sagen würde – repressiven katholischen Sexualmoral ist.
Aber da gibt es ja eine lange Tradition. Schon immer waren die Määnzer Bischöfe eher rheinisch als katholisch.
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#28   Benedikt   15:17:31 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex: Immer weiter, es wird lustiger
Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und schon ist es eine Beleidigung.
Du jedoch kritisiertst Kardinal Meisner für seine Aussagen. Wie geistig blind bist du eigentlich?
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wo ist der Zusammenhang?
genau das, könnte man auch Kardinal Lehmann vorwerfen, aber dazu bist zu befangen und zu feige.
Genau. Die Beleidigung eines Kardinals in einem kaum bekannten Forum ist schon eine unglaublich mutige Sache. tzzz
Realität akzeptieren
Wer hat was von akzeptieren gesagt, es geht darum, die Realität zu erkennen und zu benennen. Eine Bewertung ist dadurch noch nicht erfolgt.
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#27   apex   14:49:47 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Benedikt
Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und schon ist es eine Beleidigung.
Du jedoch kritisiertst Kardinal Meisner für seine Aussagen. Wie geistig blind bist du eigentlich?
Ihr seid der Gipfel des Subjektivismus!
genau das, könnte man auch Kardinal Lehmann vorwerfen, aber dazu bist zu befangen und zu feige.
Es geht hier nicht nur um die Kondome und Antibabypillen. Zu dieser gottlosen Mentalität gehört auch die leichtfertige Bereitschaft mancher Katholiken, diese Realität zu akzeptieren und sich mit dieser abzufinden. Wenn eben diese Denkweise die Haltung des Herrn geformt hätte, hätte Jesus Christus die Händler aus dem Tempel nicht rausgeschmissen, sondern diese freundlich begrüßt.
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#26   Benedikt   14:36:16 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex
Ehrlich gesagt habe ich nicht die Bohne Lust dazu, ständig deine sinnfreien und aus der Luft gegriffenen „Interpretationen“ richtig zu stellen. Du liest offenbar eh nur dies, was du lesen willst.
Nur so viel:
>deine Augen und Ohren sollten dir nicht dazu dienen, die Realität als Maßstab für die Nachfolge Christi zu betrachten.
Das habe ich nicht getan. Deine Unterstellungen sind absurd und haben nichts mit der eigentlichen Diskussion zu tun.
>und eben diese Jugendlichen – mit Kondomen und Antibabypillen in den Taschen – wie auch du offensichtlich
Lehn dich mal nicht zu weit aus dem Fenster mein Bester. Was weißt du schon von mir? Deine „Interpretationen“ (besser wäre Unterstellungen) haben wahnhafte Züge an sich.
In der eigenen Verblendung, die Kard. Lehmann offenbar für alles Übel der Kirche verantwortlich machen will, wird hier von Tradis ein uraltes Motto aufgegriffen: „Töte den Überbringer der schlechten Nachricht!“
Dabei hat Lehmann hier nichts anderes getan, als was viele von euch auf diesen Seiten ständig tun: Den dem Papst zujubelnden Christen vorzuwerfen, Eventkatholiken zu sein. Auf diesen Seiten wurde von Forumsteilnehmern vor dem WJT nicht nur einmal pauschal behauptet, WJT-Teilnehmer wäre Fun & Rockmusiksuchende Konsumjunkies.
Jetzt bedient sich Lehmann einer ähnlichen Argumentation, und schon ist es eine Beleidigung. Ihr seid der Gipfel des Subjektivismus!
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#25   Gotthard   14:29:02 | Donnerstag, 25. August 2005
warum diese Aufregung?
„Viele junge Leute bejubeln konservative Persönlichkeiten wie Johannes Paul II. oder Benedikt XVI. – laufen zugleich aber bauchfrei, heftig tätowiert und, mit Pasolini zu reden, recht konsumistisch herum. Ein Widerspruch?
Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon lange. Johannes Paul II. hatte nun einmal ein großes Charisma, das gerade auch bei jungen Menschen wirkte. Ihm gelang ein unvergleichlicher Funkkontakt. Ob das auch für Benedikt gelten wird, weiß ich nicht. Der Kern des Erfolgs von Johannes Paul II. bei den Jungen bestand darin, daß er ohne Wenn und Aber sagte: Wir vertrauen euch, daß auch ihr in der Lage seid, die Zukunft zu bauen. Er konnte Zuversicht verbreiten. Das ist ein sehr hohes Gut.“
da stimmt alles … nur wer sich die Welt malt, kann sich über diesen Passus aufregen.
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#24   apex   14:23:44 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Benedikt
Ich bin 24 Jahre und habe Augen und Ohren im Kopf…
Dein Alter interessiert mich nicht die Bohne (wäre mir mein erstes Rendezvous gelungen, hätte ich einen Sohn in deinem Alter) und deine Augen und Ohren sollten dir nicht dazu dienen, die Realität als Maßstab für die Nachfolge Christi zu betrachten.
Ich kann sehen, wie viele Jugendliche in der Kirche sitzen, wenn ich dort bin und höre, was sie über die Kirche sagen, wenn ich sie anderswo treffe.
und eben diese Jugendlichen – mit Kondomen und Antibabypillen in den Taschen – wie auch du offensichtlich, sind die Früchte der deutschen Laienkatechese und des deutschen Religionsunterrichtes der letzten 35 Jahre. Um das jedoch nicht bekennen zu müssen, ist es vielen deutschen Bischöfen und Priestern bequemer den Zeitgeist zu beschuldigen, als selbst die Hand anzulegen und, durch intensive Katechese und kirchlichen Religionsunterricht, dieser frevlerischen Realität entgegenzuwirken.
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#23   Stimme aus dem Tradiland   14:13:02 | Donnerstag, 25. August 2005
Die Bosheit des unwürdigen Cardinals
Nochmals das Zitat von Cardinal Lehmann (Fundstellen bei FAZ und Kölner Stadtanzeiger siehe unten von „hcr“):
Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon lange.
Eindeutig verwendet er den bestimmten Artikel – ob absichtlich oder weil er lässig herumlallt – meint also alle Mädchen, die auf dem Petersplatz dem Papst zujubeln. Dieses ist perfid von dem glaubenslosen Würdenträger.
Die eigentliche Sauerei liegt darin, dass Cardinal Lehmann keineswegs etwas dagegen zu tun gedenkt.
Die Bosheit des Cardinals liegt also darin, dass er 1. nach der Methode Spiegel-Stern & Co pauschalierend diffamiert, 2. für den Zustand, den er als mit der kathl. Lehre nicht vereinbar deklariert (aber persönlich f. vereinbar hält), mitverursacht und 3. solcher Art sogar Werbung dafür macht: „Ich bin nicht die einzige Katholikin mit der „Pille“!“
Einfach nur den Realitätssinn des Cardinals hinsichtlich seiner Bemerkung zu bemühen, ist zu kurz gegriffen, denn sie liegt auf gleicher Ebene wie der vermaledeite gefälschte Kinsey-Report, mit welchem via Bravo und anderen Gazetten den Jugendlichen eingeredet wurde, sie seien schon mit 16 in der Minderheit, wenn sie es nicht schon einmal getrieben hätten. Derartige Bemerkungen sind also sehr wohl auch bewußtseinsbildend und das weiß der unwürdige Herr Cardinal auch ganz genau!
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#22   apex   12:57:45 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Sebastijonas
Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie du es mit den Pauschalurteilen „Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend, deine aber auch.
hast du ähnliches Beitragsschreiben auch an Kardinal Lehmann gesendet?
Ich habe nicht vor das deutsche Christentum für irgendetwas zu loben.
