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Ein echter Märtyrerpapst + Geschenk zur Amtseinführung + Ökumenische Krankensalbung verboten + Container-Sakristei zu ersteigern + Eine neue Kirchenlehrerin? + Vorteilhaft
Ein echter Märtyrerpapst

Vatikan. Mario Agnes, der Chefredakteur der offiziellen vatikanischen Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’, bezeichnete den verstorbenen Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II., als Märtyrer. Im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen ‘ANSA’ und ‘Apcom news’ meinte er gestern Freitag: Die Steine des Petersplatzes, auf die Blut von Johannes Paul II. getropft ist, hätten es verdient, als historisches Dokument bewahrt zu werden. Auf sie sei das „Blut eines echten Märtyrerpapstes“ geströmt. Das Faktum, daß Johannes Paul II. erst 24 Jahre später starb, sage nicht aus – so der Chefredakteur – daß er kein Märtyrer war.

Geschenk zur Amtseinführung

Polen. Der langjährige Privatsekretär Papst Johannes Paul II., Mons. Stanislaw Dziwisz, wird heute als Erzbischof von Krakau in sein Amt eingeführt. Neben zahlreichen Vertretern aus dem polnischen Episkopat wird eine vatikanische Delegation von rund 70 Personen zu den Feierlichkeiten erwartet. Auch der scheidende polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski und Parlamentspräsident Wlodzimierz Cimoszewicz haben ihr Kommen angekündigt. Aus Deutschland reist Joachim Kardinal Meisner nach Polen. Er wird Erzbischof Dziwisz das aus Tausenden Paßfotos zusammengesetzte Porträt Papst Johannes Paul II. überreichen, das während des Weltjugendtags an der Fassade des Kölner Domforums hing.

Ökumenische Krankensalbung verboten

Deutschland. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Erzbistum Köln einen ökumenischen – sogenannten Salbungsgottesdienst – in der Gemeinde Burscheid bereits im April untersagt. Dies berichtet die ‘Westdeutsche Zeitung’ in ihrer heutigen Ausgabe. Burscheid befindet sich rund 20 km nördlich von Köln. Der Generalvikar des Erzbistums, Dominik Schwaderlapp, verbot die schon seit mehreren Jahren in einer katholischen Kirche durchgeführte gemeinsame Krankensalbung von Katholiken und Protestanten, weil er um die Klarheit des Sakraments fürchtet. Alle Besucher des Gottesdienstes hielten entsprechend ihrer Konfession eine gelbe – für Katholiken – oder lila Blume – für Protestanten. Das Sakrament der Krankensalbung erhielten nur Katholiken.

Container-Sakristei zu ersteigern

Deutschland. Die Containeranlage, die Papst Benedikt XVI. während des Weltjugendtages auf dem Marienfeld als Domizil diente, wird nun im Internetauktionshaus Ebay versteigert. Die päpstlichen Hallen haben von Klimaanlage bis zu Teppichböden und Sanitäranlagen alles zu bieten. Sie wurden während dem Jugendtreffen als Sakristei verwendet. Aufgrund des großen Interesses an dem Luxus-Container hat sich der Hersteller, die Spedition Niesen aus Leverkusen, nun entschieden, die mobile Sakristei auf Ebay zu versteigern. Alles, was über den Produktionspreis von 100.000 Euro hinausgeht, werde an Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie an die Organisatoren des Weltjugendtags gespendet.

Eine neue Kirchenlehrerin?

Deutschland. Papst Benedikt XVI. traf im Rahmen des Weltjugendtages in Köln mit einer Weggefährtin der Heiligen Edith Stein zusammen. Schwester Teresia Margarete Drügemöller war in der Zeit von 1933 bis 1938 gemeinsam mit der konvertierten Jüdin im Noviziat der Unbeschuhten Karmelitinnen in Köln. Die heute 95jährige bat den Heiligen Vater laut der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’, Edith Stein zur Kirchenlehrerin zu erheben. Der Papst soll ihr geantwortet haben: „Alles braucht seine Zeit, aber ich werde darüber nachdenken.“

Vorteilhaft

„Es gibt nichts Vorteilhaftes, das gleichzeitig nicht auch moralisch gut wäre. Und das Vorteilhafte ist nicht moralisch gut, weil es vorteilhaft ist, sondern vielmehr ist das moralisch Gute auch vorteilhaft.“

