Kirchenmusik
Was hat Bob Dylan in der Kirche verloren?
Selbst der kundige Fachmann fragt sich, welche die neuen „musikalischen Ausdrucksformen“ sein könnten, die angeblich für die Liturgie geeignet sind. Von Dr. Gabriel M. Steinschulte, Köln.
(kreuz.net) Johannes Paul II. stellt sich mit seinem Kirchenmusik-Dokument aus dem Jahre 2003 ohne Einschränkung hinter die Kirchenmusikreform von Pius X. und das Zweite Vatikanum.

Dabei hebt er auch die besondere Rolle des Gregorianischen Chorals und der Polyphonie hervor.

Dennoch hält er es für nützlich, die neuen musikalischen Ausdrucksformen mit aufmerksamem Bemühen zu beachten: „um die Möglichkeit auszuloten, auch mit diesen die unerschöpflichen Reichtümer des Mysteriums auszudrücken, wie es von der Liturgie vorgetragen wird, und so die aktive Teilnahme der Gläubigen an den Zelebrationen zu begünstigen“.

Selbst der kundige Fachmann fragt sich, was die neuen „musikalischen Ausdrucksformen“ sind, die zum neuen Ausdruck des Mysteriums angeblich geeignet sind.

Warum durch sie eine aktive Teilnahme der Gläubigen erreicht werden soll, bleibt ebenso erklärungsbedürftig.

Daß dabei der verengte Begriff einer „aktiven Teilnahme“ in seiner verhängnisvollen Abweichung vom eigentlichen Konzilswillen des viel weiteren Begriffes „actuosa participatio“ im päpstlichen Kirchenmusik-Dokument Eingang findet, kann angesichts der heutigen Verwirrung der Begriffe und Geister kaum überraschen.

Darüber hinaus ist auch von neuen Instrumenten die Rede, die ebenfalls als potentielle Bereicherung angesehen werden, sofern sie das Gebet der Kirche unterstützen.

Gerade solche Äußerungen sind symptomatisch für das gesamte vorliegende Dokument, in dem nach einer klaren Aussage sofort ein weiterer Halbsatz folgt, der das bemerkenswerte des ersten Satzteils mit einer salvatorischen Klausel vorsichtshalber entkräftet oder aufweicht.

Im Ergebnis verlagert sich die konkrete Auseinandersetzung auf die unterste Ebene der praktischen Anwendung, bei der sich jeder dann seinen bevorzugten Halbsatz zu Herzen nimmt und das tut, was er ohnehin zu tun vorhatte.

So ist zum Beispiel die Aufforderung, mehr auf musikalische Qualität zu achten, ebenso angebracht wie unbrauchbar.

Denn wer würde schon lauthals das Gegenteil fordern, auch wenn er in der Praxis aus Gründen angeblicher pastoraler Notwendigkeiten jegliche Banalität rechtfertigt.

Schillernd sind auch die Ausführungen zu den Anforderungen, die an neue Kompositionen gestellt werden.

Zunächst stellt das Dokument fest, daß die Kriterien von Pius X. zu diesem Thema unverändert fortgelten.

Man ist versucht, diesen Satz mehrfach zu lesen. Denn es befällt einen Ratlosigkeit angesichts der andernorts gezeigten Permissivität für nicht näher beschriebene neue Formen.

Immerhin wiederholt Johannes Paul II. seinen heiligen Vorgänger, wenn er sagt, daß eine Kirchenkomposition um so sakraler und liturgiefähiger ist, je mehr sie sich in ihrer Art, ihrer Inspiration und in ihrem „Geschmack“ der gregorianischen Melodie nähert und daß sie weniger geeignet ist, je mehr sie sich von diesem höchsten Modell entfernt.

Der Text des päpstlichen Schreibens wird an dieser Stelle noch anspruchsvoller, wenn er kategorisch feststellt, daß „nur ein Künstler, der tief vom Empfinden der Kirche durchdrungen ist, versuchen kann, die Wahrheit des Mysteriums zu begreifen und in Melodie zu übersetzen“.

