Die gezielte Tötung eines Hilflosen ist ein verwerfliches Verbrechen. Es sei denn, man verkauft sie mit viel Emotionen und Verschleierungsvokabular als eine Art barmherziger Gnadenschuß, der „im besten Interesse“ des Umgebrachten sei. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Innsbruck) Mitte Juli sprach die in Innsbruck erscheinende ‘Tiroler Tageszeitung’ mit Dr.
Gerhard Medicus.
Thema: die künstliche Ernährung von hilflosen Patienten, für die es keine Hoffnung
auf Besserung gibt.
Dr. Medicus ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie am psychiatrischen Krankenhaus
Hall.
Ob es unter Umständen gerechtfertigt sei, einen Menschen gezielt verhungern zu lassen? Dr Gerhard
Medicus bejaht diese Frage.
Hall befindet sich rund sieben km östlich von Innsbruck.
Dr. Medicus bezieht
sich auf Menschen, die am Sterben sind oder unter schweren unheilbaren Bewußtseinsstörungen leiden wie
sie bei alten Menschen häufig sind.
Wer sich wünsche, daß ihn der Arzt in einem solchen Zustand verhungern
läßt, müsse das in einer sogenannten ‘Patientenverfügung’ festlegen.
Dort könne man bestimmen, welche
lebensverlängernden Maßnahmen unter bestimmten Bedingungen gewollt oder nicht gewollt seien.
Doch dieser
Ratschlag ist unmoralisch und enthält außerdem einen Denkfehler.
Denn bei der künstlichen Ernährung
eines Patienten handelt es sich nicht um eine ‘lebensverlängernde’, sondern um eine ‘lebenserhaltende’
Maßnahme.
Zu lebenserhaltenden Maßnahmen sind sowohl Pfleger als auch Gepflegte moralisch verpflichtet.
Dagegen meint Dr. Medicus, daß ein solcher Hungertod auch der heutigen Situation bei Naturvölkern oder
den Bedingungen entspreche, wie sie noch vor rund dreißig Jahren weltweit herrschten.
Man solle der
Natur der Dinge einfach ihren Lauf lassen, bestätigt Dr. Medicus eine Formulierung seines Gesprächspartners.
Doch diese Argumentation überzeugt nicht.
Naturvölker sind dazu verurteilt, ihre Kranken im Endstadium
verhungern zu lassen, weil sie keine anderen Möglichkeiten besitzen.
Auch in unseren Breitengraden hätte
man – mit Ausnahme des Nationalsozialismus – Todkranke früher nicht verhungern lassen, wenn die Möglichkeit
bestanden hätte, dies zu verhindern.
Für die Alten war der Hungertod der Hilflosen ein Fluch. Dagegen
spricht man jetzt davon, diesen bewußt und frei zu wählen.
Erst die moderne medizinische Möglichkeit
zur Wahl macht die Handlung moralisch qualifizierbar. Dann aber gilt:
Der Entscheid, sich oder einen
anderen unschuldigen Menschen direkt zu töten, ist moralisch verwerflich. Der Nahrungsentzug ist ein
solcher direkter Anschlag auf das menschliche Leben.
Das gilt zum Beispiel für die von Dr. Medicus erwähnten
Wachkomapatienten.
Es handle sich dabei fast immer um Patienten, die intensivmedizinisch betreut worden
seien, als das Ergebnis der Therapie noch ungewiß war.
Auch wenn Dr. Medicus durch diese Aussage insinuieren
möchte, daß das Überleben dieser Patienten als ein Unfall zu betrachten sei, folgt dadurch für die
moralische Beurteilung ihrer Lage nicht viel.
Wachkomapatienten haben grundsätzlich kein lebensunwertes
Leben.
In einem solchen Fall müsse der Arzt – so Dr. Medicus – aufgrund des aktuellen Zustandsbildes,
der Prognose und des Patientenwillens entscheiden, ob die Unterlassung der künstlichen Ernährung „die
der Situation angemessene palliativ-lindernde Maßnahme“ sei.
Auch diese Aussage ist zu kritisieren.
Essen und Trinken – auch assistiertes Essen und Trinken – sind nie eine „palliativ-lindernde Maßnahme“,
sondern Grundrechte, die jedem Menschen – ob krank oder gesund – gebühren.