Aus ‘De officiis’ – Vom rechten Handeln – von Marcus Tullius Cicero († 43 v. Chr.), Politiker, Redner und Philosoph.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Chris   17:00:26 | Sonntag, 28. August 2005
Evelin
Will ich gern beantworten, wenn sSe mir zuerst folgende Frage beantworten:
Welche Mängel lasten Sie dem Pontifikat von Papst Leo XIII. an?
(Bitte fangen Sie mit der Freimaurerei an!)
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#14   Marcel   16:11:16 | Sonntag, 28. August 2005
Das Lob der Welt
Die Ausführung des Chris trifft den Nagel ebenfalls auf den Kopf.
Anders sähe es aus, wenn die Massenmedien von katholischen Leitsätzen geprägt wären, aber unsere heutigen dienen nur der Welt und damit dem Gegner des Herrn. Was übrigens das Grundproblem der säkularen, d.h. von Gott und seiner Kirche getrennten Gesellschaft generell ist in allen Bereichen inkl. Politik.
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#13   Evelin   15:50:01 | Sonntag, 28. August 2005
@ Benedikt
Welche Mängel lasten Sie dem Pontifikat Papst Pius XII. (1939 – 1958) an? Ich möchte fast wetten, dass ich da ganz andere Kritikpunkte habe als Sie… (Bitte nicht mit der Shoa-Geschichte anfangen!)
Der Gatte der Evelin
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#12   Chris   13:25:39 | Sonntag, 28. August 2005
Schlechter Papst gute Kritik?
So alt ich geworden bin habe ich aus den Nachrichten immer eines gelernt, umso mehr er ein Papst von den internationalen Medien gelobt und über das Grüne gepriesen wurde, desto nachteilhafter hat er sich für die christliche Tradition und Werte eingesetzt.
Ich bin kein Mensch der Über Schlangengruben Brücken baut. Als Mediziner reiße ich Krusten auf unter denen das Eiter pocht, nur dann ist eine echte Genesung möglich. Schlamgengruben hat man früher mit Feuer ausgebrannt, dann mit Erde aufgefüllt und danach reiche ich auf festem Boden den anderen die Hand. Heute verfährt man leider umgekehrt, also gegen die Tradition.
Was ich mir wünsche ist ein Papst, bei dem die Presse und sogenannte Weltöffentlichkeit Gift und Galle spuckt, dann weiß ich, dass der richtige gewählt worden ist!
Achtet auf die Stimme der Medien und Ihr erkennt den Papst!
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#11   Toby   12:34:33 | Sonntag, 28. August 2005
@ Benedikt
Sehr guter Beitrag! Vollste Zustimmung!!!
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#10   Benedikt   11:27:03 | Sonntag, 28. August 2005
@ Evelin
In der Amtszeit Pius’ XII. und seines Vorgängers liegt schon der Grund dafür verborgen, warum allein die Ankündigung eines Konzils – von Ergebnissen wusste man da noch gar nichts – weltweit mit so großen Enthusiasmus aufgenommen wurde. Wenn mit der Revision des Konzils von einigen versucht werden sollte, den Zustand der Kirche von 1955 mit all ihren Mängeln wieder herzustellen, dann bin ich strikt gegen diese Revision. Eine Revision darf nur die Fehler revidieren, die gemacht wurden, und nicht aus falsch verstandener Traditionsliebe auch die Mängel. Nur dann wird sie erfolgreich sein und nicht dazu führen, dass man nach 50 Jahren schon wieder da steht, wo man 1962 stand. Das wäre dann wirklich absurd.
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#9   Evelin   23:00:42 | Samstag, 27. August 2005
Edith Stein eine Feministin?
@ Inderwld: Bitte um Belegstellen für die Behauptung, Edith Stein habe die Einführung des Frauenpriestertums und die Abschaffung des Zölibats gefordert.
Wenn Sie Kritik an Papst Pius XII. geäußert hat, so könnte diese auch berechtigt sein. Dieser Papst hatte seine Fehler. Er kommt uns nur deswegen so glorreich vor, weil danach die V2-Krise künstlich in Szene gesetzt wurde.
Der Gatte der Evelin
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#8   Breze   17:54:54 | Samstag, 27. August 2005
JPII-Mania?
Lieber Sulpicius, (Weisswurst war leider schon vergeben :-) )
ich weiss, dass es kitschige Auswüchse gibt, das gefällt mir auch nicht. Aber ich kann die Liebe nachvollziehen, die viele Menschen zu JPII empfinden… Ich war in Rom bei seiner Beerdigung, das war keine Manie oder ein Massenwahn, es war tiefe, echte Dankbarkeit von vielen vor allem jungen Menschen aus aller Welt… für mich sind diese Tage unvergesslich…