Im Hinblick auf die Kirchenmusikgeschichte erscheint diese These zumindest als sehr anspruchsvoll, im Hinblick auf die Autoren derjenigen Repertoires, die heute in der Liturgie erklingen, klafft eine noch nie dagewesene Lücke zwischen Ist- und Soll-Zustand.

Auch wenn Bob Dylan sich bisher nicht als Kirchenmusiker hervorgetan hat, hinterläßt zum Beispiel die aufwendige Begegnung des verstorbenen Papstes mit diesem Popidol zumindest pastoral-psychologisch in diesem Zusammenhang nicht nur ein „Gschmäckle“.

Jedenfalls sucht der Leser vergeblich nach einer Verständnishilfe, wenn gesagt wird, daß neben Polyphonie und Gregorianischem Choral auch „moderne Musik“ zugelassen werden soll.

Da diese Aussage an sich nichts Neues darstellt, ist man versucht, nach dem gemeinten Inhalt des Begriffs „moderne Musik“ zu forschen.

Die moderne ‘Ernste Musik’ dürfte weitgehend ausscheiden, weil sie ja womöglich zu elitär ist, wie wir bereits an anderer Stelle gelesen haben.

Die verschiedenen Spielarten der Unterhaltungsmusik müßten eigentlich auch nicht in Frage kommen, da sie nach dem Gesagten und dem liturgisch hohen Anspruch ohnehin nicht liturgiefähig sind.

Man fragt sich darum, welche Musik hier also gemeint sein könnte.

Dies dürften sich übrigens auch die von der heutigen Verachtung durch den Klerus und die liturgischen Mißstände abgeschreckten Zeitgenössischen unserer Zeit fragen, wenn sie die Einladung des Papstes lesen, ihr Genie in den Dienst der Liturgie zu stellen.

Ein Schilderwald, der in alle Richtungen zeigt

Maria, Martha oder Aschenputtel?

Der Abgrund zwischen Weisung und Wirklichkeit

Wer bestimmt: das Zweite Vatikanum oder der Zeitgeist?

Verräterischer Sprachgebrauch

Was hat Bob Dylan in der Kirche verloren?