40 Jahre nach dem Konzil hat der schwulenfreundliche, deutsche Klerus (mit wenigen Ausnahmen – wie z.B. verstorbener Bischof Dyba) die Kirche in Deutschland ruiniert. In seinen Aussagen betont zwar dieser Klerus immer wieder die Notwendigkeit des Glaubens und der Kirche, nie aber negiert er die Daseinsberechtigung abtrünniger Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“, „Kirche von Unten“… u.a.
Unter dem Druck der gottlosen Welt, vor der Kamera und dem Mikrophon kneifen sie irgendwann alle und versuchen versöhnlich das zu akzeptieren und zu tolerieren, was logischerweise exkommuniziert werden müsste.
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#21   Rosa von Lima   12:57:02 | Donnerstag, 25. August 2005
Bischöfe am Ball
Ich mag den Dreien ihren Spass von Herzen gönnen. Auch Bischöfe sollen mitunter etwas Abwechslung in ihrem manchmal so tristen Leben haben.
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#20   Benedikt   12:54:43 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Apex
>Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch.
>>und woher hast du diese Infos? – vom Kardinal Lehmann?
Ich bin 24 Jahre und habe Augen und Ohren im Kopf, verehrter apex. Ich kann sehen, wie viele Jugendliche in der Kirche sitzen, wenn ich dort bin und höre, was sie über die Kirche sagen, wenn ich sie anderswo treffe.
>Toby: @ apexIch glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche ist (leider) durchaus zutreffend, auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen, muss man kein ausgesprochener Prophet sein …
>>ja und? – geht es im Leben der Kirche um die Nachfolge Christi oder um die Anpassung der kirchlichen Morallehre an die gottlose Realität der Welt?
Zum Geier, was hat das mit Anpassung an die gottlose Realität zu tun, wenn ein Kardinal zutreffenderweise sagt, dass viele Jugendliche, die dem Papst zujubeln, die Pille in der Tasche haben? Das ist eine Feststellung, und keine Aufforderung, es gleich zu tun, auch wenn du gerne hättest, dass Lehmann dies fordern würde.
@ Sebastijonas
Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie du es mit den Pauschalurteilen „Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend, deine aber auch.
Derartige Beleidigungen bin ich von apex gewohnt.
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#19   Toby   12:48:47 | Donnerstag, 25. August 2005
Das Problem …
scheint mir zu sein, dass manche fromme Jugendgruppen und manch frommer Kardinal in ihrer euphorie die Augen vor der bitteren Realität verschließen. Wenn nicht sein kann, was nicht sein darf (Pille in der Tasche) kann man die Betroffenen auch nicht zur Umkehr anmimieren …
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#18   Sebastijonas   12:41:36 | Donnerstag, 25. August 2005
@apex
Lieber Apex,
inhaltlich stimme ich dir gerne zu. Der Anspruch der Kirche kann sich nicht am Durchschnitt angenommener statistischer Erhebungen orientieren. Es wird in der Politik so viel von der Notwendigkeit von Visionen und Zielen geredet, da ist die an manchen Stellen in der Kirche an den Tag gelegte Kleingläubigkeit manchmal nur schwer zu ertragen.
Andererseits ist es nicht sinnvoll, in der Weise zu polarisieren, wie du es mit den Pauschalurteilen „Chaotenchristen“ u. ä. tust. Die Äußerungen Lehmanns waren verletzend, deine aber auch.
Ut unum simus.
Sebastijonas
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#17   apex   12:35:14 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Toby
Toby: @ apexIch glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche ist (leider) durchaus zutreffend, auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen, muss man kein ausgesprochener Prophet sein …
ja und? – geht es im Leben der Kirche um die Nachfolge Christi oder um die Anpassung der kirchlichen Morallehre an die gottlose Realität der Welt?