Dagegen entspricht der Nahrungsentzug
einer gezielten Tötung eines Menschen.
Durch den Nahrungsentzug wird die Natur nicht „ihr selber“ überlassen –
wie sich Dr. Medicus ausdrückt –, sondern sie wird im Gegenteil eines Teiles ihrer selbst beraubt, weil
die Ernährung zur Natur jedes Menschen gehört.
Außerdem.
Wenn die direkte Tötung durch Nahrungsentzug
akzeptiert wird, ist nicht einzusehen, warum andere Formen der direkten Tötung – wie zum Beispiel die
gezielte Vergiftung eines Hilflosen – nicht wirksamere und „menschenwürdigere“ Möglichkeiten wären,
einen Patienten aus der Welt zu schaffen.
Es stimmt, wenn Dr. Medicus im Interview erklärt, daß es
nicht Sinn der modernen Medizin sein kann, das Leben und Sterben in jedem Fall zu verlängern.“
Doch
hier ist eine wichtige Unterscheidung zu beachten:
Eine Sache ist die aussichtslose Verlängerung des
Lebens eines Todkranken, dem die Medizin nicht mehr helfen kann.
Etwas ganz anderes ist dagegen, diesem
Menschen jene Lebensmittel zu nehmen, auf die jeder – ob gesund oder krank – unfehlbar angewiesen ist.
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33 Lesermeinungen
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#32 christfidel † 13:43:49 | Samstag, 3. September 2005
@ methusalix: abschließend noch zwei bemerkungen 1. die demokratie ist nicht die organisationsform der
kirche. 2. das gehirn gibt bestimmt niemand in der sakristei ab, aber der eine oder andere durchaus mal
die courage…
#31 methusalix † 10:52:42 | Samstag, 3. September 2005
Hallo Christfidel! Dass Männer unter Fahneneid (i. e. Kleriker) nicht jeden Unsinn herausplappern dürfen
ist vollkommen einsichtig. Dass diese Gehorsamsregel aber nicht dazu führen darf, dass diese Männer
ihr Gehirn in der Sakristei abgeben, sollte ebenso klar sein. Wie immer muss man beiderseits ein vernünftiges
Mass finden, da sind wir absolut einer Meinung. Über die Grenzen ist dann zu diskutieren und wer das
zu unterbinden versucht, bekommt spätestens seit dem 14. Juli 1789 riesige Glaubwürdigkeitsprobleme.
#30 christfidel † 01:49:49 | Samstag, 3. September 2005
@ methusalix: im großen und ganzen kann ich ihnen zustimmen. aber ich lege wert auf die unterscheidung
zwischen rederecht und wahrheitsanspruch. sicherlich gibt es kleriker innerhalb der kirche, die glauben
ihr theologisches studium ersetze ein physikalisches oder biologisches, sodaß sie sich zu wissenschaftlichen
einzelheiten unfehlbar äußern könnten. man muß aber sagen, daß das einige wenige privatmeinungen
sind, während das lehramt dies sehr behutsam angeht und die wissenschaft hingegen dazu neigt, einen ideologischen
absolutismus zu kreieren, der die kirche als irrationales geschichtsphänomen auszuschließen und zu belächeln
versucht. leute wie card. schönborn gehören wie auch bxvi zu denen, die sich dagegen zurecht stämmen
und darüber bin ich froh. abschließend noch ein satz zur angesprochenen meinungsfreiheit in der kirche.
jeder gläubige kann sich äußern, wie er es für richtig hält. so sehr sogar, daß religionslehrer
ungestraft unsinn lehren können. beim klerus sieht es in der regel ein wenig verschärft aus. das gilt
(im idealfall) das gehorsamkeitsprinzip. aber das ist nichts ungewöhnliches: wie ein beamter unbedingt
zur verfassung stehen muß, so soll ein kleriker nicht von den grundfesten der kirche abweichen. man darf
das nicht fälschlicherweise als unfreiheit oder dgl. mißverstehen.