„Was keine Kunst ist, darf nicht zugelassen werden“

Man könnte verwirrt sein
      
28 Lesermeinungen
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#28   Brandenburgis   21:36:26 | Dienstag, 30. August 2005
Bob Dylan 1980
Fester Grund
Ja ich stehe fest
auf festen Grund,
Gemacht vor der Schöpfung der Welt.
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
nie mehr!
Für mich ist er gefoltert,
für mich ist er gehaßt,
für mich ist er verworfen, von der Welt, der er nicht paßt,
Völker erzittern, in heilloser Wut,
Menschen warten auf den falschen Frieden.
Ja ich stehe fest
auf festen Grund,
Gemacht vor der Schöpfung der Welt.
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
nie mehr!
Das Fleisch ist verurteilt,
zu hassen den Geist,
Vom Morgen bis zum Abend,
kannst du es hören und fühlen,
mit jedem denkbaren Mittel,
Und nie gibt es auf,
bis zum Ende!
Ja ich stehe fest
auf festen Grund,
Gemacht – vor – der Schöpfung – der Welt.
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
Ja ich stehe fest und ich wanke nicht,
nie mehr !
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#27   miles immaculatae   10:40:17 | Dienstag, 30. August 2005
Bob Dylan 1968
I dreamed I saw St. Augustine,
Alive as you or me,
Tearing through these quarters
In the utmost misery,
With a blanket underneath his arm
And a coat of solid gold,
Searching for the very souls
Whom already have been sold.
„Arise, arise,“ he cried so loud,
In a voice without restraint,
„Come out, ye gifted kings and queens
And hear my sad complaint.
No martyr is among ye now
Whom you can call your own,
So go on your way accordingly
But know you’re not alone.“
I dreamed I saw St. Augustine,
Alive with fiery breath,
And I dreamed I was amongst the ones
That put him out to death.
Oh, I awoke in anger,
So alone and terrified,
I put my fingers against the glass
And bowed my head and cried.
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#26   Stimme aus dem Tradiland   16:57:06 | Montag, 29. August 2005
Der Glaubensabfall JoPa’sII.
@ Catholicus: Was ist übrigens aus Ihrer zum Sedisvakantismus neigenden These geworden, Johannes Paul II. sei gar kein echter Papst gewesen, da er (angeblich) nicht getauft war?
Halte ich nach wie vor für eine denkmögliche Theorie, kann sie aber nicht beweisen. Welche Erklärung haben denn Sie für den Glaubensabfall des Papstes JoPaII.? Glaubensabfall durch Vertreten von Irrlehren in Zusammenhang mit Interreligiosismus, Ökumenismus, Laizismus und Modernismus (kein Anspruch auf Vollständigkeit, vielleicht hat er auch noch andere -ismen vertreten).
Dazu noch der Verrat durch eine geradezu masonistische Personalauswahl (bekannt sind die Cardinäle Lehmann und Kasper, aber schon bei den Cardinälen muß man einige hinzufügen wie Polycarpo von Lissabon, Daneels von Brüssel, Sterzinski – oder wie sich der schreibt – in Berlin, Ré in Rom – Bischofskongregation, und und und…)
@ Benedikt 15.10 Uhr: Es stimmt nicht, dass außerhalb „gut katholischer Kreise“ die Assisi-Geschichten etc. niemanden interessieren. Wenn man sich mit den evangelikalen „Freikirchen“ z.B. beschäftigt, ebenso mit den Sedisvakantisten, dann ist das genau das das Material, an dem für – gläubige – Dritte die Kirche – scheinbar – zur Babel-Sekte verkommt. Was die Ungläubigen denken oder schreiben, ist vergleichsweise egal – sie dienen dem Herrscher der Welt.
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#25   Marcel   16:55:37 | Montag, 29. August 2005
16:9(000)-Horizonte…
Es übersteigt meinen „papalistischen“ Horizont, die Einheit der wahren Kirche Christi anderswo zu suchen als in der Einheit mit dem Papst und den Bischöfen
Dann muß ich betrübt feststellen, daß der hl. Kirchenlehrer Athanasius in Ihrem Horizont leider keinen Platz hat.
Der ewigen Kirche jedoch gilt er als Retter der Kirche. Diese Heilige. So groß ist Gott, daß er so etwas so Großes durch so einen kleinen, aber treuen Diener Gottes wirken kann.