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#16   miles immaculatae   12:33:45 | Donnerstag, 25. August 2005
Lehmanns Gummikatholiken
Die Plakate der Truppe „condoms4life“, auf denen unter anderem turtelnde Schwule empfand ich schon als Faustschlag ins Gesicht. Offenbar rechnen solche Provokateure mit der Friedfertigkeit der meisten Katholiken – glücklicherweise zu recht. Ich frage mich allerdings, ob es dieselben fortschrittlichen Menschen, die sich durch Gebrauch des „großen I“ (KatholIkinnen) als politisch korrekte Gutmenschen ausweisen, wagen würden, in dieser Weise die religiösen Gefühle von MuslIminnen, JüdInnen (oder heißt es JudInnen), HinduInnen (oder so), BuddhIstinnen zu verletzen . Daß in Wirklichkeit ja alle die Morallehre der katholischen Kirche Moralllehre sein lassen, gehört ja zur Propagande unserer lieben Condomkatholen.
Daß nun von einem katholischen Bischof zu hören, kann ich nicht fassen. Was nun? Soll ich die Kirche verlassen, wenn bei der Messe der Name unseres Bischofs Karl ausgesprochen wird? Ich bete dafür, daß da ein Dementi erfolgt. Und wenn nicht, daß sich unser Bischof wenigstens entschuldigt.
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#15   Toby   12:27:39 | Donnerstag, 25. August 2005
@ apex
Ich glaube, Du verwechselst hier etwas. Das mit der Pille in der Tasche ist (leider) durchaus zutreffend, auch wenn ein Kardinal Lehmann das feststellt. Um das festzustellen, muss man kein ausgesprochener Prophet sein …
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#14   Benedikt   12:26:16 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Toby
Eine seit 40 Jahren andauernde Entwicklung lässt sich nicht ohne weiteres durch bischöfliche Kraftworte, Verbote usw. wieder aufheben. Da ist Durchhaltewillen gefragt.
@ hcr:
Mag sein, dass es pauschal war. Die Jugendlichen, die es nicht betrifft wissen aber, dass sie nicht gerade die Mehrheit sind. Sie müssten den Worten des Kardinals eigentlich zustimmen können und auch wissen, dass der Kardinal natürlich nicht ALLE (denn wer kann schon etwas für ALLE sagen) gemeint hat. Ich wwürde mich in dem Fall nicht angsprochen fühlen. Ich fühle mich auch nicht angesprochen, wenn die Medien schreiben, dass es der Jugend heute nur noch um Fun geht. Ich weiß einfach, dass das oftmals der Fall ist, bei mir aber nicht zutrifft.
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#13   apex   12:21:56 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Benedikt und sein nachkonziliares Christentum
Was Lehmann gesagt hat ist das, was durch statistische Erhebungen als wahrscheinlich angenommen werden kann.
Ja, und für dich ist das natürlich eine ausschlaggebende Aussage, die die Realität der Kirche und die Intelligenz seiner Eminenz widerspiegelt. Also sollte man den Lieblingskardinal der protestantischen „Bischöfinnen“, der Schwulen, der Zölibatgegner und der Frauenpriestertumsbefürworter zum Papst wählen und nicht Joseph Ratzinger.
Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch.
und woher hast du diese Infos? – vom Kardinal Lehmann?
Auch wenn das die Realität wäre, zeigen eure (des protestantisierten, deutschen, nachkonziliaren Katholizismus) ständigen Versuche, die Realität als maßgeblichen Faktor zu berücksichtigen, an dem sich die Lehre der Kirche orientieren müsste, euren Glaubensmangel und eure gottlose Verweltlichung.
@ apex: Wodurch wollte sich Kard. Lehmann hier bitte beliebt machen? Das Interview gleicht eher einer kritischen Einschätzung als einer Anbiederung.
Für euch – das deutsche Chaotenchristentum – ist jede Aussage Lehmanns besser als die des Kardinal Meisners.
Seine Einschätzung gleicht keineswegs nüchterner Kritik, sondern einer unüberlegten Unterstellung – denn als kluger Mann der Kirche, müsste er solche Einschätzungen für sich behalten und den Anlässen für diese Einschätzung entgegenzuwirken, statt seine eiligen Ansichten vor dem Mikrophon und vor der Kamera zu Äußern.