Zur Märtyrerfrage: Ich kann es nicht beurteilen, ob JPII ein Märtyrer war, dass überlasse ich Gott. Tatsache ist, dass er vor allem in den letzten Jahren viel gelitten hat und sein Leben gegeben hat, um Jesus Christus zu verkündigen, und das wirklich mit bis zum letzten Atemzug …
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#7   Sulpicius   17:26:38 | Samstag, 27. August 2005
Liebe Breze! Hmmm, lecker…
Ich verehre andere Päpste. Trotzdem würde mir um diese Personen nie so ein Kult einfallen, wie es bisher bei JoPa II. geschieht! DIESE Jopa II-Verehrung ist akatholisch!
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#6   Breze   17:18:40 | Samstag, 27. August 2005
JPII-Mania?
Ich weiss nicht, wie soll ich es auffassen, ist das, was Ihr schreibt, als Kritik am Stil Johannes Pauls zu verstehen, oder ist das, wonach es sich für mich eher anhört, in ein traditionalstisches Gewand gelegte persönliche Antipathie? Ihr tut damit, mir auch übrigens, denen unrecht, die JPII ihren Glauben zu verdanken haben und ihren Weg in die Kirche… Ich liebe ihn, und ich bin dankbar, dass Gott ihn unserer Generation geschenkt hat
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#5   Sulpicius   14:42:11 | Samstag, 27. August 2005
Hoffentlich endet bald…
… die Jopamania!… Oremus pro invicem.
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#4   Inderwld   13:25:55 | Samstag, 27. August 2005
Märtyrer? Kirchenlehrerin?
JPII war kein Märtyrer, er ist nicht wegen seines Glaubens umgebracht worden. Es ist ein Hohn für die ganzen Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts die in vielen islamischen Ländern zum Teil bestialisch ermordet wurden wegen ihres Katholischen Glaubens, von denen aber keiner Heiliggesprochen werden soll.
Bevor Edith Stein zur Kirchenlehrerin erhoben werden sollte, müssten die Verantwortlichen ersteinmal ihre Schriften lesen, in denen sie immer wieder Papst Pius angreift, die Abschaffung des Zölibats und die Einführung des Frauenpriestertums fordert.
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#3   virOblationis   12:32:26 | Samstag, 27. August 2005
Blutzeugen
Naja, auch ich fände eine Verehrung von Joh. Paul II. als Martyrer abwegig. Doch immerhin sei – der Redlichkeit halber – darauf hingewiesen, daß auch Päpste der Alten Kirche mitunter als Martyrer verehrt wurden, obwohl sie wahrscheinlich ein Martyrium nicht erlitten haben, z.B. der am gestrigen Tage geehrte hl. Zephyrinus (26.8.). Man weist darauf hin, daß sie während ihrer Amtszeit so vieles zu erleiden hatten, daß sie als Martyrer betrachtet wurden.
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#2   Romulus   12:19:02 | Samstag, 27. August 2005
Märtyer
So doof wie dieser Chefredakteur kann doch niemand sein. Warum schaut der nicht mal in einem Lexikon nach, was ein Märtyer ist. Merkt der Typ denn nicht, dass er alle anderen echten Märtyrer damit verleumdet?
JP II. war KEIN Märtyer!!! Jeder weiß, dass er nicht an den Folgen des Attentates gestorben ist! JP 2 starb zuhause in seinem Bett infolge der Nebenwirkungen seiner Medikamente zur Bekämpfung der Parkinson’schen Krankheit. Jetzt kommen bestimmt die Superschlauen und sagen, dass Parkinson eine Folge des Attentats gewesen wäre. Diese Meinung ist falsch. Mehrere Bekannte von mir haben auch Parkinson und zwar ohne Attentat.
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#1   Evelin   09:24:04 | Samstag, 27. August 2005
Die Ahnungslosigkeit ist Kennzeichen der V2-Kirche,
daher darf man sich auch nicht wundern, wenn JoPaII. als Märtyrer bezeichnet wird. Außerdem geht es um die Heiligsprechung des Ökumenismus und Interrelgionismus dieses + Papstes und ist wohl zu erwarten, dass die „Beglaubigung von oben“ auf sich warten läßt. Nach der durch Papst Paul VI. abgeänderten (=erleichterten) Seligsprechungsordnung können Märtyrer ohne Wunder seliggesprochen werden.
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