Und wenn die V.II-Kirche Maria lassen würde, könnte sie Kraft Christus die ganze Welt retten. Eine einzige „kleine“ Weihe Rußlands an ihr unbefleckt empfangenes Herz würde genügen!
Aber nein: die Jungfrau paßt nicht in den menschlichen Ökumenismus hinein, sie stört ihn empfindlich, schon damals auf dem V.II, deswegen muß der Himmel sich hintanstellen, hinter die so „klugen“ V.II-Menschen mit ihren menschlichen „Geschicken“, die Welt zu „retten“…
Da sieht man, wie billig Worte doch sind: „Ganz Dein“. Die Taten sind schwerer, und an ihnen scheitern so viele.
Sola Fide der Protestanten genügt eben nicht, weiß die echte Kirche: es muß schon Glaube und Werke sein.
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#24   Catholicus   16:19:26 | Montag, 29. August 2005
@Stimme aus dem Tradiland
Es übersteigt meinen „papalistischen“ Horizont, die Einheit der wahren Kirche Christi anderswo zu suchen als in der Einheit mit dem Papst und den Bischöfen, die in Kontinuität stehen mit der auf die Apostel zurückgehenden Tradition. Nicht der Priesterbruderschaft St. Pius X. gilt die Verheißung Christi, dass die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden, sondern der auf den Felsen Petri gegründeten „römischen“ Kirche!
Was ist übrigens aus Ihrer zum Sedisvakantismus neigenden These geworden, Johannes Paul II. sei gar kein echter Papst gewesen, da er (angeblich) nicht getauft war?
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#23   Stimme aus dem Tradiland   15:49:15 | Montag, 29. August 2005
Rede vom „II. vat. Konzil“ offenbart papalistischen Geist
@ Catholicus: Geist mangelnder Einheit mit dem Papst und den Bischöfen Das Problem ist die mangelnde Einheit der jetzt amtierenden Amtsträger mit ihren teils selig- und heiliggesprochenen Amtsvorgängern, mit der Hl. Tradition.
das 2. Vatikanische Konzil als gültigen und rechtgläubigen Ausdruck der Glaubensverkündigung anerkannt haben Interessant, damit ist „die Katze aus dem Sack“: War ursprünglich die Rede nur von einem „pastoralen Konzil“ (ein echter Namensmißbrauch, ein künstlicher Gegensatz zwischen „pastoral“ und „ökumenisch“ in trad. Sinn), ist es jetzt auf einmal – ohne Einschränkung – ein „rechtmäßiges Konzil der Kirche“.
Damit erweisen sich Catholicus & Co als Wegbereiter der Modernisten, die aus V2 ja ein „Überkonzil“, die „Mutter aller Konzilien“ machen. Wie schon öfters ausgeführt, können auch ungläubige und unwürdige Amtsträger gültige Akte setzen, obwohl sie aufgrund ihrer persönlichen Exkommunikation nicht dem Corpus Christi Mysticum angehören. Was Catholicus überhaupt nicht kann: Im Sinne des Doctor Angelicus mit Argumenten umzugehen. Er verwendet lieber die Totschlagkeule „schismatisch“, welches das Lieblingswort von ihm sein dürfte.
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#22   christfidel †   15:35:06 | Montag, 29. August 2005
@ catholicus: ganz meiner meinung
danke!!!
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#21   Stimme aus dem Tradiland   15:32:03 | Montag, 29. August 2005
Wahrheit statt Mehrheit
@ Benedikt 14.10 Uhr: Was Deutschland und Österreich betrifft, so gab es jedenfalls die Hinweise in den IK-Nachrichten Pro Sancta Ecclesia auf die Sühneaktion des Initiativkreises Wien, Niederösterrreich, Burgenland wegen der Entweihung des Heiligtums von Fatima. Dieser organisierte und organisiert von Mai bis Oktober an jedem Monatsdreizehnten jeweils einen Sühnerosenkranz, und eine Sühnemesse im überlieferten Ritus. Teilweise ist nachher auch ein Vortrag.
13. September 2005 ab 19.00 Uhr Sühne-RK und Hl. Messe in Walpersdorf bei Herzogenburg, Niederösterreich. 13. Oktober 2005 ab 10.00 Uhr Sühn-RK, Hl. Messe in der Basilika am Sonntagberg, Niederösterreich , am Nachmittag Vortrag Hw. Lochner zu La Salette und Fatima und schließlich euchar. Andacht in der Basilika.