#29 methusalix † 01:37:58 | Samstag, 3. September 2005
Schön christfidel, die Kirchenbeamten haben, im Sinne der demokratischen Redefreiheit (mehr als sie ihren
eigenen Amtsträgern und Mitgliedern zubilligt, nicht?) selbstverständlich das Recht zur freien Rede,
solange sie dabei nicht die Rechte eines anderen berühren (z. B. bei persönlichen Herabsetzungen, übler
Nachrede etc.). Das hat Schönborn sicher nicht gemacht. Die alten Männer haben dann aber auch für ihre
Rede geradezustehen und Verantwortung zu übernehmen und sollten nicht in dieses hysterische Gejammer
verfallen, wenn andere ebenso ihre Redefreiheit nutzen und die Kirchenbeamten nur ihrerseits kritisieren
und ihnen naturwissenschaftliche Fehler nachweisen. Die naturwissenschaftlichen Beiträge keines Menschen
sind sakrosankt und ausserhalb jeder Diskussion gestellt. Im Gegenteil, Naturwissenschaftler wissen das
spätestens seit William of Occam, die Kirchenbeamten werden es lernen müssen.
#28 christfidel † 13:43:57 | Dienstag, 30. August 2005
@ methusalix: gutes beispiel dafür, daß card. schönborn recht hat! Schönborn und die katholische Kirche
haben auf dem Gebiet der Naturwissenschaften gar nichts zu suchen! Das ging immer schief und endete immer
im Desaster für die Kirchenbeamten. die kirche hat das rech sich zu äußern, wie sie es für geboten
erachtet. sei es, in fragen der politk, der wissenschaft oder sonstwo. wer sonst erhebt seine stimme für
das leben? ihre relativierung der kirchlichen freiheitsrechte ist kaum zu überbieten. und genau das hat
schönborn kritisiert, den absolutheitsanspruch der wissenschaft, den sie hier derart faschistoid verteidigen.
@ Methusalix: Die Basis aller Wissenschaft ist die Theologie Denn am Anfang war das Wort und das Wort
war bei Gott und das Wort war Gott. Wer keine ethische Grundlage hat, den sollte man überhaupt nicht
forschen lassen – egal in welchem Gebiet – weil sein Tun dann tendenziell und i.d.R. menschen- und schöpfungsfeindlich
ist. Außerdem sollen sich nicht die Naturwissenschafter in die Theologie einmengen, in dem sie behaupten,
es gäbe keinen (Raum für) Gott! Methusalix: Sie sind wirklich ein Büttel der Freimaurer und unseriös
noch dazu!
#26 methusalix † 08:50:00 | Dienstag, 30. August 2005
nochmal zu Schönborn Schönborn und die katholische Kirche haben auf dem Gebiet der Naturwissenschaften
gar nichts zu suchen! Das ging immer schief und endete immer im Desaster für die Kirchenbeamten.
??? @methusalix Schönborn hat nicht derartiges gefordert. Ich verfolge den wüsten Kampf schon seit Jahren.
Haben Sie überhaupt die Stellungsnahmen auf talkorigins (neodarwinistisch) bzw. auf Dembskis (intelligentes
Design) Seite gelesen. Kennen Sie überhaupt die Pamphlete von Kutschera? Kennen Sie Behe oder Lönning
dem Namen nach? Denton? Ich habe viel eher den Eindruck, daß die Darwinisten die Leute sind, die im voraus
bestimmen, was bei wissenschaftlichen Arbeiten herauszukommen hat.
#24 christfidel † 00:52:40 | Dienstag, 30. August 2005
@ methusalix: gegen die falsche darstellung kardinal schönborns (Sie) wollen sich nur ihre Forschung
nicht von sogenannten Wissenschaftlern versauen lassen, die glauben immer schon vorher wissen zu müssen,
was bei einem Experiment oder einer Forschungsarbeit herauszukommen hat. So wie Kardinal Schönborn das
bei der Evolutionsbiologie gefordert hat. Kardinal Schönborn hat keineswegs gefordert, daß bei wisschenschaftlichen
Experimenten/ wissenschaftlicher Arbeit nur das herauszukommen hat, was ihm und anderen genehm ist. Er
hat im übrigen auch nicht die Evolutionstheorie für falsch erklärt oder sie gegen die Lehre der Kirche
positioniert. Ihm geht es um etwas anderes, auch wenn dies in der öffentlichen Diskussion ein wenig (nicht
zuletzt auch durch bewußte Mißinterpretation der Medien) untergegangen ist: Er positioniert sich, da
übrigens in völliger Kongruenz zur Lehre der Kirche und zu den persönlichen Schriften Joseph Ratzingers,
gegen einen „Wissenschaftsglauben“, die in der Naturwissenschaft weit verbeitete Irrlehre, die Wissenschaft
könne alles erklären und in diesen Denkmodellen sei kein „Raum“ für einen Gott. Eine Naturwissenschaft,
die solch einen Irrglauben zum Fundament hat, ist gefährlich, weil sie sich zum Herrn macht und entscheidet
über Leben und Tod, über Abtreibung, gen engeneering usw. Weder Kardinal Schönborn noch sonstwer in
der Kirche hat ein Problem damit, daß die Evolution sehr wahrscheinlich dafür verantwortlich ist, warum
Schildkröten hier so und dort anders gebaut sind und andere Spefizismen.