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#12   Toby   12:21:44 | Donnerstag, 25. August 2005
@ Benedikt
Besten Dank für Deine Stellungnahme. Nur glaube ich nicht, dass Lehmann die papstbegeisterten Mädels mit der Pille in der Tasche kritisch sieht. Er scheint ja ganz gut damit leben zu können, dass die Mehrzahl der deutschen Katholiken im Gegensatz zur kirchlichen Lehre auf künstliche Verhütung setzt. Zu einer Rücknahme der „Königsteiner Erklärung“ ist er jedenfalls nicht bereit …
@hcr Ich denke, hier ist Realismus gefragt. Und in diesem Fall hat Lehmann nun einmal die realistischere Diagnose als Meisner, wenn auch die falsche Therapie …
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#11   dilettantus in interrete   12:10:48 | Donnerstag, 25. August 2005

Ausgerechnet die taz schreibt am 20.8:
… am schlimmsten natürlich wieder Lehmann. Der hatte Tags zuvor die Hirnverbranntheit besessen, die kath. Sexualmoral hinterfragen zu wollen. Woraufhin ihn die geistlosen Mainstream-Medien postwendend zum „liberalen Hoffnungsträger“ ausriefen. Was für eine Idiotie. Die kath. Sexualmoral ist die einzige Trumpfkarte der Kirche, der einzige Widerstand gegen die vom Turbokapitalismus gewollte Pornografisierung unserer Gesellschaft, besser gesagt seelenlose Warenwelt.
Is’ schon interessant oder?
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#10   hcr   11:59:43 | Donnerstag, 25. August 2005
@Benedikt
Kardinal Meisner sollte doch bitteschön nicht immer so tun, als wären die Jugendlichen die Säulenheiligen gegenüber einer verlotterten Generation Erwachsener.
Nun mal langsam.
Die „Säulenheiligen“ haben sich zurecht an Kardinal Meisner gewandt und gegen solche Pauschalmeinungen und Erhebungen von Lehmann protestiert und ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht.
Wenn Lehmann meint die Nachfahren einer verlotterten Generation im Katholischen gesichtet zu haben, dann kennt er sein zukünftiges Missionsfeld.
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#9   Benedikt   11:46:21 | Donnerstag, 25. August 2005
Meisner und Lehmann
Kardinal Meisner (das ist der mit der Narrenkappe während einer Messe) tut gut daran, sich nicht aufzuregen. Was Lehmann gesagt hat ist das, was durch statistische Erhebungen als wahrscheinlich angenommen werden kann. Jeder der glaubt, dass bei 1 Mio Gläubiger (= statistisch dann etwa 520.000 Frauen) weniger als die Mehrheit die Pille nimmt, hat keine Vorstellung von der flächendeckenden Versorgung mit diesem Präparat. Ich habe noch nie von einem bewussten Verzicht auf die Pille in meiner Umgebung gehört, die Zahl derer, die aus religiösen Motiven verzichten dürfte höchst gering sein.
Kardinal Meisner sollte doch bitteschön nicht immer so tun, als wären die Jugendlichen die Säulenheiligen gegenüber einer verlotterten Generation Erwachsener. Es gibt ermutigende Zeichen, aber das wars dann auch
@ apex: Wodurch wollte sich Kard. Lehmann hier bitte beliebt machen? Das Interview gleicht eher einer kritischen Einschätzung als einer Anbiederung.
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#8   apex   11:22:34 | Donnerstag, 25. August 2005
Kardinal Lehmanns Interviews
Wie bei den meisten Interviews mit Kardinal Lehmann, versucht seine Eminenz vor der Kamera und vor dem Mikrophon, sich durch die Medien bei der Masse beliebt zu machen und passt seine Aussagen dem Wunschdenken der antikirchlichen Propaganda an.
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#7   Romulus   11:14:28 | Donnerstag, 25. August 2005
Brave New Church in a Brave New World?