@ Benedikt, 15.10 Uhr: Die Aufregung kann ich nicht nachvollziehen. Gerade wenn der Hl. Vater die Kirche in Stellvertretung Christi leitet (leiten sollte), ist bei Papst Benedikt XVI. eine Fortsetzung des unseligen JoPaII-Kurses festzustellen: Treffen mit Protestanten mit off. Aufgabe der – einzig katholischen – Rückkehrökumene. Treffen mit Juden: Hinweis auf Nostra Aetate – Theorie der – irreführenden nicht einmal christlichen – abrahamitischen Religionen. Peinlichkeiten in der Liturgie. Verunglimpfung Mariens. Fehlerhafte und unvollständige Predigtaussagen des Papstes. Alles am WJT – die V2-Kirche, wie Sie leibt und lebt! Benedikt gehört offenbar selbst zu einer Minderheit innerhalb der V2-Kirche.
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#20   Catholicus   15:21:12 | Montag, 29. August 2005
Rede von der V2-Kirche offenbart schismatischen Geist
Die Redeweise von der „V2-Kirche“ offenbart den Geist mangelnder Einheit mit dem Papst und den Bischöfen, die das 2. Vatikanische Konzil als gültigen und rechtgläubigen Ausdruck der Glaubensverkündigung anerkannt haben. Wer den Begriff „Konzilsgedächtniskirche“ oder „Konzilskirche“ oder „V2-Kirche“ verwendet, suggeriert, es gäbe konkurrierende „Kirchen“, ja noch schlimmer, als ob jene Gemeinschaft der Gläubigen, die in Einheit mit dem Papst und den Bischöfen das 2. Vatikanum als rechtmäßiges Konzil der Kirche anerkennt, gar nicht die von Christus gestiftete eine, heilige, katholische und apostolische Kirche repräsentiere. Wo wenn nicht hier zeigt sich ein schismatischer Geist, der beweist, dass sich die Priesterbruderschaft St. Pius X. und ihre Anhänger je länger desto mehr von der Einheit der Kirche entfernen!
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#19   Benedikt   15:10:24 | Montag, 29. August 2005
@ Tradiland
Vor einigen Tagen hast du dich darüber aufgeregt, dass Kard. Lehmann mit seinem Interview pauschal alle Katholikinnen der Pillenverwendung bezichtigt hat.
Ich weise daher in diesem Sinne deine ebenfalls grob pauschalen Agitationen gegen die „V2-Kirche“ auf das schärfste zurück. Ich bin auch in dieser „V2-Kirche“ und lehne diese Hindu-Rituale nichts desto Trotz ab. Schreib also meinetwegen von „Modernisten“, die innerhalb der Konzilskirche solche Aktionen abziehen, aber bitte nicht pauschal von der „V2-Kirche“. Das ist eine Beleidigung all jener, die in der Konzilskirche solche Scherze nicht mitmachen wollen.
Nicht jeder Priester außerhalb der FSSPX veranstaltet Hindu-Rituale, lässt Interkommunion zu oder ist ein Synkretist. Soviel Differenzierung ist dir hoffentlich zuzutrauen.
Außerdem ist die Bezeichnung „Chef der Täter“ für den Heiligen Vater ehrabschneidend.
…Augen der Weltöffentlichkeit bereits reichlich verunstaltet ist (z.B. Kirchengebäude, Liturgie, Assisi-Treffen,…)
Du weißt ja hoffentlich selber am besten, dass all diese Dinge abseits gut katholischer Kreise (<20% in der Kirche = 4% der Weltbevölkerung) niemanden interessieren und selbst wenn das jeden interressieren würde wäre zweifelhaft, wie viele Kritiker sich finden lassen würden. Der sog „Interreligiöse Dialog“ war in den meisten Rückschauen ein „Plus“ für JPII. So siehts in der Welt aus.
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#18   Stimme aus dem Tradiland   14:45:48 | Montag, 29. August 2005
Audienz
@ Romano: Mag sein, dass „nur“ Bischof Fellay und sein erster Assistent im Amt als Generaloberer bei der Audienz waren. Beide waren bei der Fatima-Wallfahrt und sicherliche wenig amüsiert über die Attacken der V2-Partie. Außerdem haben beide schon viel Erfahrung mit solchen Gesprächen. Wenn nur die beiden beim Gespräch sind, so hat dies seine Begründung im Amt der beiden als Generaloberer und erster Assistent desselben. Es ist aber klar, dass die vier Bischöfe gemeinsam vorgehen werden. Weil sie an einer Spaltung untereinander denkbar wenig Interesse haben.