#23 methusalix † 00:33:26 | Dienstag, 30. August 2005
@Tradiland Mit Gesinnungsterror ist das nicht zu erklären (ausserdem verwechseln Sie da etwas, das mit
dem Terror, war die Gestapo, der KGB, die Stasi und die heilige Inquisition (nicht genau in dieser Reihenfolge)).
Die Universitäten an der Ostküste der USA (Harvard, Yale, Princeton, Cornell, Columbia etc.) wollen
sich nur ihre Forschung nicht von sogenannten Wissenschaftlern versauen lassen, die glauben immer schon
vorher wissen zu müssen, was bei einem Experiment oder einer Forschungsarbeit herauszukommen hat. So
wie Kardinal Schönborn das bei der Evolutionsbiologie gefordert hat.
@ Methusalix Sie haben keine Ahnung von der familiären christlichen Sexualerziehung. Sie gehen bloß
von Ihrer „68er“-Ideologie aus. Zitat: Die Studentinnen die sich für den Kreationismus in der Biologie
entscheiden, werden dann an den Ivy League Universitäten nicht mehr zugelassen. Belegt nur den Freimaurer-Gesinnungsterror
an amerikanischen Universitäten! In der Gynäkologie ist ja längst schon so: Wer nicht abtreiben will,
keine Pille danach oder gar die Pille davor verschreiben will, kann nicht Gynäkologe werden – Gesinnungsterror
in der Medizin!
#21 methusalix † 01:02:45 | Montag, 29. August 2005
@evelines gatten Gemeint ist natürlich die schulische Sexual- ver -ziehung, die den Jugendlichen und
auch schon Kindern unter 14 einredet, sie könnten treiben, was sie wollten, wenn sie nur verhüten würden.
Das war mir schon klar. Auch dass stockkonservative und erzreaktionäre Katholiken den Kindern am liebsten
bis nach der kirchlichen Hochzeit verheimlichen wollen, dass Gott zwei verschiedene Geschlechter erschaffen
hat. Wenn sie allerdings den Kindern von klein auf einhämmern, das alles was unter der Gürtellinie liegt
schmutzig ist, werden sie eine derartige Aversion gegen die Liebe erzeugen, dass sie damit Erfolg haben
könnten. Bis 1968 hat es jedenfalls bei vielen Menschen gut funktioniert. Ebenso gut funktioniert es
in den USA z. B. mit der Schöpfungslehre. Ein Professsor für Zoologie teilt am Anfang seines Kurses
zur Entwicklungsbiologie einen Fragebogen aus, was die Studentinnen glauben, Kreationismus oder Evoltion.
Nach zwei Semestern Unterricht in Evolutionsbiologie teilt er den Fagebogen nochmal aus. Das Ergebnis
ist genauso wie am Anfang, halbe halbe. Die Studentinnen die sich für den Kreationismus in der Biologie
entscheiden, werden dann an den Ivy League Universitäten nicht mehr zugelassen.
#20 virOblationis 17:57:35 | Sonntag, 28. August 2005
katholische Demokratie Es ließe sich m.E. durchaus eine Demokratie als katholischer Staat vorstellen.