Also wenn ich mir die Meldungen anschaue, die uns kreuz.net heute serviert, dann schwant mir nichts Gutes:
+ Epoche des Dialogs
+ Besonderer Platz des Islam, die den einen Gott verehren
+ Kardinäle, die sich in der Öffentlichkeit gegenseitig zerfleischen
+ denunzierende Jugendliche
+ Scheinheiligkeit von Jugendgruppen
+ tanzende (rockende) Nonne, die sich unkeusch um einen Priester windet
Der WJT hat genau das hervorgebracht, was ich vermutet habe.
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#6   hcr   11:08:33 | Donnerstag, 25. August 2005
@Toby
Aber – mit Verlaub – ist die „Lagebeurteilung“ von Kardinal Lehmann in diesem Fall nicht realistischer als die Meisners?
Nur stellt sich mir in aller Nüchternheit die Frage aufgrund welcher Erhebungen Kard. Lehmann diese Behauptung, „ das wissen wird schon lange „ aufstellt.
Ich denke mal, er mutmasst eher und hätte da besser keinen Kommentar bzw. eine Antwort zu abgegeben, wenn er klug gewesen wäre. So wird er wohl in Kürze einen Rückzieher machen.
Solche Formulierungen, wie von Lehmann gebraucht, sind universell verwendbar. Was glaubst du, was ich alles schon seit langem weiss :-))) !
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#5   Toby   10:38:26 | Donnerstag, 25. August 2005
Sehr interessant!
Aber – mit Verlaub – ist die „Lagebeurteilung“ von Kardinal Lehmann in diesem Fall nicht realistischer als die Meisners? Ein paar fromme Jugengruppen sind ja nicht unbedingt repräsentativ für die für überwiegende Mehrheit – auch nicht bei den durchschnittlichen Weltjugentagsteilnehmern. Und von einem nun zu erwartenden Umdenken der Kirche in Deutschland in puncto Sexualmoral kann doch bei nüchterner Betrachtung der Dinge wirklich keine Rede sein. Die Bischofskonferenz hält nach wie vor an der „Königssteiner Erklärung“ fest …
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#4   hcr   10:21:41 | Donnerstag, 25. August 2005
@Toby
… hier ist das Interview ( 31.08. – FAZ ), auf welches sich die Jugendlichen wahrscheinlich beziehen …
Auszug aus dem Interview:
Frage FAZ:
Viele junge Leute bejubeln konservative Persönlichkeiten wie Johannes Paul II. oder Benedikt XVI. – laufen zugleich aber bauchfrei, heftig tätowiert und, mit Pasolini zu reden, recht konsumistisch herum. Ein Widerspruch? www.faz.net/…common~Scontent.html
Antwort Kard. Lehmann:
Es geht offensichtlich im faktischen Leben zusammen. Die Mädchen auf dem Petersplatz, die dem Papst zujubeln, haben die Pille in der Tasche: Das wissen wir schon lange. www.faz.net/…common~Scontent.html
Interessant wäre vielleicht die Nachfrage an Kard. Lehmann, wen er alles mit „wir“ meint !
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#3   Toby   10:13:41 | Donnerstag, 25. August 2005
Danke …
aber auf welches Lehmann-Interview beziehen sich die „tief verletzten“ Jugendlichen? Und was hat Lehmann mit seinen Aussagen, sollte er sie tatsächlich so getroffen haben, wirklich gemeint?
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#2   hcr   09:55:51 | Donnerstag, 25. August 2005
@_____
Hier das ganze Interview … www.ksta.de/…/1124699371457.shtml
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#1   Toby   09:49:49 | Donnerstag, 25. August 2005
Etwas merkwürdig
Mit einer Bemerkung, daß auch Jugendliche, die auf dem Petersplatz in Rom dem Papst zujubelten, Verhütungsmittel in der Tasche hätten, habe Lehmann „viele Jugendliche tief getroffen“ …
Wann soll Lehmann das gesagt haben? Kann man das irgendwo nachlesen? Und welche Jugendlichen sind davon „tief getroffen“ gewesen und haben sich an Kardinal Meisner gewandt?
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