@ Benedikt: Der Satz „Vielleicht hat es auch etwas Gutes“ ist so zu verstehen, dass unmittelbar nach den bösen Taten der oberste Chef der Täter informiert werden kann. Außerdem bewahrt dieses Geschehen die FSSPX-Verantwortlichen vor leichtfertigen Zugeständnissen bzw. auch Aussagen in der Öffentlichkeit (wie 2000 ff.)
Keineswegs kontraproduktiv, mit dem Papst bei dieser Audienz über Vorgänge in Fatima zu sprechen, denn Fatima ist nicht nur Symptom für die Hl. Kirche, sondern auch ein Lösungsansatz wenn nicht gar der Lösungsansatz. Die V2-Kirche kann ihr Gesicht schon deswegen nicht wahren, weil es vor den Augen der Weltöffentlichkeit bereits reichlich verunstaltet ist (z.B. Kirchengebäude, Liturgie, Assisi-Treffen,…).
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#17   Benedikt   14:10:08 | Montag, 29. August 2005
@ Tradiland
Wie darf der Satz „Vielleicht hat es auch etwas Gutes“ verstanden werden? Begrüsst du etwa die Tatsache, dass die Aussichten nun vielleicht schlechter geworden sind?
Zudem ist der Heilige Vater kein Vollstrecker von Anliegen der FSSPX. Wenn er tatsächlich in Fatima eingreifen sollte, dann wird er das – wie man es von ihm gewohnt ist – nach längerer Prüfung tun.
Im übrigen ist es völlig kontraproduktiv, mit dem Papst bei dieser Audienz über Vorgänge in Fatima zu sprechen. Darum geht es in der Audienz nicht. In der Audienz geht es um FSSPX und Amtskirche, sowie um Möglichkeiten zum Ausweg aus der Situation, bei denen BEIDE Seite ihr Gesicht wahren können. Streben die FSSPX-Bischöfe eine Lösung an, nach welcher der Vatikan in der Öffentlichkeit als Dummer dasteht, wird es diese Lösung NIEMALS geben, das wird auch den FSSPX-Bischöfen klar sein. Wie sie dann allerdings noch ihren Einheitswillen glaubhaft machen wollen, ist fraglich.
Zudem wage ich die Behauptung, dass es zumindest in Deutschland nur einen Bruchteil der Leute interessiert, ob in Fatima ein hinduistisches Ritual stattgefunden hat. Dich un dmich interessiert es, das ist klar, aber eine Zeitung wird das wohl nicht drucken. Und wie ein Scheitern der Audienz – egal wer schuld ist – von der Öffentlichkeit aufgenommen werden wird – nun betrachte einmal, was der FSSPX in Fatima widerfahren ist – in diesem Sinne wird auch die Reaktion sein.
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#16   Romano   14:01:58 | Montag, 29. August 2005
@Tradiland
Ich nehme an, dass weder seine Haltung noch die seiner Mitbrüder im Bischofsamt, die ebenfalls beim Hl. Vater vorsprechen, dadurch konzilianter geworden ist…
Bischof Williamson ist offenbar gar nicht dabei (warum wohl?). So weit ich gelesen habe, sind nur Bischof Fellay und Pater Schmidberger beim Papst. Das ist kein schlechtes Zeichen.
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#15   Stimme aus dem Tradiland   13:44:53 | Montag, 29. August 2005
Vielleicht hat es auch etwas Gutes
Bekanntlich ist heute das Treffen der Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit Papst Benedikt XVI., wobei vor kurzem kreuz.net über die Haltung S. Ex. Bischof Williamson zu diesem Treffen www.kreuz.net/article.1704.html berichtete.
Ich nehme an, dass weder seine Haltung noch die seiner Mitbrüder im Bischofsamt, die ebenfalls beim Hl. Vater vorsprechen, dadurch konzilianter geworden ist…
Ich wäre gerne ein Mäuschen bei dem Gespräch und würde mich dafür interessieren, wie dieses Gespräch verläuft. Anstelle der Bischöfe würde ich das Gespräch mit den Unfreundlichkeiten von Fatima beginnen. Sollte dem Hl. Vater nichts dazu einfallen, er also – obwohl sicher an dieser Störung des Gebetes unbeteiligt und zunächst uninfomiert – nicht geneigt sein, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen (auch die des Sakrilegs vom Mai 2004), würde ich das Gespräch abbrechen und die Öffentlichkeit darüber informieren.