Dabei gälte es aber zu beachten, daß nicht über alles per Mehrheitsentscheidung abgestimmt werden kann:
So wird das Leben dem Menschen allein von Gott gegeben, und er allein hat das Recht, es zu nehmen; keine
Mehrheit und kein Gewissen können davon absehen. Außerdem ist alle Obrigkeit von Gott (Röm. 13, 1;
vgl. Joh. 19, 11), selbst wenn die Menschen die ihnen geeignet erscheinenden Amtsträger selbst wählen.
@ Benedikt: Die staatliche Ordnung sollte der kirchlichen entsprechen, so wie die kirchliche der göttlichen
Ordnung entsprechen sollte. Der eine und dreifaltige Gott hat eine ganz eindrucksvolle hierarchische Ordnung.
Die Kirche hat eine ganz eindrucksvolle hierarchische Ordnung (auch wenn sie von den inneren und äußeren
Feinden angezweifelt und z.Teil konterkariert wird – z.B. „Kollegialität der Bischöfe“). Daraus ergibt
sich, dass eine hierarchische Ordnung die beste ist, auch für den Staat. Geteilte Verantwortung bedeutet
halbe Entscheidung und viertel Lösung. Demokratien bieten nur eine Scheinauswahl an. Ab einem gewissen
Zeitpunkt der Verfestigung antichristlichen Zeitgeistes haben christliche Richtungen und Parteien sowie
Persönlichkeiten keine Chance mehr, weil man sie nicht hochkommen läßt. Außerdem heißt es doch: An
den Früchten werdet ihr sie erkennen – was sind die Früchte der Demokratie? Seit es sie gibt, ist es
moralisch und auch sonst immer abwärts gegangen und zwar in allen Demokratien. Gatte der Evelin
@ 1+1=7 Auch die Demokratie ist kein perfektes System, das ist klar. Die von dir angesprochenen Punkte
mögen auf eine Demokratie vielleicht zutreffen – auf eine Monarchie aber auf jeden Fall. Lieber Konkurrenz
von mehreren Interessengruppen, als Oktroyierung durch eine Einzelperson.
Demokratie verstehe ich… nicht als Volksherrschaft, sondern als individuell angepasstes System zur Beherrschung
des Volkes. Hier herrscht nicht der Einzelne als Verband oder Interressensgemeinschaft, oder die Summe
der Vereine. Informell herrscht eine Anwsammlung von geldgebenden Gruppen, die zur Umsetzung Ihrer Interessen
öffentliche Personen (Politiker) suchen. Positiv gesatzte Rechte, Beschlüsse welche die christliche
Morallehre aus einem Konsens ausschliesssen – das ist Demokratie. Was glaubst du denn, Benedikt, wer wird
in diesen, vom Nationalsozialismus vorbereiteten, vorgelebten Bedingungen Bedingungen, sich am meisten
Wohlfühlen? Der Mensch, der danach strebt gut zu sein, der den steileren Weg geht? mfg 1+1=7
@ Evelin Starke Persönlichkeiten können in der Demokratie gar nicht mehr hochkommen, weil sie von vornherein
zu wenig integrativ, konsensual etc. sind. Das ist der Biotop, in welchem informelle Gruppen, deren wichtigste
die Freimaurerei ist, am besten gedeihen. Der Meinung bin ich nicht, da ich den Konsensualimus nicht für
einen Wesenszustand der Demokratie, sondern für eine Ausgeburt des derzeit herrschenden Zeitgeistes halte.
Leuten wie Strauß und Adenauer war der Konsensualismus fremd. Ich hoffe, dass diese Phase bald überwunden
sein wird. Der Konsenszwang ist keine Frucht der Demokratie, sondern eine Krankheit, die sie befallen
hat. Allerdings kann er auch Monarchien befallen. Die spätmittelalterlichen Kaiser des Heiligen Römischen
Reiches konnten nurmehr im Konsens mit den Territorialfürsten regieren, die Gründung des Bismarckschen
Kaiserreiches kam nur durch Kompromisse zustande.
