Mit einer eigenwilligen Taufformel hat ein australischer Priester versucht, Kindern das heilige Sakrament zu spenden. Sein Erzbischof hat ihn nun auf die Ungültigkeit seiner liturgischen Neuerung hingewiesen.
(kreuz.net, Bisbane/Australien) Der fortschrittliche katholische Erzbischof von Brisbane, John Alexius
Bathersby (68), hat einen Pfarrer seines Bistums darauf hingewiesen, ungültig getauft zu haben, weil
er sich nicht an die Taufformel hielt.
Anstatt im „Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“
zu taufen, verwendete Pfarrer Peter Kennedy die Worte „im Namen des Schöpfers, des Befreiers und des
Erhalters“. Diese Formel, so der Pfarrer, sei angeblich „umfassender“ und „weniger patriarchalisch“.
Aufgefallen ist Pfarrer Kennedy allerdings nicht so sehr durch seine liturgischen Worte, als durch seine
liturgische Kluft. Anstatt sich der handelsüblichen Meßgewänder zu bedienen, schmückte er sich mit
einer osttimoresischen Stola. Auch für andere Neuheiten in der Liturgie war er in seiner Pfarrei bekannt.
Der Priester, der die Pfarrei, die der Heiligen Maria geweiht ist, schon seit 24 Jahren leitet, tut sich
schwer zu verstehen, warum seine Taufformel ungültig sein soll. Ungefähr hundert Kinder würden pro
Jahr in seiner Pfarrei getauft. Er pflege dabei seine eigene und die katholische Taufformel abwechselnd
zu verwenden.
Über seinen Erzbischof will Pfarrer Kennedy nichts kommen lassen. Dieser sei ihm gegenüber
immer sehr entgegenkommend gewesen, erklärte der Pfarrer. Jetzt hätte er auf die liturgische Verordnung
aus Rom ‘Redemptoris Samcramentum’ vom April dieses Jahres reagiert und ihn zurechtgewiesen.
„Ein Problem
in der Kirche sind die Leute vom rechten Flügel, auf die Rom hört.“ „Wie Spione kommen sie in deine
Kirche, um dich in ein schlechtes Licht zu rücken, weil du die liturgischen Vorschriften gebrochen hast.“
Nach der Zurechtweisung seines Bischofs will sich Pfarrer Kennedy in Zukunft an die Taufformel der Kirche
halten. Die Notwendigkeit einer Wiedertaufe erkennt der Pfarrer allerdings nicht. Schließlich gehe es
bei der Taufe nicht nur um Worte, sondern um eine lebenslange Verpflichtung. Meinte er.
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2 Lesermeinungen
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Unverantwortlich Wie kann ein Priester eine solche Willkür über das für die Errettung wichtigste Sacrament
verantworten. Wie konnte diese Praxis so lange andauern, ohne, daß sie abgestellt wurde? Diese Mentalität
wurde ermöglicht durch die Liturgiereformation, kein Zweifel.