Denn eindeutiger als mit dem Geschehen in Fatima kann man den Zustand der gegenwärtigen V2-Kirche kaum beschreiben…
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#14   Benedikt   12:28:14 | Montag, 29. August 2005
Fatima
Der Mut zur Peinlichkeit scheint bei einigen Leuten dort ja ziemlich ausgeprägt zu sein. Bei dieser Aktion MUSS der Veranlasser sich einfach lächerlich vorgekommen sein, ansonsten ist ihm wirklich nicht mehr zu helfen. Man kann ja gegen die Bruderschaft sein… aber sowas… einfach nur peinlich.
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#13   MilesChristi   10:01:12 | Montag, 29. August 2005
Fátima
Ich habe selber – zum Zeitpunkt des Sakrilegs Mai 2004 in Fátima – den Rektor des Heiligtums kontaktiert und ihn nach einer Erklärung gebeten. Er schickte mir einen Brief indem er versichert, daß der Hindu-Priester nicht gebetet. Kurz darauf gab’s eine weitere Erklärung von ihm, indem er zugibt, daß dieser doch gebetet hätte. Es gibt Bilder und einen Video eines portugiesischen Fernsehsenders, die das Ganze bar jeglichen Zweifels bestätigen – es gab ein Gebet am Altar, es wurde ein Blumenopfer nach hinduistichen Ritual dargebracht, es wurde ein Gebet zu einer der Hindu-Muttergottheiten gesungen. All das mit Duldung der Sanktuariumsleitung (Msgr. Guerra).
Das ist auch ein Zeichen der Toleranz, wie sie von den Modernisten (und Liberalen) verstanden wird.
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#12   Marcel   09:46:09 | Montag, 29. August 2005
Fatima
Vielen dank an die Traditionsstimme für den Hinweis auf die Fatima-Sühnewallfahrt. Die Bilder auf der FSSPX-Seite fand ich sehr schön. Auch das beherzte Eingreifen des irischen Paters zugunsten der FSSPX und damit der ewigen Kirche hat mich sehr gefreut. Mögen noch viele andere Gläubige dort durch das tapfere katholische Verhalten der FSSPX sich angeregt fühlen, ebenfalls die Treue zu Christus zu halten! (Wie man aus Beobachtung weiß, brauchen viele ratlose Katholiken erst den Anstoß durch „Beispiele“.)
Gleichzeitig sind die Störaktionen der modernistischen V.II-Ortsdiözese sehr traurig, bzw. peinlich und lächerlich zugleich. In Fatima ist jeder Teufelsanbeter erwünscht vonseiten der V.II-Kirche, nur nicht die wahren Katholiken.
Das Verhalten der V.II-Kirchenführung richtet sich selber. Trefflicher könnte kein externe Kritiker den Verrat an Christus entlarven. Die werden sich noch wundern, wenn sie glauben, gegen den Himmel kämpfen zu können. Lange sieht er nicht mehr zu, wo doch die Ehre der Jungfrau Maria aufs grauenhafte Weise besudelt wird und die Kirchengeschichte beweist, daß Christus zwar so manche Demütigung seiner Person erträgt, aber „der Spaß aufhört“, wenn es um seine makellose Mutter geht.
Die FSSPX Deutschland hat schon vor längerer Zeit die Fakten zum Skanal zusammengetragen, der in Fatima vor sich geht: Fatima, bald ein „Heiligtum“ aller Religionen? www.fsspx.info/streitpunkt_fatima/
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#11   Stimme aus dem Tradiland   08:27:00 | Montag, 29. August 2005
Störungsaktionen der V2-Kirche bei einer Fatima-Wallfahrt
Hier der interessante Link über die Internationale Wallfahrt der Priesterbruderschaft St. Pius X. nach Fatima www.fsspx.info/news/news.php?show=184
Absperrungen, Staubsaugen, „Dagegensingen“, Überdröhnen – wirklich „entzückend“…
Dass die zwei „geistlichen Schwestern“, der involvierte Priester und der Rektor des Heiligtums, Msgr. Guerra, irgendeinen christlichen Glauben haben, kann man getrost bezweifeln…
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#10   Brandenburgis   23:08:36 | Sonntag, 28. August 2005
Bob Dylan als Evangelist
Oben genannter Artist hat immmerhin einige Dutzend musikalisch durchaus interessanter evangeliumstreuer Lieder verfaßt, deren Texte ich in die deutsche sprache übertragen habe.