Benedikt: Ich habe von katholischen Monarchen gesprochen, das es andere gibt und gab, ist klar. Aufgrund
der blutsmäßigen Erbfolge konnte nach einem protestantischen etc. Monarchen wieder ein katholischer
kommen (z.B. wurde derartiges in England zweimal gewaltsam verhindert). Jedenfalls ist die Verantwortung
des absoluten Monarchen klar. Allfällige Mißstände können ihn Amt und Kopf kosten. Hingegen ist in
der Demokratie die Verantwortung so fein verteilt, dass sich jeder einzelne – teilweise zu Recht – auf
andere ausreden kann. Wirklich verantwortlich ist scheinbar niemand, nicht einmal Bundespräsident und
Bundeskanzler, alle sind „Getriebene“ der Umstände. Starke Persönlichkeiten können in der Demokratie
gar nicht mehr hochkommen, weil sie von vornherein zu wenig integrativ, konsensual etc. sind. Das ist
der Biotop, in welchem informelle Gruppen, deren wichtigste die Freimaurerei ist, am besten gedeihen.
Dixi, der Gatte der Evelin
@ 1+1=7 Mit so einem Nick würde ich nicht soviel von Schulbüchern reden . Niemand kann heute beweisen,
dass in einer Monarchie all das verboten wäre, was die Demokratie erlaubt hat. 1806 war ein Schwangerschaftsabbruch
nicht so möglich, wie das heute der Fall ist. Den Ehebruch hat bereits der Herr (auf Erden?) straffrei
gestellt, indem er die Bestrafung einer Frau wegen Ehebruchs verhinderte. Zudem ist es einfach – ich sag
das Wort jetzt nicht, die Demokratie für schlechter als das unfreie System der Monarchie zu halten, bloß
weil es in einer Demokratie Sexualkundeunterricht gibt. Ein solche Meinung zeugt nur von einem grotesken
Missverständnis der Staatstheorie und -philosophie. Wenn man überlegt, wie bunt der Monarch es mit der
Landbevölkerung treiben konnte, bis diese mal rebelliert hat… und dann will Evelin die Restauration
der Monarchien, weil Biologielehrer ihren Schülern erklären, wie man schwanger wird. Absurd.
@Benedikt Dir hat die Schule… zuwenig Bücher zur Verfügung gestellt. Bei der eingeführten Abtreibungspolitik
geht es um „legalisierten“ (lex-leg… um den Wortstam näherzubringen) Massenmord. Nicht um böse Absichten
Einzelner. Eine der typisch demokratischen – natürlich auch falschen – Meinungen ist: Das Menschen perfekt
sein müssen, um die Wahrheit sagen zu dürfen. Zwei Wege der Gleichheit: Eine christliche: Jeder strebe
das Höchste an, auf einem Weg der Heiligkeit, Verzeihung erbittend, weil doch Späne fallen wenn gehobelt
wird. Eine mondäne: Jeder bewerfe den anderen -fraternite – mit Anschuldigungen, ob wahr oder falsch,
bis er genauso beschissen ist wie er selbst. egalite Das äussert sich staatlich dann noch in positiv
gesatztem Schwachsinn legalite
@ Evelin Deine Schönfärbereien von ach so tollen Monachien zeugen von Unkenntnis. Die Monarchien und
die damit verbundene Abhängigkeit der Konfession von der des Monarchen hat uns in Deutschland erst den
Flickentppich der Konfessionen eingebracht. Wenn du dir von einem Monarchen aufzwingen lassen willst,
evangelisch zu werden, dann wünsche ih dir dabei hiermit viel Vergnügen. Die ach so christlichen Herrscher
haben den Glauben doch nur benutzt, um ihre eigene Macht durchzusetzen. Als einige merkten, dass sie mit
dem Protestantismus besser ihrem Machiavellismus schwelgen konnten – ei da wurden sie halt Protestanten.
Und zwangen das dann ihren Untertanen auf. Was du den Demokratien anlasstest, nämlich die Einführung
dieser ganzen Dinge, das gab es auch früher schon in den Herrscherhäusern. Bei den Merowingern wurden
erwiesenermaßen unliebsame Thronfolger im Babyalter massakriert. Wenn man niht abtreiben konnte, brachte
man halt die Frau gleich mit um, fertig. Und Scheidung usw. hatte ein Herrscher sowieso nicht nötig –
wouzu gibts Mätressen. Geld genug hatte er ja. Dein Bild von Monarchien ist wirklich mehr als nostalgisch.
Es mag ja Ausnahmen wie das heilige Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde gegeben haben, das aber war
eher die Ausnahme.
