Zum 75jährigen Bestehen des katholischen Erzbistums Berlin hat Kardinal Georg Sterzinsky weitere Einsparungen angekündigt. Erst kürzlich wurde eine Kirche der Erzdiözese verkauft und abgerissen.
(kreuz.net, Berlin) „Der Mangel an Finanzen ist immer noch drückend und groß und wird wohl noch wachsen“,
sagte der Erzbischof nach Angaben der Tageszeitung ‘Berliner Morgenpost’.
Es sei aber möglich, die Seelsorge
in Zukunft auch mit weniger Mitteln zu sichern.
Kardinal Sterzinsky äußerte in diesem Zusammenhang
die Hoffnung, daß das Erzbistum seine zum Teil langfristigen Kredite fristgemäß abzahlen könne.
Die
Stimmung im Erzbistum sei wegen des laufenden Sanierungsprozesses geteilt.
Einige Kirchenangestellte
hätten Angst vor einem Arbeitsplatzverlust, da weiterhin Stellen abgebaut würden.
Es gebe aber auch
Dankbarkeit, daß beispielsweise Gemeindefusionen vorgenommen wurden.
„Mir scheint, die Hoffnung ist
gewachsen“, erklärte der Kardinal.
Die Erzdiözese Berlin kämpft seit Jahren mit schweren finanziellen
Problemen.
Im Jahre 2003 griffen zum Beispiel die beiden katholischen Diözesen in Baden-Württemberg –
Rottenburg-Stuttgart und Freiburg – dem hoch verschuldeten Erzbistum Berlin mit einer Finanzspritze von
rund 7,4 Millionen Euro unter die Arme.
Insgesamt erhielt die Erzdiözese Berlin von den anderen deutschen
Bistümern zinslose Darlehen in der Höhe von 50 Millionen Euro.
Das Berliner Erzbistum hat mit einem
Schuldenberg von mehr als 100 Millionen Euro Schulden begonnen.
Es mußte deswegen Personal abbauen und
Immobilien verkaufen.
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5 Lesermeinungen
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Ja, ja die Erfurter Pflanzerln Zwei Kardinäle sind aus dem Erfurter Klerus: Kard. Meisner und Kard. Sterzinsky
Ma sehen, was uns von dort noch so alles beschert wird…
@ Niclaas Mich hatte verwundert, weshalb Bischof Sterzinsky ursprünglich zum Kardinal erhoben wurde.
Mir war bis dahin an dem Mann garnichts aufgefallen. Hat sich das jetzt etwa geändert? Mir ist an dem
Mann immer noch nichts aufgefallen… Wäre auch eine Überlegung wert, ob das Innehaben eines prominenten
Bischofssitzes wirklich unbedingt Anlaß sein muß, dort einen Kardinalshut draufzudrücken. Ich habe
mal gehört, dass die Bischöfe von Berlin Kardinäle wurden, damit sie zZ der Deutschen Teilung Diplomatenstatus
hatten. Nach der Wende wurde das wohl irgendwie beibehalten und das Bistum Berlin außerdem noch lächerlicherweise
zum Erzbistum erhoben, obwohl es dort weder eine solche Tradition noch sonderlich viele Katholiken gibt.
Der Titel hätte Magdeburg zugestanden. Das nur so nebenbei
Stickler Welche Kriterien haben einmal dazu geführt, das Alfons Maria Stickler zum Kardinal erhoben wurde?
Sein Name war mir bisher total unbekannt – klar, nicht verwunderlich bei seinem Alter.
Karrieristen Mich hatte verwundert, weshalb Bischof Sterzinsky ursprünglich zum Kardinal erhoben wurde.
Mir war bis dahin an dem Mann garnichts aufgefallen. Wäre auch eine Überlegung wert, ob das Innehaben
eines prominenten Bischofssitzes wirklich unbedingt Anlaß sein muß, dort einen Kardinalshut draufzudrücken.
Kardinal von Berlin Es ist ein Skandal, dass dieser Bischof, der die Hauptschuld an der Finanzmisere seines
Bistums und der Entlassung vieler seiner Mitarbeiter trägt, überhaupt noch im Amt ist. Seine Missachtung
des Konklave-Geheimnisses („ich habe ihn nicht gewählt“) sollten das Fass endgültig zum Überlaufen
bringen (die törichten Meinungsäusserungen darüberhinaus teilt er mit vielen seiner Karrieristen-Kollegen).