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#9   Sulpicius   22:20:13 | Samstag, 27. August 2005
@Konrad
Die Frage von Stil wird bekanntermaßen schon im religiösen Vorfeld geprägt!
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#8   Konrad   20:44:22 | Samstag, 27. August 2005
Bob Dylan/Dr. Steinschulte
Alles okay, Herr Doktor, nur das mit dem „Geschmäckle“ ist eine ungerechte Boshaftigkeit gegenüber dem verstorbenen Hl. Vater. Die Begegnung mit Bob Dylan fand außerhalb jeder Liturgie statt und hatte überhaupt nichts mit Kirchenmusik zu tun. Es ist also unaufrichtig und pejorativ, was hier von Ihnen gegen Johannes Paul II. vorgebracht wird!!
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#7   Irenäus   19:11:31 | Samstag, 27. August 2005
Sarkastisch
Wer ist denn dieser Gotthard, der meint, dem
Dr. Steinschulte ans Bein pinkeln zu müssen?!
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#6   Bonaventura   18:29:01 | Samstag, 27. August 2005
KÖSTLICH!
Nicht nur das Dr. Steinschulte, den Nagel oder hier vielleicht eher die Note auf den Kopf trifft, nein er versteht es sogar mit einem hintergründigen Witz die Misere der Musicae Sacrae aufzudecken!
Grandios!
Ich selbst habe mich mit Dr. Steinschulte mehrfach über dieses Thema unterhalten können, bzw. durfte seinen Ausführungen zur Geistlichen Musik lauschen.
Man hätte Ihm und seinen Kollegen an den zuständigen Vatikanischen Stellen das Ruder überlassen sollen, es wäre das Ende dieser Geist und manchmal wirklichen Gottlosen Musik mit denen das unbeschreibliche Mysterium der Heiligen Liturgie beleidigt wird.
Freuen wir uns auf mehr Beiträge dieses Musikwissenschaftlers!
PS: Sehr Empfehlenswert auch die von Dr. Steinschulte geführte Choralschola SCHOLA CANTORUM COLONIENSIS
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#5   Benedikt   17:55:46 | Samstag, 27. August 2005
@ hcr
Das Neue geistliche Lied heißt bei uns schon lange NGL = Nichtiges geistloses Lied. Wobei einige böswillige „geistlos“ mit „gottlos“ ersetzen. ;-)
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#4   palestrina   17:45:41 | Samstag, 27. August 2005
@Gotthard
Vorsicht: Einen kompetenteren als Dr. Steinschulte werden Sie kaum finden.
Ausserdem muß ein Papst nicht auf einem Gebiet wie der Kirchenmusik den vollen Durchblick haben.
Deshalb ist entscheident, von wem er sich beraten läßt. Und da ist es schon komisch, wenn die erwähnte päpstliche Organisation für Kirchenmusik bei einem Lehrschreiben über Kirchenmusik komplett übergangen wird und man stattdessen leicht erkennen kann, wer aus der Kurie bei einem Schreiben wie dem, um das es geht, welchen Abschnitt zu verantworten hat.
Es gäbe da also eine Reihe von Beinen zum…
Also, setzen Sie sich bitte mit dem Inhalt auseinander und sparen sich die Polemik.
Wenn Sie ernsthafte Argumente gegen das, von Dr. Steinschulte Geschriebene, haben, ist Ihnen meine Bewunderung sicher.
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#3   hcr   17:40:50 | Samstag, 27. August 2005
@_______
… ohne Kommentar, da selbsterklärend …
Arbeitskreis neues geistliches Lied in der Diözese Würzburg ! …bands.bistum-wuerzburg.de/load.html?/arch_themen/t…
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#2   Sulpicius   17:30:37 | Samstag, 27. August 2005
Dr.Steinschulte…
…war viele Jahre Dozent an der „Pontificio Istituto di Musica Sacra“ in Rom und Vizepräsident der päpstlichen, von Paul VI. gegründeten, weltweit mit Kirchenmusikern arbeitenden „Consociatio Internationalis Musicae Sacrae“.
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#1   Gotthard   17:19:11 | Samstag, 27. August 2005
Wer ist er?
Wer ist denn dieser Herr „Dr. Gabriel M. Steinschulte“, der meint, dem Papst ans Bein pinkeln zu können?
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