Typischer Methualix-Schmonzes Alter schützt vor Torheit nicht. Absichtlich mißzuverstehen, ist auch
eine Spezialität von Methusalix. Gemeint ist natürlich die schulische Sexual- ver -ziehung, die den
Jugendlichen und auch schon Kindern unter 14 einredet, sie könnten treiben, was sie wollten, wenn sie
nur verhüten würden. Verhüten sollten Kinder und Jugendliche hingegen den vorehelichen Geschlechtsverkehr
(und alle Vorstufen und Annäherungen hiezu, also insbesondere das „Petting“), was in der Erziehung zur
Keuschheit und Reinheit enthalten ist, die wirklich katholisch ist und vorrangig (möglichst ausschließlich)
von den Eltern der Kinder und Jugendlichen durchgeführt wird. Der Gatte der Evelin
@Evelin: Schwachsinn dieser Aufforderung will ich mich doch wirklich nicht entziehen: die Rufe nach einer
Monarchie sind wirklicher lebendiger Schwachsinn!
Wer A sagt, muß auch B sagen @ Gotthard: Wenn Sie die Demokratie preisen, müssen sie auch die Freimaurer
preisen, die die eigentliche Macht innehaben und außerdem folgende demokratische Beschlüsse feiern:
Die Straffreistellung der Abtreibung, homosexuellen Treibens, der Pornographie, des Ehebruchs; die Einführung
der Scheidung; die steuerrechtl. Diskriminierung kinderreicher Familien; die Sexual ver ziehung; die Begünstigung
des außerehelichen Konkubinats; usw. – keine vollständige Aufzählung. Warum schreiben Sie nicht gleich:
Es lebe der Schwachsinn!
kath. Monarchen ich habe nichts gegen Könige, die katholisch leben. Ich habe allerdings etwas gegen Monarchien …
welcher Konfession oder Religion auch immer. Es lebe die Demokratie!!!!!!
Gotthard: Nein Die kommunistischen Staaten erlaubten als erste die Abtreibung. Rumänien war insoferne
ein untypischer Fall, als Ceausescu unter dem Deckmantel des Kommunismus eine Personaldikatur errichtet
hatte, die wie Nord-Korea zu einer kommunistischen Erbmonarchie geworden wäre. Haben Sie was gegen katholische
Monarchen? Ist Ihnen die Freimaurer-Bande lieber, die jetzt regiert?
@ Der Gatte der Evelin ach ja, die guten absolutistischen katholischen Monarchen … regierten ihre Länder
und die Kirche mit eiserner Hand … zu jener Zeit war selbst in Ländern mit evangelischen Monarchen
und in Republiken Abtreibung verboten. Sogar kommunistische Despoten wie in Rumänien verboten Empfägnisverhütung
und Abtreibung…
@ Gotthard Zu der Zeit, als es noch katholische Monarchen gab, die sich ihres Gottesgnadentums als Herrscher
bewußt waren und daher die Gesetze nach der Lehre der Kirche gestalten ließen. Der hippokratische Eid,
der meines Wissens sogar vorchristlich ist, wurde vor 40 Jahren abgeändert, um den Ärzten die Abtreibungen
zu ermöglichen. Derartiges hätte ein katholischer absoluter Monarch nicht zugelassen, ebensowenig Euthanasie
etc.
Hausarzt wechseln! @ Rosa v. Lima: Besseren Rat kann man da nicht geben: Mit der entsprechenden Begründung.
Die Ärzte haben heute Narrenfreiheit. Da sie völlig losgelöst von der kirchlichen Lehre agieren dürfen,
können sie bestimmen und darüber verfügen, wann ein Menschenleben beginnt, wann es endet, ob es „lebenswert“
ist etc. Der Gatte der Evelin
#1 Rosa von Lima 16:44:19 | Samstag, 27. August 2005
Nicht nur in Hall i.T… Unser Hausarzt vertritt in dieser Sache den genau gleichen Standpunkt wie Dr.
Medicus. Wir haben schon einige Male mit ihm über die Verlängerung des Lebens bei einem Schwerkranken
diskutiert. Er ist der Meinung, dass solche Leute nicht zwangsernährt werden dürfen. Das belaste die
Krankenkasse etc. Er behauptet sogar, das sei keine Sünde! Komische Auffassung, mit der wir nicht einig
gehen können.